Beiträge von Nightfall

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    Original von red rooster
    jo richtig, vorgestellt habe ich mich zu beginn des threads. ob ich ein forum weiterhin besuche hängt sicherlich davon ab wie mir die member gegenüber handeln und ob sie freundlich sind oder nicht. hier komme ich mit fragen hin und werde mit der aussage "schreibe gleich null punkte" dazu weggesschickt. schade eigentlich. ich bin andere foren gewohnt bei denen man einander hilft.. scheint hier nicht der fall zu sein. vielleicht macht ihr irgendwann mal die gleiche erfahrung..
    mfg rooster


    Respekt bekommt man nicht geschenkt, man verdient ihn sich.


    Es ist sehr unhöflich ein neues Forum zu besuchen, sich zu registrieren und sich nicht einmal vorzustellen. Du fällst gleich mit der Tür ins Haus und wirkst geradezu fordernd, was Anregungen für deine Fachbereichsarbeit betrifft. Dies ist ein Bücherforum; es gibt Buchempfehlungen und -rezensionen, es gibt Leserunden und auch den einen oder anderen Thread, in dem du plaudern kannst.
    Persönliche Hilfestellung wird man dir sicherlich gerne geben, allerdings nicht mit einem Eingangsposting àla "Hey, ich muss morgen abgeben, helft mal!". Das ist hier einfach zu oft vorgekommen, dass User sich registriert haben, ohne großes Interesse am Forum, aber dafür sofort gefragt haben "Hey, Leuts, helft mir mal!" und bei geringster Kritik "Woanders sind die netter!" bzw. sich nach Beantwortung einiger Fragen sofort wieder verzogen haben.

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    Original von licht
    die seminarfacharbeits themen werden bei uns am anfang der elften (!) ausgegeben ... *räusper ...*


    Wie wir alle wissen, ist Bildung Ländersache in Deutschland, ergo gehört die Lehrplanerstellung und somit auch die organisatorischen Grundprinzipien, wie Terminabfolgen, Bildungs- und Fächerziele an den Anfang eines Schuljahres. Ich kenne es aus Berlin noch so (Habe vor fast drei jahren Abitur gemacht, wer weiß, wie sich das mittlerweile geändert hat... *hust*...), dass am Anfang eines Schuljahres Abgabetermine für Fachbereichsarbeiten bekannt gegeben werden. Und selbst wenn, ich hoffe doch wirklich für ihn, dass er eine bessere Ausrede, als seine eigene Faulheit, hat.

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    Original von licht
    rooster, erkläre alle die gründe deinen lehrern, sind sie stichhaltig, hast Du keine probleme zu befürchten ... ansonsten hast Du die konsequenzen selbst verschuldet.


    Facharbeitsthemen werden am Anfang eines Schuljahres (Korrigiere mich, wenn nötig red rooster ) ausgegeben. Ein Schuljahr dauert ungefähr, bei gebotener Vorsicht der Zusammenzählung von Feiertagen und Ferien, ca. drei Monate. Ich hoffe, du hast eine SEHR gute Ausrede bei deinem Lehrer / deiner Lehrerin...


    Baby_Tizz : Bisher haben sich alle, die nach "Anregungen" zu ihren Hausaufgaben / Facharbeiten / Spezialfragen, wie immer sie es nennen, sehr schnell wieder verzogen. Ganz ehrlich, wer Interesse an einem Forum zeigt, liest sich zum einen Anküdigungen durch und zum anderen stellt er sich, allein der Höflichkeit halber vor.

    Eigene Meinung:


    Ich habe dieses Buch für einen Euro als Mängelexemplar gekauft. Warum? Der Klappentext hat mich einfach angesprochen; der Umgang mit den Tod ist nicht zuletzt in unserer Wohlstandsgesellschaft mit ihrem Wunsch nach der eigenen "Unsterblichkeit" ein eher tabuisiertes Thema. Die Autorin, Diana Broeckhoven, hat einen offenen, und dennoch stillen Umgang mit diesem Thema gesucht.


    Alice steht, wie jeden Morgen, erst auf, als der Kaffeegeruch ihr Bett erreicht. Es ist ihr Morgenritual - Jules macht das Frühstück, die einzige Aufgabe, die er im Haushalt übernimmt, und weckt sie erst dann, wenn der Kaffee fertig ist. An diesem Morgen ist es anders. Sie steht auf und sieht ihren Mann auf der Couch sitzend... Er ist tot. Sie reagiert nicht hysterisch bzw. hochemotional, sondern sie überlegt, ob sie Notare, Bestatter und ihren gemeinsamen Sohn informieren soll, entscheidet sich aber dagegen. In Ruhe will sie Abschied nehmen, in Ruhe ihm erzählen, dass trotz seiner Verfehlungen es immer eine Liebe zwischen ihnen gab.
    Dieses Unterfangen, sich zu verabschieden, wird vom Nachbarsjungen, dem autistischen David, vermeintlich gestört. Dabei ist dieser genauso an feste Rituale gebunden wie Jules und Alice.


    Ein kurzes, aber ein schönes Buch über das Leben und das Sterben, über das Altern, über feste Rituale und vor allem über die Liebe. Ja, Jules hatte eine Geliebte, Olga, aber sie, Alice, verzeiht ihm; sie sagt ihm nicht im Leben, dass sie es weiß, sondern erst, als er in Ruhe gegangen ist. Erst dann bricht sie ihr Schweigen.


    Wenn auch stilistisch nicht sonderlich anspruchsvoll, ist diese Geschichte dennoch schön flüssig zu lesen; es lässt einem nicht mehr los, stimmt einem nachdenklich und das ist es, was dieses Büchlein ausmacht: Kurz, aber g'schmackig, wie die Kärntner sagen.

    Der Titel hat mich damals im Supermarkt so angesprochen und da habe ich es einfach mitgenommen und angelesen. Und ich bin ehrlich - "Ich habe sie geliebt" war von seinem Schreibstil schon gewöhnungsbedürftig, nämlich extrem dialoglastig, wo man schon mit einiger Konzentration lesen musste, um zu begreifen, welche Person gerade zu Worte kommt.
    In diesem Roman hat es aber die Autorin mit dieser Technik sich erschwert, zumindest bei mir, dass man sich mit den Personen identifizieren kann. Sie erklärt, erzöhlt und analysiert sehr wenig. Sie lässt ihre Figuren nur miteinander sprechen... Das mag funktionieren, wenn man mit zwei Charakteren arbeitet, aber nicht mehr wie in manchen Szenen in "Zusammen ist man weniger allein" mit drei, vier, vielleicht sogar fünf Figuren. Zumal so auch kein Schwung in die Handlung kommt, die Figuren sich so auch sehr selten weiter entwickeln und ich mich frage: "Okay, sie können reden, denken, erleben sie auch einmal etwas?"
    Nach ca. 40/50 Seiten habe ich das Buch beiseite gelegt, mehr frustriert als befriedigt. Der Schreibstil erschwert es, meiner Ansicht nach, extrem so etwas wie ein Verhältnis zu den Figuren aufzubauen bzw. die eigentliche Botschaft, die die Autorin sicherlich vermitteln wollte, kam auch nicht rüber. Von den in den Amazon-de-Rezensionen wiederholten Klischees einer Geschichte, die "überaus vergnüglich, witzig, und nur manchmal traurig." ist, habe ich in den Zeilen von Anna Gavalda nichts gespürt.

    Meine Mutter ist Grundschullehrerin und auch sie hat in ihrer Klasse diese Buchreihe verwendet. Für alle, die diese nicht kennen, einmal der Klappentext:


    Ätze liebt's dreckig und stinkgemütlich. Dabei hat es das Monster aus der Familie der blaublütigen, kotzekligen Tintensauger nicht immer leicht: Überall diese Putzteufel und Lavendelstinker! Aber denen wird es Ätze zeigen!


    Es geht nicht darum Kinder zu ermutigen sich mit Schimpfworten in der Kommunikation zu begegnen, es geht bei solchen Geschichten eher um den Identifikationscharakter. Kinder lernen in dem Alter (zwischen sieben und neun Jahren), dass sie brav sitzen müssen, immer "Bitte" und "Danke" zu sagen haben, nicht ungekämmt zur Schule gehen dürfen und vor allem, dass sie ihr Zimmer immer gesäubert haben müssen.
    Ätze ist einfach anders - Das Tierchen ist gemütlich, dreckig (nicht im Sinne von unhygienisch!) und vor allem faul.
    Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie mich diese Geschichten selbst zum Lachen gebracht haben, weil ich es lustig fand, welcher Schabernack da getrieben wird.
    Und zum Thema Schimpfwörter - Das schlimmste, was Ätze von sich gibt, ist "kotzeklig" und in Zeiten, wo Wörter wie "F*cken" und "Voll porno!" schon in den Alltagssprachgebrauch eines 10-jährigen gehören, ist das geradezu harmlos.

    Ich war gestern das erste Mal Blutspenden.
    ... War ein interessantes Erlebnis. Erst einmal einen Fragebogen ausfüllen, dann einen Aufkleber auf das Formular kleben, dass ich nicht denke mit HIV oder Hepatitis infiziert zu sein und dewegen mein Blut verwendet werden darf. Dann noch ein "Pickser", ob die Blutgerinnung in Ordnung ist, des weiteren eine Blutdruckkontrolle und eine Ausweiskontrolle. Dann Abzapfen... dann etwas Essen.
    Eigentlich.
    Mich hat es nach zwei Minuten im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen: Ich hatte Schweißausbrüche, mir wurde schwarz vor Augen und schwindlig, kurzum, mein Kreislauf war wenig begeistert. Die Ärztin hat mich dann aufgefangen (bin vom Stuhl gekippt -__-), meine Beine hochgelegt, mich beruhigt und mir Kreislauftropfen gegeben. Danach durfte ich ein Liter Cola trinken auf eine Schockliege Platz nehmen, für ca. 20-30 Minuten.


    Zwei Effekte hatte das Ganze; ich werde mich immer an meine erste Blutspende erinnern (*hust*) und zum anderen habe ich etwas Gutes für die Allgemeinheit getan.

    Eigene Meinung:


    Ich habe dieses Buch als Mängelexemplar ergattert, nachdem ich Caias Rezension gelesen habe, in dem sie von einem Buch schreibt, welches "sehr gefühlvoll, ruhig, im inneren Monolog [geschrieben ist]. Und ich bin ehrlich - Einerseits war dies eines der besten Bücher, welches ich in der Thematik um den Holocaust gelesen habe. Andererseits auch das stilistisch fragwürdigste.


    Friedman beschreibt auf gerade einmal 150 Seiten ein ganzes Leben. Der Protagonist wächst als Kind zweier Holocaust-Überlebender auf. Sarah und Ariel können nicht leben - nicht im Jetzt, auch nicht in der Vergangenheit. Resignierend leben sie irgendwie - Ariel, in dem er sich verschließt und nur für seine Familie lebt und Sarah, in dem sie mit allen möglichen Menschen korrespondiert, egal ob über Briefe (auch in ferne Länder) oder abends und nachts durch Telefonate mit Freundinnen. Beide können nicht schlafen, beide können nicht hin-, aber auch nicht wegsehen. Das Erlebte wird immer wieder in Anekdoten, die sie ihrem Sohn nur in wenigen Situationen offenbaren, verarbeitet. Der Tod der mütterlichen Schwester als missbrauchte Persönlichkeit eines SS-Offiziers. Der Tod des Großvaters, vor die Wahl gestellt, welches seiner Kinder leben und welches sterben soll.
    Diese Geschichten offenbare sie ihm, es sind nur Fragmente, Bruchstücke; ihr eigenes Schicksal bleibt im Dunkeln, bis ihr Sohn Jeschua sich auf den Boden wirft und schreit: "Erzählt es mir endlich!"
    Doch sie können nicht sprechen. Sie gehen in das Land der Täter, nach Deutschland und ihr Sohn erlebt in seiner Studienzeit die Scheinwelt, die sich seine Eltern aufbauen. "Sie sind glücklich, wiederholen sie!" und sterben doch schluss endlich in der größten Einsamkeit.
    Dies stellt Michel Friedman sehr gelungen da - Der Sohn soll das Leben leben, welches den Eltern nicht vorbehalten war. Er soll Arzt werden, die Welt sein, in einer Welt zu Hause sein, die ihn nicht als "Drecksjude" beschimpft. Und doch ist er nur die Imagination seiner Eltern. Wie soll man leben, mit einer Last, die man nicht nehmen kann, weil sie die einzigen Personen sind, die man liebt?


    Inhaltlich betrachtet ist es das beste Buch dieser Thematik; es wird sehr anschaulich beschrieben, wie sich die Familie entwickelt, wie sich trennen muss, wie sie wieder zueinander finden. Manche sprachliche Bilder sind sehr ansprechend, wenn Jeschua z.B. schildert, wie sich die Liebe seiner Eltern ausdrückt: "Er darf kein Eis essen, erst, wenn es geschmolzen ist, weil es sonst im Hals wehtut." Lügen, zum Schutz des Jungen.
    Und doch ist der Stil Michel Friedmans für meinen Geschmack überbordend. Er bringt sehr viele philosophische Gedanken hinein, allesamt sehr interessant und doch erscheinen mir die Gedankengänge manchmal einfach zuviel für diese kleine, aber feine Geschichte. Es geht nicht nur um Gedanken, um die Existenz, sondern auch um das Leben, Lieben und Denken. Oftmals verliert er sich jedoch in diesen Gedankengängen, dass es ab und an sehr schwer fällt zu folgen.


    Und doch, eine feine, stilistisch sehr schöne Erzählung, die eine Melodie hinterlässt, wenn diese auch manchmal verstört.

    Bei mir hat der Download funktioniert. Und ich rezensiere einmal:


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    ihrem silbernen Aluminiumschrank


    Aluminium hat eine farbliche Eigenschaft, nämlich einen silbernen Glanz. Von dem her: Unnötiges Adjektiv.


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    Wie jeden Tag räumte Verena ihren Arbeitsplatz auf und verstaute alle Akten in ihrem silbernen Aluminiumschrank, packte hektisch ihre Tasche und nahm eine noch auf dem Schreibtisch liegende Akte auf


    Für mich ist das eine sehr umständliche Formulierung - Du willst ja aussagen, dass sie gerade im Schnelldurchlauf ihren Arbeitsplatz räumt, um Feierabend zu machen, und nimmt sich allerdings noch eine Akte mit nach Hause. Dafür ist das Satzkonstrukt aber viel zu umständlich. Wie wäre es denn mit: "Sie wollte schnell nach Hause, weg von ihrem Arbeitsplatz, den sie wie jeden Tag sehr sauber hinterließ. Und trotzdem... obwohl sie den ganzen Tag hart arbeitete nahm sie sich immer wieder Arbeit mit nach Hause."


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    „Na noch immer bei der Arbeit“


    Auch, wenn dies nur eine rhetorische Frage ist, so ist es doch eine Frage und wird als Satzzeichen mit einem Fragezeichen beendet.


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    welcher noch immer an dem massiv braunen Eichentürrahmen gelehnt war.


    Wozu erwähnst du zwei Mal, dass er in einen Türrahmen steht?


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    Ein leichtes Grinsen überzog Verenas Gesicht und sie schaute raus, es war dunkel und windig, die Äste der beiden Birken vor ihrem Büro peitschten an ihr Fenster.


    Diese Wendungenn zur atmosphärischen Verdichtung, denn nichts anderes hattest du vor, wirken enorm plump und plattitüdenhaft. Mach es nicht so "old-fashioned", wie man in der Musik sagt: "Sie schaute aus dem Fenster, und ja, das Wetter machte tätsächlich nicht den Eindruck, als würde es eine freundliche, sternenklare Nacht werden." als Vorschlag.


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    Erik Panthers Lächeln war abgeklungen und stirnrunzelnd stand er nun ein paar Schritte vor der Bürotür.


    Wieder eine umständliche Formulierung - dein Stil wirkt teilweise extrem behebig; aber andererseits fast ein wenig simpel und primitiv. Warum nicht "Sein Lächeln verwandelte sich plötzlich..." als Beispiel.


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    Verena drehte sich dabei zurück


    Ich bin neugierig, wie das anatomisch funktioniert, wo sie sich laut Text nicht einmal umgedreht hat...


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    letzten Sachen in ihre schwarze mit goldenen Nähten besetzte Handtasche.


    Für meine Begriffe zu aufgeblasene Beschreibung. Du hast nicht einmal das Büro beschrieben, nicht einmal die Protagonistin im Detail, aber die Handtasche ist jetzt wichtig?


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    Ein stattlicher Mann kam Aus dem Fahrstuhl, er war Anfang dreißig mit dunkle braunem Haar.


    Vielleicht bin ich zu jung, aber ich finde das Wort "stattlich" für die Beschreibung eines männlichen Charakters irgendwie... es erinnert mich an Ritterromane oder schlechte Pornos. Hier ist die Chance ins Detail zu gehen - Er ist groß. Ist er behebig? Fett? Schlank und sportlich? Hat er tolle Augen?...


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    „Warum? Ne es ist nichts besonderes Martin. „ „Wirklich? Verena du bist sonst so- „ er brach seine Worte ab als er sah, dass sie bereits das Gebäude verlassen hatte und in Richtung Parkplatz ging.


    Das ist ein Logikfehler. Es sei denn, sie ist auf der Enterprise und kann sich von einem Ort zum anderen beamen. Gerade stand sie doch noch vor dem Fahrstuhl im fünften Stock, jetzt ist sie schon draußen...


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    Martin war einmal mehr der Meinung, dass Verena ein Date mit irgendeinem Literaturmenschen hatte und deshalb so hektisch reagierte. Seiner Meinung, müsste Verenas Partner so aussehen, intelligent, belesen und er müsste gut kochen können.


    Und wieder der Moment vorbei sich zu erklären - Warum reagiert sie nervös auf Menschen des Literaturbetriebes? Warum braucht sie einen Mann, der für sie kocht? Das sind alles so nichtssagende Floskeln, wenn du sie nicht erläuterst. Z.B.: "Sie braucht jemand, der kochen kann. Warum? (Solche Sachen füge ich gern ein. Fragen an den Leser oder das dirkete Ansprechen, weil man sich so einbezogen fühlt ;=)) Sie ist so dürr, dass es ihr guttun würde, wochenlang nur von guten Desserts und Kuchen zu leben.


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    Anschrift, ihrem Familienstand sowie ihrem Geburtstag wusste man relativ wenig von ihr.


    Jede Kanzlei dürfte Verträge haben, ergo ist es unwichtig solche Fakten zu erwähnen - Sage doch nur kurz: "Ihr Leben wirkte auf die anderen meist nur eines - Geheimnisvoll."


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    Einmal hatte sie Besuch von einer Kollegin bekommen, aber diese ist vor einem halben Jahr mit ihrem Mann zusammen nach Berlin gezogen und seitdem hatten beide keinen Kontakt mehr zueinander gehabt. Verena lebt sehr zurückgezogen in einem kleinen Apartment in Westerfilde, einem kleinen Vorort von Dortmund. Derzeitig lebt sie dort alleine, nachdem ihr Partner sie vor ungefähr vier Monaten verlassen hatte.


    Klingt im Großen und Ganzen nicht schwungvoll, sondern sehr... trächtig, langweilig. Wirkt sie auf den auktorialen Erzähler einsam? Soll sie so auch auf den Leser wirken? Dann beschreibe sie mehr, bisher ist die Protagonistin ein Pappkamerad ohne viel Leben.


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    „Hey nun sag schon Verena was ist los mit dir?“


    Du solltest, bevor du einen Text abschickst diesen noch einmal in Ruhe lesen und jeden Fehler in der Kommata- und der Zeichensetzung beheben. Wirkt nämlich sehr unprofessionell.


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    Verena drehte sich energisch und mit bestimmtem Blick zu ihm hin.


    Er steht hinter ihr; wenn, dann muss sie sich bei anatomischer Korrektheit umdrehen.


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    etlichen Kratzer und Beulen, die der alte Corsa im Laufe der Zeit gesammelt hatte.


    Ich bin bei weitem kein Autokenner, aber sollte man ein Auto mit Kratzern nicht einmal lackieren und eine Verbeulung nicht wieder in einer Werkstatt ausbeulen lassen?


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    „Gut, wir sehen und dann übermorgen wieder. Ich wollte morgen nach ein paar neuen Möbeln für meine Wohnung schauen. „


    ... Schau dir den Satz einfach an.


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    seine Gedanken mit seiner Rockmusik wegschob.


    Ich weiß, es ist eine gängige Floskel, aber ich finde sie 1.) klischeehaft und 2.) klingt sie, wenn man sich das bildlich vorstellt SEHR seltsam. Wie wäre es denn mit: "Er versuchte sich mit Rockmusik abzulenken"


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    rechteckigen Innenspiegel


    Es ist unnötig zu erwähnen, welche Form ein Autospiegel hat, jeder kann sich einen vorstellen. Unnötiges Adjektiv - streichen.


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    Ich sollte ab morgen mal kürzer treten, bei diesen Gedanken drehte Verena sich zur Sicherheit noch einmal nach Hinten um, auch auf dem Feldweg war nichts zu sehen.


    Moment, sie dreht sich um, während sie am Steuer eines Autos sitzt?


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    Im nächsten Augenblick wusste sie nicht weiter, so kannte sie sich gar nicht, so nicht sondern nur als die ruhige, arbeitende Verena. Sie


    Eine Figur, die sich selbst nicht kennt... Du solltest aufpassen, wie du solche Sachen formulierst, weil langsam wirkt deine Protagonistin nicht nur blutleer, sondern... reichlich hirnlos.


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    Sie konnte die Angst nicht unterdrücken, noch nie waren ihr keine Autos auf dieser Strecke begegnet


    Viel zu kompliziert formuliert: "Seit wann fuhren auf dieser Strecke keine anderen Autos? Das ist die stärkstbefahrene Straße in ganz Dortmund!"


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    eigentlich hatte er vor gehabt Verena am nächsten Tag zum Essen einzuladen, den Anruf wollte er morgen erledigen.


    Warum hat er sie nicht vorhin auf dem Parkplatz dazu befragt? Wirkt konstruiert.


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    In der Küche lag allerhand Krempel rum, wie eine alte rote Kaffemaschine,


    Seit wann LIEGEN Kafeemaschinen?




    Um ehrlich zu sein, dein Text reizt mich überhaupt nicht.
    Deine Figur wirkt blutleer, wie ein lebloser Pappkamerad. Du erklärst wenig und wenn in einem Sinnzusammenhang, der für mich nicht nachvollziehbar ist. Deine atmosphärischen Beschreibungen werden ab dem Moment, wo sie auf der leeren Straße fährt zwar besser, aber logische Fehler, Rechtschreib- und ziemlich viele Tippfehler (Word hat bei mir in einem 9-seitigen Dokument 45 (!) Fehler gezählt.) sowie fehlende Kommata und Zeichensetzungsfehler nehmen einem das Lesevergnügen.
    Mir ist nach neun Seiten nicht ganz klar, worauf du hinaus willst.
    Wie magali sagte, du musst viel "simpler" formulieren, du hast Satzkonstruktionen drin, die jeden Surrealisten eine Freude gemacht hätten; über 95% deiner Adjektive sind überflüssig - Es sei denn der Leser steht auf Pleonasmen.


    Ganz ehrlich? Wenn so ein Buch anfangen würde, hätte ich es nach Seite neun spätestens weggelgt und mich gefragt, warum die Verlagswelt so was als gutes Manuskript anerkennt und druckt.

    Mit 13/14 habe ich in der Schule einen Theaterkurs besucht und wir haben selbst etwas aufgeführt; ich erinnere mich noch gut, dass es Schulsequenzen waren, in denen es um das Thema Mobbing ging.


    In meiner Schulzeit bin ich sehr oft ins Theater gegangen, darunter waren mehrere Missgriffe, wie z.B. eine moderne Aufführung von "Romeo und Julia", bei der Mercutio einen Spaßvogel darstellte, der Witze über das Thema "Hass" oder aber über Kiffen tätigte.
    Ein anderes, doch sehr eigenes Stück hieß "Hexenkinder". Die Thematik des Stückes erschien sehr interessant, doch die Inszenierung mit starker Neonbeleuchtung und verzerrten Tönen als Musik war einfach nicht mein Fall. Ich würde nicht behaupten, nicht auf offene, neue Stücke genauso einzugehen wie auf traditionell-inszenierte Stücke, aber in der Regel waren die klassischen Stücke, von einer "Hamlet"-Persiflage abgesehen, die besseren Inszenierungen. Mein Favorit darunter war das Theaterstück "The Crucible" von Arthur Miller, auch wenn es in Englisch war (Eine Sprache, die ich nicht sehr gut verstehe *hust*) war es ein großer Spaß die alten Kostüme mit Schauspielern zu sehen, die wirklich überzeugend vom Teufel Beseelte spielen konnten.


    Musical ist wiederum ein anderes Thema - Ich liebe Musicals, sowohl die rein unterhaltenden Musicla swie "Starlight Express", als auch die mit eher düsteren Themen wie "Les Miserablès".


    Zum Thema Opfern kann ich nichts sagen. Nachdem mir allerdings im Familienkreis von einer "Cosí fan tutte" (Mozart-Oper) erzählt wurde, bei der die zwei Protagonisten auf der Bühne sitzen, halb-nackt und kiffend, und die Frauen oben ohne bzw. mir von einer "Zauberflöten"-Inszenierung erzählt wurde, bei der Tamino als fanatsiereicher Prinz mit Gewehr und weißem Anzug auftritt, sehe ich eigentlich nicht vor mir mehr neue Inszenierungen von Opern anzusehen.


    In Kärnten, muss ich sagen, ist das Angebot für's Theater auch sehr gering. Man hat die Auswahl zwischen dem großen Theater in Klagenfurt, wo man pro Karte über 40 Euro berappen muss oder aber die neuebuehne villach, bei er es sich NUR um neue Inszenierungen handelt, darunter viele Stücke von Elfriede Jelinek (... -_-), was wiederum einfach nicht meinen Geschmack wiederspiegelt. Schade, ich mag Theater.

    Eigene Meinung:


    Schon vor ca. einem Jahr habe ich mir "Die Stadt der träumenden Bücher" in einem Anfall von Bibliophilie gekauft... und es dann, aufgrund vom anderen Lesestoff erst einmal in meinen Stapel ungelesener Bücher getan. Vorgestern habe ich es im Regal gesucht, gefunden und innerhalb von zwei Tagen ausgelesen. Was mit einem doch etwas langsamen Einstieg anfing (Was sagte man über "Ritter Hempel"? "Man muss sich erst durch das langweilige Kapitel über Lanzenpflege quälen, aber dann wird es richtig gut."), steigerte sich dann während Hildegunsts von Mythenmetz' unfreiwillige Reise durch das Labyrinth. Von da an hatte mich das Buch gepackt und ich reiste mit der, doch etwas verschrobenen, leicht naiven Echse zu den Buchlingen, bekämpfte die Harpyre und fand schließlich Schloss Schattenhall.


    Die Figuren dieses Romans, allen voran die Bücher sind sehr liebevoll gezeichnet (im wahrsten Sinne des Wortes; die Zeichnungen, die das Buch enthielt, gefielen mir außerordentlich gut); meine Favoriten sind die Buchlinge, vor allem Golgo und Danzelot (Nummer zwei).


    Diese kleinen Details machen die Handlung aus, die Moers immer wieder filigran einarbeitet: z.B., ist euch mal aufgefallen, wie vielen "großen Dichtern" er ein Denkmahl gesetzt hat? Ojahnn Golgo von Fonthewang ist ein Anagramm und steht z.B. für den Klassiker Goethe, aber auch Schiller, Shakespeare, Gryphius usw. haben ihren Weg in den Roman gefunden.
    Oder aber die doch sehr detailgetreue Stadtzeichnung von Buchhaim wird mir im Gedächtnis bleiben, klingt sie doch nach einem Schatz für jeden Buchnarren / -närrin.


    Das beinhaltet eigentlich alles: Unterhaltung und Spannung, leichte Einflüsse eines Kriminalromans, aber vor allem ist es ein wunderschöner Fantasy-Roman, der von einem ganz eigenen "Orm" getragen ist, allein schon durch die Fülle der Figuren wie Hildegunst, die Buchlinge, der Schattenkönig, Colophonius Regenschein...


    Mich hat es ausgenommen gut unterhalten, bis auf den Einstieg, aber der ist im Nachhinein leicht zu verkraften. Gute Unterhaltung, für mich aber (trotz der 474 Seiten) zu kurz. Davon hätte ich gerne mehr - was bedeutet, sämtliche Werke von Moers landen auf meiner Wunschliste.

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    Original von beowulf


    Solange ihr es schafft beim Thema Religion Diskussionsdisziplin zu halten, das schaffen hier wirklich nicht alle..


    Ich möchte erwähnen, dass ich keineswegs (d)eine ( Maharet ) Religion in Frage stellen wollte bzw. verunglimpfen wollte. Wenn es so ankam, bitte ich mich zu entschuldigen. Meine Erfahrungen mit dem Thema "Heidentum" sind sowohl positiver, aber auch sehr stark negativ geprägter Natur (Man könnte von manchen Religionsvertretern dieser Richtung den Eindruck bekommen direkte Alice Schwarzer Nachfahrerinnen zu sein...), zumal wir beide einen unterschiedlichen Einblick hatten.
    Wobei ich denke, dass wir beide sehr meinungsfest sind und daher wohl eher weniger auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden.

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    Original von Maharet
    Das weiss ich selbst - ich glaube schliesslich daran. Allerdings wird diese bezeichnung nur von den englischsprachigen Hexen benutzt. Ist wirklich so. Die Deutschen sagen ganz einfach "Heidentum"


    Soweit ich weiß, gibt es auch noch deutliche Unterschiede zwischen Traditional Witchcraft, Paganismus und Neo-Heidentum... aber das nur am Rande.
    Unser Wissen wird sich selbstverständlich nicht decken, weil ich nur stille Anteilnahme genommen habe und du ja offensichtlich Angehörige dieser Religion bist. Allein schon deswegen sind unsere Auffassungen unterschiedlich.

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    Nightfall : Was zur Göttin ist "Paganismus"? Heidentum, Neoheidentum, Asatru, Wicca -mir egal. Aber Paganismus klingt irgendwie.... wie ne ansteckende Krankheit ^^


    ich kenne viele Heiden, und keiner von denen behauptet diese Dinge die du da aufzählst. Klingt mir eher nach us-emanzen-forum, nicht nach Asatru....


    Als Paganismus (von mlat.: paganus heidnisch; lat.: pagus Ort) wird der Glauben an heidnische Götter, Naturreligionen oder die Natur als solche bezeichnet. Ursprünglich galt die Bezeichnung somit all denjenigen, die zu den örtlichen Göttern beteten. Im weiteren Sinn werden darunter alle Ausprägungen des Heidentums verstanden.


    Neopaganismus (Neuheidentum) meint die Wiederbelebung der alten Religionen in der heutigen Zeit.


    Der Glaube an die unterschiedlichsten Naturreligionen soll gegenwärtig zu den schnellwachsenden spirituellen Bewegungen des Westens gehören. Paganen bezeichnen sich als Menschen, die die alten vorchristlichen Gottheiten ihrer Vorfahren und Länder verehren. Viele Paganen bezeichnen sich als Hexen, Druiden, Schamanen oder Magier.


    Quelle



    Ich hatte mehrere Crashkurse zu diesem Thema, allein dadurch, dass meine beste Freundin diesen Religionskreis einmal angehört hat.

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    Original von Maharet
    Ja, tue ich, und zwar aus ganzem Herzen. Und ich stehe auch dazu, deshalb ist die Frage auch nicht zu persönlich.
    Wobei ich von organisiertem Wicca auch nicht so viel halte, ich bin lieber freie Heidin (Asatru um genau zu sein)


    Okay, das erklärt deine Ignoranz gegenüber wissenschaftlichen Quellen zum Thema "Hexenverfolgung" - Ist nicht persönlich zu nehmen, aber wenn man sich gewisse Paganismus-Foren anschaut, wo die Maxime "Never again the burning Times" wiederholt wird und man immer wieder davon ausgeht, nur Frauen seien Opfer der Hexenverfolgung (Ist dir vielleicht bekannt, dass es diesen Zweig gibt.) bzw. vollkommen überholte Zahlen zu lesen bekommt àla "6 Millionen Frauen wurden verbrannt", dann ist meine Diskussionsbereitschaft äußerst gering.


    Mir liegt es fern deine Religion zu verunglimpfen, aber es macht diese Thematik äußerst schwer diskutierbar ;=)

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    Original von Maharet
    Tu ich doch gar nicht. Ich sagte nur die Zahl kommt mir realistischer vor wie 50000. Ich sagte nichts von einer Quelle...


    Wenn man etwas widerlegen möchte wie z.B. eine DERZEIT feste, wissenschaftliche Zahl, dann gehe ich eigentlich davon aus, dass man sich selbst belesen hat bzw. sich in die Thematik eingelesen hat. Hätte ja sein können, dass du z.B. einen Text hast, den ich nicht kenne ;-)

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    Aaaaaaaber, wenn man sich allein auf diese überlieferten Chroniken stützen muss, und etwas anderes ist ja wohl auch kaum mehr möglich, dann ist schon auch die Gefahr gegeben, dass es grosse Abweichungen geben könnte.....denn viele solcher Chroniken sind im Laufe der Jahre/Jahrhunderte auch verschwunden, aus irgendeinem Grunde eben auch willkürlich verschwunden worden, behaupte ich jetzt einfach mal.....


    Die meisten Chroniken, woher die Informationen und Zahlen kommen, sind Stadtchroniken und ganz besonders Chroniken, die Mönche in größeren Klöstern, wie in Österreich St.Pölten, St. Peter in Holz, Bistümer wie Salzburg und Klagenfurt geführt haben. Es gibt natürlich auch verschwundene Chroniken, keine Frage oder aber auch Chorniken, die eher persönlicher als politisch - sozialer Natur geführt wurden, aber das ist ein kleinerer Teil. Die meisten Zahlen stützen sich auf Stadtchroniken und auch Dorfchroniken, aber auch auf Briefen von Gesandten, kaiserliche Erlässe und auch Prozessakten und in diesem Bereich, vor allem wenn diese von einer Inquisition in einem Bistum abgehalten wurden, ist dort das meiste an Zeugenaussagen usw. sogar noch erhalten.


    Das Mittelalter ist keine so schriftlose Epoche, wie immer dargestellt wird...


    Warum genau die Schweiz sich ähnlich ansiedelt, wie Frankreich z.B., kann ich leider nicht beantworten; ich bin aber schon am recherchieren, weil es mich auch interessiert. :wave


    Joan : Mal ein Link.


    Ich möchte noch einmal sagen: Ich möchte nicht behaupten, dass es nicht vielleicht mehr Opfer geben könnte. Ich möchte auch nicht behaupten, dass historische Quellen immer richtige Aussagen treffen, ABER man sollte sich immer damit vertraut machen, dass Lehrbücher der 70er/80er/sogar noch 90er Jahre des 20. Jahrhunderts von einer extrem utopischen Zahl sprechen, wenn sie 1,5 Millionen weibliche Opfer beklagen. Das würde bedeuten, da die zahl der Männer bei ungefähr 30.000 und die Zahl der Kinder 10.000 liegt, dass es 2 Millionen Opfer gegeben haben muss und das wiederum kann nicht richtig sein, weil man in 70% aller Fälle bei einem Hexenprozess von einem Freispruch oder geringer Kerkerhaft ausgeht, welche die weltlichen Gerichtsakten, die penibel geführt worden sind, wiedergeben.