ZitatOriginal von Voltaire
Schund in meinen Augen ist die Biographie über Göring von Leonard Mosley.
Da würde mich interessieren, warum diese für dich Schund ist?
ZitatOriginal von Voltaire
Schund in meinen Augen ist die Biographie über Göring von Leonard Mosley.
Da würde mich interessieren, warum diese für dich Schund ist?
ZitatOriginal von Joan
Also Deine Idee ist jetzt auch nicht besser als die meinige....
Und das ist jetzt auch nicht ernst oder gar böse gemeint.
Diesen Vorschlage habe ich aus dem folgenden Grund gemacht: Wir haben einen allgemeinen Diskussionthread über dieses Thema und brauchen nicht für jedes Genre einen extra eröffnen. Erst mal die pragmatischen Gründe und zum anderen auch die emotionalen.
Es scheint so, dass bei einigen Usern heute der Punkt erreicht ist "Bis hierhin und nicht weiter!" und dass jeder kleine Thread, der einen nicht ganz klare Message hat, zum Anlass genommen wird zuviel hineinzuinterpretieren - Liegt vielleicht wirklich am Mond oder aber an der allgemeinen schlechten Stimmung. Deswegen meine Idee: Man löscht diesen Thread, man löscht auch "Die Ode ans Mütterchen" oder belässt ihn dort wie er ist.
Wir alle schlafen noch einmal und trinken einen Tee und konzentrieren uns dann wieder auf die wesentlichen Sachen.
Dieses Forum hat soviel mehr zu bieten als Kindergartenstreitereien. Hier gibt es Leserunden, Rezensionen, Diskussionen auch zu politischen Themen... Wir sollten uns wieder darauf konzentrieren und aufhören, und zwar alle, Kleinigkeiten persönlich zu nehmen und auf anderen Usern rumzuhacken. Ich dachte auch eigentlich, dass dies nicht Gang und Gebe ist in einem Forum, in dem der Altersdurchschnitt höher ist als 25...
Um mal einen Vorschlag zu machen: Wie wäre es denn, wenn wir Alicjas "Krimi = Schund"-Thread neu betiteln und daraus einen allgemeinen Thread über Schundliteratur und das, was wir als solche empfinden, "basteln"?
ZitatEdit: Heute frage ich mich wirklich, was jemand, der hier reinplatzt, für eine Vorstellung von den Eulen bekommen soll...
Ich frage mich gerade, ob ich in einem Jugendforum gelandet bin und nicht unter halbwegs erwachsenen Leuten, bei denen der Altersdurchschnitt zwischen 20 und 40 liegt. Entschuldigt, aber heute entwickelt sich das Forum zum Kindergarten oder?
Leute, macht einen Spaziergang, schlaft eine Runde oder trinkt einen Tee. Irgendwie ist die Stimmung heute alles andere als gut.
ZitatOriginal von oemchenli
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Ich sehe wir verstehen uns.
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Ein bisschen Off-Topic: Das einzige Buch von der Bstsellerliste, was mir jemals gefallen hat, war Carlos Ruiz Zafons "Der Schatten des Windes", aber der Rest ist Schweigen... Man siehe "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche oder Rhonda Byrnes "The Secret" oder aber Eva-Maria Zuhorst "Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest".
ZitatOriginal von oemchenli
Oooooops war irreführend da sie das nicht zitiert hat.
Kein Problem
Zumal Bestsellerlisten nichts heißen müssen - Charlotte Roches "Feuchtgebiete" ist ja seit 1 1/2 Wochen auch darauf vertreten... *seufz*
Ich würde auch sehr gerne mitlesen...
... auch wenn die Leseprobe so anregend ist, dass ich es am liebsten gleich bestellen und lesen würde...
beowulf : Kann es sein, dass du Caia vergessen hast?
ZitatAlles anzeigenOriginal von oemchenli
Das heißt nicht das es ein gutes Buch ist, sondern nur das es viele gekauft haben.
Und nun?
Das war ein Zitat von mir: Seit Agatha Christie gab es in diesem Genre, nichts mehr vergleichbares, oder nicht? und meine Antwort darauf.
Ich wollte einfach nur darlegen, dass es seit Agatha Christie schon neue Kriminalromane gab, die auch erfolgreich waren, unabhängig davon, ob sie es zurecht waren oder nicht. Und diese Frage wiederum betrifft nur den persönlichen Geschmack.
Mehr habe ich nicht gesagt.
ZitatOriginal von Alicja
Hallo Nightfall,
"Ich wollte nur noch einmal erwähnen, dass sämtliche von mir geannten Autoren mindestens einen (!) Bestseller gelandet haben"
Spricht das für diese Bücher? Das waren "Sakrileg" und "Ich bin dann mal weg" auch, oder?
Wer hat denn gesagt, dass dies für diese Bücher spricht? Ich wollte dir nur eine Erwiderung darauf geben, dass es nach Agatha Christie nichts Großartiges mehr im Krimibereich gegeben hat und dies habe ich dir schlichtweg widerlegt. Natürlich muss das nicht für diese Bücher sprechen, zumal z.B. Henning Mankell auch nicht mein Lieblingsautor ist, aber lese einmal von Berhard Schlink "Selbs Justiz" und "Selbs Betrug" als neuere Beispiele; auch Bestsellerlistenstürmer zu ihrer Zeit und das zurecht.
Edgar Allen Poe - "Murder in the Rue Morgue" ist also kein klassischer Krimi? Und "Der Name der Rose" hat nicht etwa eine Sherlock Holmes - Figur mit dem Mönchen William von Baskerville?
ZitatOriginal von Alicja
Ich freu mich, dass dieses Thema zu einer so interessanten Diskussion geführt hat!
Die bereits genannte Heidenrech hält nichts von Krimis. Auch Reich-Ranicki.
Der Ausdruck "Schundroman" kommt von mir.
Wann werden schon Krimis als "Weltliteratur" bezeichnet.
Seit Agatha Christie gab es in diesem Genre, nichts mehr vergleichbares, oder nicht?
Henning Mankell?
Patricia Highsmith?
Martin Suter hat auch den einen oder anderen geschrieben?
Raymond Chandler?
Ingrid Noll?
Val McDermid?
John LeCarre?
Donna Leon?
Ich wollte nur noch einmal erwähnen, dass sämtliche von mir geannten Autoren mindestens einen (!) Bestseller gelandet haben, der Publikumserfolg und auch der Feuilleton sämtliche Werke von Mankell z:b. gelobt hat. Ich zitiere mal zwei große Zeitungen:
»Das raubt einem die Nacht. Das stärkt die Skepsis. Das ist starke (Kriminal)-Literatur.« Elmar Krekeler in der ›Welt‹
»Es kann passieren, dass man während des ›Mittsommermords‹ Frau, Mann, Kind, Büro, Hund, Katze, Vogel und sogar das Telefon vergisst.«Verena Auffermann in der ›Süddeutschen Zeitung‹
Der deutsche Literaturbetrieb besteht nicht nur aus Elke Heidenreich und Marcel Reich-Ranicki. Zum Glück.
Du machst ein Pauschalurteil über ein Genre, dass du nicht kennst, ohne dafür auch nur ein Argument zu haben? Oo
... ich mal wieder merke, dass Alter nichts mit dem Grad der Reife zu tun hat.
ZitatOriginal von Alexx61
Ja und?? wer will schon Krimis oder Bücher lesen, die KEINER kaufen, geschweige den lesen will??
Ach ja, du
Na ja, soweit ein Buch im Handel erhältlich ist, wird es doch kommerziell oder nicht? Schließlich will der Autor, der Verlag, der Lektor et cetera davon leben können und da Bücher in in der Wirtschaft genauso ein Produkt sind wie Eier, Milch und Zucker, also genauso eine Ware ist, die durch Geld erworben werden kann, so finde ich diesen Vorwurf ein Buch würde zu kommerziell werden irgendwie absurd.
Mich würde interessieren, woher du dieses Statement nimmst, dass besonders Krimis dem Schund-Faktor anheim fallen? Denis Scheck empfiehlt in fast jeder zweiten Sendung einen Thriller, Dan Brown war monatelang auf der Bestenliste und auch Elke Heidenreich, obwohl zugegebenermaßen kein Krimifan, hatte auch in ihrer Sendung "Lesen!" schon den einen oder anderen Thriller bzw. Krimi. Wir könnten auch Donna Leon fragen, deren Commessario Brunetti-Romane ihr einen Gutteil der Rente gesichert haben oder aber die Darsteller von "Tatort" oder "C.S.I.".
Deswegen, ich würde es interessant finden einen Anti-Krimi-Text zu lesen oder ist das nur deine Ansicht und wenn ja, würde ich die gerne etwas mehr begründet sehen.
Ich glaube dieses "Das ist Schund"-Klischee gibt es zu fast jedem Genre; früher waren Liebesromane und Nackenbeißer Schund (oder sind es immer noch) und jetzt sind es eben Krimis.
Wie so vieles im Leben ist das nicht pauschalisierbar und vor allem: "De gustibus non est disputandum" (Über Geschmack lässt sich nicht streiten). Zumal, in jedem Genre gibt es gute und auch schlechte Werke - Joan hat als Bsp. schon einmal ein Dürrenmatt - Werk genannt, s.g. Weltliteratur und auch ein Klassiker als gutes Bsp.
Bei dem von dir, Alicja genannten Beispielen wie "Tannöd" und "Kalteis" bin ich nicht ganz deiner Meinung, weil mir persönlich ist der Erfolg dieser beiden Werken sehr suspekt; aber dies ist auch nur mein persönlicher Geschmack.
Was meine Mutter sagen würde: "Ein neues Buch? Es würde mich nur wundern, wenn du keine mehr kaufen würdest..." (Sie ist Lehrerin, ergo habe ich die Lesesucht praktisch von ihr. Wir haben zwar einen unterschiedlichen Buchgeschmack, aber manchmal linse ich ihr über die Schulter und finde auch in ihrem Regal das eine oder andere für mich.)
Kommentar meines Freundes: "Du würdest mich schocken, wenn du anfangen würdest Make-up zu kaufen..." (Er liest zwar etwas weniger und ist auch wählerischer, aber ansonsten teilen wir dieses gemeinsame Hobby; zumal ich die meisten Bücher selbst bezahle, ergo sagt er dazu nichts. Ist ja mein Geld.)
Kommentar der Oma: "Habt ihr überhaupt noch Platz?" (Dazu fällt mir immer ein Spruch von Dieter Hildebrandt ein: "Die Leute sagen, sie haben so wenig Platz für Bücher, aber riesige Teppiche an der Wand..." *grins*)
Herzliche Grüße aus Villach
Irgendwie reißt es mich gar nicht mit.
Für mich braucht es einfach zu lang bis es in Fahrt kommt; bin auf Seite 50 und bisher ist nicht viel passiert. Zumal der Unrealismus, auch wenn es ein historischer Roman ist, richtig auf die Nerven geht. Protagonistin überlebt Schiffsunglück, kommt natürlich aus der ärmsten Schicht, findet aber sofort eine Anstellung bei einem Konditor, darf dort ausprobieren, ist sofort erfolgreich, wird wahrscheinlich den begehrsten Jüngling kriegen und Millionen Kinder.... *gähn*
ZitatAlles anzeigenOriginal von Joan
Ahaaaaa.....sosoooo!
*sucht schnell mal in der Mottenkiste nach dicken Fausthandschuhen, die mich am Weiterschreiben hindern sollen*
Ich erteile dir weder eine Erlaubnis zum Aufhören noch ein Verbot weiterzuschreiben.
Wenn es dir beliebt, so lass dich aus. Ich finde nur jede weitere Form von Diskussion ohne, dass derjenige um den es überhaupt geht, Stellung bezogen hat, unnötig.
ZitatEs gibt ganz sicher auch solche, die wirklich die Flinte ins Korn geworfen haben, sich den "klugen" Ratschlägen ihrer Mitmenschen gebeugt haben, und wirklich nicht weiter versucht haben, ihr Geschriebenens zur Veröffentlichung zu bringen....so haben sie dann halt ihr Talent und die grossen Werke die daraus hätten entstehen können, mit ins Grab genommen....für immer und ewig werden diese Bücher nun der Welt unzugänglich bleiben....jaja!!!!!
Ich könnte jetzt viel darüber schreiben, dass dies eine wahrhaft sensibler, peinlicher schwacher Charakterzug ist, weil wenn man schreiben und veröffentlichen möchte und den Willen hat und auch etwas zu geben hat, lässt man sich sehr selten davon abbringen, vor allem von s.g. Kritikern.
Dementsprechend ist das, was du als „Mimosenhaftigkeit“ bezeichnest manchmal nicht mehr als bloßes Image, bloßes „sich verkaufen als der Menschheit: „Ich bin so traurig… Kauft mich!“, was sich nur Autoren leisten können, die schon veröffentlicht haben.
Aber ich glaube, dass wird eine Diskussion, die sich nur im Kreis dreht; ich habe meine Meinung gut begründet, du deine auch. Zumal der Schreiberling dazu nichts mehr sagen will bzw. kann bzw. darf.
ZitatOriginal von Joan
Nightfall, ich wundere mich sehr über Deine nachgerade hellseherischen Zukunftsprognosen und Weissagungen.
Mir geht dabei nur gerade etwas durch den Kopf: wir sind nicht das Mass aller Dinge
Du bist genauso das Maß aller Dinge, wie es jeder Leser eines Buches ist.
Der User DerImigrant beschrieb hier sein Vorhaben dieses Manuskript veröffentlichen zu wollen und ich nehme solch eine Aussage sehr ernst, weil es bedeutet, man betreibt Schreiben nicht nur als bloße "Seelenkotzerei" (Feridun Zaimoglu hat es so bezeichnet.) oder als reinen Unterhaltungs"instinkt" und Zeitvertreib, sondern er will sein Schreiben professionell verkaufen (zumindest ist das der Wunsch) und stellt daher in einem Forum seinen Text vor, um z.B. Erstmeinungen zu hören. Du bist genauso wie ich auch ein vielleicht späterer Buch"verbraucher". Und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich verschwende meine Zeit selten an Bücher, die stilistisch schlecht aufgemacht (nach meinem Geschmack wohlgemerkt) bzw. von einem Lektorat nicht ordentlich korrigiert worden sind. Das ist für mich pure Zeitverschwendung, das ist Lese-Fast-Food: "Schnell auf den Markt, das Genre ist gerade in!"
Und nein, ich besitze keine hellseherischen Fähigkeiten, aber man muss auch keine zweite Pythia sein um zu wissen, dass wenn Manuskripte SO eingereicht wird sich Verlage wahrscheinlich nicht mal die Mühe machen einen Antwortbrief zu schreiben.
ZitatOriginal von Joan
Nightfall
weisst Du, meine Meinung und mein Standpunkt sind Deiner Sicht der Dinge, nicht in jedem Punkt, aber dem einen und anderen, komplett entgegengesetzt.
Natürlich haben wir gegensätzliche Meinungen; ich begründe meine darauf, dass im wirklichen Leben, wenn man das Internet davon trennen kann, niemanden etwas geschenkt wird. Man muss schon daran arbeiten, um sein Ziel zu erreichen, wie in diesem Fall ein gutes Manuskript und dazu gehört mit jeder Form von Kritik umgehen zu können. Von mir aus "zuckere ihn den Arsch", wie die Berliner sagen (Es ist nur eine Floskel, keine Beleidigung), weiterhelfen wird ihm das nicht. Weder hier, in einem kleine Internetforum noch in der Realität, nämlich wenn ein Manuskript durch ein Lektorat bewertet wird bzw. eine Leserschaft, die nicht so freundlich mit einem "Anfängerautor" umgeht, wie es hier getan wird.