Beiträge von MaryRead

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    Zitat

    Original von Eli
    Und dass die Geschichte ihren Anfang und zugleich das Ende durch einen einzigen Buchstaben nimmt, hat mir auch sehr gut gefallen.


    Dazu passt übrigens sehr gut, dass auf dem TB-Klappentext bei Emmis Nachname ein Buchstabe fehlt, da steht "Rother" statt "Rothner". Schöner "running gag", aber ich werde das Gefühl nicht los, dass das nicht so geplant war. :lache

    :anbet :anbet :anbet


    Ihr lieben Eulen, die ihr so gerne clever vermarkteten Neu-Erscheinungen am Büchermarkt nachjagt, bitte bitte vergesst darüber nicht, dass es auch vor Internet und Gratisbuchaktionen schon Bücher gab - und dass diejenigen davon, die heute noch ganz leise im Buchladen stehen, manchmal das lohnendere Leseerlebnis bieten können als die laute neue Konkurrenz.


    Die "Stadtgeschichten" von Armistead Maupin sind so ein Fall. Ich empfehle euch alle sechs ursprünglichen Bände. Und wenn ihr die durch habt, dann brauche ich euch den neuen, siebten Band "Michael Tolliver lebt", nicht mehr zu empfehlen, dann rennt ihr schon von selbst in den Buchladen und wollt ihn haben. Und ihr werdet nicht enttäuscht werden.


    Außer vielleicht davon, dass die Schrift relativ groß ist und das Buch somit "kürzer" ist als die Vorgänger. Dadurch, dass Michael als Ich-Erzähler berichtet, sind es außerdem nicht mehr so recht "Stadtgeschichten", sondern es ist die Geschichte von Michael und seiner biologischen und seiner "logischen" (O'Ton Anna Madrigal) Familie.


    Aber trotz seiner Kürze ist es sehr liebevoll gemacht und keineswegs ein rein kommerziell gedachter Nachklapp zu einer erfolgreichen Serie. Die Figuren kommen jederzeit authentisch und glaubwürdig rüber, und der Autor flicht auf sehr kluge Weise Infos über die fehlenden Jahre und die altbekannten Personen ein. Mir war, als träfe ich nach langer Zeit einen alten Bekannten wieder, der mir erzählt, wie es ihm und liebgewonnenen gemeinsamen Bekannten in der Zwischenzeit ergangen ist, und die alte Vertrautheit ist sofort wieder da.


    Das Einzige, was ich nicht unbedingt gebraucht hätte, war

    aber der Sympathiefaktor aller drei Figuren machte auch das ganz gut erträglich. ;-)


    Danke noch mal fürs Draufstupsen, Delphin , das Buch ist inmitten all des Neubuch-Lärms so leise erschienen, dass ich es verpasst hätte, wenn du hier nicht davon erzählt hättest, und da wäre mir wirklich etwas entgangen.

    Zitat

    Original von Babyjane
    @ Mary
    Wie gesagt, mir war es ein bißchen zu wenig Info zur Handlung.


    Kommt auch aufs Buch an, ich weiß nicht, ob es hier so ist... aber ich habe mich gestern (bisher vergeblich) an einer Rezi versucht, bei der ich schon im zweiten Satz hätte anfangen müssen zu spoilern, um nicht zu viel zu verraten.


    Manchmal ist das mit der Inhaltsbeschreibung also auch gar nicht so einfach (und der Klappentext ist ja, wie wir wissen, dann auch nicht immer eine Hilfe, weil er entweder zu viel verrät oder eigentlich gar nicht aufs Buch passts).

    Hm, ich habe von den Büchern noch keins gelesen und daher nur einen verschwommenen Eindruck, aber...


    Nick Hornby, Tom Liehr, Sven Regener? (Leider alles Männer...)
    Daniel Glattauer, "Gut gegen Nordwind" (auch ein Mann...)
    "Extrem laut und unglaublich nah" von Jonathan Safran Foer (noch ein Mann...)


    Komisch, dass mir gerade kein Buch von einer Frau dazu einfällt. :gruebel

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    Original von Babyjane
    Es stört mich mittlerweile ziemlich, wenn der ERSTE Beitrag zu einem Buch NUR aus der Rezi besteht, wenn ich nirgendwo eine klar von der Rezi oder der eigenen Meinung abgetrennte Inhaltsangabe oder gar Angaben zum Autor finde.


    Ich habe gerade mal bei Wikipedia geguckt, was dort unter "Rezension" verstanden wird, und siehe da:


    Zitat

    Als knapp erörternde Inhaltsbeschreibung neben kritischer Bewertung von kulturellen oder wissenschaftlichen Schöpfungen wie Büchern, Filmen, Kunstwerken, Konzerten, Bild- und Tonträgern ...

    Quelle
    Will sagen: Inhaltsangabe ist ohnehin Teil der "Rezi". Bei Rezis wie der von kleinkomma fehlt also nix.

    Ich empfinde die Rezi von keinkomma oberhalb des editierten Textes als komplett (einschließlich Hinweisen zum Inhalt und Autor; ich muss nicht mehr wissen als dass es sein erster Roman ist, sonst gehe ich googeln) und angenehm zu lesen.


    Selbst richte ich mich meistens nach dem vorgegebenen Schema, weil die Rezi dann einfacher zu schreiben ist. Aber die Eulen, die das nicht tun, liefern hier meinem Eindruck nach mindestens so gute Rezis ab wie diejenigen, die das Schema einhalten.


    Und dass jetzt bloß nicht wieder Eulen meinen, sie trauen sich nicht ans Rezischreiben, weil die Ansprüche so hoch sind! Schlecht geschriebene oder unvollständige Rezis begegnen mir hier nur noch sehr selten; ich finde, das Niveau ist richtig gut geworden.


    Klappentext und Autoreninfo wünsche ich mir hier eigentlich nur, wenn ich sie bei Amazon und/oder Wikipedia nicht finde, sonst finde ich sie eher doppelt gemoppelt. Aber wie gesagt - es ist praktisch, wenn man keine eigene Komplettrezi (wie die genannte von keinkomma) zustandebringt.


    Also - BJ, danke für deine Meinung; ich teile sie nicht. ;-)

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    Original von Voltaire
    Vielleicht ist der Text überarbeitungsbedürftig - die Botschaft aber sollte den bei den angeblich so "leseerfahrenen Eulen" schon ankommen, oder? :wave


    Eben nicht, denn die Eulen wissen, dass ein guter Inhalt auch gut verpackt sein muss, um anzukommen, und sie nehmen sich das Recht heraus, schlechte Texte von vornherein zu ignorieren.


    Aber ich vermute, du weißt genau, was ich meine. Mich wundert es eher, dass du einen schlechten Text verteidigst.



    Im Übrigen hat wurmi selbst gezeigt, wie es besser geht: Ihre einfache persönliche Botschaft etwas weiter unten tut dem Thema mit Sicherheit besser als der unsägliche Text aus dem Eingangsbeitrag.

    Voltaire - die Oberflächlichkeit, die sich in schlechten Texten äußert? Hoffentlich doch nicht. Das Thema ist viel zu ernst, um es auf diese Weise zu behandeln; du siehst ja, wie die bisherige Reaktion aussieht. Ein solcher Text, so gut gemeint er auch ist, ist kontraproduktiv. Wer ansprechen will, muss sein Gegenüber im Blick haben. Die meisten Eulen sind leseerfahren und legen Wert auf glaubwürdige Texte. Viele werden den eingestellten Text kaum zu Ende lesen, und so erreicht er kaum sein (wichtiges, keine Frage) Ziel.

    Tja, ich vertrete eine Minderheitenmeinung: Meins wars nicht. :-(


    Die E-Mail-Form hat mir gut gefallen, daran hat es nicht gelegen. Aber es hat mich über weite Strecken einfach nicht interessiert, was in den Mails drinstand. Das war - in Inhalt und Stil - ein privater Austausch zwischen zwei Menschen, die etwas Besonderes am Laufen haben, und mir als Außenstehender gab das nichts. Ich denke zurück an Mailkontakte, die ich selbst hatte und die mir in meinem Alltag ähnlich wichtig waren, da hat sich über die Zeit zum Teil Ähnliches entwickelt, und ein Dritter hätte das nie nachvollziehen können. Also: authentisch mag es gewesen sein, aber ich blieb außen vor.



    Und zum Ende:



    Hm, ich frage mich, warum genau Leo seine Mail-Adresse geändert hat. Zuerst dachte ich, es ist, weil Emmi nun erkannt hat, dass sie ihn tatsächlich liebt, und ihm das angesichts ihrer Familiensituation endgültig zu eng/heiß wird, aber die Mail hat er ja gar nicht mehr bekommen. :gruebel Also hat er wohl, unabhängig von dem geplatzten Abschiedstreffen, seine Ankündigung wahr gemacht, den Kontakt abzubrechen. Und vielleicht geht er eben doch nach Boston, sodass sie bald auch seine Adresse nicht mehr haben wird.


    Jedenfalls fand ich das Ende völlig in Ordnung

    Nur, wie gesagt,


    Ich bin gespannt, was ihr von der Fortsetzung berichtet. Ich werde sie nicht mehr lesen, aber mich würde doch interessieren, ob der Autor es schafft, glaubwürdig an den Schluss anzuknüpfen, ohne dieses Ende des ersten Buchs zu verwässern - was schade wäre.


    Für mich war das ein weiterer Reinfall mit einem österreichischen Autor - ich sollte es endgültig lassen, ich glaube, das erste Positiverlebnis steht noch aus. :rolleyes

    Zitat

    Original von buzzaldrin
    ... ich grade meine ganzen Pfandflaschen zurückgebracht habe und dafür 14,10€ erhalten habe. Da wäre ein Buch jetzt endlich mal wieder drin. :grin


    Vor allem hast du vermutlich endlich wieder Platz dafür, oder? :grin

    Zitat

    Original von Bouquineur


    Ich frag mich immer, warum das Möhrengemüse heißt. Weiß jemand, woher diese Gewohnheit kommt, ein -gemüse hintendran zu hängen?


    Hm, "Möhrengemüse" (oder auch Wirsinggemüse oder Bohnengemüse oder...) ist für mich Eintopf. Wenn man mich z.B. fragt, wie ich die Möhren zubereite, würde ich sagen "Ich koch da Gemüse von." (Wobei ich das nie tun würde, weil ich Möhreneintopf nämlich nicht mag. :grin )