Beiträge von Taschenbuch

    Nach der Lektüre eines Feng Shui Buches habe ich sogar mal todesmutig ein paar Bücher entsorgt - ins Altpapier! :wow
    Das war in meiner Nichtlesezeit, die sich eines Tages abrupt in ungehemmte Büchersucht rückverwandelt hat. Jetzt kann ich wieder keines hergeben und kaufe und kaufe - dabei hab ich 5 große Bananenschachteln voller Bücher im Keller stehen, weil die Wohnungsregale nichts mehr fassen und überall am Boden Stapel herumstehen.


    Aber solange ich von einem eigenen Bücherzimmer im eigenen Haus träume, kann ich keines der Bücher entbehren, und so wirklich zum Weggeben schlecht war im letzten Jahr nur ein einziges. Sogar das liegt immer noch herum, obwohl es eher dem Altpapier geweiht ist.


    Nach dem Warum frage ich mich auch öfters. Mir fällt keine Antwort ein. ?(

    Das Lesevermögen hat sich bei mir durch die Kinder positiv gewandelt. Früher konnte ich mich beim leisesten Geräusch schon nicht mehr konzentrieren, heutzutage kann neben mir die Bombe hochgehen.
    Mit meinem Großen bin ich oft auf Judoturnieren unterwegs, da schaffe ich im Schnitt 150 Seiten. Früher hätte ich bei dem Höllenlärm keine Zeile gelesen.


    Das einzige, was mich noch ein wenig ablenkt, ist Musik. Die will ich nämlich auch bewusst hören. Also selbstgewählt eine CD zum Buch einlegen ginge bei mir gar nicht.

    Zitat

    Original von Heaven
    Rechtschreibung ist bei mir in erster Linie eine optische Angelegenheit. Worte haben irgendwie ein eigenes Aussehen. Und wann das unstimmig ist, dann merke ich zuerst daran, dass ein Fehler din ist. Insofern hat lesen schon geholfen.
    Was mich aber nicht daran hindert zu schnell mit den Fingern über die Tastatur zu huschen und doch welche zu fabrizieren. :grin

    Das ist schön gesagt, da schliesse ich mich an.


    Ich merke es aber wirklich bei meinen Kindern: ab dem Zeitpunkt des Selberlesens bzw. des Interesses an Büchern steigt der aktive Wortschatz und das Hinterfragen der Sprache. Dass das von Deutschlehrern nicht unbedingt honoriert wird, ist ein anderes Problem.

    Zitat

    Original von deny
    naja bei mir brings nichts

    Ich weiß jetzt nicht genau, wie alt du bist, aber bei meinem Sohn hilft lesen enorm. Teilweise fuchst es ihn bei Aufsätzen mit den Unterschieden in der ss/ß - Schreibung, weil fast alle Bücher, die er liest, nach der alten Rechtschreibung verfasst sind, aber trotzdem sind das Einzelfälle, die man abklären kann.

    Zitat

    Original von Heaven
    Durch Bücher verfestigt sich der Blick für die Rechtschreibung. :rolleyes

    Naja, man muss schon erst einmal fähig sein, sie zu lesen.
    Nur als Ziergegenstand haben sie nicht die volle Wirkung. ;-)

    Ich beobachte ja auch den Kinder- und Jugendbuchmarkt, und da fällt mir schon auf, dass Hardcover entweder nicht so schnell als TB herauskommen wie im Erwachsenenbereich oder einfach gar nicht. Siehe Tintenherz oder Drachenreiter von Cornelia Funke.
    Das stört mich auch ein wenig, hindert mich aber nicht am Kaufen. ;-)

    Nochmal zu den Wörtern: für mich waren nicht Empathie, olfaktorisch oder Paradigma neu - das sind ja international verwendete Fremdwörter ;-) - sondern Ausdrücke wie: fuddeln, hebeln (wenn es eine Person aus dem Bett befördern soll), knuspern für nachdenken, trieselig...


    Das ordne ich jetzt mal unwissenderweise dem Berlinerischen zu, und das beschränkt den Roman für mich ein wenig, so als wäre er eher für "Eingeweihte" geschrieben und nicht schon bereit für die Übersetzung in zig andere Sprachen.
    Versteht ihr ungefähr, was ich meine?

    Ich muss den Thread herauskramen, weil ich das Buch gestern in einem Rutsch durchgelesen habe. :-)


    Es ist sehr spannend und für mich auch lehrreich, weil ich mir in meiner Einfalt die vollen Verstrickungsmöglichkeiten der mafiösen Gesellschaften kaum vorstellen kann. Ich hab zwar immer wieder versucht, das Buch wegzulegen und dafür vielleicht mal zur Zeitung zu greifen, es ging aber nicht. Mit "nur noch dieses eine Kapitel" hab ich mich selber immer weiter getrieben, bis ich am Schluss angelangt war ;-)
    Empfehlenswert und, was ich sehr schätze, nicht zu grausam!

    Nach den vielen hymnischen Kritiken im ersten Rezensionsthread trau ich mich fast nicht, auch noch etwas Neutraleres zu schreiben. Ich versuchs trotzdem.


    Als Nichtberlinerin, ja sogar Nichtmalberlinkennerin, war mir ein Teil der Ausdrücke sehr fremd, also Toms "Schreibe", wie das hier so gerne genannt wird, ist für mich eher ungewöhnlich, teilweise ein ganz klein wenig befremdend, aber das fängt schon mit dem Ausdruck Schreibe an. ;-)


    "Idiotentest" war mein ingesamt drittes Buch eines "Genres", das ich für mich selber "Dumme Buben um die Dreißig mausern sich" genannt habe, und in Konkurrenz mit den anderen beiden, nämlich "Herrenbesuch" und "Es ist so einsam im Sattel", kommt mir dieses feinsinniger vor.


    Ich finde z.B. gut, dass man nie genau erfährt, was mit Andrea passiert ist, das wäre Effekthascherei und würde ablenken.


    Angenehme Lektüre also, ohne größere Ecken und Kanten, anscheinend auch gut lektoriert, nur den Paketschnurwulst hätte ich männlich gesehen.

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    Original von Friderike
    wenn man bei amazon nach "Spieltrieb" sucht, erscheint auch eine broschierte Ausgabe für 10 Euro.

    Endlich!
    Auf diese Taschenbuchausgabe warte ich schon sehnsüchtig, nachdem mich "Adler und Engel" und "Die Stille ist ein Geräusch" so begeistert haben.


    Ich finde auch ihre Sprache so schön!
    Fein, ich freu mich auf dieses Buch! :-)

    Für mich gibts schon Bücher, die ich nur für 2,99 € aus der Wühlkiste kaufe. Da ist mir dann nicht so leid ums Geld, wenn das Buch wirklich so schlecht war wie eigentlich schon vermutet. Das ist mir in diesem Jahr genau ein mal passiert.


    Als bekennende Taschenbuchsammlerin kann ich aber bei jedem Titel erwarten, bis er die ausschließliche Hardcoverphase überwunden hat und finde somit das Preis - Leistungsverhältnis in den meisten Fällen unglaublich gut. :-)

    Zitat

    Original von Helga
    Das klingt ja recht interessant, muss mal sehen, ob ich das bei mir hier auch bekomme? :wave

    Ich fürchte sehr, das gibts bei uns nicht. Nur die Werbehefte von Thalia, Morawa etc. Die sind zwar auch gespickt mit Tipps, und es gibt ein paar Buchausschnitte zum Lesen, aber das "Buchjournal" klingt schon sehr viel ausführlicher.


    Büchermäßig kommt mir oft vor, ich lebe im falschen Land: die besten Tauschbörsen schließen uns aus, ein Großteil der Amazonanbieter versendet nicht an Ösis, und dieses feine Journal bekommen wir ebenfalls nicht... *schnief*


    Jetzt wärs übrigens schön, wenn ich mich täuschen tät, und du sagst mir: "Beim soundso gibts das Buchjournal doch." ;-)

    Ah, danke für den Tipp.
    Vielleicht kann ich mir ja eines der beiden zur Ansicht bestellen, oder vielleicht brauch ich das gar nicht mehr so ausdrücklich, weil jetzt seit der Umstellung auf Thalia neue Regeln gelten.
    Lagernd haben sie jedenfalls nie etwas von ihr. :-(

    Ich habe heute im "Standard" einen Verriß gelesen - du dürftest nicht die einzige sein, die mit dem Buch nichts anfangen kann.


    Da ich Vanderbeke bis jetzt noch nicht mal am SUB sondern nur auf der Wunschliste habe, überlege ich, ob ich mir überhaupt was von ihr bestellen soll. In der Zeitungskritik wurden auch kurz ihre anderen Bücher gestreift, in für mich nicht so einladender Weise.

    Zitat

    Original von TomDas ging mir so bei den "Brenner"-Romanen von Wolf Haas (die aber literarisch so hochklassig sind, daß ich sie trotzdem - bis auf eine Ausnahme - sehr mochte),..


    Darf ich, o.t., fragen, welchen der Bände du nicht so gern hattest?


    Zum Thema: ich mag Serien, weil ich auch gerne die Entwicklung von Personen weiterverfolge. So kommt z.B. in 10 Krimis dann auch ein kleiner Roman über den leitenden Kommisar zustande.


    Ich gebe weiters zu, dass ich es gerne mag, wenn die Bücher einer Serie auch optisch zueinander passen. Ich weiß nicht, ob mir das peinlich sein soll oder nicht, aber bei Büchern sehe ich auch auf Äußerlichkeiten. ;-)

    Ich hab ein halbes RUB, nach dem heutigen Besuch am Bücherflohmarkt eher schon eine 2/3 Mehrheit der Ungelesenen in diesem Regal.
    Es freut mich wirklich, dass hier so viele in dieser Hinsicht verwandte Seelen sind. :-)

    Zitat

    Original von IrisDie Buchsupermärkte -- und das schreibe ich, obwohl ich vordergründig von dieser Situation profitiere -- scheinen (!) ein Riesenangebot zu haben; in Wirklichkeit wird systematisch auf schnelle Trends, Massenware, Best- und Dauerseller gesetzt. Eine individuelle Beratung findest du selten, das ist ab einer bestimmten Größe auch nicht mehr zu leisten. Häufig sind die Angestellten (lauter Billigjobs!) kaum mehr als Aufsichtspersponal und Kassierer.

    Das ist es, was mich am Thalia, dem einzigen halbwegs gut sortierten Laden in unserer Stadt, stört. Die Leute, denen ich eine Bestellung ansagen möchte, können das einfach nicht...


    Und das Angebot ist gar nicht so toll, die Größe wird mit Billigschnickschnack gefüllt.


    Ich würde mir eine große, gut sortierte Buchhandelung, nur mit den "Buchnebenprodukten" wünschen. *träum*

    Es gibt Bücher, die habe ich sicher 10 mal gelesen, z.B. Tobergs Tante Jolesch. In dieser Sprache könnte ich baden, und selbst wenn ich eine Stelle auswenig kann, beschert es mir eine Art Lustgefühl, sie wieder zu lesen. ;-)


    Ich lese ein Buch ja nicht (nur) wegen der Geschichte, die es erzählt und der Botschaft, die es transportiert sondern wegen schöner Gedanken und guter Formulierungen.
    Und ehe ich mir alles rausschreibe, was mich so begeistert hat, lese ich lieber das Buch nochmal.


    Ich gebe allerdings zu, dass ich im letzten Jahr die totale Aufnahmephase hatte, ich bin von unbekanntem Buch zu unbekanntem Buch geeilt und hatte enormes Nachholbedürfnis. Dafür plane ich mittlerweile, wieder eine Kiste mit "Einwegbelletristik" (Danke an Iris) im Keller zu lagern und dafür auf einem freigewordenen Regalbrett alle zu stapeln, die ich bald ein zweites mal lesen möchte.


    Das ist wie mit gutem Essen, es schmeckt immer wieder. :-)