Beiträge von hoffnung

    Inhalt:

    Zitat

    Die attraktive Hapu ist eine junge Frau, wie viele andere auch. Sie liebt ihr Motorrad, geht keiner Prügelei aus dem Weg und ist engagierter Fan der Stuttgarter Kickers. In mancher Hinsicht unterscheidet sich Hapu aber von der Mehrzahl ihrer Altersgenossinnen. Sie hat schneeweiße Haut, einen beweglichen Schwanz und manchmal Appetit auf Menschenfleisch!


    Quelle: Candela Verlag

    Meine Meinung:

    Hapu - Eine Menschenfresserin!


    Der Klappentext beschreibt die Protagonistin, um die es geht, ziemlich genau!
    Aber worum es in dem Roman geht, wird dagegen nicht erwähnt und ich werde auch nicht großartig darauf eingehen. Hapus Geschichte sollte jeder Interessierte einfach selbst lesen und darüber staunen. Denn diese hat es in sich!


    Aufgewachsen in der Nähe von Stuttgart, arbeitet die junge Frau in einem Museum, deren Geschichte die ihrer Art erzählt: den Asartu. Diese sind die leibhaftigen Nachfahren des Lichtbringers, wogegen die Dämonen ihre christlichen Gegner sind.
    Mit Hapu hat der Autor eine Figur erschaffen, wie ich sie persönlich noch nicht in der fantastischen Welt getroffen habe.
    Während ich an Hapus alltäglichem Leben teilnehmen durfte, konnte ich mir immer besser ein Bild von der Dame machen. Kaum hatte ich eine genaue Vorstellung von ihr, schon gab es Action ohne Ende.
    Die junge Asartu macht im Laufe des Buches eine enorme Entwicklung durch. Von einer kleinen Angestellten durchlebt sie verschiedene Situationen und wird dadurch mental und physisch immer stärker. Dabei stellt sich heraus, dass in ihr etwas schlummert, dass sie zu etwas ganz Besonderem macht. Diese Besonderheit macht sie allerdings auch zu einem Außenseiter und zu einem leichten Ziel, sodass sie immer wieder auf der Flucht ist und ständig Andere Wesen gegen sich hat.


    Von einer speziellen Gruppe eingeladen, wird sie kurz darauf des Landes verwiesen, durchlebt eine militärische Laufbahn und endet allein im Regenwald, gejagt von Dämonen.
    So ist es natürlich kein Wunder, dass in diesem Buch sehr vieles auf wenigen Seiten passiert. Eine extreme Situation nach der anderen, weswegen ich den Roman immer wieder zur Seite legen musste, um das Gelesene zu verarbeiten.
    Dadurch wurde es auch nie langweilig, da Hapu von einer Actionszene in die nächste geriet und dabei weder ihren Stil noch ihre Motivation jemals verlor, was ich sehr bewunderte.


    Die verschiedenen Länder, Örtlichkeiten und Gegenden wurden sehr anschaulich beschrieben. So fröstelte es mich in einem Kellergewölbe und mir wurde im Regenwald heiß. Ich konnte durch die realen Beschreibungen die jeweiligen Situationen hautnah miterleben.
    Auch alle wichtigen Figuren wurden gut dargestellt.


    Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert, die den Werdegang von Hapus Entwicklung unterstreichen.
    Der Roman beinhaltet auch mehrere Illustrationen, die Hapu in verschiedenen Situationen zeigen. Das machte das Werk abwechslungsreich und die Hauptfigur ist meiner Meinung nach sehr gut dargestellt. So in etwa stellte ich sie mir vor. Ich fand die Bilder richtig gut!
    Das Format des Taschenbuches ist etwas größer als die Normalen, weshalb die Seitenzahl auch geringer ist. Aber umso spannender ist der Inhalt!


    Fazit:
    Lasst euch von einem Rohdiamant von Protagonistin eine Geschichte erzählen!
    Ein fantastisches Buch aus der Moderne, erzählt von einem Autor der schnörkellos Hapus Abenteuer erzählt.
    Ich bin gespannt, was es in Zukunft noch aus Michael Zandts Feder stammen wird!

    Inhalt:

    Zitat

    Naomi Roberts hat endlich ein Stipendium für ein Auslandssemester in Maine erhalten. Als Naomis Großmutter plötzlich behauptet, Naomi würde sich bald in einen Panther verwandeln, wie ihre Urgroßmutter Romina, glaubt Naomi an einen letzten und verzweifelten Versuch, sie von der Abreise in die USA abzuhalten.
    In Maine angekommen, genießt Naomi ihr Studentenleben mit neuen Freunden und ihrer ersten Liebe Roman. Selbst, als sie sich von einer mysteriösen Lichtung im Wald magisch angezogen fühlt, sich beobachtet vorkommt und zu Schlafwandeln beginnt, erinnert sie sich nicht an die Prophezeiung der Großmutter. Bis sie sich zum ersten Mal verwandelt. Und - Naomi ist nicht allein, was nicht nur sie selbst in Lebensgefahr bringt, sondern auch Roman.


    Quelle: Autorenhomepage

    Meine Meinung:

    Wenn Hirngespinste zur Wahrheit werden ...


    Eigentlich erklärt die Inhaltsangabe schon sehr gut worum es bei diesem ebook geht.
    Nachdem Naomi durch ein Auslandsstudium bei Maine von ihrer überfürsorglichen und etwas Demenzen Großmutter wegkommt, beginnt für sie endlich ein eigenständiges Leben. Sie lernt schnell neue Freunde kennen, trifft auf nette Männer und hat durch einen Trainingspartner Glück mit den Aufnahmeprüfungen.
    Auf einem ihrer Joggingtouren findet sie eine sehr schöne Lichtung mitten im Wald, die sie magisch anzuziehen scheint. Diese Lichtung wird ihr Rückzugsort und nachdem sie Roman kennen und lieben lernt, scheint ihre Zeit in Amerika rundum topp zu sein.
    Nette Leute, einen tollen Freund, einen mystischen Rückzugsort - was will Naomi mehr?
    Doch so gut, wie alles aussieht, ist es nicht. Als sie eine Panikattacke bekommt und plötzlich eine Veränderung an sich feststellt, erinnert sie sich an die Geschichte, die ihr ihre Großmutter angsterfüllt erzählt hatte. Naomi jedoch hielt es bis dato als Hirngespinst, aber nun ist sie ein Teil dieser Story ...


    Die Geschichte begann mit einem Rückspann, wodurch mir erklärt wurde, um was für eine Art Fantasy in diesem Roman geht. Erst später erfuhr ich, was dieser Rückblick mit Naomi selbst auf sich hat.
    Als Naomi zum ersten Mal eine Veränderung an sich wahrnahm, veränderte sich von jetzt auf gleich alles in ihrem Leben. Sie wusste nicht mehr, wem sie trauen kann und obwohl ihre Großmutter Recht hatte, konnte die Studentin die neuesten Ereignisse einfach nicht begreifen und brachte dadurch sich, wie auch ihren Freund Roman, in Gefahr.


    Die Einführung in den Roman dauerte ein wenig, aber es wurde dabei nie wirklich langatmig. Dadurch tat ich mir anfangs allerdings etwas schwer, da der Schreibstil der Autorin zu Beginn recht sprunghaft war. Die Geschichte fühlte sich für mich zunächst ziemlich ruckartig an und es gab keine flüssigen Übergänge. Doch das legte sich mit der Zeit und Bidells Schreibfluss wurde immer besser, sodass ich mich voll auf die Handlung konzentrieren konnte und diese immer mehr genoß.
    Dabei kam eine unterschwellige Spannung auf, die immer weiter an die Oberfläche driftete, je tiefer ich in die Geschichte eintauchte. Je mehr Figuren Naomi kennen lernte umso interessanter wurde es und die wachsende Spannung verwandelte sich zum Schluss in ein dramatisches Ende.
    Was ich etwas schade fand, ist der Cliffhanger mit dem das ebook ziemlich abrupt endete. Doch umso mehr freue ich mich auf den zweiten Teil dieser Serie, denn ich bin gespannt, ob Naomi die einzige weibliche ihrer Art ist, oder ob es noch mehr ihresgleichen geben wird.


    Fazit:
    Die Story ist sehr schön und darauf kann die Autorin noch super aufbauen. Darum bin ich sehr gespannt, wie es mit Naomi Roberts und ihrer neu entdeckten Fähigkeit weitergeht!

    Im Schatten des Mondlichts:

    1. Das Erwachen
    2. Die Fährte


    Meine Meinung:

    Sie wollte doch nur schön werden ...


    Das Cover zeigt mit dem Mädchengesicht, auf dem Schönheitslinien und -pfeile um Augen und Nase gemalt sind, worum es in diesem Roman geht. Schönheitsoperationen!
    Tally hat nur noch ein paar Monate, bis sie sich mit 16 einer Schönheitsoperation unterzieht, wodurch sie endlich hübsch wird und zu den „Pretties“ gehört. Diese Station durchlaufen alle 16jährigen und es ist das Normalste der Welt.
    Doch nicht für alle scheint es die beste Alternative zu sein, denn ihre Freundin Shay möchte diesen Schritt nicht durchlaufen und sucht nach anderen "Uglys", die so denken wie sie.
    Für Tally ist Shays Sichtweise anfangs einfach nur abenteuerlich und sie hält Shays Verhalten lächerlich. Aber sie begleitet Shay trotzdem überall hin.
    Als Tally endlich Geburtstag hat und zu ihrer heiß ersehnten Operation abgeholt wird, gibt es plötzlich ein Problem. Und dieses Problem hat mit ihrer verschwundenen Freundin zu tun, die die Pretties gerne bei sich wüssten...
    Damit beginnt für Tally eine Achterbahn der Gefühle, und verschiedenen Ansichten über das Schönsein stehen dabei immer im Mittelpunkt!


    Es geht hier um eine Dystopie, eine negativfiktive Zukunft. Diese machte mir anfangs etwas Angst, da die Protagonistin es zu selbstverständlich fand, das Schönsein das Beste ist und einen Makel zu haben, und wenn es sich dabei nur um Sommersprossen handelt, das Schlimmste auf der Welt wäre.
    Der Autor wollte mir mit diesem Buch seinen Standpunkt klarmachen und ich finde, das ist ihm auch sehr gut gelungen.
    Schön sein bedeutet nicht gleich, dass es einem in Allem besser geht und in seiner Geschichte werden die Menschen nach einer großen Operation sogar einheitlich, was für mich bedeutet: langweilig. Scott Westerfeld spricht den Unterschied an, und wie gesund dieser im Grunde ist. Doch es wäre natürlich auch von Vorteil, wenn alle gleich aussehen würden, wenn man sich die Geschichte der Welt vor Augen führt ...


    Die Entwicklung, die Tally im Laufe des Romans durchmachte, war sehr realistisch beschrieben. Die Zweifel, die neuen Gefühle und ihr entsprechendes Verhalten waren immer gut nachzuvollziehen.
    Je weiter ich in die Handlung eintauchte, umso sympathischer wurde mir das Mädchen. Darum bin ich schon sehr gespannt, wie es mit Tally und dem Schönheitswahn weitergeht.
    Dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt merkte ich beim Lesen und durch die Taten der Protagonistin und durch die Art und Weise, wie der Autor sich ausdrückte.


    Fazit:
    "Verlier nicht dein Gesicht" ist ein Roman, der mich erst mit der Zeit fesseln konnte, mich aber zum Schluss nicht mehr los ließ. Einfach wunderbar geschrieben Herr Westerfeld, ihnen ist ein packender Auftakt gelungen!

    Ugly-Pretty-Special:

    Ugly: Verlier nicht dein Gesicht
    Pretty: Erkenne dein Gesicht
    Special: Zeig dein wahres Gesicht
    Extra: Wer kennt dein Gesicht (andere Protagonistin)

    Meine Meinung:
    Ein Schimmel, der ihr den Weg weist.


    "Nichts als Erlösung" ist der fünfte Fall von Judith Krieger und ihrem Ermittlungsteam.
    Nachdem ein Mann ermordet wurde, rollen sie einen zwanzig Jahre alten ungelösten Fall wieder auf. Denn der zurückliegende Fall, bei dessen Familiendrama genau dieser Ermordete der Hauptverdächtige war, scheint mit seinem Tod zusammen zu hängen.


    Der bei einem Fall vor zwanzig Jahren ein Hauptverdächtiger bei einem Familiendrama war, rollen Krieger und ihr Team auch diesen noch einmal auf. Denn nach einigen Nachforschungen scheinen der gegenwärtige fall mit dem Vergangenen zusammen zu hängen.
    Dabei ging es damals um ein Kinderheim aus der Nazizeit, den damaligen Erziehungsmethoden und den Erwachsenen, die dieses Heim geleitet hatten. Und die neueste Tat scheint damit verknüpft zu sein.
    Je mehr Krieger in der Vergangenheit dieser Familie, sowie des letzten Opfers und des Heimes forscht, umso mehr kommt sie zu einem Schluss: Es geht um Rache!


    Während ihr Team den mickrigen Spuren nachgehen, haben sie und ihr Partner ebenfalls mit vergangenen Situationen und Ereignisse zu kämpfen, was jeder auf seine Art verarbeitet. Judith hat entsprechende Träume, in denen ein Schimmel vorkommt, und ihr Kollege Manni tobt sich auf der Autobahn aus.
    Und als wäre das noch nicht genug, wird die Kommissarin von einem Reporter erpresst und bekommt von jemandem seltsame Bilder zugeschickt.
    All das sind Verknüpfungen, die es zu entwirren gilt um an die Lösung zu kommen und den Mörder zu fassen ...


    Dieser Roman von Gisa Klönne war mein erster Krimi ihrer Serie über Kommissarin Judith Krieger. Als Quereinsteigerin hatte ich anfangs etwas Probleme, da immer wieder ohne genauere Details auf vorangegangenen Fälle eingegangen wurde, die ich gebraucht hätte, um einzelne Anspielungen zu verstehen. Aber je länger ich in diesem Krimi weiterlas, desto weniger machten mir die fehlenden Puzzlestückchen etwas aus und ich konnte mich auf den Fall konzentrieren. Dieser nahm immer mehr an Spannung zu und wurde zum Schluss noch richtiggehend dramatisch. So wurde ich von dieser Seite her nicht enttäuscht und kann mit gutem Gewissen sagen, dass dies ein echter Krimi ist.


    Durch verschiedene Handlungsstränge wurden mir mehrere Sichtweisen geschildert, die zu Anfang nicht zugeordnet werden konnten. Erst mit der Zeit fügten sich einzelne Geschehnisse zu einem vollständigen Bild zusammen.
    Zudem erfuhr ich durch einen Reporter, der sich dabei in den Kriminalfall einmischte und parallel ermittelte, auch auf einem anderen Weg etwas über den Fall, was abwechslungsreich war.
    Immer wenn ein Abschnitt begann, wovon es fünf an der Zahl gab, wurden Auszüge in Schreibmaschinenform dargestellt, die erst im Laufe der Geschichte einen Sinn ergaben.
    Einzelne Figuren wurden mir gut genug beschrieben, dass ich mir ein Bild von ihnen machen konnte, doch richtig vorgestellt wurde mir nicht einmal die Protagonistin und Kommissarin selbst.
    Trotzdem weiß Gisa Klönne, wie sie mich immer stärker fesseln konnte. Ihr Schreibstil ist flüssig und zieht einen in den Bann, wenn er auch nicht so spannend ist wie ich erwartet hatte. Das gewisse etwas fehlt zu fünf Sternen.


    Fazit:
    Ich würde sehr gerne mehr über die vergangenen Fälle erfahren, um zu wissen wie es dazu kommt, dass die Krieger das Rauchen aufgibt und was es mit einem schlimmen Erlebnis zu tun hat.
    Somit vergebe ich fast die volle Punktzahl, vier bis fünf von fünf Sternen.


    Kommissarin Judith Krieger:
    1. Der Wald ist schweigen
    2. Unter dem Eis
    3. Nacht ohne Schatten
    4. Farben der Schuld
    5. Nichts als Erlösung

    Meine Meinung:
    In Cals Haut möchte ich definitiv nicht stecken.


    Cal und Niko sind Brüder, die sich durch etwas Entscheidendes unterscheiden. Während Niko in Anführungsstrichen nur ein „Mensch“ ist, ist Cal zur Hälfte ein Dämon, die Ausgeburt eines Monsters, mit dem ihre Mutter ein Verhältnis hatte.
    Seit Cal im Teenageralter für eine gewisse Zeit von der Verwandtschaft seines Vaters verschleppt wurde, sind er und sein Bruder Niko ständig auf der Flucht und immer in Alarmbereitschaft, wenn sich etwas in ihrem Alltag auch nur in geringem Masse ändert.
    Als eine dunkle Macht von Cal Besitz ergreift, hat dieser nur zwei Ziele: Den Tod seines Halbbruders und die "Weltherrschaft" für die Dämonen.
    Und dieses Wesen, das Besitz von Cal ergreift, stellt eine Menge Unheil an und bringt Niko dazu, etwas ziemlich abgefahrenes zu tun ...


    Zwei Brüder die nicht unterschiedlicher sein können. Cal, um den es eigentlich ging, stellte ich mir als den kleinen Bruder und Lausbub vor. Lässig nimmt er es mit jedem neuen Zustand der Ereignisse auf und es kam mir so vor, als ob er nicht immer die Dramatik der Lage ernst nahm. Niko hingegen ist diszipliniert für zwei, beherrscht mehrere Kampfkunstarten und kann mit jeglichen Waffen umgehen. Sein Lebensinhalt, das merkte ich mit jedem Wort über ihn, ist der Erhalt von Cals Leben. Ohne seinen kleinen Bruder würde er auch nicht mehr leben wollen.
    Cals Erzählungen strotzen nur so vor Sarkasmus. Diese waren ab und zu überspitzt, aber größtenteils einfach nur klasse. Dadurch wurde die Dramatik der aktuellen Situationen immer etwas entschärft.
    Auch die Idee dieser Story kam mir bislang noch in keiner ähnlichen Weise unter, was mich sehr freute.


    Durch die Erklärungen, was es mit den beiden Brüdern auf sich hat, wie sie leben und was sie ausmacht, war der Anfang nicht ganz so packend und dementsprechend auch nicht spannend. Das änderte sich mit der Zeit und durch einzelne Figuren, die in Laufe der Geschichte hinzukamen. Dadurch wurde es immer interessanter. Besonders der Mitstreiter und Puck namens Robin war mir dabei äußerst sympathisch!
    Die Autorin hat einen Schreibstil, der mich neugierig auf den nächsten Schritt ihrer Protagonisten machte, mich aber gleichzeitig zögern ließ, da ich manchmal das Gefühl hatte, durch den sprunghaften Szenenwechsel nicht immer hinterher zu kommen.
    Der Roman ließ sich deshalb nicht durchgängig flüssig lesen, was ich wegen der interessanten Thematik sehr schade fand.


    Mir wurde die Geschichte aus Cals Sicht in der Ichform erzählt, aber durch eine sehr bewegende Veränderung, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte, wurde das unvollständige Gefühl das ich eh schon hatte, leider noch schlimmer. Ich wusste durch diese neue Modifikation nun noch weniger, wer im Roman gerade zu mir spricht: Cal oder die Macht in ihm. Das brachte mich zuerst so durcheinander, dass ich fast die Lust am Weiterlesen verloren hätte.
    Fazit:
    Leider überwogen für mich die langweiligen Momente und daher werde ich diese Serie nicht weiterverfolgen. Echt schade, die Geschichte hatte gute Ansätze!


    Cal und Niko Leandros-Reihe:
    1. Nachtgeister
    2. Mondgeister
    3. Schattengeister

    Meine Meinung:
    Dein Leben liegt in den Händen eines Anderen ...


    Es wurde ein Planet gefunden, auf dem lebensähnliche Zustände herrschen. Zu diesem Planeten ist das Raumschiff mit Namen Godspeed unterwegs. Mehrere hundert Jahre wird es auf dem Weg dorthin sein und in dieser Zeit sind Persönlichkeiten die wichtig für einen Aufbau von dieser neuen Welt sind eingefroren.
    Da ihre Eltern beide für die neue Erde wertvoll sind: die Mutter ist Genforscherin und ihr Vater hat ein wichtiges Amt beim Militär, darf auch die 17jährige Amy mit an Bord und wird ebenfalls eingefroren.
    Doch bei ihr läuft etwas schief und sie erwacht Jahrzehnte vor der Landung. Wurde ihre Kühlbox manipuliert?
    Zusammen mit Junior, dem nächsten Oberhaupt des Raumschiffes und in seinem Kumpel Harley, gehen sie der Sache auf den Grund. Sie helfen ihr, mit dieser neuen Situation klar zu kommen.
    Und während sie sich noch an die Änderungen gewöhnt und nicht nachlässt, vieles auf dem Schiff in frage zu stellen, werden weitere Kühlboxen abgeschaltet ...


    Nachdem Anfangs sehr detailliert beschrieben wurde, wie die Figuren auf das einfrieren vorbereitet werden und was damit zusammen hängt, hätte ich den Roman fast schon wieder zur Seite gelegt.
    Ich kann die härtesten Thriller lesen, doch sobald es um medizinische Fachsimpeleien geht, bekomme ich weiche Knie. Und diese hatte ich während des Lesens dieser Beschreibungen an einer Tour.
    Aber zum Glück blieb ich dran, denn was danach kam wurde immer besser!


    Amys Zustand, in dem sich ihr eingefrorener Körper befand und ihre dazugehörigen Gedanken, halfen mir, diesen Kryoschlaf zu verstehen. Außer ihren Träumen, Erinnerungen und Gedanken nachzuhängen, gab es nichts, was sie in diesen knapp 300 Jahren machen konnte. So lernte ich sie durch ihre Träume, Wachträume und Gedankensprünge kennen.
    Dieser "Alptraum" in dem sie sich gefangen fühlte, wurde sehr anschaulich beschrieben und ich konnte mir ihre Situation sehr gut vorstellen.
    Abwechselnd bekam ich aber auch Einblicke in das Leben von Junior, den nächsten "Kapitän" des Schiffes. Durch das Wechseln der Sichtweisen bekam ich einen schönen Überblick über die Taten von beiden Protagonisten.


    Was mich selbst, ebenso wie Amy, ziemlich mitnahm, war, wie auf dem Schiff anscheinend vieles (Gen)manipuliert wurde. Was für Amy und mich auf dem Raumschiff normal wirkte, war für Junior und seiner Einstellung nach unnormal. Genauso dachte er, Amy wäre nicht völlig normal. Dementsprechend verhielten sie sich gegenüber dem anderen auch anfangs äußerst skeptisch.
    Das wiederum wirbelte meine Gefühle mehr als einmal ziemlich durcheinander und dadurch wurde die Geschichte für mich allerdings mit jeder Seite lesenswerter.
    Meine Emotionen hatten deshalb einiges zu tun und besonders der Schluss, mit dem das Buch einen guten Abschluss hatte, ließ mich schockiert zurück. Mit manch einer Wendung hätte ich nicht gerechnet und nun warte ich sehnsüchtig auf den nächsten Teil.
    Der Roman ist somit in sich abgeschlossen, lässt aber Fragen offen, die hoffentlich im zweiten Band beantwortet werden.


    Das es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, wurde mir sehr schnell klar. Die einfache Schreibweise und das Verhalten der beiden Hauptcharaktere brachte dies zum Ausdruck. Zudem sind beide Protagonisten Teenager, was ebenfalls darauf hindeutete.


    Das Buch entwickelte einen Sog, der mich regelrecht mit sich zog.
    Zuerst durch Amys und Juniors Geschichten auf der Godspeed und ihrer Gefühlswelt. Dann folgte ein kriminalistischer Teil, bei dem es um die Toten aus den Kühlboxen ging, die Amys Ansicht nach ermordet wurden. Und dazu kam die Entwicklung zwischen den beiden Protagonisten, die beide nicht so recht einordnen konnten, was an ihrem gegenüber echt und was falsch ist.
    Als bildlich gesprochen auch noch eine große Bombe platzte, bei dem ich erstmal das Buch zur Seite legen musste um das Gelesene zu verdauen, war es um mich geschehen. Die Autorin erzählte die Geschichte einfach phänomenal!
    Auch Tage später bin ich noch hin und weg von diesem einzigartigen Roman!


    Einziger Minuspunkt war die Gegenwartsform, in der das Jugendbuch verfasst wurde. Die brachte mich regelmäßig aus dem Lesefluss, da ich vieles zweimal lesen musste, da mich der Ausdruck der Sätze enorm störte.
    Erwähnenswert jedoch ist, dass auf der Innenseite des Schutzumschlags eine Karte der Godspeed zu sehen ist, auf dem sich die Geschichte abspielt.


    Fazit:
    Kurz und knapp: Der Roman ist bei mir eingeschlagen wie eine Bombe und wird definitiv mein Novemberhighlight!
    Ich kann es kaum erwarten, wie es mit Amy und Junior auf der Godspeed weitergeht.



    Godspeed-Trilogie:
    1. Die Reise beginnt
    2. A Million Suns (Original 2012)
    3. noch nicht bekannt

    Meine Meinung:
    Das Cover ist schon humorvoll gestaltet.
    Im Vordergrund ist ein Verkehrsschild mit zwei Wanderern abgebildet, die jeweils einen Heiligenschein über dem Kopf haben. Im Hintergrund des Schildes ist auf einem Berg eine Burgruine zu sehen.
    Der Titel "Schutzpatron" erweist sich als äußerst treffend, wenn man die Geschichte liest, und das nicht nur auf eine Weise.


    Schatzräuber der modernen Art haben es dieses Mal auf einen Burgschatz abgesehen, der in sein Zuhause bei Altusried zurückgebracht werden soll.
    Während Kluftinger sich mit gestohlenen Autos und dem neugewonnenen Interesse am Golfsport beschäftigt, knüpft ein Ganove zusammen mit einer kleinen Gruppe von fähigen Dieben einen sicheren Plan, um die Artefakte zu stehlen.
    Es sieht sehr lange so aus, als ob der Drahtzieher der Diebesbande Kluftinger und seine Kollegen an der Nase herumführen kann, da der Kommissar zudem auch noch mit einem Mord beschäftigt ist.
    Aber all das ändert sich, als Kluftinger etwas auffällt, was dem Rest des Teams wie moderne Kunst vorkommt ...


    Die Thematik des Krimis wird durch die humorvollen Einlagen von Kluftinger & Co. regelmäßig in den Hintergrund geschoben.
    Spannung, welche für einen Krimi eigentlich normal ist, gab es in diesem Roman auf dramatische Weise erst zum Schluss ohne Unterbrechung. Zwischendurch blitzte sie nur auf, wenn es um die Ganoven ging.
    Dafür war der Krimi äußerst humorvoll und ich musste sehr oft schmunzeln, manchmal sogar laut lachen.
    Die Nebensächlichkeiten im Privatleben und im Job des Kommissars waren immer viel interessanter, als der aktuelle Kriminalfall, den er gerade löste.
    Und das ist auch der Grund, weshalb ich Kluftinger nun schon bis zum sechsten Fall treu geblieben bin!
    Wie bisher in jedem Band wusste ich nicht, ob ich Klufti mögen oder ihn für nicht ganz voll nehmen sollte.
    Er hat so eine geniale Mischung aus beidem, was ihn sehr sympathisch macht. Seine Art an Situationen heranzugehen ist jedes Mal aufs Neue ein Abenteuer für mich. Eine Frage ging dabei jeder Situation voraus: Wie handelt Klufti nun wieder und welche Folgen wird es haben?


    Fazit:
    Die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr knüpfen gekonnt Kriminalistisches mit einem äußerst tollpatschigen Ermittler und seinem witzigen Privatleben zusammen. Das Ergebnis ist ein sehr unterhaltsamer und lustiger Krimi aus dem Allgäu.

    Meine Meinung:
    Die Liebe ist die mächtigste Waffe!


    Die gebundene Ausgabe ist dunkelblau und glänzt ganz leicht im Licht. Der Titel, der Autorenname sowie das Verlagslogo sind auf dem Buchrücken in einem helleren Blau gut sichtbar eingraviert.
    Das Cover des Schutzumschlags zeigt, wie auch schon bei dem ersten Teil "Urbat - Die dunkle Gabe", einen weiblichen Körper, der mit Stoff umwickelt ist. Dieser Stoff ist bei dem zweiten Teil von Urbat in einem schönen Blau gehalten. Der Hintergrund ist Schwarz, Autorenname und Titel sind in dem gleichen Farbton wie der Stoff des Mädchens gehalten.


    Über zehn Monate sind seit dem verschwinden von Grace' Bruder Jude und der "Heilung" ihres Freundes Daniel vergangen.
    Da Grace nun selbst durch den Werwolfbiss ihres Bruders droht, sich in ein Monster zu verwandeln, trainiert sie mit Daniel, um ihre Kraftschübe zu kontrollieren und gezielt nutzen zu können. Sie möchte all ihre neu erworbenen Fähigkeiten nutzen, um ihren Bruder zu finden.
    Trotz der Warnungen von ihres Freundes und ihres Vaters macht sie sich aber auch allein auf die Suche nach Jude. Dabei macht sie Bekanntschaft mit Talbot, einem Jungen, der scheinbar dieselben Fähigkeiten besitzt wie sie, und diese für das Gute einsetzt.
    Nachdem es immer mehr Streitereien zwischen Grace und Daniel gibt, begibt sie sich immer öfter in die neu gefundene und herzliche Freundschaft mit Talbot ...


    Von Anfang an hatte Grace ein komisches Gefühl, was Talbot anging und doch vertraute sie sich ihm an, als sich Daniel von ihr abwandte. So war ich ebenfalls vorsichtig, was diesen hilfsbereiten und äußerst heldenhaften jungen Mann anging.
    Daniel indes hätte ich am liebsten geschüttelt. Sein Verhalten in diesem zweiten Teil konnte ich nur bedingt verstehen. Allein wegen ihm hatte Grace nun diese "Probleme" und ihn schien es plötzlich nicht mehr zu kümmern. Was mir etwas negativ aufstieß.


    Der Roman ist von Anfang an packend geschrieben, sodass ich das Buch in wenigen Tagen durchhatte. Durch die Aufteilung der Kapitel und Abschnitte wurde die Handlung zum Teil recht dramatisch, was ich sehr gut fand.
    Die Liebesgeschichte zwischen Grace und Daniel ging in eine neue Phase und machte immer mehr den Anschein, dass ihre Liebe nicht für immer hält ...
    Doch die Eifersuchtsszenen hielten sich in Grenzen, was ich einerseits gut fand, da es nicht übertrieben beschrieben wurde, andererseits hatte ich allerdings das Gefühl, die Autorin nimmt die Liebesgeschichte nicht so wichtig.


    Im Gegensatz zu den Protagonisten fuhren meine Emotionen Achterbahn mit mir. Durch den gesamten Roman schwankte ich zwischen den verschiedensten Gefühlen, die sich zum Schluss gemeinsam bündelten und aus mir heraus brachen.


    Wieder einmal gefielen mir besonders die Vergleiche zwischen der Handlung und einzelnen Gleichnissen aus der Bibel. Ebenso die Darstellung des Guten und Bösen, was ja nicht immer sofort ersichtlich ist.
    Die Autorin brachte alles gut verständlich rüber und ihre Art, jede Szene zu beschreiben, fand ich super!
    Ich merkte beim Lesen schnell, dass es sich hierbei um einen Jugendroman handelt, denn es wurde alles sehr schön formuliert. Bree Despain achtete sehr auf die richtige Ausdrucksweise, ohne dabei die Situationen bieder oder langweilig zu erklären.


    Was mich gleichzeitig freute, aber auch störte, ist das viel zu offene Ende. Wie abgeschnitten hörte die Geschichte auf und hinterließ mich mit einem gemischten Gefühl zwischen Trauer und Vorfreude.


    Fazit:
    Dieser zweite Teil der Urbat-Trilogie war trotz weniger Schwächen wieder einfach nur topp!
    Ich bin sehr gespannt, was sich die Autorin für das Finale einfallen lässt und vergebe auch diesem Roman die volle Punktzahl.



    Urbat-Trilogie:

    1. Die dunkle Gabe
    2. Der verlorene Bruder
    3. The Savage Grace (noch nicht übersetzt)


    Inhalt:

    Zitat

    TODESANZEIGE Als Franziska Bellgardt über eine verführerische Kontaktanzeige den Franzosen Pierre Brossard kennenlernt, scheint sie die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Doch die Leidenschaft für den rätselhaften Pierre endet mit ihrem Tod. Franziskas Schulfreundin Marie Schwarz und ihr Freund, der Dortmunder Rechtsanwalt Stephan Knobel, beginnen die schicksalhafte Beziehung zu ergründen. Bald zeigt sich, dass es um weit mehr geht als Franziskas Liebe zu einem Mann, dem sie sich bedingungslos unterwerfen wollte …


    Gmeiner Verlag



    Meine Meinung:
    Chiffreanzeigen sind nicht immer ungefährlich!


    Das Cover stellt einen Briefkasten dar, wie man ihn von der Post her kennt. Ganz in Gelb und mit einer Klappe zum Einwerfen von Briefen.
    So gibt das Titelbild schon einen Hinweis, worum es in dem Krimi geht.


    Eine Frau wird ermordet, die sich per Chiffre auf die Suche nach einem Mann machte. Da es wie ein Selbstmord aussieht, aber sehr öffentlich geschah, steht die Staatsanwaltschaft auf der Matte und betreibt Nachforschungen.
    Nun, wie passt da der Protagonist Stephan Knobel ins Bild?
    Ganz einfach, die Verstorbene, mit Namen Franziska, war eine Schulfreundin seiner Lebenspartnerin Marie. Zu Marie und Stephan hat Franziska die Chiffrebriefe immer schicken lassen, weswegen die Polizei sich auch bei ihnen meldet. Und so geht alles seinen Lauf, denn Marie lässt den Selbstmord nicht auf sich beruhen und stellt somit ebenfalls private Ermittlungen an.


    Der Roman fängt mit einer kleinen, einführenden Vorgeschichte an. Dadurch bekam ich einen kleinen Einblick in das Leben von Franziska und wie sie mit ihren Mitmenschen umging.
    Was mir sehr gut gefallen hat, war Maries Rolle in der Geschichte. Sie konnte dieses Mal richtig mitmachen, da sie Franziska am ehesten kannte. So wurde mir natürlich das Meiste auch aus Maries Sicht geschildert.
    Eine große Veränderung gab es in dem Sinne, dass der Protagonist Knobel eher eine Randfigur spielen durfte. Durch Maries Einsatz und einen geschäftigen Staatsanwalt hat er kaum etwas zu recherchieren und anwaltstechnisch zu tun.
    Durch den Staatsanwalt Bekim Ylberi kam auch etwas frischer Wind in die Serie, denn seine Sicht der Dinge gab mir einen neuen Einblick in das Geschehene, was sehr reizvoll war. Mich würde es sehr freuen, wenn er in Zukunft öfter mit von der Partie wäre.


    Da durch Marie und durch den Staatsanwalt immer die Frage im Raum stand “Was hat es mit Franziskas Tod wirklich auf sich?”, war immer eine Grundspannung zu spüren. Denn dass es nicht einfach werden würde, diesen Mord aufzuklären, wurde mir schnell klar. Als es dann auch noch Ungereimtheiten gab und Marie von Dortmund weggelockt wurde, stieg die Anspannung allmählich immer weiter.


    Die Figuren, zum Teil aus den Vorbänden bekannt, wurden nicht mehr detailliert vorgestellt. Selbst der Staatsanwalt wurde nur grob beschrieben, seine Arbeit hingegen wurde ausführlich geschildert. Allein das Opfer wurde durch die Vorgeschichte sehr genau unter die Lupe genommen, um dementsprechend ein Bild von der Frau zu erhalten.


    Fazit:
    Erneut ein toller Krimi, der auch sehr gut ohne Blutvergießen auskommt.
    Ich vergebe vier bis fünf von fünf Sternen.


    Rechtsanwalt Stephan Knobel:
    Karrieresprung (2006)
    Todeserklärung (2007)
    Geldmarie (2008 )
    Tribunal (2010)
    Endstadium (2010)
    Irrliebe (2011)

    Inhalt:

    Zitat

    EINE MACHT, DIE WELTEN INS WANKEN BRINGT …
    Im Reich der Feen wütet ein schrecklicher Krieg. Als Königin des Dornenlandes muss Eugenie Markham alles daran setzen, um das Töten zu beenden und den Frieden wiederherzustellen. Sie begibt sich auf die Suche nach der Eisenkrone, einem magischen Artefakt, das selbst die Feen fürchten. Die Krone verleiht ihrem Besitzer fantastische Kräfte. Aber kann Eugenie der Verlockung dieser Macht widerstehen?


    Egmont Lyx



    Meine Meinung:
    Eine Krone die Frieden bringen soll, gleichzeitig jedoch eine äußerst bedrohliche Wirkung auf ihren Träger ausübt.


    Eugenie Markham, eine mächtige Schamanin, ist halb Mensch, halb Fee – in der Anderswelt werden diese “Feine” genannt.
    Sie hat nun ein Königreich, um das sie sich kümmern muss, einen störrischen Teenager an ihrer Seite und am schlimmsten, sie hat bei den Feinen ungewollt einen Krieg ausgelöst, der ihr und ihrem Partner Dorian alles abverlangt.
    Durch den Tod ihres Sohnes hat die Vogelbeerkönigin der Protagonistin und Dornenkönigin sowie Dorian, dem Eichenkönig, den Krieg erklärt.
    Und diese Frau wird nicht ruhen, solange sie lebt …


    Kein Wunder also, dass der Schamanin irgendwann so ziemlich alles recht ist, um nur dieses sinnlose Abschlachten zu beenden.
    Ihr kommt zu Ohren, dass es eine Sage von einer Eisenkrone gibt, mit der sie die Macht hätte, dem Blutvergießen ein Ende zu machen. Doch ist es nur ein Gerücht, oder gibt es dieses Artefakt tatsächlich?
    Da die Feinen kein Eisen vertragen, macht sie sich schließlich zusammen mit ihrem ehemaligen Freund und Gestaltwandler Kiyo auf die Suche nach
    dem besonderen Schmuckstück. Dass diese Konstellation und der Weg zur Krone ziemlich schwierig wird, ist unumstritten und gleich mehrfach gefährlich für Eugenie …


    Am Anfang ging es ziemlich wild zu. Wenn sie nicht gerade einen Kampf ausfocht, amüsierte sich die Dornenkönigin mit Dorian. So gab es ziemlich viele Sexszenen, die der Spannung zu Beginn leider etwas die Schärfe nahmen. Auch zwischendurch gab es immer wieder einzelne erotische Momente, die jedoch fielen meist ziemlich kurz aus, sodass es nicht überhandnahm und das eigentliche Geschehen nicht ganz in den Schatten stellte.


    Auch wenn die letzte Geschichte schon etwas länger her ist, dass ich sie gelesen habe, hatte ich nach wenigen Sätzen wieder alles vor Augen und fühlte mich sogleich wieder heimisch.
    Im Laufe der Geschichte erlebte Eugenie einige Enttäuschungen, sodass sie zum Schluss nicht mehr wusste, wem sie eigentlich wirklich noch trauen konnte.
    Diese Entwicklung von der Protagonistin und den Figuren in ihrem Umfeld brachte die Autorin verständlich rüber.
    Richelle Mead hat einen schönen, flüssigen und vor allem einen packenden Schreibstil, der mich regelrecht durch den Roman zog. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und daher hatte ich es in kurzer Zeit durchgelesen.
    Die Beschreibungen waren aussagekräftig und anschaulich, die verschiedenen Königreiche in der Anderswelt mit ihren Besonderheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen.
    Die Figuren wurden zwar nicht mehr ausführlich vorgestellt, doch die wenigen Sätze reichten meiner Meinung nach vollends.


    Zum Schluss gab es noch eine Überraschung, die alles Erlebte in Eugenies Feinenleben in den Schatten stellte. Diese Neuigkeit schlug bei mir ein wie eine Bombe und darum bin ich schon sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht!


    Fazit:
    Zum dritten Mal gibt es bei dieser Serie von mir die Bestnote, da alles wunderbar harmonierte und ich mich mit dem Roman gut unterhalten konnte.
    Ich bin einfach begeistert von dieser Schamanin und Feinenkönigin Eugenie Markham!


    Dark Swan-Reihe:
    1. Sturmtochter
    2. Dornenthron
    3. Feenkrieg

    Inhaltsangabe:

    Zitat

    Rot wie die Liebe. Rot wie die Wut. Rot wie der Tod.


    Fiona Bristow lebt als Hundetrainerin und Mitglied einer Hunderettungsstaffel auf der idyllischen Orcas Island vor der Küste Seattles. Keiner weiß, dass die Insel Fionas Refugium ist, um einen Albtraum zu vergessen. Sie ist die einzige Überlebende eines Serienkillers, der junge Frauen mit einem roten Schal erwürgte und auch Fionas Verlobten ermordete.


    Mit Fionas Ruhe ist es vorbei, als der knurrige Künstler Simon mit seinem Hund Jaw in ihr Leben stolpert. Simon wollte nie einen Welpen, und definitiv will er keine Frau. Als Fiona mit Jaw trainiert und Simon lernt, sowohl Hund als auch Trainerin mehr und mehr zu schätzen, bricht die Vergangenheit in Fionas Leben ein. Fionas Verfolger sitzt im Gefängnis, aber eines ist klar: Er hat einen Schüler, draußen in den Wäldern von Orcas, der nur ein Ziel hat – den roten Schal um den Hals der Frau zu schlingen, die damals entkommen ist …


    Quelle: Blanvalet Verlag



    Meine Meinung:
    Die Inhaltsangabe beschreibt in kurzen und informationsreichen Sätzen, um was es in dem Roman geht. Darum möchte ich selbst auch nicht mehr allzu viel davon preisgeben.


    Die Protagonistin Fiona hat in der Vergangenheit Schreckliches erlebt, dabei ihren Verlobten verloren und konnte dank einer Aufgabe mit Tieren wieder Freude am Leben gewinnen.
    Nun lebt sie auf einer Insel, ist Hundetrainerin und für die örtliche Hunderettungsstaffel zuständig, die vermisste Wanderer oder tote Menschen aufspüren.
    Seit Kurzem hat sie einen neuen Nachbar. Simon ist Schreiner und besitzt einen energiegeladenen Welpen, den Fiona trainieren soll. Dabei kommen sie sich immer näher, obwohl beide eigentlich überhaupt nicht der Typ des anderen sind …


    Der Roman ist eine gute Mischung aus Romantik, Nervenkitzel und Krimi. Das flocht die Autorin hervorragend in die Handlung ein und machte daraus eine Geschichte, die ich in einem Zug durchlas.


    Der Spannungsbogen war von Beginn an vorhanden. Da Fiona zu einem Hunderettungsstaffelteam gehört, gab es immer wieder kleinere dramatische Höhepunkte. Zwischendurch gab es kurze Einblicke in die Handlungen des Täters, der Fiona immer näher kam und das gab diesem Werk den gewissen Nervenkitzel.
    Dabei machte ich mir auch immer wieder Sorgen um die Hunde, sollten sie anwesend sein, wenn der Mörder auf Fiona trifft ...


    Bei mehreren Einsätzen von Suchaktionen durfte ich dabei sein und feststellen, wie so etwas von statten geht. Auch lernte ich mehr über Hunde, ihr Verhalten und wie man mit ihnen umgehen muss, damit Mensch und Tier davon profitieren.


    Auch fand ich es klasse, wie die Autorin einzelne Beschreibungen genau auf den Punkt brachte. Gerade wenn es um die Protagonisten und ihre Eigenschaften und Stärken ging, wurden die mit sehr passenden Worten beschrieben. Ich konnte mir Fiona und Simon so sehr gut vorstellen mit ihren Eigenarten.


    Die Geschichte wurde aus mehreren Blickwinkeln erzählt. Meistens natürlich wurde mir aus Fionas und Simons Sicht die Handlung geschildert. Doch der Killer und sein Mentor sowie von zwei FBI-Agenten, bekamen ihre Auftritte. Die Sichten des Täters zeigten mir zudem, wie dicht er Fiona auf den Fersen ist.
    Die Autorin hat einen schlichten Schreibstil, der mich von Beginn an in seinen Bann zog und ich mich nicht mehr von der Geschichte lösen konnte.


    Fazit:
    Erneut durfte ich mich an einem Buch erfreuen, das Nora Roberts’ Feder entsprang.
    Die beiden Protagonisten werden mich noch einige Zeit in meinen Gedanken begleiten und mich träumen lassen!
    Somit vergebe ich diesem tollen Werk die volle Punktzahl: fünf Sterne!



    © Tikvas Schmökertruhe 18.10.2011


    ASIN/ISBN: 3764504005

    Inhalt:

    Zitat

    Asylon ist die letzte Stadt der Erde. Das einzige Bollwerk der Zivilisation, umgeben von endloser Wüste und hungrigen Heerscharen. Das jedenfalls denken ihre Bewohner. Torn ist Mitglied einer Spezialeinheit, die das Gleichgewicht zwischen den herrschenden Clans wahrt. Als dunkle Mächte seine Familie und sein Leben zu vernichten drohen, sieht er sich gezwungen, Asylons tödliche Außengrenze zu durchbrechen. Doch das Geheimnis, das sich dahinter verbirgt, wird alles infrage stellen, woran Torn je geglaubt hat.


    Piper



    Meine Meinung:
    3492267920Schon die Covergestaltung ist futuristisch und strahlt etwas Düsteres aus. Der Hintergrund ist in verschiedenen Grautönen gehalten. In der unteren Hälfte ist ein Zeichen zu sehen. Darüber steht in Großbuchstaben und Rot gehalten der Titel. Etwas kleiner ist der Autorenname am oberen Rand zu sehen. Der Titel sowie das Zeichen sind herausgeprägt, was ich beim drüber streichen mit der Hand spüre.


    Asylon – die letzte zivilisierte Stadt auf Erden. So heißt es bei den Einwohnern, da sich niemand an eine Zeit vor einer großen Katastrophe erinnern kann.
    In dieser Siedlung lebt Tron und er ist ein Levler: Er sorgt mit seinen Kameraden für ein Gleichgewicht zwischen den Clans der verschiedensten Mafias und dem Rest der Einwohner. Die Levler erledigen für die Polizei sozusagen die Drecksarbeit und sind beim Volk gefürchtet.
    In einem Moment war noch alles gut. Torn und seine Frau erwarten ein Baby und er ist das Oberhaupt einer Spezialeinheit. Doch im nächsten Moment steht er vor den Scherben seines Lebens. Seiner Frau geht es immer schlechter und plötzlich ist ein wichtiges Mitglied eines Clans tot und Tron soll ihn erschossen haben. Dadurch verliert er seinen Job, dementsprechend den Status bei seinen Mitmenschen und er gilt nun für alle Clans als vogelfrei, zum Abschuss bereit. Und das ist erst die Spitze des Eisberges, der Torn nach unten zieht ...


    Parallel geht es um Saïna, eine junge Frau die eigentlich einen guten Job im Krankenhaus als Hausmeisterin hat. Als ihre Freundin spurlos verschwindet und ihr ihre Tochter hinterlässt, macht sie sich auf die Suche nach dem Grund ihres Verschwindens. Dabei trifft sie auf Tron. Schnell merken beide, dass jeder von ihnen in einem sinkenden Boot sitzt und nur gemeinsam könnten sie etwas dagegen unternehmen und vorwärts kommen.


    Mit Asylon erschuf Thomas Elbel eine Welt, die unserer nicht unähnlich ist. Nur gibt es nichts in Hülle und Fülle. Es herrscht das Gesetz des Stärkeren und nur wer sich zu unterordnen weiß, überlebt auf Dauer. Und doch scheint es Hoffnung zu geben, außerhalb der Grenzen von Asylon, oder ist es nur ein Trugbild?


    Es ist ein rasanter Roman, in dem es keine Sekunde lang Stillstand für die Protagonisten gab. Kaum war ein Erlebnis vorbei, wartete das nächste Abenteuer.
    Die Spannung, die nicht lange auf sich warten lässt, baute sich erst langsam auf und gewann dann an Geschwindigkeit. Aber mit umso mehr Wucht erfasste sie mich bei den dramatischen Szenen, die durch den Wechsel der Protagonisten mit den dazugehörigen Cliffhangern kamen. Phänomenal!
    Und so musste ich immer weiterlesen, um zu erfahren, was als nächstes passiert und wie Torn oder Saïna sich aus der nächsten Situation befreien.


    Die Idee mit dieser Stadt fand ich genial, denn von so etwas habe ich bis jetzt noch nicht gelesen. Dieser Ort ist so aufgebaut, dass die meisten Straßen und Gebiete übereinander gebaut dargestellt werden. Asylon wirkte wie eine düstere Konstruktion, da an den meisten Flächen die Sonne fehlt. Nur die obersten Clanchefs und einzelne wichtige Persönlichkeiten haben das Recht oben im Licht zu leben.
    Wie der Autor diese verwinkelte Stadt beschrieb, war sehr realistisch. Ich konnte mir die Gänge, Schächte und Verzweigungen bildhaft vorstellen, als wäre ich selbst vor Ort. Gleichzeitig hatte ich immer wieder fast eine Gänsehaut, wenn die Protagonisten in den finsteren Gängen und Straßen unterwegs waren, in denen alles Mögliche auf sie lauerte ...


    Während des Lesens fuhren meine Emotionen ständig Achterbahn. Ich freute mich, wenn etwas gelang und bangte mit Saïna und Tron, wenn es wieder ein unüberwindbares Hindernis gab, das sie zu verschlingen drohte.
    Thomas Elbel hat einen sehr guten Roman geschrieben, der mich von Anfang an begeisterte und mich mit einem lauten "WOW" zurückließ. Einfach Wahnsinn!


    Zum Schluss noch Allgemeines zum Buch:
    Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Die Kapitel sind sehr lang, aber durch viele Abschnitte etwas aufgelockert.
    Dank der spannenden Cliffhanger ließ sich das Buch in einem Zug durchlesen.
    Die einzelnen Figuren, aber natürlich besonders die Protagonisten, wurden gut beschrieben.
    Am Ende hat Thomas Elbel in einem Nachwort bei den Danksagungen noch in kurzen Zügen erklärt, wie er dazu kam, diesen Roman zu verfassen.
    Für mich ist sein Werk übrigens ein Bestseller und mein Highlight für Oktober 2011!


    Mehr zum Autor und seinem phänomenalen Werk unter http://www.thomaselbel.de
    Ich würde mich freuen, in naher Zukunft mehr aus Thomas Elbels Feder zu lesen.


    © Tikvas Schmökertruhe 12.10.2011

    Meine Meinung:
    Der Killer hat es auf bestimmte Ängste seiner Opfer abgesehen und scheint etwas ganz Besonderes dabei zu bezwecken.


    Es ist kurz vor Weihnachten, als Hunter und sein Partner Garcia zu einem Tatort gerufen werden, bei dem einem das Blut in den Adern gefrieren könnte.
    Alles deutet auf einen Ritualmord hin, denn es handelt sich bei dem Opfer um einen geköpften Priester. Sein Leichnam wurde in seinem eigenen Blut regelrecht in Pose gelegt.
    Kurz darauf gibt es eine neue Leiche und die Annahme, dass es sich bei beiden Fällen um einen Mörder handelt, wird durch eine Kleinigkeit bei dem zweiten Leichnam bekräftigt. Trotz total unterschiedlicher Tötungsweisen gab es eine Winzigkeit, die sie gemeinsam haben.


    Hunter und Garcia begannen mit den kleinsten Anhaltspunkten und arbeiteten rund um die Uhr. Denn sie bekamen neben den Medien auch noch Druck von ihrem neuen Boss, Captain Blake und vom Bürgermeister persönlich, was ihre Arbeit etwas beeinträchtigte.
    Erst als sie Hilfe von einer außen stehenden Person bekamen, kamen sie dem Täter immer näher. Doch mit dieser Person arbeiteten sie nicht immer regelkonform zusammen, was einige Spannungen mit dem Captain nach sich zog und Konsequenzen hatte.
    Dazu gab es noch eine Reporterin, die durch diesen Mörder ganz groß rauskommen möchte. Dass sie dadurch allerdings die Ermittler und eine Zeugin in große Gefahr bringt, schien ihr egal zu sein ...


    Der Roman ist ein atemberaubender Thriller, der dem ersten Teil "Der Kruzifix-Killer" in nichts nachsteht!
    Die Spannung war von Anfang an zum Greifen präsent. Es gab viele dramatische Szenen, die mir eine Gänsehaut bescherten. Für zartbesaitete ist der Roman definitiv nichts, da die Taten sehr genau geschildert wurden. Es fließt viel Blut und auch die Entstellungen der Opfer wurden sehr detailreich beschrieben.


    Parallel zur Sicht der leitenden Ermittler wurde mir auch noch die des Täters gezeigt, was mir den Rundumblick in der Geschichte gab.
    Alle Figuren wurden gut dargestellt, die wichtigsten Ereignisse waren fast bildhaft beschrieben.
    Auch das Privatleben der zwei Detectives wurde am Rande immer wieder mit einigen Worten erwähnt, was den Roman meiner Meinung nach abrundete.


    Herausragende Situationen und Sätze wurden kursiv dargestellt. Ebenso Rückblicke von einzelnen Figuren. Diese Einblicke gaben mir zu den allgemeinen Beschreibungen der Protagonisten zusätzliche Erkenntnisse von ihrer Vergangenheit.
    Die Kapitel waren sehr kurz gehalten und hatten häufig einen Cliffhanger, wodurch ich gezwungen war, immer weiter zu lesen. Somit hatte ich das Buch in wenigen Tagen durch.
    Nun freue ich mich darauf, wenn es wieder heißt, die Detektives Hunter und Garcia ermitteln wieder.


    Fazit:
    Ein fantastischer Roman, der alles beinhaltet, was ich mir von einem guten blutigen Thriller wünsche!
    Ich vergebe die volle Punktzahl: fünf Sterne.



    Hunter & Garcia:
    1. Der Kruzifix-Killer
    2. Der Vollstrecker

    Meine Meinung:
    Babel ist eine Hexe und in ihrer Stadt gibt es immer etwas zu tun, um das Gleichgewicht zwischen der normalen Welt und der Magie mit der dazugehörigen Totenebene zu halten.
    Vom letzten "magischen" Fall noch nicht wirklich erholt, muss sie sich, teils gezwungenermaßen, teils aus eigener Neugierde, wiederholt Hals über Kopf in das nächste magische Abenteuer stürzen.


    Der Leichnam einer Hexe wurde aus der Gerichtsmedizin entwendet. Babel vermutet sofort, dass es sich dabei nicht um ein Versehen handelt, sondern um die Tat eines Nekromanten. Das denkt auch ein anderer Hexer, der sie deswegen darauf ansetzt, die Leiche zu suchen und herauszufinden, was es mit dem Verschwinden der toten Hexe auf sich hat. Doch noch weiß sie nicht, wie schwierig sich die Suche gestalten wird.
    Als sie eine erste Spur findet taucht ihre Schwester plötzlich auf, im Schlepptau einen ungeliebten Nekromanten. Sie behauptet, von Geistern auf der Totenebene verfolgt und geschwächt zu werden, und bittet darum Babel um ihre Hilfe.


    Dabei hat die Protagonistin genug private Probleme, die sie einfach nicht in den Griff bekommt. Zwischen zwei Männern pendelnd, gefangen von deren Charme, kann sie sich einfach nicht entscheiden. Und keiner der beiden möchte dem anderen freiwillig Platz machen und das Feld räumen. Ich persönlich fand das einfach nur schön.
    Zwei männliche Wesen, die um die Gunst einer Frau kämpfen. Einfach herrlich!
    Doch dieses Dilemma zog sich durch den ganzen Roman hindurch und war mal stärker, mal schwächer vorhanden. Dass dieser Hahnenkampf sich emotional auf Babels Auftrag auswirkt, daran hatte sie nicht eine Sekunde lang gedacht. Und dieses Versäumnis birgt eine sehr große Gefahr in sich ...


    Die Geschichte wurde mir in einem flüssigen Schreibstil erzählt. Ich konnte von Anfang an in das Geschehen eintauchen und hatte die wichtigsten Figuren nach wenigen Sätzen wieder vor mir. Dabei half, dass sich die Geschichte übergangslos an den ersten Teil anschließt.
    Trotz einiger magischer Begegnungen sprang in diesem Band der Funke jedoch nicht auf mich über.
    Die spannenden Szenen wurden viel zu schnell erzählt, es baute sich nie auch nur annähernd so etwas wie Dramatik auf.
    Auch die erotisch knisternden Augenblicke wurden nur am Rande erwähnt, und trotz ihres großen Dilemmas wurden Babels Männer nie wirklich miteinbezogen.
    Mir kam es vor, als ob die Autorin nur schnell eine Fortsetzung schreiben wollte oder musste, ohne bei der vorliegenden Geschichte in die Tiefe zu gehen.
    Aber bei den nicht einmal 300 Seiten hat Cay Winter zumindest oberflächlich einen unterhaltsamen Roman geschaffen, der sich zügig lesen ließ.


    Ich hoffe sehr, dass es im nächsten Teil wieder tiefer in die Materie der Magie geht.
    Leider kann ich diesem Werk nur drei von fünf Sternen geben.


    Babel:
    1. Hexenwut
    2. Dämonenfieber


    © Tikvas Schmökertruhe 2.10.2011

    Meine Meinung:
    Lia Kahn ist tot ... und lebt trotzdem weiter ...
    Bei einem Autounfall erleidet sie Verletzungen, die irreparabel sind. Als sie zu sich kommt, kann sie weder sprechen noch die Augen öffnen. Nur ihr Hörsinn ist noch intakt.
    Nachdem einige Tests an ihr durchgeführt wurden, dämmert ihr langsam, wie schlimm ihre Verletzungen wirklich sind und was aus ihr geworden ist!
    Da Lia in einer Zeit lebt, in der Knochen und Organe wie Ersatzteile ersetzt werden können, ist natürlich alles möglich.
    Gleichzeitig laufen aber schon die ersten Mechs umher: mechanisch-künstliche Körper, wie selbstständige Roboter mit einem Chip in sich, der das Gehirn eines verstorbenen oder verkrüppelten Menschen in sich hat.
    Und Lia Kahn ist nun eine dieser Mechs, denn sie ist tatsächlich gestorben. Ihre Eltern wollten sie nicht gehen lassen und fertigten von ihr eine Art Kopie an: ein Wesen, das unter der Haut aus Metall und Draht besteht, dank eines Downloads ihres Gehirns mit ihren Gedanken ausgestattet ist.
    Dass Lia selbst schockiert ist und es sie völlig aus der Bahn wirft, ist verständlich.


    Da sie ihre neue Situation nicht im Mindesten akzeptieren will, dauerte es, bis sie mit ihrem Körper wenigstens einen Kompromiss einging.
    Sie musste alles neu lernen, wie Reden, Schreiben, selbst wie sie blinzelt und den Mund öffnet und schließt. In ihrem neuen Dasein ist so etwas wie das Atmen nicht mehr von Belang, ebenso wenig wie den natürlichsten Bedürfnissen nachzugehen.
    Doch was für sie in ihrem Körper der absolute Horror ist: Sie fühlt nichts mehr!


    Lias Gedanken bei ihrer Neufindung, ihrer veränderten Situation, und um die Menschen in ihrer Umgebung, konnte ich mir sehr gut vorstellen.
    Da ich die Außenseiterrolle kenne, die Lia nach ihrem Unfall nun einnimmt, und wie sie diese empfindet, konnte ich gut nachfühlen. Ihre Zweifel und Ängste brachte Robin Wasserman gut rüber.
    Auch konnte ich die Menschen in ihrem Umfeld verstehen, dass diese ihr nun misstrauen. Schließlich ist sie nicht mehr sie selbst, sondern eine mechanische Ausführung von ihr, die vorgibt, Lia zu sein.


    Dass es sich bei dem Auftakt dieser Trilogie um Lias neuen Lebensumstand, und wie sie damit umgeht, dreht, wurde während des Lesens immer klarer.
    Dazu kamen das abweisende Verhalten von ihren Mitmenschen, die Distanzierung ihrer eigenen Familie und die Suche nach neuen Freunden. Um diese Faktoren ging es in diesem ersten Teil vorrangig.


    Die Autorin schuf eine Welt, in der ich persönlich niemals leben wollen würde. Es wurde plausibel erklärt, wozu die mechanischen Eingriffe sowie die hypermodernen Computer, Chips und dergleichen gut sind.
    Da die Protagonistin ein Teenager ist, war der Schreibstil sehr einfach und gut verständlich gehalten. Dadurch merkte ich auch, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt.
    Robin Wasserman hat einen lebendigen Schreibstil, der mich in seinen Bann zog.
    Immer wieder ertappte ich mich dabei, wie ich mir vorstellte, selbst ein Mech zu sein und wie ich es empfinden würde …


    Fazit:
    Der Roman war faszinierend und erschreckend zugleich!
    Ein interessantes Thema für Jung und Alt.
    Daher vergebe ich die volle Punktzahl: fünf Sterne.

    Inhalt:

    Zitat

    Claire Kennedy, die frischgebackene Bürgermeisterin des Örtchens Lake Bluff, hat alle Hände voll zu tun, denn das alljährliche Vollmondfestival steht vor der Tür. Doch Ärger bahnt sich an, als der geheimnisvolle Malachi Cartwright in der Stadt auftaucht und Claires Gefühle heftig durcheinanderwirbelt. Da werden einige Menschen von einem Wolf angefallen, und Malachi scheint etwas über den Vorfall zu wissen. Aber kann Claire dem attraktiven Fremden trauen?


    Egmont LYX



    Meine Meinung:
    Claire, von zu Hause geflohen um ihr Leben in einer Großstadt allein auf die Reihe zu bekommen, kehrt durch einen Schicksalsschlag in ihre Heimat zurück: der Tod ihres Vaters. Dass sie dadurch sein Amt als Bürgermeister von Lake Bluff übernimmt, ist für sie anfänglich enorm schwierig, mit all den übertriebenen Problematiken. Nicht umsonst hatte sie dem Kleinstadtleben den Rücken gekehrt. Aber ihr verstorbener Vater ist nicht der einzige Grund, weshalb sie zurückkommt. Auch ein Erlebnis, welches sie sehr traumatisierte, ließ sie angsterfüllt in ihre gewohnte Umgebung fliehen, um den Folgen des Erlebten in Atlanta zu entgehen.
    Und nun muss sie sich um ein alljährliches Event kümmern, bei dem es immer mehr Schwierigkeiten als gute Vorschläge zu geben scheint.


    Eine Zigeunergruppe wurde ohne Claires Wissen für das Mondfestival engagiert und diese bringt unbewusst die Stadtbewohner in Rage. Ihr Auftauchen hat zur Folge, dass Claire Ärger mit der Presse und mit einem Mitglied der Gemeinde hat, das ebenfalls für die nächste Bürgermeisterwahl kandidieren wird.
    Als sie sich auch noch mit Malachi Cartwright, dem "Anführer" der Zigeuner, einlässt und kurz darauf einige Menschen spurlos verschwinden, droht ihr alles über den Kopf zu wachsen.


    Bei diesem Roman kann ich wirklich von einem mystischen Romantikkrimi sprechen. Denn dies alles beinhaltet dieses schöne Werk in einer exzellenten Mischung.
    Alle drei Aspekte bauten langsam aber stetig eine richtig schöne, prickelnde Spannung auf, die mir sehr gut gefällt. Diese war teilweise zwar nur unscheinbar zu spüren, doch Lori Handeland zeigte mir dadurch wieder einmal, dass sie eine ausgezeichnete Autorin ist und ihr Handwerk vortrefflich versteht!
    Ihr Schreibstil ist flüssig, die Handlung zog mich immer weiter. Auch hatte fast jedes Kapitel am Ende einen kleinen Cliffhanger, sodass mich die spannende Geschichte immer fesselte.


    Alle wichtigen Figuren um Claire herum hatten etwas Geheimnisvolles an sich. Sei es ihre beste Freundin, ihre Sekretärin, ihr Exfreund oder Malachi und seine Zigeunertruppe.
    Sie alle wurden auch anschaulich dargestellt und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
    Und auch ein Naturphänomen wirkte sich beängstigend und gleichzeitig mysteriös auf Claire und auch auf mich aus, welches zum Ende hin eine kleine Rolle spielte.


    Nachdem die Autorin bei Band vier und fünf etwas geschwächelt hatte, ist dies nun der zweite Roman seither, der mir sehr gut gefällt und mich begeistern konnte. Am liebsten hätte ich mit Claire getauscht, trotz manch einer dramatischen Situation, die ihr alles abverlangte.
    Darum sage ich nur: Es war ein fantastisches Leseerlebnis!
    So konnte mich auch der siebte Teil der "Geschöpfe der Nacht"-Serie von Anfang bis Ende fesseln und wunderbar unterhalten.
    Ich vergebe diesem Werk fünf von fünf Sternen und freue mich schon auf den nächsten Band!


    Geschöpfe der Nacht:
    1. Wolfskuss
    2. Wolfsgesang
    3. Wolfsglut
    4. Wolfsfieber
    5. Wolfsbann
    6. Wolfspfade
    7. Wolfsdunkel
    8. Wolfsschatten (November 2011)


    © Tikvas Schmökertruhe 5.9.2011

    Meine Meinung:
    Samhein und Beltane sind zwei Ereignisse, während denen die Dämonen gerne dem Wahnsinn verfallen und ihre Würde, ihre Gesetze und alles, was sie ausmacht, über Bord werfen, um ihrem fleischlichen Gelüsten nachzugehen. Mit dem Ergebnis, dass um sie herum alles zerstört wird, wenn dies eintrifft.
    Eines dieser zwei großen Feste im Jahr steht kurz bevor und der Dämonenkönig Noah wird von Träumen heimgesucht, die heißer nicht sein könnten. In diesen Träumen ist er seiner zukünftigen Gefährtin begegnet und sie suchen sich gegenseitig jede Nacht im Schlaf wieder, um dem Verlangen nachzugehen.
    Doch auf einmal ändert sich etwas. Noah findet keinen Zugang mehr zu Kestra und nähert sich dem nackten Wahnsinn der Dämonen mehr, als ihm selbst bewusst ist.
    Er begibt sich auf einen Pfad, auf dessen Weg er seine engsten Vertrauten verletzt, zum Teil verrät und seinen Status bei seinem Volk in Frage stellt.
    Doch ihm ist plötzlich alles egal, er möchte nur seine Gefährtin endlich in seinen Armen halten und wissen, dass alles gut ausgeht.
    Kestra dagegen wehrt sich mit Händen und Füßen gegen ihn, die Verbindung und alles, was mit seiner Welt zu tun hat. Sie ist eine eigenständige Frau, die auf keine Hilfe angewiesen ist und es auch nie sein möchte.
    Selbst als Noah ihr in verständnisvollen Worten versucht zu erklären, dass ihrer beider Leben miteinander verwoben sind, flieht sie und verliert dabei fast ihr Leben.


    Da sich an Samhain bei den geprägten Paaren fast alles nur um Sex dreht, war Erotik in diesem Roman ein großes Thema. Vor allem, da ausgerechnet zu dieser Zeit der Dämonenkönig seiner Gefährtin begegnet. Und Sex ist zu Anfang die einzige Gemeinsamkeit, denn kaum verfallen sie einander, sind sie nicht mehr voneinander zu trennen.
    Diese Szenen waren schön umschrieben, aber für manch einen vielleicht doch etwas zu detailreich und auch die Häufigkeit dieser Momente ist nicht jedermanns Geschmack. Mir hingegen machte es nichts aus. Von den Vorbänden wusste ich schon, dass Jacquelyn Frank Erotik gerne in ihre Romane einbaut.


    Noah und Kestra wurden beide als zwei sehr starke Charaktere beschrieben, die jeweils dem anderen nicht klein beigeben wollen. Bis zum Schluss hatten sie Probleme miteinander. Sie verstanden sich zwar in allen Belangen, doch waren sie nie ganz ehrlich zueinander. Damit gab es immer ein kleines Pulverfass, das sich regelmäßig entzündete und zu dicker Luft zwischen ihnen führte …
    Während die beiden sich immer wieder bekriegten, näherte sich still und leise eine Bedrohung von unermesslichem Ausmaß.


    Dadurch, dass abwechselnd auch andere Figuren aus den Vorbänden regelmäßig vorkamen, wurde mir auch deutlich, wie groß die Problematik wirklich ist, die auf sie zukam.
    Was bei dem ersten Roman “Jacob” mit der Dämonin Ruth und den Nekromanten anfing, wechselte im Laufe der Serie zu einer anderen Spezies, die viel gerissener und brutaler zu Werke geht.
    Nur gemeinsam können sich Dämonen, Lykanthropen und Vampire in diesem Band gegen diese Gegner wehren.


    Mir gefiel es besonders, dass die Pärchen aus den Vorbände in diesem Buch ebenso wichtig waren wie die beiden Protagonisten. Jeder hatte seine Aufgabe und erfüllte diese mit Bravour. So dachte ich zuerst auch, dass dies der Abschluss einer spannenden und herrlichen Serie war, doch es soll zumindest noch ein Band folgen, auf den ich schon gespannt bin.
    Die wichtigsten Situationen aus den früheren Teilen werden zwar kurz angeschnitten, doch ich empfehle bei einer Serie immer, mit dem ersten Teil zu beginnen.


    Fazit:
    Es war wieder einmal eine tolle Geschichte mit klasse Figuren, die mich von Anfang bis Ende fesseln konnte!
    Somit vergebe ich auch diesem Band der Serie um die Schattenwandler fünf von fünf Sternen.



    Schattenwandler-Serie:
    1. Jacob
    2. Gideon
    3. Elijah
    4. Damien
    5. Noah
    6. Adam (noch nicht erschienen)



    © Tikvas Schmökertruhe 19.8.2011

    Meine Meinung:
    Eine tragische Liebesgeschichte während des 30jährigen Krieges!


    Magdalena, während des 30jährigen Krieges groß geworden, trifft im Kindesalter auf Eric, der sie vor den Flammen rettet. Jahre später finden sie sich im gleichen Tross wieder, denn sie ist eine begabte Wundärztin und er ein ausgebildeter Zimmermann. Beides kann man in diesem Krieg sehr gut gebrauchen und darum sind beide in einem Tross des Kaisers immer auf Wanderschaft zu neuen Kämpfen gegen die Franzosen oder Schweden.
    Die Liebe, die zwischen den beiden entbrennt, steht unter einem schlechten Stern und wird auf eine große, jahrelange Probe gestellt.


    Magdalenas Lebensgeschichte wurde anschaulich und mitfühlend beschrieben. Und jedes Mal, wenn Eric in ihr Leben trat, hatte sie schöne Momente mit ihm, aber auch verzwickte Situationen wegen ihm. Als es dann auch noch um Leben und Tod ging, konnte ich mich nicht mehr von dem Roman lösen.
    Durch dieses Auf und Ab von Magdalenas Dasein im Tross baute sich langsam aber sicher eine Spannung auf, die zum Ende hin dramatische Auswirkungen hatte.


    Heidi Rehn hat einen lebendigen Schreibstil, sie kann selbst die kleinsten Dinge fesselnd beschreiben. Sie berührte mich in meinem Innersten und ab und an zerdrückte ich sogar ein paar Tränen, da ich mit Magdalena richtig mitgehen konnte.
    Auch war ich fasziniert von der Genauigkeit, die Frau Rehn an den Tag legte, wenn es um medizinische Bereiche ging. Fremdwörter kamen nie vor und wenn, dann wurden sie im selben Satz erklärt.


    Eigentlich bin ich ja nicht so der historische Romanleser, aber dieses Werk fesselte mich von Beginn an!
    Die Autorin ging spielerisch auf Kleinigkeiten ein, die dem Roman das gewisse Etwas gaben.
    Jede wichtige Figur wurde liebevoll beschrieben und ich hatte sehr schnell heraus, wem ich meine Sympathie schenkte und wem meine Antipathie. Wobei mir eine der Figuren nur noch leidtat. Elsbeth, Magdalenas Cousine, hatte ein Gespür für die wichtigsten und aktuellsten Neuigkeiten und wusste diese geschickt zu ihrem Vorteil einzusetzen. Leider nicht immer zu Magdalenas Gunsten.
    Aber auch ihre ältere Freundin Roswitha, ihr Feldscher Meister Johann und Eric wurden gut beschrieben. Mein Kopfkino funktionierte wunderbar.


    Fazit:
    Heidi Rehn verzauberte mich mit dieser Geschichte von Anfang bis Ende. Mit der Wundärztin hat sie einen wundervollen, dem Zeitalter und dem damaligen Krieg entsprechenden, historischen Roman erschaffen.
    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil „Hexengold“ und gebe diesem Werk fünf von fünf Sternen.



    Bernstein-Trilogie:
    1. Die Wundärztin
    2. Hexengold
    3. Das Bernsteinerbe (Noch nicht erschienen)

    Inhalt:

    Zitat

    Magische Begegnung … Der Gestaltwandler William soll in den Sümpfen Louisianas einen Spion ausfindig machen, der sein Land verraten hat. Dabei begegnet er der magisch begabten Cerise, die auf der Suche nach ihren verschleppten Eltern ist. Als klar wird, dass William und die junge Frau denselben Feind verfolgen, schließen sie sich zusammen und setzen ihre gefährliche Mission gemeinsam fort. Schon bald übt der verschlossene Mann eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Cerise aus.

    Egmont LYX


    Meine Meinung:
    William, der im ersten Teil der Serie “Land der Schatten” schon eine Nebenrolle hatte, ist hier der männliche Hauptcharakter. Er soll als Geheimagent einen Feind erledigen, an dem bisher alle anderen Agenten gescheitert sind.
    Um an diesen Gegner zu gelangen, braucht er Hilfe von einem Ortsansässigen im Edge. Dieser Bezirk trennt das Brocken, die menschliche Welt, vom Weird, der Welt der Magie. Und dort im Edge trifft er auf Cerise, die selbst große Familienprobleme zu bewältigen hat und seine Hilfe, die er ihr anbietet, daher dankend annimmt. Nicht ahnend, dass sie für William als Lockvogel herhalten soll, um seinen Feind aus der Deckung zu holen.


    Bevor es aber um die eigentlich Mission ging, mussten Cerise und William viele Wortkämpfe zwischen sich ausfechten und einige Machtkämpfe gemeinsam gegen eine andere Familie führen. William, ein Gestaltwandler und zum Killer ausgebildet, sowie Cerise, die magisch etwas in petto hat, vor dem sich selbst die stärksten im Moor fürchten, sind beide starke Charaktere, die mir im Laufe des Buches immer mehr ans Herz wuchsen.
    Bis sich Cerise’ und Williams Wege kreuzten, erfuhr ich in parallelen Handlungen einiges über Williams Leben und auch, was es mit Cerise’ Familienverhältnissen auf sich hat.


    Als sie sich dann kennenlernten und sich gemeinsam durch das Moorland von Edge quälten, wusste ich, dass “Spiegeljagd” jetzt schon besser ist, als es der erste Band “Magische Begegnung” war. Denn die Dialoge zwischen den beiden waren einfach fantastisch! Immer wieder musste ich laut lachen oder hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Diese Dialoge erinnerten mich stark an die Hauptfiguren aus Ilona Andrews’ anderer Serie “Stadt der Finsternis”.
    Die Gedanken von Cerise und William, welche in Kursivschrift dargestellt wurden, wenn es um den anderen ging, und auch Williams Begriffsstutzigkeit, als es um Flirtversuche mit Cerise ging, halfen dabei ebenfalls. Mit viel Witz und ordentlich gepfefferten Dialogen wurde mir das Lesen verschönert.


    Aber auch eine gewisse Spannung lag von Anfang an in der Luft. Richtig spürbar wurde sie erst im Laufe der Handlung, was meinen Lesegenuss noch steigerte. Der Spannungsbogen zog sich sehr schön durch das Buch, wuchs stetig und endete in mehreren dramatischen Situationen.
    Während William und Cerise sich langsam kennenlernten, bereitete Williams Gegner schon ihren Tod vor. Ob ihm das gelingt?


    Die Geschichte wurde aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, wobei die der beiden Protagonisten natürlich häufiger zum Zug kam. Aber auch der Blickwinkel des Feindes wurde regelmäßig erwähnt, sodass ich eine gute Übersicht der verschiedenen Handlungsstränge hatte.


    Im Gegensatz zu ihrer ersten Serie “Stadt der Finsternis”, die sich nur um einzelne Hauptfiguren drehte, lässt Ilona Andrews auch die Familien der Hauptcharaktere in den Vordergrund treten. Das ist ein großartiger Unterschied, wodurch beide Serien jeweils ihren Vorzug haben.


    Fazit:
    Ein humorvoller Spannungsroman mit tollen Charakteren!
    Ich bin schon gespannt, wie es im dritten Teil weitergeht und gebe dem Roman fünf von fünf Sternen und mache ihn zu meinem dritten Highlight im Juli.


    Land der Schatten Reihe:
    1. Magische Begegnung
    2. Spiegeljagd

    Meine Meinung:
    Hannah macht ein Aupair-Jahr in Budapest, Ungarn. Anfangs ist auch alles ganz normal: Sie findet sich dort immer besser zurecht, perfektioniert ihr Ungarisch, freundet sich mit ihren Gastkindern an und fühlt sich einfach wohl in dieser schönen Stadt. Bis plötzlich ihre 14jährige Gasttochter seltsame Angewohnheiten an den Tag legt und so vieles vergisst. Vor allem, in der Zeit, die sie mit ihrem festen Freund Kunun verbringt.
    Hannah ist das nicht ganz geheuer und spioniert dem Mädchen hinterher. Es gefällt ihr zwar selbst nicht im Geringsten, aber die Angst um ihren Schützling ist größer. Bei ihren Beobachtungen trifft sie auf Mattim, der selbst auch neu in Budapest ist. Aber er kam nicht mit dem Flieger aus einem anderen Land, sondern durch ein Portal …


    Mattim ist der Prinz des Lichts, oder war es, bevor er auf Kunun hereinfiel und ein Schatten wurde. Nun setzt er alles daran, den Schatten Einhalt zu gebieten, die seine Stadt, Akink in Magyria, einnehmen wollen. Kaum selbst ein Vampir trifft er auf Hannah, die ihm von da an nicht mehr von der Seite weicht. Denn sie merkt, er braucht sie und das in mehr, als nur einer Art und Weise.


    Um gemeinsam den finsteren Plan von Kunun zu durchkreuzen, war Mattim auf Hannah angewiesen, ihr Blut und ihre weibliche Intuition. Auch bekamen sie ein klein wenig Hilfe von einer jungen Ungarin und einer Kriegerin vor Ort in Magyria.
    Doch je mehr die beiden nach einer Lösung suchten um Akink zu retten, umso mehr drehte sich alles gegen sie und lief schief. Ob ihnen noch rechzeitig eine Idee kommt, wie sie das Böse von Magyria fern halten können?


    Bis Hannah und Mattim aufeinandertrafen, dauerte es ziemlich lange und anfangs hatte ich Angst, dass es zäh werden würde. Doch die Schilderungen der zwei verschiedenen Handlungen wurden trotz einer gewissen Langatmigkeit interessant erzählt. Gerade Hannahs Spionage und Mattims Kampf mit den Schatten wurden toll beschrieben. Und doch fiel mir ein Stein vom Herzen, als die beiden sich endlich trafen.


    Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert, die ziemlich gleichgroß sind und über jedem Kapitel war der Standort der momentanen Handlung angezeigt: in Budapest oder Akink.
    Aus abwechselnden Sichtweisen der beiden Protagonisten wurde mir die Geschichte erzählt. Es war eine gute Mischung aus den zwei Parallelwelten und mir wurde alles anschaulich, aber nicht übertrieben, geschildert.
    Da beiden Hauptcharaktere 17 Jahre jung sind, war der Schreibstil dementsprechend einfach gehalten, sodass der Roman auch als Jugendbuch durchgehen kann.


    Fazit:
    Ein schöner, fantasievoller, Roman für Jung und Alt, den man zwischendurch einmal lesen kann.
    Trotz der anfänglichen kleinen Schwächen vergebe ich vier von fünf Sternen, da das schreiberische Können der Autorin mit der Spannung des Romans langsam wuchs.
    Ich freue mich nun auf den zweiten Teil, der sich schon in meinem Besitz befindet.



    Magyria-Reihe:
    1. Das Herz des Schattens
    2. Die Seele des Schattens