Beiträge von newbook2


    dyke :
    Danke für deinen Beitrag, dem ich zustimme. Wobei zu Punkt vier anzumerken wäre, dass viele Ebooks bereits erhältlich sind, v.a. im wissenschaftlichen Bereich aber auch bei Portalen wie beispielsweise dem Projekt Gutenberg. Diese elektronischen Bücher sind zumeist sogar kostenfrei. Das Formatproblem sehe ich auch, wobei hier bestimmt in absehbarer Zeit ein Kompromiss gefunden werden wird bzw. die Geräte alles können (so wie bei +- DVDs).


    Ansonsten - der Inhalt zählt! Wie geschrieben, wenn man mir vor 10 Jahren gesagt hätte, dass ich meine CDs nach dem Kauf digitalisiere, weil ich Musik v.a. am Rechner und Handy höre - das hätte ich wahrscheinlich nicht glauben können.

    JaneDoe :


    Ein Ebook könntest du beispielsweise per Email oder USB Stick verleihen. Der "Entleiher" könnte es dann am PC oder mit seinem Ebook-Lesegerät lesen. Dann fällt auch das Abwischen weg :-).


    Es gibt beispielsweise schon Bibliotheksangebote, wo elektronische Bücher über Internet ausgeliehen werden können (z.Zt. vor allem wissenschaftliche Literatur). nach Ablauf der leihfrist muss man die Bücher dann nicht mehr zurückgeben, sondern die ausgeliehene Buch-Datei zerstört sich einfach selber.


    Viele Grüße

    Danai :


    Absolut! Ich erinnere mich noch mit Schaudern an die Reclam Heftchen aus der Schule, die hatten doch sehr viel "Patina" :-).


    insofern: Wenn Schüler mit Ebooks den "Stiller" mehr mögen finde ich das gut. Übrigens können viele Geräte auch Audio abspielen (im Rahmen natürlich) - da würde dann zum Ebook auch ein Interview mit dem Autor draufpassene oder eben ein Auszug aus dem Hörbuch/podcast.


    Viele Grüße

    Danai :


    Dazu fällt mir eine kleine Anekdote von der Buchmesse ein: Am Vorabend wurde eines unserer Ebook-Lesegeräte, die wir zum Zeigen dabei hatten, im Fernsehen gezeigt. Eine Mutter kam mit ihrer ca. 10jährigen Tochter bei uns am Stand vorbei mit den Worten "Mama, ich will das Ebook sehen - das kam gestern im Fernsehen und ist saucool" :-).


    Also von mir absolute Zustimmung was deine Überlegung angeht. Ich finde es aber dazu wichtig, dass eben nicht nur das Gerät "cool" ist, sondern Schüler dadurch bestenfalls Literatur lieben lernen :-).


    Aufgefallen ist mir auch, dass viele Lehrer dem Ebook sehr aufgeschlossen gegenüber stehen. Im PDF Format würden ggfs. auch deren Handouts für die Schüler darauf Platz finden....


    Viele Grüße

    Bouquineur


    ...guter Einwand. Meine Meinung ist, dass der Trend bei Autoren und v.a. Verlagen zur medienneutralen Datenhaltung geht, d.h. Bücher liegen XML Strukturiert vor und können in jede beliebige mediale Form gegossen werden - Buch und verschiedene Ebook Formate.


    Entscheidend wird dabei auch sein, welche Lesegeräte sich am besten am Markt bewähren und welche Formate sie am besten unterstützen bzw. welche Formatangebote Verlage machen, u.a. auch in Hinsicht auf Urheberrechtsschutz (z.B. digitales Wasserzeichen im PDF oder "hartes" DRM in anderen Formaten).


    Viele Grüße

    DraperDoyle


    Vielen Dank für deine Frage. Sie ist das genaue Gegenteil von "blöd", da genau dieser Aspekt die Buchbranche oder den Börsenverein sehr beschäftigt, Stichwort Buchpreisbindung.


    Aktuell sind Ebooks im Preis frei, d.h. kosten bei Verlagsangeboten teilweise bis zu 50 Prozent weniger als das gedruckte Buch. Jedoch setzt sich der Börsenverein derzeit stark für eine Buchpreisbindung bei Ebooks ein um den "Markt zu stabilisieren".


    Wie diese genau aussieht (gleicher Preis wie gedruckt oder weniger) und ob diese rechtlich überhaupt durchsetzbar (wegen des Buchpreisbindungsgesetzes) ist, ist derzeit noch offen. Ein Blick in die USA zeigt verschiedene Modelle: Beim Kindle kosten die Bücher so zwischen 6-15 Dollar - also weniger als ihre gedruckte Variante.

    Danai und Nomadenseelchen:


    Danke für eure schnelle Antwort. Auf der Buchmesse hatte ich die Möglichkeit mit einigen Schülerzeitungsredakteuren das Thema zu diskutieren und war überrascht, wie aufgeschlossen diese waren. Sie konnten sich durchwerg den Einsatz von Ebooks an der Schule vorstellen.


    Praktische Fragen sind mit Sicherheit die Kosten. Ich denke, hier müssen die Schulen kalkulieren bzw. die Frage ist, ab wann Ebooks eingesetzt werden können - ab Klasse 1 oder Klasse 5 oder später bzw. auch die Kostenfrage.


    Wie Nomadenseelchen schreibt könnte das bei einem erhöhten Ebookbedarf mancher Schüler schnell teuer werden. Die Frage ist für die Schule, wie man das rechtlich gestaltet: Bietet man eine Versicherung für die Geräte an oder gibt man alle 2-3 Jahre ein Neues aus bzw. welche Rabatte können mit den Geräteherstellern verhandelt werden - für diese dürfte ein Schuldeal ja auch gewisse Vorteile haben (wie z.B. auch bei den Taschenrechnern).


    An meiner Uni gab es z.B. ein spezielles Notebookprogramm für Studenten mit teilweise hohen Rabatten.


    Eine Interessante Frage zu Ebooks an der Schule finde ich die Workbooks - in denen man ja auch Hausaufgaben erledigen kann. Das könnte beispielsweise mit den Geräten der aktuellen Generation schwierig sein - der Lehrer kann ja schlecht die Geräte einsammeln :-)

    Danai :


    Sehr gute Frage. Beim Amazon Kindle ist es wirklich, so dass man - ähnlich wie beim iPod an iTunes - an Amazon gebunden ist - in den USA. Wie das hier sein wird ist noch offen und wird derzeit kritisch diskutiert.


    Der Sony Reader wird wohl von libri in Kooperation mit Thalia vertrieben. Meines Wissens hat der Reader zwar ein eigenes Format, das jedoch nicht streng mit einem Anbieter verknüpft ist.


    Ebook Lesegeräte wie das Cybook oder der iRex sind nicht an bestimmte Anbieter gebunden und unterstützen beispielsweise auch das PDF Format in dem viele Ebooks in Deutschland sind - oder aber auch wissenschaftliche Texte.


    Viele Grüße

    Nomadenseelchen :


    ich vermute, dass es bei den Schulen auf eine einfache Rechnung hinauslaufen könnte, also sprich: Kosten für die Ebook Lizenzen + kosten für die Anschaffung der Lesegeräte (hier wäre auch ein Subventionsmodell ähnlich wie bei den Taschenrechnern an meiner Schule möglich. Ich habe damals z.B. für meinen Taschenrechner einen kleinen Betrag zuzahlen müssen).


    Da die kosten für elektronische Bücher klein sein könnten (kommt auf die gesetzliche Ausgestaltung aus) und sie zudem jedes Schuljahr für jeden Schüler "brandneu", also ohne Kritzeleien, wären könnte man das eine oder andere zerbrochene Ebook-Lesegerät ersetzen, ohne draufzuzahlen.


    Übrigens: Eine lustige Vorstellung, seine Schulbücher auf einem Speicherstick zu bekommen am Anfang des Schuljahrs. Vorteil wäre, dass ich heute noch in meinen Schulpdfs blättern könnte :-)

    Jane Doe:


    Danke für die Blumen :-).


    Grundsätzlich stimme ich dir sehr zu - ich rieche zum Beispiel sehr gern an Büchern. Andererseits: Wenn man mir vor zehn Jahren gesagt hätte, dass der Großteil meiner Musikbibliothek auf dem Notebook ist und ich vor allem mit dem Handy unterwegs Musik hören werden, hätte ich wahrscheinlich schallend gelacht.

    Nomadenseelchen :


    Finde ich eine sehr interessante Frage. Ich würde da zwischen kommerziellen und nicht komerziellen Angeboten unterscheiden. So liegen sicherlich viele Bücher, die nicht mehr unter das Urheberrecht fallen online vor, beispielsweise auf Deutsch beim Projekt Gutenberg. Ähnliche Initiativen gibt es in den meisten Ländern.


    Hier müsste sicherlich das eine oder andere Werk selbst in das entsprechende Format umgerechnet werden (also als PDF ausgedruckt oder ins Mobipocket Format).


    Bei Kommerziellen Angeboten kann man theoretisch weltweit einkaufen. Hier wird wohl wichtig sein, darauf zu achten, dass die Buchformate kompatibel sind - bei PDF Dateien dürfte das relativ unproblematisch sein.


    Die Erfahrung auf der Messe zeigt, dass viele Verlage in punkto Ebooks wohl nachlegen werden - gerade in Amerika ist der Kindle wohl sehr erfolgreich, vor allem, weil man mit diesem direkt auch Bücher kaufen kann. Ob das in Deutschland auch so sein wird ist derzeit noch offen.

    Nomadenseelchen :


    Am Computer blinzelt man wohl tatsächlich weniger. Auch haben mir viele Menschen erzählt, dass sie beim Lesen am Bildschirm innerlich unruhig werden.


    Die elektronische Tinte ähnelt aber mehr einem gedruckten Buch als einem Bildschirm wie z.B. beim Laptop, so dass man wohl eher "normal" zwinkert als am Computer. Dennoch: Ein Ebook-Lesegerät ist ein technisches Gerät, dass das gedruckte Buch zwar sehr gut imitiert aber eben kein gedrucktes Buch ist....

    Sabine D:


    Das stimmt. Ich habe mich auch gefreut, als die Testgeräte in der Redaktion ankamen - dabei war ich am Anfang zugegebenerweise eher skeptisch. Auch konnte mich nicht jede Funktion letztlich überzeugen. Im Großen und Ganzen war ich jedoch von unseren Testgeräten positiv überrascht.

    Erst einmal auch von meiner Seite vielen Dank an Wolke und die bereits jetzt schon vielen Diskutanten in diesem Thread. Ich freue mich sehr auf eine anregende Woche mit euch zum Thema Ebook.


    Mit meinem ersten Posting möchte ich gerne ein paar Fragen der Vorschreiber aufgreifen:


    Was können Ebooks?


    Alle Ebook Lesegeräte können elektronische Bücher darstellen. Sollten sie freilich auch problemlos können. Die Darstellung der digitalen Bücher hängt jedoch bei manchen Geräten stark am jeweiligen Format. So kann beispielsweise das Cybook und der iLiad PDF Dateien anzeigen und verschiedene andere Formate (z.B. Mobipocket). Andere Lesegeräte, wie beispielsweise der Kindle oder der Sony Reader setzen vor allem auf andere Formate. Der Kindle zum Beispiel setzt auf ein ganz eigenes Format. Außerdem hängt bei vielen Geräten die Darstellung von beispielsweise großen PDF Dateien noch ein wenig.


    Welche Formate gibt es überhaupt?


    Format bedeutet, in welcher Datenstruktur ein elektronische Buch vorliegt. Das bekannteste dürfte wohl das PDF Format sein. Zusätzlich gibt es noch das mobipocket Format zu dem es beispielweise im Netz eine kostenlose Software gibt, die PDFs und Word Dokumente in dieses Format umrechnet. Das Format ist dabei etwas schlanker als PDF oder WORD. Außerdem gibt es noch andere Formate. Auch für das iPhone gibt es schon erste Versuche mittels xml Buchdaten für das Display aufzuarbeiten.


    Wie ist die Darstellung?


    Fast alle Ebook-Lesegeräte arbeiten mittlerweile mit dem so genannten eInk Format. Dabei wird das Display von hinten nicht beleuchtet, was das Lesen wohl angenehmer macht. Ferner ist diese Technologie im Vergleich zum Laptop-Bildschirm auch einiges energiesparender.


    Wie kommen die Bücher aufs eBook?


    Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Manche Geräte können direkt ins Internet gehen und von dort dann entsprechende Angebote nutzen (Kindle, iRex), während andere Geräte ausschließlich über den Computer befüllt werden können. Zumeist über USB oder Firewire - also wie ein Speicherstick.


    Kann ich mir Notizen machen?


    Teils teils. Die Anmerkungen werden dabei auf die Buchdatei geschrieben und nicht in die Datei. Das bedeutet, dass die Notizen verschwinden, sobald die Datei vom Lesegerät wieder auf den Computer gelangt.


    Ich freue mich auf weitere Fragen von euch!


    Grüße