Beiträge von Sunshine

    Was geschah mit Mia?


    Estelle ist überfordert mit ihrer kleinen Tochter Mia. Mia ist ein Schreikind und Estelle hetzt von Arzt zu Arzt um die Ursache für das Schreien ihrer Tochter zu ergründen. Die Ärzte sagen ihr, Mia habe Koliken und das würde sich mit der Zeit geben.
    Estelles Mann Jack ist selten zuhause und aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten lässt er Estelle in ein Etagenhaus ziehen, dass gerade noch renoviert wird.


    Eines Tages ist Mia spurlos verschwunden und Estelle kann sich nicht erklären warum und wieso. Drei Tage später hat Estelle einen schweren Unfall, der eine Amnesie bei ihr auslöst.


    Das Buch ist aus der Sicht von Estelle geschrieben und als Leser ist man am Anfang wie die Protagonistin hin- und hergerissen – was nur ist mit Mia passiert?
    Teilweise verhält sich Estelle recht unglaubwürdig, sodass die Polizei sich sicher ist, sie habe ihr Kind getötet und lässt Estelle in eine Anstalt einweisen.


    Der dortige Psychiater beginnt mit Estelle die Vergangenheit aufzuarbeiten und ihr Unterbewusstsein zu beeinflussen, sodass Erinnerungsbruchstücke an die Oberfläche gelangen können.
    Nach und nach kann sich Estelle an alles erinnern.


    Das Estelle unter dem Schreikind leidet, kann ich als Leser nachvollziehen, doch nach und nach war ich doch ziemlich genervt von Estelle. Manches Verhalten der Mutter konnte ich beim besten Willen nicht nachvollziehen und sie blieb mir immer recht unsympathisch.
    Der Ehemann Jack bleibt sehr blass, eigentlich weiß man recht wenig über ihn. Allgemein besitzen die Protagonisten zu wenig Substanz.


    Zwischendurch wurde der Plot auch etwas langweilig, erst ab dem Moment, wo sich Estelle zu erinnern beginnt, nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf.
    Die Auflösung fand ich ziemlich zweifelhaft, sie war auch bei weitem nicht so anschaulich beschrieben wie die Anfangsszenen. Hier hätte ich mir doch mehr Details gewünscht. Und auch hier fand ich das Verhalten von Estelle nicht nachvollziehbar, leider kann ich nicht näher darauf eingehen, sonst würde ich zu viel verraten.


    Fazit: Kein echter Thriller, dafür ist der Plot zu langatmig, es kommt auch wenig Spannung auf. Ich würde das Ganze eher als einen mäßig spannenden psychologischen Roman bezeichnen.

    Geiger ist ein Spezialist, er foltert Menschen und er hat die Fähigkeit diesen so manche Geheimnisse zu entlocken. Doch er hat Prinzipien, er foltert keine Menschen mit Herzproblemen, alte Menschen und Kinder.
    Eines Tages erscheint der Klient Mr. Hall und bringt Geiger den Jungen Ezra. Er soll aus ihm herausbekommen, wo sein Vater steckt, dieser hätte ein wertvolles Gemälde gestohlen.
    Doch Geiger foltert keine Kinder und das bekommt Hall schmerzhaft zu spüren. Geiger flieht mit dem Jungen und bemerkt bald, dass jemand Mächtiges hinter dem Jungen her ist, geht es wirklich nur um ein Gemälde?



    Meine Meinung:
    Ich muss als erstes sagen, ich hätte mich beinahe nicht für diese Leserunde bei Lübbe beworben, da mir das Cover nicht gefiel, habe mich dann um entschieden und es absolut nicht bereut! Da bewahrheitet sich mal wieder, dass man ein Buch nicht nach dem Cover beurteilen soll.


    Geiger ist ein Einzelgänger, nicht einmal sein Partner Harry weiß, wo Geiger eigentlich wohnt. Er kommt aus dem Nichts, er kann sich an seine Vergangenheit nicht erinnern. Immer wieder wird er von einem Traum verfolgt, der fast immer in einer gewaltigen Migräne endet. Er sucht den Psychiater G. auf, der ihm dabei helfen soll, diesen Traum zu bewältigen, allerdings verrät er dem Mann nicht, um was es wirklich geht. Das alles macht Geiger unheimlich interessant und man möchte mehr über diesen introvertierten Mann erfahren.
    Woher hat er seine Kenntnisse Menschen zu foltern, fast ohne ihnen körperlichen Schmerz zuzufügen?


    Am Anfang erfährt man viel von Geiger, wobei seine Vergangenheit jedoch immer im Dunkeln bleibt. Mit der Zeit findet man Geiger sehr sympathisch, vor allem weil er seinen Kodex hat und fast ohne physische Gewalt foltert. Auch Harry, seine schizophrene Schwester Lily und der Psychiater G. sind mir sehr sympathisch und sogar Hall hat nicht nur negative Eigenschaften.
    Etwa ab der Hälfte des Buches nimmt die Action zu und man fiebert mit den Gejagten mit und rätselt um was es eigentlich genau geht. Erst da erfährt man mehr über Geigers Vorleben, wobei immer noch einiges offen bleibt.


    Das Ende ist jedoch nicht ganz zufriedenstellend, da es noch etliche offene Fragen gibt. Manche Personen, von denen man sich mehr Aufschluss erwartet hat, fallen einfach aus der Geschichte heraus, als wären sie nur statistisches Beiwerk, ob diese in der geplanten Fortsetzung noch eine Rolle spielen werden bleibt abzuwarten. Sicher erfährt man mehr über Geigers Vergangenheit und ich bin schon sehr gespannt darauf!


    Ich vergeben 9 von 10 Punkten.

    [list=1]
    [*]Closer von Donn Cortez (2008)
    [*]Der Duft der Kaffeeblüte von Ana Veloso (2007)
    [*]Grimm von Christoph Marzi (2010)
    [*]Herbst - Beginn von David Moody (2007)
    [*]Das Hotel im Moor von Deborah Crombie (2007)
    [*]Komm stirb mit mir von Elena Forbes (2008)
    [*]Der Lotusgarten von Linda Holeman (2009)
    [*]Das Mädchen im Fluss von Carolyn Haines (2010)
    [*]Der Toten tiefes Schweigen von Susan Hill (2010)
    [*]Wer die Toten stört von Carolyn Haines (2002)
    [*]Zeit der Eisblüten von Kitty Sewell (2008)
    [*]Hexenkind von Sabine Thiesler (2007)
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    Zitat

    Original von Minusch


    „Ruf der Dämmerung“ erschien im Oktober 2011 als Taschenbuch, allerdings steht ein neuer Autorenname drauf: Sarah Lark. Die Erklärung hierzu ist ganz einfach: Die deutsche Autorin Christiane Gohl hat das Buch "Ruf der Dämmerung" 2009 beim Boje Verlag unter dem Autorenpseudonym Riana O'Donnell veröffentlicht. Da aber seit letztem Sommer der Boje Verlag zu Bastei Lübbe gehört und die Autorin dort bereits mit ihrem Pseudonym Sarah Lark äußerst erfolgreich schreibt, hat der neue Verlag entschieden, Riana O'Donnell als Pseudonym aufzugeben und das Buch unter Sarah Lark zu veröffentlichen."


    LG Minusch ;-)


    Mit einem bekannten Namen drauf, lässt sich sicher der Umsatz ankurbeln...

    1. Was liest Du gerade?
    Angsthauch von Julia Crouch


    2. Welches Buch hat Dich zuletzt stark beeindruckt?
    Forbidden von Tabitha Suzuma


    3. Sammelst Du irgendetwas?
    Bücher, Cherished Teddies


    4. Schreibst Du Widmungen in Bücher?
    Nein


    5. Schreibst Du Deinen Namen in Deine Bücher?
    Nein


    6. Welches Buch hast Du doppelt?
    keins


    7. Von wem würdest Du Dir gern was vorlesen lassen
    Ich höre Hörbücher ;) Nina Petri, Hansi Jochmann, Ranja Bonalana


    8. Sitzt Du im Kino lieber am Rand oder in der Mitte?
    Mitte


    9. Welche ist Deine liebste Romanfigur?
    Katniss (Tribute von Panem)


    10. Nach welchem System ordnest Du Deine Bücher daheim?
    Nach Hardcover, Taschenbuch - Größe


    11. Lesen: vor dem ins Bett gehen oder nach dem Aufstehen?
    Nachmittags und abends


    12. Welches Buch würdest Du Deinem größten Feind schenken?
    Keins


    13. Hardcover oder Paperback?
    Beides


    14. Zeitung aus Papier oder im Netz?
    auch beides


    15. Von welchem Buch bist Du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden?
    Angelique


    16. Deine liebste Literaturverfilmung?
    Stolz und Vorurteil


    17. Tägliche oder wöchentliche Pflichtlektüre?
    keine


    18. Bevorzugte Urlaubslektüre?
    alles, was ich sonst auch lese (hauptsächlich Krimis)


    19. Bester Romantitel ever?
    da gibt es auch mehrere...


    20. Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben?
    muss jeder selbst entscheiden

    Die Fortsetzung von Bücherreihen meiner Lieblingsautoren kaufe ich immer, egal wie die Rezis dazu ausfallen.


    Ansonsten lasse ich mich oft von den Covern beeinflußen (ja ich weiß, die sind eigentlich nicht für den Inhalt verantwortlich...), der Inhaltsangabe der Bücher und natürlich auch von den Rezis.

    Nicht wirklich ein Krimi


    Die erfolgreiche Autorin Sophie Winter zieht in ein heruntergekommenes Haus in dem kleinen hessischen Dorf Roda. Sie hat einen Roman über die damaligen Vorkommnisse geschrieben: Vor 40 Jahren wurde dort eine zugezogene Hippie-Gemeinschaft, die der freien Liebe frönte, gemobbt und eine der Frauen verschwand spurlos. Die Fru wurde niemals gefunden. Jetzt verschwindet Luca, ein kleiner Junge, kann dieser Fall etwas mit den damaligen Ereignissen zu tun haben? Und warum weiß Sophie Winter so viel über damals?


    Meine Meinung:
    Das war mein erstes Hörbuch von Anne Chaplet, die Story ist mäßig spannend, aber schön erzählt von Andrea Sawatzki. Von Paul Bremer erfährt man wenig, dafür umso mehr von dem Polizisten Jo DeLange, der bei der Verfilmung des Buches behilflich sein soll. Seine Geschichte ist noch die interessanteste in dem ganzen Plot, und wenn diese nicht mit eingeflochten worden wäre, wäre es sicher ein wesentlich kürzeres Hörbuch geworden.
    Luca’s Geschichte hat nicht richtig in den Krimi gepasst und war somit eigentlich unnötig.
    Sophies zunehmende Demenz finde ich realistisch und gut beschrieben.
    Die Geschehnisse von damals werden nach und nach enthüllt, so bleibt die Geschichte interessant, das Ende ist jedoch schon vorgegeben, sodass der Schluss keine Überraschung mehr parat hält.


    Fazit:
    Mäßig spannender Krimi, der mich nicht vollends überzeugt hat.