Beiträge von carry

    Auch ich bin jetzt fertig und ganz hin und weg.


    Ich kann mich eigentlich nur Prisca anschließen, die genau das schon geschrieben hat, was ich auch empfinde.
    Das Ende ist sehr passend und entspricht eben auch wieder der traurigen Realität.
    Kullmers Alleingang hätte nicht sein müssen, ist aber auch nicht so störend.
    Und das Happy End für Julia Durant hat für einen Lichtblick bei all diesen schrecklich düsteren Ereignissen gesorgt.


    Ganz großes Kompliment für diesen tollen Roman, der insgesamt ja gar nicht wie ein Roman wirkt, sondern wie eine durchaus reale Geschchte.

    @ tjorvensmum


    "querlesen" bedeutet, dass man nicht den ganzen Text Wort für Wort liest sondern nur überfliegt und dabei die wesentlichen Informationen versucht aufzunehmen


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    Original von Wolke


    Schön verrückt, ich sehe euch schon den Kopf schütteln. :P


    Wie haltet ihr es mit euren Büchern?



    Nee, warum sollte ich den Kopf schütteln, ich mach es doch ganz genauso. Wenn ich nach den ersten Seiten drin bin in der Geschichte muss ich auch immer erst den Schluss lesen. Hab ich schon immer so gemacht und werde ich wohl auch in Zukunft so machen.

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    Original von chiclana



    Was mir auch nicht ganz klar geworden ist, wie Frau Simoneit so einfach selbst Detektiv spielen konnte, wo doch der Kunst- und Kulturverein so gut bewacht wird?


    Das fand ich auch etwas unglaubwürdig, dass sie als absoluter Laie ihren Mann so beschatten konnte, dass niemand etwas gemerkt hat.


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    Und irgendwie bin ich mit Julia Durant und ihren Kollegen immer noch nicht so richtig warm geworden, irgendwie sehe ich die Ermittler noch nicht richtig vor meinem inneren Auge – kann aber gar nicht so genau sagen, woran das liegt. Ich finde sie nicht unsympathisch, aber irgendwie etwas blass.


    Da geht es mir ganz anders, ich finde die ganze Truppe sehr sympathisch und hab auch von jedem ein bestimmtes Bild vor Augen.

    Von Seite zu Seite bin ich mehr gefesselt von dieser Geschichte.


    Die ganzen Hintergrundfakten zum Thema Meschenhandel sind mir auch sehr Nahe gegangen. Einfach erschreckend diese Vorstellung.


    Gut fand ich in diesem Teil die Rolle der Kirsten Simoneit, wie sie trotz der riesigen Enttäuschung so souverän ihrem Mann gegenüber auftreten konnte. Wie sie dieses jämmerliche Würstchen abgefertigt hat fand ich klasse. Solche Menschen wie Hans finde ich furchtbar. Solange es um die Karriere geht und darum das große Geld zu machen sind sie ganz vorne mit dabei, aber sobald etwas nicht so läuft, wie sie sich es in ihren naiven Gedanken vorgestellt haben, haben sie die Hosen voll und sind nur noch jämmerlich.


    Extrem spannend fand ich dann auch die Szene als Kullmer in den Kofferraum gestiegen ist und die Durant die Verfolgung abbrechen musste und dann erstmal das Treffen von Müller und Kirsten dazwischen kam. Da hätte ich ja am liebsten vorgeblättert um zu schauen, wie es weitergeht.

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    Original von RATTENTOD
    ich will jetzt mal mein sub auf 0 bringen. mal sehen ob ich das schaff :grin


    Um das zu schaffen dürfte ich die nächsten 2 1/2 Jahre keine Bücher mehr kaufen oder tauschen. Ist also überhaupt kein Problem... :lache

    @ Tjorvensmum


    Meine beiden Kinder wollten mich gestern auch sofort weiterziehen und haben gesagt, dass ich genug Bücher habe.


    Jetzt muss aber wirklich Schluss sein. Meine beiden neuen Regale sind voll mit ungelesenen Büchern. Es passt kein einziges mehr rein.

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    Original von Wolke



    Hat niemand von euch in dieser Situation an jemand bestimmten denken müssen? Ich sage jetzt nur mal drei Wörter, Huren, Koks, Razzia. Mal schauen, ob jemand in die selbe Richtung gedacht hat. Ich weiß nicht, ob wir hier Namen nennen dürfen, es könnte ja schnell wie Verleumdung aussehen, aber es wissen sicherlich alle, wen ich meine, oder?? Bitte nennt hier keinen Namen, schreibt bitte nur, ob ihr wißt, wen ich meine und ob irgendjemand von euch genauso denkt.


    Ist mir beim Lesen selbst gar nicht so aufgefallen, erst durch den Beitrag von churchill habe ich so gewisse Ähnlichkeiten erkannt ;-)

    Hallo Andreas,


    auch von mir erstmal Danke für die super ausführlichen Antworten.


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    Original von Taipan
    Wenn ihr Näheres dazu wissen wollt, ich erkläre es gerne, ich verfüge über sehr detaillierte Informationen dazu.


    Diese Informationen würden mich auch interessieren.

    Jetzt bin ich mit diesem Teil fertig und immer noch begeistert.


    Besonders gut hat mir hier die Einschätzung gefallen, die Müller zu seiner ganzen Situation abgegeben hat (ab Seite 234), wie frustrierend die ganze Arbeit ist, da sie an die Großen eh nie rankommen und es nie zu Anklagen kommen wird, da viel zu viele einflussreiche Leute mit drinstecken.
    Ich fand das ziemlich erschreckend und beklemmend, da ich denke, dass es der Realität sehr nahe kommt.

    Jetzt verführt mich mein Mann schon zum Kauf von neuen Büchern. Wir waren heute unterwegs, um ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen und dann hält er auf einmal ein Buch von Dean Koontz in der Hand, welches ich noch nicht hatte...
    Wie soll man da standhaft bleiben?

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    Original von buttercup
    carry
    Es mag ja ein bißchen viel scheinen,aber in der heutigen Zeit kann ich mir schon vorstellen,daß solche skrupellosen Menschen,die den Hals eh nicht voll genug kriegen können,wenn sie ein gewisses Machtpotential erreicht haben, denken,warum soll ich meine Geschäfte nicht erweitern und noch mehr Geld machen.
    Schau dir in der "legalen" Wirtschaft die Multikonzerne an,die verdienen ihr Geld auch in allen möglichen Bereichen.


    Ja, schon klar, aber ich befürchte irgendwie, dass es den Rahmen des Buches sprengt und einfach zu viel Stoff da ist, um am Schluss befriedigend gelöst zu werden.

    Ich bin mit diesem Teil zwar noch nicht fertig, muss jetzt aber doch schonmal mal was dazu schreiben.
    Erstmal vorneweg, ich finde es auch nach wie vor spannend und werde auch gleich wieder weiterlesen, aber es wird jetzt doch ein wenig viel. Ich hab so das Gefühl, es sollten hier alle hochaktuellen Themen eingebaut werden. Organhandel, Menschenhandel, Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch von Kindern, illegaler Waffentransport in den Nahen Osten.
    Hoffentlich wird das nicht zu viel...


    Bin gespannt wie's weiter geht und deshalb werde ich jetzt auch gleich wieder zu meinem Buch gehen :-)

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    Original von churchill


    Die Szene mit Ritas Ermordung kommt mir auch etwas konstruiert vor. Ok, das Motiv "lebensmüde" kann man vielleicht noch einsehen. Aber dann bis zum Schluss für eine unbekannte Person leiden...Vor allem passt m.E. zu der fatalistischen Grundhaltung nicht der Einsatz im Beruf und hier insbesondere der edle Einsatz für Maria.


    Wenn sie Maria jetzt schon viele Jahre gekannt hätte und es ihre allerbeste Freundin wäre, hätte man es vielleicht noch nachvollziehen können, aber so ...


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    Sehr sympathisch die Szene mit Julias Geburtstagsfeier...


    Das hat mir auch gut gefallen, vor allem wie beschrieben wurde, dass selbst sie die Tränen nicht zurückhalten konnte, obwohl sie sonst nie weint.


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    (ach so: der Kanzleikollege von Rita dürfte wohl mit drin stecken, oder ????)


    Der spielt denke ich eine ganz entscheidende Rolle.

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    Original von buttercup


    Das einzige,was mich ein bißchen stört ist,daß Julia, Verena und Rita doch ein recht ähnliches Privatleben führen,Single und ohne Ambitionen diesen Zustand zu ändern,bzw sich dem Schicksal hingebend alleine durchs Leben zu gehen.Ich will ja nicht abstreiten,daß es viele Frauen gibt,die so denken,aber hier fand ich das zu "gehäuft".



    Man bekommt dabei irgendwie das Gefühl, als würde es nur noch verlassene Frauen geben, die im Privatleben schrecklich enttäuscht wurden und deshalb ihre einzige Erfüllung in der Arbeit finden.

    Den ersten Teil hab ich auch durch.
    Ich war von Anfang an begeistert, man kommt gleich rein in die Geschichte, sie ist spannend und gegen ein paar brutale Szenen hab ich auch nichts. Ich feue mich schon auf's Weiterlesen.


    Allerdings gab es ein paar Sachen die mich gestört haben.


    So nervt mich ein wenig dieses ständige Selbstmitleid der 3 Frauen, wie schrecklich doch ihr privates Leben ist und gleich drauf betonen sie aber sofort, dass sie ja nicht jammern wollen und alles so in Ordnung ist.
    Vor allem während der Ermordung von Rita, fand ich ihre Gedankengänge ziemlich unrealistisch. Nach dem Motto "Naja, mein Leben läuft eh völlig daneben, warum soll ich mich jetzt nicht lieber umbringen lassen, statt ihm zu verraten, wo sich Maria aufhält.


    Und die Zufälle waren mir zu konstruiert. Maria läuft zu Verena, die zufällig eine Anwältin kennt, die wiederum einen Journalisten kennt, der dann ganz zufällig Julia Durant kennt.



    Bei der Verhandlung zu der Julia Durant musste, frag ich mich, ob die Ähnlichkeit zum Fall der verschwundenen Peggy aus Lichtenberg (die Leiche nie gefunden, Vermutungen, dass sie ins Ausland gebracht wurde und plötzlich wird ein geistig zurückgebliebener Mann als Täter präsentiert, der erst gesteht und dann widerruft) beabsichtigt ist.