Beiträge von Kati Naumann

    Über das Schild habe ich mich auch amüsiert. Ich hatte es für mich so interpretiert, dass es sich an die Besatzung richtet, die Kleider zu ordnen, bevor man Passagierdecks betritt, um bei den zahlenden Gästen stets einen guten und gepflegten Eindruck zu hinterlassen. :gruebel


    Wie die Passagiere aussehen, ist doch wurscht. Die zahlen für ihre Passage und gut ist. Denen muss man nicht sagen, dass sie ordentlich aussehen sollen. :lache

    Das Schild für die Kleiderordnung gilt für die Besatzung bei der Sächsisch-Böhmischen Dampfschiffahrt. Dort herrschte Zucht und Ordnung und bevor ein Maschinist den Maschinenraum verließ und Passagieren begegnete, musste er seine Uniform überprüfen, ob da auch alles absolut korrekt saß.

    Kati Naumanns Antwort auf meine Fragen, die ich im Anmeldethread bereits stellte und hier nun, der Übersichtlichkeit zuliebe, wiederholte, hat sich überschnitten. Daher füge ich ihre Antwort hier ein:

    Vielen Dank für die schnelle Antwort und die Verlinkung. Ich sehe schon, es gibt sehr viel zu entdecken. Dass das Schiff nun vor Helgoland liegt, dies hatte ich noch nicht im Netz entdeckt.

    Es gibt ein Schiffsradar, dort kann man die Postion jedes Schiffes ansehen:

    https://schiffsradar.org/ms-astoria/

    Fragen für die Leserunde:

    Ob wohl das Schiff seit fünf Jahren mit Möbeln/ Geschirr/ Besteck/ Bett- und Tischwäscheetc. in Rotterdam steht?

    Wird ein Schiff auch bei Namenswechseln getauft?


    Das Schiff lag zum Zeitpunkt meiner Recherche im Walhafen von Rotterdam. Jetzt liegt es irgendwo vor Helgoland. Und ja, es ist alles noch dort. Hier sind ein paar Leute eingestiegen und haben sich dabei gefilmt, da könnt ihr alles sehen:


    Beim Namenswechsel gibt es dann eine Umbenennungszeremonie. Die Schiffstaufe ist schon durch den damit zusammenhängenden Stapellauf für jedes Schiff einmalig.

    Für die Einstimmung möchte ich euch gern einen Blick in meine Recherchebücher zeigen. Die Recherchen liegen natürlich immer vor dem eigentlichen Schreiben eines Romans mit historischem Bezug. Die Herausforderung bei dieser Art von Büchern ist, dass sie von einer Zeit erzählen, deren Zeugen noch leben. Das bedeutet, ich muss besonders sorgfältig arbeiten, um niemanden zu verletzen und ich möchte natürlich, dass möglichst viele Menschen ihre eigenen Erinnerungen darin wiederfinden.

    Die Recherche zu diesem Roman war meine bisher aufwändigste. Ich habe zwei Handlungsorte, Rostock(Warnemünde/Reutershagen und Kötzschenbroda/Radebeul, und erzähle Teile deren Ortsgeschichte. Ich habe zwei Schiffe als Handlunsgorte, mit deren Decksplänen, Aufbauten/Umbauten und Technik ich mich befasst habe. Außerdem gibt es auf einem Schiff unglaublich viele Berufe. Die Seeleute und Besatzungsmitglieder, die ich befragen wollte, lebten im ganzen Land verstreut. Deshalb brauchte ich diesmal also 3 volle Recherchebücher.

    Auf den Bildern seht ihr ein paar Impressionen von der Uferstraße in Kötzschenbroda, die Restauration Dampfschiff (Dort habe ich auf der Terrasse bei Rhabarberkuchen die Eingangsszene geschrieben) und die Dampferanlegestelle, an der ich direkt einige Szenen geschrieben habe.

    Ein herzliches Hallo in die Leserunde! Ich freue mich sehr, dass ihr Lust auf meinen neuen Roman "Fernwehland" habt und begleite euch dabei sehr gern. Ich habe gesehen, dass ihr euch schon fleißig aufs Thema gestürzt habt und stelle euch zu den jeweiligen Abschnitten noch ein paar Bilder und Informationen ein, falls ihr Lust auf mehr habt.

    Und hier gibt es einen Beitrag zur Buchpremiere, da seht ihr das Schiff, um das sich der Roman dreht, einmal in Aktion: https://www.mdr.de/video/mdr-videos/a/video-895402.html

    Ich freue mich auf den Austausch mit euch und schicke herzliche Grüße in die Runde.