Beiträge von Demosthenes

    @Gemini


    Hut ab vor Dir, ehrlich. Du packst deinen Haushalt so an, wie die clevere Frau in der Vorwerk-Werbung, die von einem kleinen aber erfolgreichen Familienunternehmen spricht. Und genau so sehe ich das auch.
    Als meine Frau damals niederkam gab es noch keine Erziehungszeit. Also kündigte sie und kümmerte sich die ersten drei Jahre ausschließlich um unsere kleine Tochter. Im letzten Jahr konnte sie stundenweise in einer Rezepteabrechnungsstelle arbeiten. Als die Kleine dann in den Halbtagskindergarten gehen konnte, nahm meine Frau in ihrer alten Firma einen schlechter bezahlten Halbtagsjob an. Durch die Kündigung, die sie bei der Geburt abgab, gingen ihr natürlich all die Jahre zuvor an der Betriebsrente verloren.
    Aber vielleicht gehören wir noch einer Generation an, die bereit war, Opfer zu bringen. Wenn ich die ganzen Einlassungen so sehe, dann ist es wohl heute eher so, daß davon ausgegangen wird, die Allgemeinheit soll die Opfer bringen, um diese ganzen Projekte zu finanzieren, Hauptsache Frau braucht selbst keine Einschränkungen mehr auf sich zu nehmen.
    Übrigens, um den Ausfall des Einkommens meiner Frau zu kompensieren, jobbte ich länger, lernte noch zusätzlich, um eine bessere Stelle zu bekommen und und und. Urlaub gab es über 10 Jahre nicht mehr, denn der wurde für ein kleines Zusatzeinkommen benötigt. Wie gesagt, wir waren eben bereit, Opfer zu bringen. Heute schreit man lieber nach dem Staat, bezahle es wer will.

    Mein Genre ist natürlich die Geschichte. Aber als Geisterschreiber tummele ich mich auch in anderen Richtungen herum - Biografie und biografische Romane. Ich denke, ich kann auch in SiFi und in Fantasy einiges zurande bringen. Aber natürlich gehört meine Liebe vornehmlich der Geschichte.

    Historikus
    Bei mir war es eigentlich eine ganze Verkettung von Umständen, die mich zum Schreiben brachte.
    Ich war Mitte der 80er mal wieder bei den Politikern in Ungnade gefallen und an eine langweilige Stelle strafversetzt worden. Nachdem ich meinen Wirkungsbereicht umorganisiert hatte, war ich mit Ausnahme von etwa einer Stunde täglich arbeitslos und suchte ein Betätigungsfeld, um nicht verrückt zu werden. Da ich schon immer eine Vorliebe für Geschichte hatte und zudem mein Haus auf einem historischen Gelände steht, stürzte ich mich mit Feuereifer auf die Recherchen. Zunächst stand noch nicht einmal der Wunsch zu schreiben dahinter.
    Als ich die ersten Ergebnisse hatte, begann ich eine Fortsetzungsreihe in einem lokalen Monatsblatt. Ich kam in Kontakt mit anderen Historikern und einer unserer Professoren, selbst ein Kunsthistoriker, nahm mich ein wenig unter seine Fittiche. Nachdem wir mit anderen zusammen ein Sammelwerk herausgebracht hatten, konnte ich mein eigenes Buch auflegen.
    Mittlerweile hatte sich meine berufliche Situation zum xten Male verändert und dann wurde mir leider die Zeit knapp. Aber seit ich jetzt in Pension bin, menge ich natürlich wieder mit.

    @Doc


    Vom menschlichen Standpunkt einmal abgesehen, ist die Erziehung unserer Kinder auch ein Stück Freiheit. Wir haben einmal in der Geschichte erlebt, daß der Staat die Erziehung mehr und mehr an sich zog und die so deformierten Heranwachsenden durften für Führer, Volk und blah blah blah sterben. Wollen wir heute freiwillig auf dieses Privileg verzichten und unsere heutige ohnehin nicht sonderlich demokratische Obrigkeit auf dumme Gedanken bringen?
    Das ganze erinnert mich zunehmend an die USA, die auch auf alle möglichen Freiheiten verzichten, weil es eben patriotisch ist, einem Präsidenten das zuzugestehen. Bei uns allerdings wäre es weniger Patriotismus denn Egoismus. So muß ich dieses Modell da oben verstehen. :gruebel


    (Übrigens: Ersatzhelm rüberreich) :cool

    Hübsches kleines Modell. Man könnte es auch viel kürzer ausdrücken:
    Die störenden Kinder werden abgeschoben und in eine staatliche Erziehung, damit die Eltern sich nicht mit solchen Lappalien abgeben müssen. Zuneigung, Nestwärme oder dergl. kann man dann vielleicht an Weihnachten mal eben von einem staatlich engagierten Weihnachtsmann bringen lassen.
    Danke für so eine Kindheit. Dann lieber keine haben, als sich so massiv vor der Verantwortung zu drücken.


    Ps: Prügel sind zwecklos, hab den Stahlhelm aufgezogen.

    Docs Definition triffst meiner Meinung nach recht gut auf den Kopf. Davon ausgehend kann man sagen, daß die ältesten Fantasybücher der Gilgamesch-Epos und die Ilias sind. Daran sieht man, daß Fantasy seit jeher die Menschheit begeisterte. Übrigens, auch die Edda und die Islandsaga gehören dazu. Absolut mythisch und mystisch.
    Ich denke, ohne Fantasy wäre die Literatur wesentlich ärmer.

    Hallo Doc, ich sehe, daß wir beide die gleiche Einstellung zum Buchkauf haben. Mir genügt es, wenn das Personal in der Lage ist, den Bestellpc zu bedienen und mir evtl. noch raussuchen kann, welche Bücher es von welchem Autor noch gibt. Ansonsten will ich in Ruhe gelassen werden und meine Lektüre in Gemütlichkeit selbst raussuchen können.
    Deshalb bin ich ja von Gondrom in Kaiserslautern so begeistert. Kein Personal, das mich nervt, sonder abwartet, bis ich von mir aus auf sie komme, Ruhe beim Stöbern, und wenn es den ganzen Tag dauert. So stelle ich mir einen guten Bücherkauf vor. :]

    Das dürfte wohl die logischste Erklärung sein, daß in diesem Fall einfach zu viel zusammen kam. Der Verrat der Auxiliartruppen traf wahrscheinlich das Rückgrat der Legionen. Hinzu kam die räumliche Enge des Weges, die eine Entwicklung zu Abwehrformationen verhinderte und die nasse Witterung. Das Mitführen des gesamten Trosses dürfte auch noch ein hinderlicher Faktor gewesen sein.
    Einen großen Teil der Stämme hatte Arminius damals schon mit in den Kampf einbezogen. Daß er Marbod nicht gewinnen konnte, brach ihm ja später das Genick. Aber der alte Fuchs war ein besonderer Taktiker, der sich lieber den Rücken nach allen Seiten freihalten wollte. Wobei ich irgenwo einmal gelesen habe, daß er allerdings kleinen einträglichen Raubzügen auf Imperiumsgebiet nicht abgeneigt war.
    Vetera (Xanten) war allerdings immer mit guten Legionären belegt. Die vielen Bataveraufstände vor und nach Varus sorgten schon dafür. In der Krypta des Domes findest du übrigens zwei "unbekannte Märtyrer", die in Wirklichkeit zwei aufständische Bataver sind, die in die Flugbahn eines Wurfgeschosses der Verteidiger gerieten. Sie wurden damals in der Grabungskampagnie gefunden, als ich dort war. Das Geschoß, ein Steinbrocken, lag ganz in der Nähe.
    Da die Legionäre ihre Kasernen selbst bauten, findest du auf den Ziegelsteinen von Vetera noch häufig die Zeichen der Legion, darunter auch jenen Stein mit der "LEGXXI". Das ganze war ein bleibendes Erlebnis. Unter dem Hauptaltar des Domes liegt ein Steinsarkophag mit einer kopflosen Leiche, angeblich der hl. Xaver. Nach den letzten Informationen, die ich damals erhielt, handelte es sich um einen Kollegen des Varus, der vor den Toren von Vetera enthauptet wurde. Seine Familie zahlte 40.000 Sesterzen, um den Restleichnam auszulösen.
    Du siehst, der Job als Stadthalter in jener Gegend war sicher sehr kurzweilig und manchmal wohl auch sehr kurzfristig.

    Na, das war doch eine klasse Antwort. Wenngleich ich das Varusbild nun doch nicht ganz so einfach sehe. Allerdings fällt mir jetzt die Quelle nicht mehr ein, in der ich vor Jahren den Satz las, "Der Arme Varus betrat das reiche Syrien als Stadthalter und der reiche Varus verlies das arme Syrien".
    Damit will ich dem armen Varus ja keinen Vorwurf machen, denn damals war es einfach üblich, die Provinz auszuplündern, die einem zugeteilt wurde.
    Was mich allerdings heute noch wundert, war die Sorglosigkeit, mit der die drei Legionen in die Falle tappten. Sie deckt sich einfach nicht mit den Gepflogenheiten, mit denen Legionen sich sonst auf dem Marsch bewegten. Hinzu kommt, daß es sich ja auch nicht um unerfahrene Truppen handelte, sondern um Elitetruppen. Wenn ich mich noch recht an meine Ausgrabungen in Xanten erinnere, dann war dort auch mal 21. Legion stationiert, jene berüchtigte Ausputzerlegion, die ursprünglich in Palästina stationiert war. Hast du darüber eigentlich schon neuere Erkenntnisse? Das würde mich nämlich auch interessieren. Die Katastrophe läßt sich rational einfach nicht erklären.

    Wenn wir schon mal die Autorin im Forum haben, kann ich die Gelegenheit ergreifen, mal einige Fragen zu stellen, zumal sie mich ja schon dazu aufgefordert hat. :]


    Wenn ich die historischen Figuren im Tribun mit denen des Autors Jörg Kastner vergleiche, dann fällt mir auf, daß die Charaktere mehr oder weniger gegensätzlich gezeichnet werden. Sicher, Kastner ist noch sehr im Germanenkult des letzten Jahrhunderts verwurzelt und insofern kann ich seinen Blickwinkel nachvollziehen. Andererseits kann ich mir den krassen Gegensatz im Tribun allerdings nicht erklären, denn ich vermute, daß hier die Wahrheit wohl auch wie meist in der Mitte liegt. Ich will das beileibe nicht kritisieren, denn ohne eine authentische Vita bleibt die Schilderung dieser Personen der dichterischen Freiheit des Autors unterworfen. Aber es interessiert mich nun einfach einmal, wie man zu einer solchen Ansicht gelangen kann.

    Herausgeber ist Herrmann Tiemann. Es handelt sich aber um einen Roman der Elisabeth von Saarbrücken-Nassau, den sie zwischen 1430 und 1450 geschrieben hatte. Als Vorlage dienten ihr Minnesängertexte, die sie sammelte und verarbeitete. Neben den Originaltexten in französisch und spanisch gibt es natürlich den Originalroman in moselfränkisch. Die Handlung ist eigentlich fiktiv und soll um Karl den Großen spielen. Es handelt sich dabei um eine Variation der Genovevasage und ist ein Leckerbissen für alle, die noch die alte Sprache lesen können.
    Immerhin hat sie die Originalburg Hautefeuille durch die Burg Hattweiler ersetzt, die ihr Gemahl damals zu Lehen hatte. Und diese Burg steht heute in Jägersburg, meinem Heimatort. Klar, daß der Roman mich sehr interessierte.
    Aber vorsicht, er ist schwer zu lesen und vor allem teuer. Das Buch kostete vor drei Jahren immerhin 190 DM.

    Zitat

    Original von Doc Hollywood
    Kasten? Sowas gibt's doch höchstens in Indien und beim Getränkehändler, oder?


    Da muß ich Protest einlegen. Kasten gibt es bei uns im Lande auch, aber das hat mit dem Thema nichts zu tun.
    Ich gebe euch allen Recht, es ist Unfug, Menschen nach ihren Lesegewohnheiten zu klassifizieren. Gerade die Bücher, die von Leuten wie Reich-Ranicki hochgejubelt werden, liegen mir in aller Regel nicht.
    Und wenn es die Comic-Leser beruhigt, ich lese heute noch mit Genuß Asterix und Micky-Maus. Auch Fix und Foxi habe ich nie verschmäht. Schließlich gibt es auch Stunden, in denen man nur durchhängen will und nicht unbedingt mit Konzentration beim Lesen dabei sein will.

    Warum nicht? Nachdem mich erst vor nicht allzulanger Zeit ein Kommilitone meiner Tochter als "Vater" adoptiert hat - er stammt aus Kamerun und sieht aus wie ein Klavier, wenn er grinst - kommt es darauf auch nicht mehr an.

    Eigentlich wollte ich ja nicht mehr in die Diskussion eingreifen, weil jetzt nur noch Wiederholungen kommen. Aber vielleicht hilft es einige, wenn ich mal schildere, wie eine Kindheit vor fünzig Jahen in einer ländlichen Gemeinde verlief.
    Im Haus lebten die Grosseltern und die Eltern. Vater jobbte in der nahen Stadt auf der "Hütte" und bauerte nebenbei noch, um den kargen Lohn aufzubessern. Die Kinder gingen morgens in die Volksschule. Wenn sie mittags heimkamen, wartete die Mutter schon mit dem Essen und danach gings "alle Mann" hoch auf die Felder, um dort zu arbeiten. Wenn der Vater dann nach Hause kam, wurden Schularbeiten gemacht, während er noch bis zur Dunkelheit arbeitete. In der Schule unterrichtete der Lehrer stets zwei Klassen zusammen, Übertäter wurden einfach kurz über die erste Bank gelegt und mit dem Rohrstock eines Besseren belehrt.
    Die Großeltern, die meist nicht mehr auf dem Acker viel helfen konnten, versorgten zu Hause das Vieh und den Haushalt. Das Leben spielte sich in der großen Wohnküche ab und die Kinder konnten sich glücklich schätzen, wenn sie alle zusammen ein Zimmer für sich hatten. Später, wenn sie ins Gymnasium gingen, änderte sich am Lebensablauf nicht das Geringste. Vielleicht wurden sie nicht mehr so oft zur Feldarbeit herangezogen, aber diese Erleichterung wurde von den Kindern sogar oft als Strafe empfunden.
    Diejenigen, die Probleme hatten (heute sagt man Lernschwäche dazu) wurden vom Lehrer nachmittags nochmal zur Schule bestellt und soweit fit gemacht, daß sie die Klassenstufe wenigstens mit Ach und Krach bestanden. Sitzen blieb in aller Regel keiner. Lediglich, wenn die Eltern zuviel Mitarbeit forderten, dann sprach der Lehrer meist mal ein ernstes Wort mit den Eltern und schon lief die Sache im Rahmen.
    Allerdings gab es dafür kein Fernsehen, kein PC, keine teuren Klassenfahrten, keine Designerklamotten. Die Jungs trugen abgewetzte Hosen und genagelte hohe Schuhe - auch im Sommer. Damit konnte man auch im Sommer auf der Strasse Schleimern. Wenn dann doch mal ein wenig karge Freizeit übrigblieb, dann traf man sich in den verwilderten Auen, baute Baumhäuser aus Brettern und Nägeln, die man zuhause gestibitzt hatte oder tollte in der Natur rum. Die Spiele waren meist gefährlich, denn überall lag noch Munition aus dem Krieg rum, der Fluß hatte seine Tücken, da noch nicht begradigt und im Schilf gabs noch jede Menge Getier.
    Wir haben alle unseren Weg damals gemacht und keiner ist irgendwo auf der Strecke geblieben.
    Wo liegt heute also das Problem? :gruebel

    Falsch, da nehme ich nicht teil, weil ich keine (Aus)Wahl habe. Um mich nur zwischen Dreck und Mist zu entscheiden, dafür ist mir meine Zeit zu schade. Hinzu kommt, daß du die Spitzennieten ohnehin nicht abwählen kannst, weil die übere sichere Listenplätze stets ihr Schäfchen im Trockenen haben. Das ganze ist also nur eine Farce. Übrigens, unser Oberbürgermeister tritt als CDU-Kandidat für den Stadtrat an, obwohl er das Mandat gar nicht annehmen kann und darf. So kann man auch die Wähler behumsen.

    Es ist ja schon lustig. Überall finden schon die Werbeveranstaltungen für die EU-Wahl am 13.6. statt. Aber mal ehrlich, weshalb soll ich an einer Wahl für ein Gremium teilnehmen, das installiert wurde, ohne daß ich dazu gefragt wurde. :bonk
    Unter dem Strich heißt das doch, wir machen hier ein teures Parlament - egal ob du das willst oder nicht - aber dafür hast du gefälligst die von uns vorgesehenen Typen auch zu wählen. Hirnrissiger geht es wirklich nicht mehr. Ich jedenfalls werde denen etwas husten. :gruebel

    Hallo Doc,
    so themenabweichend ist dein Zwischenruf auch nicht. Dazu wäre wirklich eine Menge zu sagen und es hat auch mit der EU zu tun.
    Aber es ist auch eine Bestätigung, daß durch ungleichen Bedingungen dieses Gebilde EU hinten und vorne nicht richtig funktioniert. Und wenn ich dann daran denke, mit welchem Unsinn sich die Abgeordneten des EU-Parlamentes beschäftigen, welche weltfremden Entscheidungen dort gefällt werden, dann frage ich mich täglich, was das überhaupt soll.

    Zitat


    Diese Behauptung finde ich unverschämt. Es gibt zahllose Haushalte, in denen die Kinder nicht versorgt werden könnten, wenn nicht beide Eltern arbeiten gingen. Es gibt sogar Haushalte, in denen ein Elternteil mehrere Jobs machen muss, damit die Familie über die Runden kommt. Aber selbst wenn das "zusätzliche" Geld nicht unbedingt nötig wäre, gehen doch viele Frauen arbeiten, weil sie irgendwann fürchten, zu verblöden, wenn sie fast ausschließlich von ihren Kindern umgeben sind. So entzückend und bereichernd der Umgang mit Kindern ist, so sehr kann man sich sicherlich auch mal nach einer anderen Umgebung sehnen.


    Vielen Dank, Jaleh, meine Frau freut sich darüber, daß du sie für verblödet hältst, weil sie für unseren Nachwuchs zu Hause blieb und einen lukrativen Job aufgab.
    Auch wenn ich jetzt weiterhin als unverschämt gelte, Frauen, die ihrer Mutterpflicht nachkommen und Eltern, die eben auch mal den Gürtel enger schnallen für ihre Kinder, halte ich für sozial besonders wertvolle Menschen. Denn sie stellen ihren Egoismus für andere hintan. Aber das ist jetzt wieder eine Frage der Lebensphilosophie des einzelnen und kommt wieder in den Thread nach dem Sinn des Lebens. Also schließe ich damit meinen Beitrag ab. Es ist ohnehin schon alles gesagt.

    Zitat

    Original von Idgie
    Um dein Beispiel vom Obstanbau aufzunehmen:
    Da bliebe ja nur ein europäisch verordnetes Lohnniveau, so dass kein Preisgefälle stattfinden kann um so regulierend einzugreifen. Meinst du das, mit gleichen Gesetzen?


    Nein, ich meine die gesamte Struktur. Wir haben Sozialgesetze, die es nur bei uns gibt, wir haben Gewerkschaften, die nur bei uns die Tarife aushandeln, wir haben Umweltgesetze, die nur bei uns die Wirtschaft belasten und und und. Hier sollten die Bedingungen für alle gleich sein. Dann gibt es auch keine Billiglohnländer mehr in Europa.
    Ebenso ist es mit den Finanzgesetzen, den Bauvorschriften, dem Strafrecht und dergleichen mehr. Du siehst, ohne eine einheitliche Staatsstruktur "Europa" unter einer einzigen Regierung und auf einer gemeinsamen Verfassung beruhenden einheitlichen Gesetzgebung stehen uns katastrophale Verhältnisse ins Haus. Wir werden das bald feststellen dürfen.