@Gemini
Hut ab vor Dir, ehrlich. Du packst deinen Haushalt so an, wie die clevere Frau in der Vorwerk-Werbung, die von einem kleinen aber erfolgreichen Familienunternehmen spricht. Und genau so sehe ich das auch.
Als meine Frau damals niederkam gab es noch keine Erziehungszeit. Also kündigte sie und kümmerte sich die ersten drei Jahre ausschließlich um unsere kleine Tochter. Im letzten Jahr konnte sie stundenweise in einer Rezepteabrechnungsstelle arbeiten. Als die Kleine dann in den Halbtagskindergarten gehen konnte, nahm meine Frau in ihrer alten Firma einen schlechter bezahlten Halbtagsjob an. Durch die Kündigung, die sie bei der Geburt abgab, gingen ihr natürlich all die Jahre zuvor an der Betriebsrente verloren.
Aber vielleicht gehören wir noch einer Generation an, die bereit war, Opfer zu bringen. Wenn ich die ganzen Einlassungen so sehe, dann ist es wohl heute eher so, daß davon ausgegangen wird, die Allgemeinheit soll die Opfer bringen, um diese ganzen Projekte zu finanzieren, Hauptsache Frau braucht selbst keine Einschränkungen mehr auf sich zu nehmen.
Übrigens, um den Ausfall des Einkommens meiner Frau zu kompensieren, jobbte ich länger, lernte noch zusätzlich, um eine bessere Stelle zu bekommen und und und. Urlaub gab es über 10 Jahre nicht mehr, denn der wurde für ein kleines Zusatzeinkommen benötigt. Wie gesagt, wir waren eben bereit, Opfer zu bringen. Heute schreit man lieber nach dem Staat, bezahle es wer will.