Titel des Beitrags
Die letzte Sure - Zoe Ferraris
Klappentext / Kurzbeschreibung des Buches
Die junge Nouf, Tochter aus gutem Hause, ist tot. Ertrunken. Mitten im endlosen Sandmeer der saudi-arabischen Wüste. In einem Wadi, der schon seit Monaten kein Wasser mehr geführt hat. Der Wüstenführer Nayir soll im Auftrag der Familie diskret die Umstände von Noufs skandalumwittertem Tod ermitteln. Eine Herausforderung für Nayir, der bei seinen Nachforschungen stets wieder an die Grenzen seiner strenggläubigen Kultur stößt...
Originaltitel
Finding Nouf
Angaben über den Autor
Zoe Ferraris hat ein Jahr in der strenggläubigen muslimischen Gemeinde in Dschidda, Saudi-Arabien, gelebt, bevor sie ihr Romandebüt "Die letzte Sure" schrieb. Ihr Krimi wurde von der internationalen Presse gefeiert und mit dem Mystery Fiction Award der Santa Barbara Writer´s Conference ausgezeichnet. Heute lebt Zoe Ferraris mit ihrer Tochter Yasmina in New York.
Eigene Meinung
Wow, was für ein Buch! Fesselnd, interessant und ungewöhnlich.
Auf der Suche nach den Umständen und dem Tathergang des Todes an Nouf, ermittelt Nayir zusammen mit Katya, einer Rechtsmedizinerin. Das dies im streng muslimischen Saudi-Arabien nicht ganz so gewöhnlich ist, wie man es aus anderen amerikanischen und deutschen Krimis kennt, ist ganz klar. Und gerade das macht den Reiz dieses Buches aus: Auf der einen Seite liest man einen Krimi, in dem ein Mörder gesucht wird und auf der anderen Seite lernt man das Leben und die Kultur Arabiens kennen. Mir war vorher gar nicht bewusst, wie streng und sittsam getrennt zwischen den Geschlechtern es dort abläuft und wie vielen Unwegsamkeiten sich die Menschen dort stellen müssen. Trotz aller Moderne, die sich auch dort eingeschlichen hat, ist selbst ein schlichtes gemeinsames Mittagessen von Mann und Frau fast unmöglich.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass das Buch mal in einem etwas anderen Kontext eingebunden war und man somit die Möglichkeit hatte, über eine (mir doch noch recht unbekannte und vorher auch nie besonders interessante) Kultur zu lesen.
Kurzum: Ein toller Krimi, den ich nur jedem empfehlen kann. Für mich bestimmt das Highlight des Monats Mai und Anwärter auf das Jahreshighlight.
