Charlotte
Spinne den Gedanken ruhig noch weiter. Was käme als nächstes? Der seiner Arbeit angepasste Mensch: als Taucher vielleicht ein Kiemenatmer, für schwere Arbeiten ein Mensch mit besonders stabilem Kochengerüst und kabeldicken Muskeln und Sehnen etc.
Das dumme an so einer Sache ist immer, wenn man damit mal angefangen hat, hört man nicht mehr auf. Es gibt immer "gute" Gründe um weiter zu machen. Übrigens, beim ollen Adolf hat man ja auch auf diesem Gebiet geforscht - mangels heutiger Kenntnisse versuchte man sich damals mehr auf dem Zuchtsektor.
Es ist besser, wir bleiben so unvollkommen, wie wir sind und lassen der Natur auch weiterhin ihren Lauf.
Beiträge von Demosthenes
-
-
Kurzbeschreibung
Edgar Frischlin, Geheimagent des Bischofs von Trier, untersucht einen der rätselhaftesten Mordfälle im Deutschland des Jahres 1523. Warum wurde der Graf der Schönburg in einem verschlossenen Raum ermordet? Konnte er wirklich Blei in Gold verwandeln, wie man sich hinter vorgehaltener Hand erzählt?Bewertung
Die Geschichte spielt in einer sehr bewegten Zeit, in der ein Menschenleben kaum noch etwas galt. Genau in die Zwistigkeit zwischen dem Trierer Fürstbischof Richard von Greifenklau und dem Franz von Sickingen fällt die Handlung des Romanes. Da ich bei den Recherchen zu meinem eigenen Buch immer wieder über den Trierer Fürstbischof stolperte und mich deshalb mit ihm auseinandersetzen mußte, interessierte mich die Meinung Bartschats über ihn doch sehr. Aber leider blieb der Autor da doch ein wenig einsilbig und so paßt die Rolle sehr gut auf nahezu jeden Fürstbischof in jener Zeit. Trotzdem ist der Roman sehr spannend und recht gut der Zeit nachempfunden. Ich kann ihn nur empfehlen. -
Und Demo hats fertig. Ich hab selten so gelacht bei einem Krimi/historischen Roman/Fantasy. Ihr seht, ich hab auch Einordungsprobleme. Bei mir läuft es unter Fantasy.
Menschliche Verhaltensweisen aus der Sicht einer Katze zu beschreiben, fand ich einfach köstlich. Die sich daraus ergebenden Doppeldeutigkeiten und Rätsel lösen einen Lachanfall nach dem andern aus. Oder findet Ihr es normal, daß Menschen tatsächlich jeden Wurf behalten, dafür aber immer nur ein Junges pro Wurf haben, statt deren drei oder vier?
Das Buch ist zwar nicht anspruchsvoll, aber man sollte es schon gelesen haben. -
Einer der besten von Hohlbein. Allerdings sollte man schon ein wenig bewandert sein in der ägyptischen Götterwelt.
-
Zitat
Original von He-Man
Es hat sich auch herumgesprochen.
Hättest du meinen Beitrag richtig durchgelesen wäre dir aufgefallen,dass ich das Wort "Nichts" von Voltaire zitiert habe.Ihn berichtigst du komischerweise aber nicht.Wieso tust du´s dann bei mir?
Weil ich das schlicht überlesen habe.Zitat
Was macht den Menschen mit einer Religion den schützenswerter?Wieso soll ein Christ mehr Meinungsfreiheit haben als ein Nichtchrist?
Weder noch. Aber du verwechselst hier etwas. Du befindest dich in einem Land, in dem nun mal das Christentum einen organischen Bestandteil der Kultur darstellt und egal wie du es anstellst, du wirst immer einen Bezug im täglichen Leben dazu finden. Hinzu kommt, daß die große Mehrheit nunmal zu den "Gläubigen" gehört und somit ihre Mehrheitsrechte geltend macht.
Bezüglich der Meinungsfreiheit finde ich deine Frage allerdings recht merkwürdig. Wieso soll ein Nichtchrist in unserem Land weniger an Meinungsfreiheit zugestanden werden denn einem Christen? Geschmackliche Entgleisungen unter dem Deckmantel von Meinungsfreiheit hochzustilisieren ist m. E. lediglich der Versuch, etwas zu provozieren. Es zeigt mir nur, daß hier jemand das Wort Freiheit falsch verstanden hat und/oder bewußt negativ ausnutzt. Das aber ist auch m. E. ein Zeichen von sittlicher Unreife und geistiger Borniertheit. Mit den Gefühlen anderer spielt man einfach nicht oder macht sich gar darüber lustig. Hab ich wenigstens noch als Benimmregel gelernt. Kennt man aber wohl heute nicht mehr - Benehmen. -
Zitat
Original von He-Man
Die Atheisten finden sich mehr oder weniger damit ab,dass sie in ein "Nichts" fallen.Die Gläubigen sind meiner Meinung nach diejenigen,die Angst haben.Denn mit dem Glauben wollen sie ihre Angst vorm dem "Nichts" verdrängen.Ich dachte, es hätte sich schon herumgesprochen, daß es so etwas wie das "Nichts" nicht gibt. Rein physikalisch gesehen, natürlich. Somit kann auch das Leben nicht einfach im nichtvorhandenen "Nichts" verschwinden. Eine logische Folgerung physikalischer Grundsätze. Aber ich denke, Churchill wird das besser erläutern können. Aber du schweifst schon wieder vom Thema ab, denn es ging ja um Glauben vs. Meinungsfreiheit.
-
Zitat
Original von Tom
Warum soll es okay sein, ganze Kühe zu essen, oder nichtkoscheres Fleisch, aber nicht okay, ein Schwein zu kreuzigen?
Der letzte Satz ist eine Frage des geographischen Aufenthaltes. Ich kann mir vorstellen, wenn du in Mekka Schweinefleisch mampfst und ein paar Buddeln Bier dazu schlürfst, du kein geringes Problem am Hals haben dürftest.
In Berlin hingegen - sofern du nicht gerade in einem strengen Moslemviertel bist, dürfte das kein Schwein - außerdem von dir gemampften - interessieren. Damit beantwortet sich doch deine Frage von selbst: Wenn du deine Meinungsfreiheit dazu nutzt, einer großen Mehrheit auf die Hühneraugen zu latschen, werden zwar die toleranteren deine Geschmacklosigkeit bemerken ohne auszurasten, die etwas empfindlicheren hingegen werden dir schon massiv ihre eigene Meinung dazu sagen. Was ich auch als richtig empfinde, denn Freiheit bedeutet auch Verantwortung. Andersrum gesagt, deine persönliche Freiheit endet da, wo andere verletzt werden.
Aber das wurde nun wirklich schon xmal angesprochen. -
Voltaire , Behrnie
Meiner Meinung nach gibt es keine echten Atheisten. Die menschliche Psyche ist so geschaffen, daß sie immer einen imaginären Anker oder Halt benötigt. Bei den meisten Menschen führt das zu einer Religion im eigentlichen Sinne, bei den sogenannten Atheisten zu anderen Werten, die sie als Hilfskonstrukt benutzen. Sei es nun einmal der Glaube an "Glück" und "Pech", an die eigene Stärke oder an Geld und Reichtum. Im Grunde ist immer eine Stütze da, an der sich der Mensch in miesen Lagen wieder aufrichten kann. In guten Zeiten denkt der Mensch selten diesen "Notanker", da tritt ja auch die Religion mehr oder weniger in den Hintergrund. Erst in den Situationen, in denen ein Mensch plötzlich unter starker Belastung steht, einen Ausweg sucht oder sonst allgemein reichlich down ist, tritt das Bedürfnis nach einem äußeren Halt in den Vordergrund. Da werden sogar manche "Atheisten" plötzlich zu überzeugten Kirchgängern.
Diskussionen dieser Art finde ich deshalb meist für wenig sinnvoll oder doch nur akademischer Art. Nur auf dem Totenbett wirst du wohl die endgültige Meinung des Befragten erhalten. -
"Heute trage ich meine Haare offen. ... Bin ich nicht ein loser Schelm?" Solche und ähnliche Sprüche machten den guten Heinz Erhard unsterblich. Als Beamter Willy Winzig wirkte er in vielen Filmen mit und sorgte für endlose Lacher. Ich hab die alte Buchclubausgabe auch im Regal und blättere immer wieder mal drinnen. Besonders in den Versen über den "Ritter Fips".
-
Nachdem Tanzmaus jetzt mehr Platz im Regal benötigt, hat sie ihre gelesenen Bücher teilweise in meine Bib eingestellt. So kam ich jetzt auch in den Genuss der Woransaga. "Im Bann des Fluchträgers" ist wirklich gut gelungen. Spannung pur und immer wieder mal eine neue Wendung, die man nicht vermuten würde. Ich bin begeistert.
-
Und was hat dieser Beitrag mit dem Post von Behrnie zu tun? Oder sistierst du da etwas hinein, das mir entging?
-
Alex, du siehst das alles etwas zu eng.
Halte dich doch an die saarländische Gangart: es gibt gar keine Schwarzarbeit, man kennt halt nur jemanden, der jemanden kennt. So wird das hier schon seit Jahrhunderten betrieben und niemand findet etwas dabei.
Noch vor wenigen Jahren war das sogar noch ärger. Der Hennes war auf der Grube oder der Hütte und bastelte die Schwenker aus Firmenmaterial für die gesamte Verwandt- und Bekanntschaft - natürlich für ein wenig bares. Der Jupp baute sein Haus und der Hennes brachte die Träger von der Hütte mit und der Schorsch die Schlacke, aus der die Steine gegossen wurden. Natürlich alles so nebenbei und für etwas bares und ein paar Bier. Wäre dem nicht so gewesen, dann stünden in dieser Region bestimmt 50% weniger an Häusern. Dabei wäre aber kein Mensch auf die Idee gekommen, daß da Diebstahl oder Steuerhinterziehung im Spiel war. Material an den Kontrollen vorbei abzuzweigen und Nebenverdienst nach Feierabend fiel einfach unter "sportliche Betätigung". Und so wird das hier heute noch gehandhabt. Die Menschen in diesem Land haben damit keine Probleme. Deshalb hat auch niemand sich aufgeregt, als der OB von Saarbrücken neulich wegen seines Gartens, den er sich in Schwarzarbeit hat anlegen lassen, auffiel. Da wurde nur gegrinst und mit der Bemerkung "halt Pech gehabt" abgehakt. So sollte man das auch sehen, ist jedenfalls meine Meinung. -
Zitat
Original von Tom
Hinter solchen vermeintlich exemplarischen Beispielen läßt es sich leicht verschanzen, um die eigene Selbstgerechtigkeit generös ausleben zu können. Großartiges Sozialverhalten, alle Achtung.
Aha, wer Mißstände anprangert, ist selbstgerecht. Tolle staatbürgerliche Auffassung. Gegenvorschlag: herkommen und die Zustände beseitigen. Wenn du das schaffst, können wir weiterdiskutieren. -
Zitat
Original von Doc Hollywood
Demo, was Du hier vorführst ist Politikverdrossenheit par excellence. Wenn man das so liest, könnte man meinen "der Staat" wäre ein abstraktes, von irgendwelchen Dunkelmännern geleitetes Konstrukt, einzig und allein dafür geschaffen die dummen Massen auszupressen und zu kontrollieren. Wo sind wir denn hier, in einer grausigen Utopie?
Nein, in der Realität. Wo sonst könnte ein Bürgermeister, der sich auf die Seite seiner Bürger stellt und ihnen hilft, von seinen Kollegen geächtet und von landrätlicher Seite geprügelt werden? So geschehen hier bei uns im Land in diesem Jahr. Wo werden sonst Ortsräte unter Druck gesetzt und bedroht von ihrem Bürgermeister und wo werden die Stadträte offen belogen und getäuscht, nur um ein Abstimmungsergebnis zu manipulieren? Na rate mal. Herrschende Meinung unserer Volksvertreter: Na, wer so dumm ist, sich so reinlegen zu lassen und das ist eben gängige politische Praxis!
Noch Fragen dazu?Dagegen ist Schwarzarbeit wirklich ein harmloses Delikt, das ich wirklich nur noch als Kavaliersdelikt empfinden kann.
-
Voltaire
Wenn ich mich noch recht erinnere, dann kommst du doch aus der Juristerei? Da müsstest du eigentlich wissen, was der kleine Staatsanwalt macht, wenn er eine brisante Sache auf den Tisch bekommt. Er fragt seinen Ressortchef und der wieder den Staatssekretär. Heraus kommt dann eine politische Lösung. Da kann es dann passieren, wie in unserem kleinen Land, daß eine Anzeige wegen fortgesetzter Körperverletzung "mangels öffentlichem Interesse" abgewiesen wird, weil das Ministerium die Angelegenheit unterdrücken will. Sollte der kleine Staatsanwalt doch etwas anderes tun, dann sind seine Chancen, mal irgendwann als kleiner Staatsanwalt in Pension zu gehen nicht allzu schlecht.Nee, mein Freund, weshalb soll der Bürger immer nur allein ein Unrechtsbewußtsein entwickeln? Und warum soll der kleine Bürger immer nur treu und brav seinen Zehnt entrichten, während die großen ihre enormen Gewinne durch alle möglichen Schlupflöcher schleußen. Gleiches Recht für alle, so oder so! Außerdem sind Großkonzerne ohnehin nicht straffähig. (Gerade in einem Bescheid von der Staatsanwaltschaft gelesen! lol)
-
Nun, wer wie ich derzeit erlebt, was einem alles passieren kann, wenn man den Oberbürgermeister wegen Rechtsbeugung und Amtsmißbrauch (berechtigt!) bei der Staatsanwaltschaft anzeigt, der wird es sich xmal überlegen, ob er einen Nachbarn oder Bekannten den Schergen ausliefert. In einem Staat, in dem Gesetze nur für die Kleinen gelten, soll der Staat gefälligst auch seine Hausaufgaben selbst machen.
Hinzu kommt, daß ich Verstöße gegen das Steuerrecht unter der Rubrik "Kavaliersdelikt" abhefte, manchmal auch unter "Notwehr". -
Du sprichst da etwas Grundsätzliches an, Columbo. Selbst Remarque, Kirst oder Buchheim mit ihren "Anti-Kriegshelden" konnten sich im Grunde dieser Faszination des Abenteuers und des extremen Gemeinschaftserlebnisses nicht ganz entziehen. Vielleicht resultieren sogar unsere heutigen gesellschaftlichen Gewaltausbrüche aus dem Verlust der früher in Kriegen staatlich organisierten Gewalt?
Und, Voltaire, wenn ich an meine eigene BW-Zeit denke, dann war ich damals als junger Mensch auch nicht allzu weit von solch heroischen Gedankenspielereien entfernt.
Ich finde daß man Jünger durchaus lesen sollte, denn klarer kann man die geistige Haltung der breiten Masse im Jahre 1914 wirklich nicht schildern. -
Zitat
Original von Behrnie
Ich glaube, es müssen einige Köpfe rollen und der eine oder andere Volksaufstand nach französischem Vorbild stattfinden, bis sich im Bundestag die Vernunft durchsetzt.
Jetzt bewegst du dich aber in Utopia, Behrnie. Politiker und Vernunft, tststs, so etwas schließt sich doch gegenseitig aus. -
Zitat
Original von Ikarus
... Kommentar meines Mannes zu der Threadüberschrift:Ich zitiere: "Besser wäre es, man würde unserem Rundum-Ohnmachts-Parlament einmal zielgerichtetes Handeln vorschreiben ... "
Lieber nicht, sonst verlieren das schönste praktische Anschauungsobjekt über die Chaos-Theorie. Schließlich ist jeder Politiker zu etwas nutze - und sei es als abschreckendes Beispiel.
-
Hm, bei den zwei EU-Fragen hab ich doch glatt gepatzt. Aber die haben bei einem Test über Deutschland ja auch nichts verloren.
Ich denke, solche Fragen sollte man schon stellen. Vor allem aber sollte man darauf achten, daß die Sprache einigermaßen beherrscht wird.