Beiträge von Firesong

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    Die Story:


    Kalifornien Anfang des 20. Jahrhunderts. In einem Krankenhaus in LA trifft ein kleines rumänisches Mädchen auf einen verletzten Stuntman, der wahrscheinlich nie wieder laufen können wird. Er beginnt, ihr eine Geschichte zu erzählen, die sich in großartigen Bildern in ihrer Fantasie entfaltet und sich immer wieder verändert. Doch die Motive des Mannes sind eigennützig - er benutzt das Kind zunächst für seine eigenen Ziele. Langsam entspinnt sich jedoch eine zarte Freundschaft zwischen den beiden ...


    Der indische Regisseur und Werbefilmer Tarsem (The Cell) hat mit diesem Film einen Traum verwirklicht, er hat ihn auch selbst finanziert.
    In der Hauptrolle "Pushing Daisies"- Darsteller Lee Pace


    Meine Meinung:


    Tolle Schauspieler, ein Fest für die Augen, ein echtes kleines Juwel. Das kleine Mädchen spielt so authentisch und unprätentiös, man ist sofort in sie verliebt. Lee Pace (damals noch ziemlich jung) gibt den lebensmüden, depressiven Stuntman mit einer bewegenden Intensität. Ein klein wenig ist der Film in seine opulenten Bilder verliebt, aber trotzdem kommt das Menschliche nicht zu kurz.
    Wir haben diesen Film auf Blu-Ray gesehen, und erst danach erfahren, dass er jetzt doch in die Kinos kommt. Auf der Disc sind ziemlich interessante Dokus zur Entstehung des Films drauf. So hat der Regisseur darauf bestanden, dass die Darstellerin des kleinen Mädchens wirklich glaubt, Lee Pace wäre gelähmt. Auch die Filmcrew dachte das ziemlich lange. Tarsem ist ein Künstler, der aber auch ein bisschen besessen erscheint und für die Verwirklichung seiner Vision auch nicht gerade zimperlich war.


    Es lohnt sich, den Film auf Englisch zu sehen, da die Kleine in der Geschichte wie auch in echt nur wenig Englisch konnte, was sehr zum Flair ihrer Darstellung beiträgt. Ich weiß nicht, ob sie dem Kind im Deutschen auch so etwas mitgegeben haben.

    Ich glaube, was auch noch gar nicht erwähnt wurde, ist, dass Tantiemen meist erst ausgezahlt werden, wenn sich das sogenannte Garantiehonorar (eine Art Vorschuss) damit verrechnet hat. So gibt es viele Bücher, für die der Autor eigentlich nie Tantiemen bekommt, weil die Verkaufzahlen nie so hoch steigen, dass die Garantiesumme wieder eingespielt wird.
    Auch wenn Leser oft und manchmal zu Recht über die Publikums-Verlage fluchen - Büchermachen ist ein vergleichsweise teures Geschäft mit verhältnismäßig geringen Gewinnmargen. Gerade in Zeiten der großen Buchhandelsketten, die oft hohe Rabatte durchdrücken können, ist der Gewinn am Einzeltitel recht überschaubar. Deshalb helfen eben auch nur die großen Mengen. Und je größer ein Verlag, desto höher auch die allgemeinen Kosten, die jeder einzelne Titel mittragen muss. Die Putzfrau will auch bezahlt sein ;-).

    Für mich ist der Röhrig-Titel "Ein Sturm wird kommen von Mitternacht" auch einer der tollsten Titel, ohne dass ich das Buch jetzt kenne. Der ist poetisch, erzeugt sofort eine epische Stimmung. Die Titeländerung im Taschenbuch fand ich extrem traurig, aber da ging es halt um die Zielgruppe. Wenn sich das HC gut verkauft hätte, wäre der Titel sicher geblieben.
    Man hängte sich lieber an den Frauenboom im historischen Bereich dran und das nicht ganz unberechtigt. Leider haben sich die unzähligen "innen" ja auch zum Teil wirklich gut verkauft. Ob das dem Röhrig geholfen hat, weiß man natürlich nicht.

    Man sah Stephenie ziemlich deutlich von vorne und die Kellnerin nannte sie auch "Stephenie".


    Aber ich guck mir auch lieber Robert Pattinson an ;-). Bin mal gespannt, ob sie seine "screentime" im zweiten Film dem Buch entsprechend machen.

    Ich ging mit sehr niedrigen Erwartungen in den Film und muss sagen, ich bin ganz positiv überrascht. Allerdings bin ich auch kein besonderer Fan der Bücher, hab die ersten beiden gelesen und fand sie ganz unterhaltsam, aber mehr auch nicht.
    Daher mag ich den Film eigentlich fast lieber als das Buch, da ich Pattinson wirklich schmackofatz finde *g*. Der bringt schon einiges an Prickeln rüber und sie haben genau die richtige Mischung aus gefährlich, gequält und cool gefunden. Manchmal ein bisschen Overacting, aber naja, er ist ja auch "larger than life"


    Als Film an sich (Regie, Dramaturgie, etc) ist der Streifen zwar eher schwach, aber der Schmachtfaktor reißt es ganz gut raus für mich. Das Make-Up der Vampire fand ich zum Teil auch etwas too much. In manchen Cullen-Szenen schlitterten sie ziemlich knapp an der Lächerlichkeit entlang, Coolness und Gequältheit kann auch schnell ins Komische abrutschen, haben aber gerade so die Kurve noch gekriegt. Vor allem im zweiten Teil wurden die Cullens dann zunehmen cooler.


    Bella fand ich ziemlich schlecht, allerdings finde ich sie auch im Buch eher schwach. Von daher war die Umsetzung schon okay. Sie ist einfach kein Charakter, den ich besonders toll finde. In meinen Augen dient sie sowohl im Buch als auch im Film nur als Projektionsfläche für Edward und definiert sich allein durch ihre Hingabe zu Edward (und vielleicht zu ihren Eltern).


    Das Glitzern war in der Tat sehr dezent, aber ich fand's okay, man muss es ja nicht übertreiben. Man sah es auch dann besser, als sie später auf der Wiese waren.


    Der Cameo-Auftritt von S. Meyer war nicht so doll gelungen, aber naja, man kanns verstehen ;-).


    Wegen der schlechten Synchro werde ich mir den Film nur noch auf Englisch ansehen, aber vielleicht warte ich, bis der als DVD oder auf Premiere kommt.

    Das mit Mercedes Lackeys Namen habe ich jetzt nicht kapiert ... wo war da der Witz?


    Ich finde es aber erstaunlich, dass diese Autorin es nach so vielen Jahren mal wieder nach Deutschland geschafft hat. Ich hab nie verstanden, warum sie in den USA so erfolgreich war und in Deutschland keinen Fuss gefasst hat. Ich war Mitte der 90er ein Die-hard-Lackey-Fan. Heute wäre sie mir wahrscheinlich zu kitschig, aber einige ihrer Valdemar-Bücher habe ich in schöner Erinnerung.

    Das ist in der Tat schwach. Natürlich würden auch wir in Geldnot einiges tun, um zu überleben, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass von all den Tantiemen von MZB nix übriggeblieben ist .... obwohl natürlich in den USA jemand nicht Festangestelltes seine Krankenrechnungen oder Versicherungen selber zahlen muss. Und sie war glaub schon eine Weile herzkrank. Naja, man weiß es nicht, ist ja alles nur Spekulation.

    Da ist natürlich immer Geld im Spiel. Verlage machen ihre Bücher ja nicht aus reiner Menschengüte. Und auch die meisten Autoren verdienen nicht so viel Geld, dass sie einen Auftrag ablehen würden. Wenn sowas nicht gekauft würde, würde es nicht gemacht. Ich finde es auch doof, wenn diese Taktik bis ins Schmerzhafte ausgereizt wird.


    Allerdings muss man auch sagen, dass MZB ja auch nicht durchgehend Top-Qualität geliefert hat. Manche ihrer Bücher sind durchaus mittelmäßig bis schlecht.

    Da es ja schon immer professionelle "Fanfiction"-Anthologien zu Darkover gab, finde ich es gar nicht so schlimm, sowas wieder zu machen. Allerdings ist MZB nicht mehr da, die die Storys überwachen kann.


    Ich glaub ich bin hier echt die Einzige, die die Trilogie um Margarida Alton gern gelesen hat ;-). Allerdings ist das schon zu lange her, um sagen zu könne, wie ich sie jetzt fände.


    Apropos, hat eigentlich jemand einen Tipp für eine gute Science Fiction im Stil von Darkover oder (falls das jemand kennt) den Jaran-Büchern von Kate Elliott? Also SciFi, wo es weniger um die Technologie geht sondern um Culture Clash.

    Wenn das gelingt, ist es ein wahrhaft gut geschriebenes Buch. Das ist aber selten. Gute Antihelden sind natürlich etwas faszinierendes.


    Aber normalerweise identifiziert man sich in einem Thriller oder Horrorbuch ja mit dem Ermittler/Helden, der sich gegen das Böse zur Wehr setzen muss.


    Gerade unterhaltende Frauenbücher funktionieren ja zu einem großen Teil mit Identifikation, und da fällt ja Betsy auch drunter.


    Ich lese auch eigentlich keine harten Thriller oder Horror mehr, da krieg ich zuviel Schiss :grin. Früher hab ich da viel mehr verkraftet.

    Mit dem Alter hat das glaub nichts zu tun, eher mit der Identifikationsmöglichkeit. Ich fand Band 1 sehr unterhaltsam, aber Betsy war mir einen Tick zu sehr wie die typischen ChickLit-Girlies, die einen Schuhtick haben und irgendwie flatterhaft sind. Selbst in einem witzigen Roman möchte ich mich irgendwie identifizieren können. Und auch wenn ich gern mal neue Schuhe kaufe oder mir ne schicke Klamotte anschaffe, nimmt das doch keinen so großen Teil in meinem Leben ein.


    Die Cover finde ich allerdings klasse. Kitschig ist für mich was anderes, da bin ich ziemlich schmerzfrei ;-)

    Natürlich wollte ich nicht sagen, dass alle Biss-Leserinnen hysterische Teenager sind. Auch nicht, dass alle Teenager hysterisch sind. Aber die gibt es halt.


    Ich lese Biss auch, und finde es nett, aber nicht berauschend. Was ich sagen wollte, ist, dass diese Klientel eine Obession mitbringen kann, die dafür sorgt, dass alles gekauft wird, was zum Thema auf den Markt kommt. Ich hab mir auch früher oft genug Schauspielerbiographien oder massenhaft Zeitschriften gekauft, nur weil nette Bilder von einem angehimmelten Star draufwaren. Been there, done that, wie man so schön sagt. Ich würde darüber auch nicht so gerne lästern, wenn ich nicht selbst genau wüsste, wie es ist, wenn die Hormone mit einem durchgehen.

    Tja, wenn man einmal den Nerv von weiblichen Teenagern getroffen hat, dann ist das wie eine Naturgewalt. Das Geld, das dabei rausspringt, hätte ich auch gern. Es gibt nichts Rabiateres als hormongesteuerte Mädchen und Frauen. Immer noch besser, es geht um Bücher als um irgendwelche bescheuerten geklonten Popstars, die ihre eigene "Musik" kaum noch hören können vor lauter Kreischen.


    Das soll niemanden schlecht machen. Ich kenne diese Abgründe der weiblichen Seele zur Genüge, auch wenn ich von mir sagen kann, niemals jemanden angekreischt oder irgendwie sonst irgendwie fangirlish belästigt zu haben. Und meistens sind's bei mir Schauspieler ;).

    Autorinnen wie Gena Showalter oder Nalini Singh schreiben ja auch Nackenbeißer, nur halt keine historischen. Die Grenzen verschwimmen einfach etwas, weil die Fantasy romantischer und die Romance fantastischer wurden. Und es wurde höchste Zeit, dass die paranormalen Liebesromane mal etwas bessere Cover bekommen. Die Hauptsignale sind ja immer noch da, nur halt anders. Weniger kitschig sind die Cover ja nicht, nur moderner. Und auf den meisten modernen Nackenbeißern ist soviel nackte Haut drauf, dass man eigentlich kaum denken kann, dass man einen literarischen Roman vor sich hat *g*.

    Frauen schreiben in diesen Genres (oft) einfühlsamer, aber *g*, sie modeln auch meistens die Männer so hin, wie wir Frauen sie gerne hätten. Die Männer beschreiben die Kerle sicher oft realistischer, aber halt nicht immer so, wie wir sie gern hätten.


    Heitz im Speziellen törnt mich irgendwie ab, aber ich muss auch nicht immer die Romantikladung haben und lese gern mal was anderes. Hauptsache die Charaktere sind gut geschrieben.


    Twilight hat übrigens am Startwochenende in den USA James Bond vom Platz 1 der Kinocharts verdrängt.

    Ich finde auch, dass die Vampire inzwischen unter Urban Fantasy einsortiert gehören. Die Horror-Vampire sind ja geradezu eine Randgruppe geworden, die man relativ leicht davon trennen kann.
    Wenn da mal nicht so viele kommen, halte ich das auch eher für einen Segen. Die Masse machts leider in dem Fall nicht.


    Diese billigen Neuauflagen, die erwähnt wurden, sind übrigens einfach eine weitere Verwertungsform für ein Buch. Die werden oft in Packages als zeitlich begrenzte Aktion gemacht, daher sehen sie wohl auch so gleich aus. Sieht man manchmal in so Displays im Buchladen.


    Jennifer Rardin muss ich jetzt auch endlich mal weiterlesen, hänge immer noch irgendwo im zweiten Band rum, weil ich mich zwischendurch von dem großartigen "Der Name des Windes" habe ablenken lassen.