Ich durfte Faust in der 9. Klasse lesen (für alle, die sich in der 12. Klasse noch beschweren, dass die Sprache zu schwer sei
;-)). Wir haben die Lektüre mit einem Theaterprojekt verbunden, in dem wir eine wesentlich ältere Form von Faust aufgeführt haben (da war noch diese zusätzliche Person dabei, die Komik in das Stück reinbringen sollte und dann verschrien wurde - ich kann mich an den Begriff nicht mehr erinnern).
Natürlich konnte mich Faust als 15Jährige nicht vom Hocker reißen. Ich hatte keine großen Probleme das Buch zu verstehen und teilweise war es auch ganz interessant. Der Osterspaziergang ließ sich leicht auswendig lernen, eben wegen der Rhythmik, die Goethe in sein Werk gebracht hat. Schöne Aha-Momente gab es auch, wenn es zum Beispiel um des Pudels Kern ging. Trotzdem interessierten mich Werke wie Kabale und Liebe oder Romeo und Julia mehr. Faust II haben wir mehr oder weniger nur kurz angesprochen und mussten dann die letzten Zeilen auswendig lernen. Ich werde das Buch freiwillig in nächster Zeit auch nicht lesen. Vielleicht später, sollte Goethe es doch nochmal schaffen, mich vom Hocker zu hauen. Jetzt halte ich mich lieber an Shakespeare. 