Beiträge von Bücherkäfer

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    Original von Silence81
    Also ich hab schon als Kind die Bücher von "Der kleine Vampir" geliebt.
    Mitte/Ende der Neunziger hab ich dann (in meiner Teenie-Zeit) Anne Rice für mich entdeckt, und auch Bram Stokers "Dracula" verschlungen. Ich fand diese Vampirbücher einfach wunderbar, düster, romantisch usw. und auch die dazu entstandenen Filme schaue ich mir immer wieder an.


    Genau so geht es mir auch. "Der kleine Vampir" war die "Einstiegsdroge". Anne Rice fand ich ebenfalls später ganz unterhaltsam und "Dracula"habe ich verschlungen. Sehr zu empfehlen sind auch viele der Vampir-Geschichten, die beim "Kleinen Vampir" genannt werden. Sie sind in unterschiedlichen Vampir-Anthologien erschienen. Z.B. "Carmilla".


    Diese ganzen neuen Vampir-Liebes-Schnulzen sagen mir hingegen nur selten zu. "Biss" mochte ich anfangs sogar noch ganz gern und auch die "Vampyr"-Bücher von Brigitte Melzer, aber alles , was dann kam war irgendwie zu eindimensional und auch nicht mehr gruselig.

    Nachdem ich einige der positiven Rezis hier im Forum gelesen habe, habe ich mir das Buch sofort gekauft und es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.


    Viel ist den Kommentaren hier eigentlich nicht mehr hinzu zu fügen. Ein tollen Buch, super Grundidee, wunderschönes Cover, aber ein etwas zu offenes Ende.


    Aber eine Frage an alle, die es schon gelesen haben:


    Das war mir am Ende nicht ganz klar.



    Grüße vom,
    Käfer :wave

    Schade, war etwas zu spät. Irgendwie war mein Internet auch noch total langsam und es dauerte ewig, bis er die PM losgeschickt habe.


    Aber die Aktion war ja erfolgreich. Hatte mir schon vor ein paar Wochen die Rezi durchgelesen und war neugierig geworden. Und es ist immer gut, wieder an Bücher erinnert zu werden. Beim nächsten Gang in die Buchhandlung behalte ich den Titel im Kopf, damit ich ihn in der Handtasche hinaustragen kann. :-)

    Ich glaube, es ist schwierig, eine Geschichte zu erzählen, die so neu ist, dass sie in keiner Form jemals erzählt wurde. Natürich solte man darauf achten, dass es nicht auf allen Ebenen Parallelen zu einem anderen Werk gibt.
    Wenn man also eine Geschichte über einen Zauberlehrling schreibt, sollte der vielleicht nicht unbedingt noch auf ein Internat gehen UND bei Onkel und Tante leben UND den bösen Zauberer jagen, der seine Eltern auf dem Gewissen hat.
    Andererseits wäre es jedoch schade, wenn nie wieder ein Buch geschrieben wird, in dem ein jugendlicher Zauberer vorkommt - nur weil alle Autoren Angst haben, Harry zu kopieren.


    Er ist zwar kein Autor, sondern Produzent, aber BUFFY-Macher Joss Wheadon hat mal einen Spruch gebracht, den ich mir gemerkt habe, weil ich ihn hilfreich finde:


    „Alles was ich getan habe, hat schon mal jemand vor mir gemacht. Es geht mehr darum, wie man es zusammen mixt, um es sein eigen zu machen, und wie sehr man sich darum kümmert, wenn es einmal in Bewegung gekommen ist. Wie sehr man sich um das Gelingen jeder einzelnen Episode kümmert. Es ist nicht so, als ob ich das Rad erfunden hätte. Ich habe nur darauf gesessen, während es sich voran bewegt hat.“


    Viele Grüße vom
    Käfer



    :wave

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    Original von Tom


    Grundsätzlich ergänzen sich selbständige oder freiberufliche Tätigkeiten mit der Schriftstellerei sehr gut - vorausgesetzt, man kann darauf hoffen, nach selbstgewählten Auszeiten oder bei sinkendem Verkaufserfolg wieder Aufträge zu bekommen.


    Also ich bin überhaupt erst Autorin geworden, weil ich angefangen habe, freiberuflich zu arbeiten.
    Als ich noch angestellt war, habe ich nebenbei aus Spaß einen Roman geschrieben - abends, nach der Arbeit, an den Wochenenden und in den Ferien. Das ging gut. Folglich konnte ich mir damals gut vorstellen, irgendwann mal ein weiteres Buch zu schreiben ... irgendwann, wie gesagt. Den Job dafür aufgeben?!? Niemals!
    Aber leider werden in meiner Branche nur Zeitverträge vergeben und Freiberufler werden händeringend gesucht. Da habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und beschlossen: Ich werde Texterin. Ca. 50% als Autorin, 25 % als Redakteurin und 25% als PR-Texterin. Manchmal auch 70% Autorin. je nach Auftragslage. Das geht.
    Spaß kann es auch machen. Aber ich vermisse meinen alten Job sehr oft - alleine die Kollegen, den Alltag, die Teamarbeit und das berechenbare Einkommen.


    Letzteres ist übrigens auch noch so ein Punkt: Wer hauptberuflich als Autor tätig werden will, muss sich auf viel Papierkram gefasst machen. Und damit meine ich nicht die Manuskripte!


    Was vorher alles nett vom Arbeitgeber geregelt wurde, hat man nun selbst zu organisieren. :cry
    Da fällt also schon mal der Arbeitgeberanteil weg, man muss die Krankenkasse komplett bezahlen (die teueren Selbständigen-Tarife) und sich um eine Rentenversicherung kümmern.
    Dann sollte man sich überlegen, ob man nicht in die Künstlersozialkasse eintreten sollte. Das ist wieder viel Papierkram und man muss die Kasse davon überzeugen, dass man auch wirklich Autor ist. Sprich: Man sollte ein paar Autorenverträge vorlegen können.


    Und dann macht mal eine Steuererklärung, wenn einer der Ehepartner angestellt ist und der andere arbeitet freiberuflich und schriftstellerisch. Da kann man dann auch schon mal den hier genannten Würfelhusten bekommen ...

    Syddy : Ach, irgendwie war das damals ein tolles Hobby. Zum Beispiel, wenn man in den 6 Wochen Sommerferien überwiegend schlechtes Wetter hatte und viele Freundinnen verreist waren.
    Da habe ich dann manchmal viele Stunden am Stück geschrieben. Das heißt aber nicht, dass das dann auch gut geworden ist. *g* Im Wesentlichen gab es einen jammernden Helden, der unglaublich gut aussah (nach dem Vorbild von Keanu Reeves :grin ). Der ist auf einem ganz süßen Pferd durch eine zauberhafte Welt geritten, um das Böse zu besiegen. Natürlich gab es auch eine schöne junge Frau *augenroll* und einen sprechenden Drachen und eine sprechende Antilope, die eigentlich nichts zum Plot beigetragen hat. Die war eigentlich immer im Weg, wenn es zu Kämpfen kam ...
    Jedenfalls bin ich heilfroh, dass es nie veröffentlicht wurde!
    Dennoch war es richtig, das Buch zu schreiben. Ich habe gelernt, wie es sich anfühlt, einen langen Text zu schreiben. Ich habe gemerkt, welche Fehler man dabei machen kann und welche Probleme auftauchen. Und ich habe gesehen, wie es ist, einen alten Text nach mehreren Jahren erneut kritisch durchzulesen.
    Fazit: Einfach drauflosschreiben. Schreiben, schreiben und noch mehr schreiben. Ach ja: Und die berühmte Geduld üben, die hier schon angesprochen wurde. Dann klappt's vielleicht auch irgendwann mit dem Autorenvertrag *daumendrück*

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    Original von Judith
    Kari, super Geschäftsmodell!! :lache



    Naja, wenn das Geschäftmodell funktioniert erübrigt sich hier der Thread "Kann ich vom Schreiben leben?" :lache


    Aber das mit den bezahlten Rezensionen passt doch sehr in den heutigen Buch-Markt: Er ist groß, unüberschaubar und es werden immer mehr Bücher pro Programm rausgegeben Gleichzeitig sinken die Werbebudgets (vermute ich jetzt mal, ich habe da keine verlässlichen Zahlen) und das Internet ist zu einer Empfehlungsplattform geworden, die auch eifrig genutzt wird.
    Aber nicht nur das Internet läuft in diese Richtung. Es ist z.B. bei manchen Zeitungen üblich, nur dann Rezensionen zu schreiben, wenn die Verlage dann auch eine (teure) Anzeige schalten. Das finde ich genauso schlimm. Wenn nicht schlimmer, da ich Printmedien irgendwie gerne eine höhere Seriosität zuschreiben möchte, als den Internetplattformen.


    Zitat

    Original von Judith
    Habe ich dir erzählt, dass ich im Flugzeug neben dem Vertriebsleiter von KOSMOS gesessen bin und mich beklagt habe über die massenhaften Fehler bei ??? und !!!-Büchern?


    Zufälle gibt es!!! Und? Was hat er geantwortet?!?
    Wünsche dir auch ein schönes Wochenende! ... und allen anderen Büchereulen hier auch!

    Erst einmal finde ich es super, dass dir das Schreiben so viel Spaß macht! Lass dich da auf keinen Fall entmutigen und schreibe weiter!


    Ich selbst habe mit 13 ein Fantasy-Roman geschrieben. Lange Zeit habe ich überlegt, ob ich ihn einschicken soll, oder nicht. Letztendlich habe ich mich nicht getraut.
    Das war aber nicht schlimm. Wenn ich das Buch jetzt lese merke ich, dass es sicherlich für mein Alter gut war, dass ich mich aber im Schreiben weiterentwickelt habe.
    Das geht vielen von meinen schreibenden Freunden so. Einige haben etwas veröffentlicht und können mittlerweile Erfolge verbuchen. Das erste eigene Manuskript ist aber bei keinem der Hit - oder überhaupt ein Buch - geworden. Es liegt ungedruckt in der Schublade.


    Was ich sagen will ist, dass es sich lohnt Geduld zu haben und nicht aufzugeben. Letztendlich ist Geduld einfach etwas, was man mehr oder weniger hart lernen muss, was sich in der Branche jedoch auszeichnet!

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    Dichterdämon: @ Leserättin: Die Idee hatte wir anfangs schon mal. Vielleicht sollten wir uns mit ein paar Büchereulen zusammen tun und eine eigene Seite gestalten, auf der wir Rezis gegen Geld anbieten.


    *lach* Jahaaaa... :rofl Und dann mit der Staffelung:


    # Schlechte Rezension: 50 Euro
    # Mittelmäßige Renezion: 70 Euro
    # Gute Rezension 100 Euro
    # Sehr gute Rezension: 150 Euro


    Spezialangebot: Die besondere Rezension in der Ihr Buch als Skandal etabliert wird, als ganz besonderer Kult oder auf Wunsch auch als "noch nie dagewesene literarische Überraschung".
    Und das für nur 200 Euro!


    Zusätzlich bieten wir dann noch für 10 Euro den Download eines Rezensionsgenerators an. Einfach den Titel eingeben, auf der Skala einen Richtwert auswählen. Stichworte zum Plot eingeben und auf "Rezension schreiben" klicken. Da kommt Freude auf!


    :fiesesgrinsen


    So, ich hoffe, das nimmt jetzt niemand ernst!


    Judith : Ich bin immer froh, wenn ich das Cover vorher sehen kann. Das ist für die Verlage ja keine Verpflichtung. Die zweite Druckfahne fordere ich allerdings immer an. Das ist einfach wichtig, da noch einmal reinzuschauen.

    Zitat

    Original von Dichterdämon
    Das hatte ich gerade in einem anderen Thread geschrieben:
    Wenn der Klappentext nicht passt, sollte man ihn als Autor ablehnen. Wozu gibt es denn eine Druckfahne vor der Veröffentlichung?


    Kann den anderen Thread gerade nicht ausmachen, daher schreibe ich hier etwas dazu, auch wenn es leicht OT ist. Also ich arbeite für verschiedene Verlage und habe noch nie einen Klappentext (den sogenannten U4-Text) mit der Druckfahne erhalten. Auch Werbetexte kann ich nicht beeinflussen.


    Einer guten Bekannten von mir ist es übrigens sogar passiert, dass im Klappentext etwas stand, was im Buch gar nicht vorkam. Tja, vielleicht war das ja der berühmt-berüchtigte Praktikant ... (Wobei sich diese ja eigentlich erfahrungsgemäß mehr anstrengen, um beruflich noch etwas zu bewegen.)


    Das mit den bezahlten Rezensionen haut mich übrigens ziemlich um! Heftige Geschäftsidee! Und dann noch so viel Geld!
    Da warte ich dann lieber auch die Meinungen von echten Lesern.

    Oh, schon so viele Antworten! *freu*


    Wenn man als Autor seine Bücher bewirbt, sollte man schon ein Impressum mit einer ladefähigen Adresse angeben.
    Da kann einem z.B. die folgende Internetseite mit dem Impressums Generator helfen.


    Eigentlich spricht wirklich nichts dagegen, seine Adresse im Internet anzugeben, wenn man auch im Telefonbuch steht. Aber es ist doch irgendwie ein komisches Gefühl.


    Viele Grüße,
    Käfer :wave

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    Eine Dreiviertel-Stelle geht auch. Die lässt mir sogar noch Zeit fürs Büchereulenforum.
    Nur die Ordnung in der Wohnung leidet manchmal ein bisschen.



    *rofl* :grin Das kenne ich! Wenn ich kurz vor dem Abgabetermin eines Buches stehe, verstaubt der Staubsauger in der Ecke ...

    Hallo liebe Büchereulen-Autoren,



    wenn ich eure Beiträge lese, freue ich mich immer, wenn ihr auf eure Homepages verlinkt. Es macht Spaß, sich die Seiten anzugucken und sich durch die Infos zu euren Büchern zu klicken.


    Generell finde ich es super, dass viele Autoren mittlerweile eigene Internetseiten haben, die unabhängig vom Verlag sind. Ich selbst habe noch keine, da ich unschlüssig bin, ob ich so etwas möchte oder nicht. Beschäftigen tue ich mich nun aber schon ziemlich lange mit dem Thema. Daher auch die Idee, mal ein "Eulen-Thema" dazu zu eröffnen.


    Gerne würde ich in diesem Bereich einen Erfahrungsaustausch in Sachen "Internetseiten" anregen. Zum Beispiel, wie ihr mit dem Impressum umgeht. Mittlerweile muss man dort ja eine echte Postadresse angeben. Auch würde ich es mal interessant finden, was euch an den Seiten anderer Autoren gefällt/ abschreckt und ob es besonders lustige/ merkwürdige/ komisch anmutende/ geniale Seiten gibt, die man gesehen haben sollte.



    Viele Grüße,
    Käfer :wave

    Generell schließe ich mich dem an, was hier gesagt wurde. Allerdings muss man hinzufügen, dass "davon leben" ja auch unterschiedlich interpretiert werden kann. Der eine Autor muss davon eine mehrköpfige Familie unterhalten, ein Haus abbezahlen und die Kosten eines Autos und anderer Annehmlichkeiten decken. Dieser Mensch muss sicherlich etwas zwischen 40.000 und 60.000 Euro im Jahr verdienen. Das kann man sich als "Ottonormalautor" sicherlich abschreiben. Ein anderer Autor wiederum ist vielleicht Single und lebt in einer kleinen Wohnung. Wenn er genügsam ist, reichen vielleicht auch 12.000 Euro Brutto im Jahr. Und die kann man mit 3-4 erfolgreichen (das ist natürlich Voraussetzung) Büchern mit Vorschussverträgen und guten Konditionen durchaus erwirtschaften.


    Ich würde jedoch gar nicht nur vom kreativen Schreiben leben wollen. Wenn ich täglich an einem Roman arbeiten müsste, um die Miete bezahlen zu können, würde es mir wohl nicht mehr gefallen.
    Daher arbeite ich zusätzlich als freie Texterin und Redakteurin. Das bietet etwas Abwechslung und bringt ebenfalls Geld ein. Da es sich dabei auch um "Schreibende Tätigkeiten" handelt kann ich sagen, dass ich vom Schreiben leben kann.


    Allgemein würde ich aber jedem Neuautor raten, die Stelle zu behalten. Zum Einen kann es sein, dass einem das hauptberufliche Schreiben irgendwann nicht mehr gefällt und zum Anderen ist es auch einfach eine Frage der Inspiration und der Abwechslung. Ideal ist natürlich eine halbe Stelle, die einem viel Zeit zum Schreiben lässt.


    Viele Grüße,
    Käfer

    *lach* Ich glaube, mein Mann findet es nur schwierig, wenn ich in der absoluten "Jetzt tauche ich ab, um mein Buch fertig zu bekommen"-Phase stecke. Glasige Augen, starrer Blick und einsilbige Antworten - klar, ich bin dann ja auch gerade in Rocky Beach und plane als Täter einen riesigen Coup und als Detektiv gleich noch die Auflösung ;-)
    Freue mich, dass es nicht nur mir so geht!

    Also ich könnte den Beitrag von keinkomma jetzt einfach kopieren und auch für mich einsetzen - bis auf die Kinder und die Terrasse. Die habe ich nämlich nicht. Ersetzt man Terrasse durch Balkon, kommt es meiner Situation aber schon wieder ziemlich nahe. Auch das mit dem Laptop, dem Gassi-gehen und der Nervosität bei außerhäusigen Aktitivtäten ...