Beiträge von rolfi

    Berührende Romanbiographie

    Das kunstvoll gestaltete Buchcover zeigt ein ländliches Liebespaar und ist ein absoluter Eyecatcher. Mit ihrer Erzähltechnik schafft es Barbara Leciejewski sehr geschickt, dass man das Buch kaum aus der Hand nehmen kann, weil man unbedingt wissen möchte, wie es mit Lina und später als sie ihr uneheliches Kind Charlotte zur Welt bringt, wie es mit den beiden weitergeht.

    Ich fand die Geschichte besonders spannend und faszinierend, da es sich bei Lina um die Uroma von der Autorin handelt. Die Struktur des Buches hat mir auch sehr gut gefallen. Die Atmosphäre der Kaiserzeit wurde sehr gut eingefangen. Auch die Rückständigkeit der Dorfbewohner im Gegensatz zu den Städter hat die Autorin sehr gut beschrieben. Ich fand die Geschichte mit dem Auto, das durch Mühlbach gefahren ist, sehr lustig.

    Fazit:

    Mir hat der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil von Barbara Leciejewski sehr gefallen und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen.

    Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen und vergebe 5 von 5 Eulen

    Wurde ihre dunkle Schuld zum Verhängnis?

    Inspektor Carl Bruns arbeitet seit Ende des Zweiten Weltkriegs wieder in seinem Beruf und im Jahr 1948 muss er sich um einen tödlichen Fenstersturz kümmern. Als dann ihr Sohn, ein flüchtiger Massenmörder in Essen entdeckt wird und dann noch weitere, verstümmelte Tote entdeckt werden, fragt sich Carl, ob ein Zusammenhang zwischen diesen Fällen besteht. Gleichzeitig muss er seine Liebe, die Witwe Anne, beschützen. Es werden die politische Ereignisse während dieser Zeit geschickt in die Handlungen eingeflochten.

    Der Roman ist sehr gut strukturiert. Anhand der Kapitelüberschriften hat man ein gutes Zeitgefühl für die erzählte Handlung. Es werden dabei längere Kapitel noch zusätzlich weiter unterteilt, so dass diese sehr gut lesbar sind.

    Carl und auch die Familie um Anne werden als sympathische Personen dargestellt. So kümmern sich Carl und Anne um ihre Mitmenschen. Ich fand, dass alle vorgestellten Figuren authentisch sind. Eva Völler beschreibt sehr facettenreich die Bevölkerungsschichten. Während die einen scheinbar spielerisch mit der neuen Situation zurecht kommen und sich finanziell alles leisten können, kämpfen die anderen um ihre Existenz und um das nackte Überleben.

    Aufgrund des flüssigen Schreibstils von Eva Völler zieht einen das Buch gleich in den Bann. Sie schafft es einen sehr guten Kriminalroman zu schreiben und den Spannungsbogen bis zum Ende des Buches zu halten. Ich war von ihrem Schreibstil begeistert und ich denke, dass dieser Roman sicherlich viele Leser findet.

    Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle Leser, die sich für die deutsche Nachkriegszeit interessieren.

    Halle an der Saale zu Beginn des 20. Jahrhunderts

    Diese fiktive Geschichte über die real existierende Schokoladenfabrik David & Söhne in Halle umfasst die Jahre 1905 bis 1923. Der Chocolatier Julius Mendel heiratet aus Pflichtgefühl die älteste Tochter Cici David, obwohl er Ida, eine Salzwirkerin, liebt. Auch Cici geht aus Berechnung die Ehe ein, denn sie liebt Julius auch nicht, sondern ist von dem gutaussehenden Major Richard von Harden fasziniert, der sie ebenfalls begehrt, jedoch nicht reich ist.

    Das wunderschöne Buchcover sowie der interessante Buchtitel lässt einen zu dem Buch greifen. Mir gefällt der Schreibstil von Amelia Martin prinzipiell sehr und ich habe auch das Buch innerhalb weniger Tage gelesen. Bei dem Handlungsstrang um Bertholts Schicksal blieben noch viele Fragen offen, was ich sehr schade fand. Meiner Meinung nach hätte die Autorin entweder diesen Handlungsstrang ausführlicher entwickeln sollen oder sie hätte diesen Handlungsstrang einfach weglassen können. Das Verhalten der Protagonisten Julius und Cici konnte ich leider auch nicht immer nachvollziehen. Auch hier hätte die Autorin das entsprechende Verhalten besser herausarbeiten können.

    Ich kann dieses Buch jedoch als Urlaubslektüre empfehlen, da ich es gerne gelesen habe.

    (4 Eulen von 5 Eulen)

    Spannender Krimi im historischen Wien 1895

    Die Bücher von Oliver Pötzsch sind ein Garant für spannende Unterhaltung und tolle Aufbereitung von historisch interessanten Themen. Wie gewohnt ist der Schreibstil flüssig zu lesen. Ich habe alle drei Bücher von der neuen Totengräber-Reihe mit Begeisterung gelesen.

    In diesem Buch, das im Jahr 1895 spielt, geht es um Gespenster und Spiritismus. Nachdem der jüdische Professor Lichtenstein die Betrügerei bei einer Séance aufdeckte, wird er kurze Zeit später in der Gruft des Stephansdoms ermordet aufgefunden. Leopold von Herzfeldt, der ebenfalls ein Jude ist, soll diesen Fall lösen. Es kommen jedoch noch weitere Morde hinzu, die augenscheinlich mit dem ersten zusammenhängen. Zur Seite steht ihm wieder Totengräber Rothmayer und seine Freundin Julia. Als der Waisenjunge Jossi schwerverletzt bei Augustin Rothmayer und Anna auftaucht und vor deren Augen stirbt, bitten sie Leo den Mörder von Jossi zu finden. Dieser Fall hängt jedoch eng mit dem Verschwinden eines reichen Jungen zusammen, den sein direkter Vorgesetzter, Paul Leinkirchner, der ein besonders hartnäckiger Antisemit ist, aufklären muss.

    Die durchweg sympathischen Charaktere der Hauptprotagonisten machen es einem sehr einfach in die Geschichte zu versinken und die spannenden Fälle sowie der Schreibstil tun ihr übriges, um dieses Buch in ein absolutes Lesehighlight und einen tollen Pageturner zu verwandeln.

    Hinzu kommt noch, dass das Buch einen historischen Stadtplan von Wien enthält und dass im Nachwort erläutert wird, welche Personen auf historische Tatsachen beruhen und welche Handlungen der Autor erfunden hat.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass auch dieses Buch ein Bestseller wird. Klare Kaufempfehlung für Leser, die gerne historische Krimis lesen. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.

    Hier wird alles zum Thema Müll kindgerecht erklärt

    Typisch für diese Reihe, von der ich immer wieder aufs Neue hingerissen bin, werden immer wieder sehr interessante Themen angesprochen und auch die darin enthaltenen Illustrationen sind kunstvoll und doch einfach dargestellt und gefallen mir wieder sehr gut. In diesem Band geht es um das wichtige Thema Müll, beginnend mit der Entstehung und endend mit deren Recycling. Ich finde es gut, wenn sich die Kleinen schon so früh auch mit der hier angesprochenen Müllvermeidung auseinandersetzen.

    Die Erläuterungen zu den einzelnen Themen wie zum Beispiel wie man Papier sparen kann, sind einfach gehalten und für die Junioren leicht verständlich. Neben diesen Erläuterungen gibt es kindgerechte Vorschläge wie man zum Beispiel aus einem alten T-Shirt einen Stoff-Beutel machen kann.

    Bei diesem Buch ist alles stabil und solide verarbeitet. Die zahlreichen Klappen können problemlos mit dem Fingernagel geöffnet werden.

    Fazit:

    Das Buch eignet sich super als Geschenk für vier- bis siebenjährige Kinder und sollte auch aufgrund des Materials langlebig sein.

    Eine Hexe wird rehabilitiert

    Diese fiktionale Erzählung beinhaltet die Geschichte der real existierenden Abelke Bleken, die im 16. Jahrhundert in Ochsenwerder als Hexe verbrannt wurde. Der zweite Handlungsstrang erzählt die Geschichte der 46 jährigen Britta, die mit ihrer Familie erst vor ein paar Monaten nach Ochsenwerder gezogen ist. Bei einem ihrer langen Spaziergänge entdeckt sie im Neubaugebiet von Ochsenwerder den Abelke-Bleken-Ring sowie die Information über Abelke Bleken. Sie betreibt im Internet Nachforschungen und stellt immer mehr Parallelen zu ihrem eigenen Leben her.

    Das Thema klingt sehr spannend und mir hat die Umsetzung durch die Autorin Jarka Kubova sehr gefallen. Ich war von Anfang an von der Geschichte gefesselt. Mir hat der flüssige Schreibstil und die ständigen Zeitenwechsel zwischen dem 16. Jahrhundert und der Gegenwart gefallen. Die einzelnen Kapitel hatten auch eine angenehme Länge.

    Im Nachwort gibt es noch einige sehr interessante Informationen. Meiner Meinung nach hätte die Gender-Sprache aber nicht sein müssen.

    Fazit:

    Dieses Buch kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen.

    Die Garbo: von Schweden nach Hollywood (5 von 5 Eulen)

    Als ich den Buchtitel las, musste ich sofort an die klassischen Hollywood-Filme mit Greta Garbo denken. Ich wusste bevor ich dieses Buch gelesen habe, nichts über ihr Privatleben, daher fand ich die Informationen, die ich darüber erhielt, sehr interessant. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen, da der Schreibstil von Kristina Lüding sehr gefällig ist. Die Seiten fliegen nur so dahin. Mir hat die Struktur des Buches auch sehr gut gefallen.

    Ihr Mentor Mauritz Stiller, der schauspielerisch alles aus Greta holt, nimmt sie mit nach Amerika. Während er in Hollywood aufgrund seiner aufbrausenden Art keinen Erfolg hat, wird Greta ein Superstar. Die berühmte Pola Negri gibt Greta einige wichtigen Tipps, die diese beherzt. „Wenn Du möchtest, dass man dich bemerkt, musst du dafür sorgen. Nichts geschieht hier (in Hollywood) von allein“. Greta kämpft auch finanziell und so wird sie zur bestbezahlten Schauspielerin in Hollywood.

    Sie wusste schon früh, dass sie nicht heiraten wird. Ihr Privatleben wird von der Autorin sehr empathisch beschrieben. Sie deuten in diesem Buch nur an, welche Art von Freundschaft Greta zu Salka und Mercedes hat.

    Ich spreche eine Kauf- und Leseempfehlung für Leser aus, die sich für das wahre Leben der Greta Garbo interessieren.

    Ernst II Leitz: Es wird riskiert

    Da ich von der Autorin bereits einen Roman gelesen habe, war ich gespannt, was sich hinter dem Buchtitel „ Das Licht im Rücken“ verbirgt. Der Klappentext hat mich auf das Buch neugierig gemacht. Der Satz von Ernst II „Es wird riskiert“ läutet das Zeitalter der Leica ein und löst die alleinige Produktion der weltbekannten Mikroskope ab. Während des dritten Reiches bestimmten dann die Nazis, dass statt dessen Waffen produziert werden.

    Mich hat das ganze Buch bis zum Schluss beeindruckt. Es gibt zwei Erzählstränge, die miteinander verwoben werden. Zum einen die Geschichte der Familie Leitz und damit eng verbunden die Firma bzw. die Mitarbeiter der Firma und zum anderen die fiktive Geschichte der Familie Gabriel, die als Juden unter den Nazis zu leiden haben und ihrerseits versuchen diese Zeit irgendwie zu überleben.

    Mir haben die vielen historischen Photos, die im Anhang auch beschrieben sind, sehr gut gefallen. Das gilt auch für das sehr ausführliche Personenregister. Besonders gut hat mir die Erläuterung zu den fiktiven Personen gefallen, die ein Konglomerat aus mehreren Personen waren.

    Sandra Lüpkes schafft es mal wieder einen beeindruckenden Roman zu schreiben, den ich auch den historisch interessierten Leser empfehlen kann, die sich nicht so sehr für Photographie interessieren.

    Spannendes Katzenabenteuer für Kinder

    Das Buchcover ist ein Eyecatcher und macht neugierig auch den Klappentext zu lesen.

    Dieses Buch ist für Kinder ab 9 Jahren geeignet. Mein Neffe und ich finden es mit 240 Seiten überhaupt nicht zu dick. Er hat es innerhalb weniger Tage gelesen. Dies lag nicht nur an den vielen Zeichnungen (teilweise sogar relativ groß), die eine dargestellte Situation erläutern und den Text entsprechend aufgelockert, sondern auch an dem gefälligen Schreibstil der Autorin. Die optische Aufmachung gefällt uns auch sehr gut.

    Inhalt:

    Bereits bei der Ausbildung von Cosmo zum Tiergefährten fällt auf, dass er anderes als die anderen Tiere ist. Mister Moon, ein Trainer meint sogar, dass er verflucht sei. Auch das Zaubermädchen Aywa fällt mit ihrer Zauberei aus dem Rahmen, da die Zaubersprüche nicht so wirken, wie sie eigentlich sollten. Wie es sich aber herausstellt, hat die Spiegelkugel die richtige Wahl getroffen, als sie Cosmo und Aywa zusammenbringt. Als diese gestohlen wird und damit ganz Wickfield bedroht ist, wollen die beiden diese wiederfinden und sie wachsen zu einem „Dreamteam“ zusammen.

    Fazit:

    Mein Neffe und ich sind von diesem ideenreichen Buch total begeistert. Von uns also eine klare Lese- und Kaufempfehlung (nicht nur) für junge Katzenfreunde.

    Ideenreiches Wimmelbuch

    Das kunstvolle Buchcover macht neugierig, das Wimmelbuch in die Hand zu nehmen. Die Geschichten um Asterix und seinem Freund Obelix kennen wir aus der Kindheit. Nun werden die bekannten Szenen der Asterix-Reihe aufgegriffen, wie die typische Prügelei um die (stinkenden) Fische. Es ist gar nicht so einfach, alle zu suchenden Figuren/Gegenstände auf Anhieb zu finden. Auch der typische Ausklang eines jeden Asterix-Hefts, der traditionelle Festschmaus, klingt auch in diesem Wimmelbuch aus. Falls man mal eine Figur nicht entdeckt hat, so kann man ganz hinten in der Auflösung nachschauen. Als ich dieses Wimmelbuch meinem Neffe geschenkt habe, war dieser ebenfalls sofort von den Bildern begeistert und wollte gleich mit mir alle Seiten anschauen und die Figuren suchen. Zusammen hatten wir einen vergnüglichen Nachmittag verbracht und haben letztendlich alle Figuren auf jeder Seite gefunden.

    Fazit:

    Eine tolle Geschenksidee und wir empfehlen dieses Wimmelbuch uneingeschränkt weiter.

    Österreichische Jüdin wird ein Hollywood-Star

    Der ungewöhnliche Buchtitel, die geheimnissvolle Frau auf dem Buchcover und vor allem der Klappentext hat mich veranlasst, auch das Buch zu lesen. Der gefällige Schreibstil von Marie Benedict habe ich bereits in ihrem Buch „Mrs Agatha Christie“ kennen gelernt. Auch dieses Buch besticht vor allem durch seinen Schreibstil und den ersten Teil der Geschichte.

    Die interessante Lebensgeschichte um die (jüdische) Schauspielerin Hedy Lamarr gefällt mir ganz gut. Leider werden viele Teile ihres Lebens nur angerissen. Mich hätte interessiert, ob sich das Verhältnis zwischen Hedy und ihrer Mutter in Amerika verbessert. Hedys Liebhaber werden auch nur am Rande erwähnt. Anscheinend waren die Beziehungen so uninteressant, dass es sich nicht einmal lohnt zu schreiben, wie Hedy mit diesen Männern zusammenkommt.

    Marie Benedict schafft es einen guten Roman zu schreiben. Da der Klappentext bereits verrät, dass sie eine Idee hatte, wie sie dem Land hätte helfen können die Nazis zu bekämpfen..wenn ihr nur jemand zugehört hätte, ist dem Leser bewusst, dass ihre Erfindung, die sie zusammen mit George Antheil gemacht hat, damals abgelehnt wurde. Das Buch besticht weniger durch den Spannungsbogen als durch die Erzähltechnik.

    Ich spreche eine Kauf- und Leseempfehlung für Leser aus, die sich für Hedy Lamarr interessieren.

    Bewertung: 4 von 5 Eulen

    Wo leben die Tiere der Welt- für Junioren einfach erklärt

    Das Buchcover und die im Buch enthaltenen Illustrationen, die zwar einfach, aber doch detailgetreu gehalten sind, gefallen mir sehr gut.

    Inhalt:

    Die Erläuterungen zu den einzelnen Themen wie zum Beispiel welche Tiere im Regenwald leben, sind einfach gehalten und für die Junioren leicht verständlich. Neben diesen Erläuterungen gibt es im kindgerechten Text Fragen, die die (kleinen) Betrachter animieren sollen, auf der Doppelseite die passende Lösung zu finden. Das Suchspiel auf der hinteren Innenseite hat mir auch sehr gut gefallen.

    Material des Buches:

    Bei diesem Buch ist alles stabil und solide verarbeitet. Die zahlreichen Klappen kann man als Erwachsener problemlos mit dem Fingernagel öffnen.

    Fazit:

    Das Buch eignet sich super als Geschenk für zwei- bis vierjährige Kinder und sollte auch aufgrund des Materials langlebig sein.

    Ein gelungener Auftakt der historischen Trilogie von Marion Kummerow

    Vor allem das Buchcover und der Buchtitel haben mich auf das ebook neugierig gemacht. Man springt sofort in die Geschichte und wünscht sich, dass die Jüdin Margarete, die sich als die Tochter ihres rücksichtslosen Arbeitgebers, Herrn Huber, ausgibt, die Nazi-Zeit heil übersteht.

    Hubers Sohn, Wilhelm, der in Paris sein Leben genießt, scheint mir ein typischer Mitläufer zu sein, der die Gunst der Stunde nutzen will, als er seine falsche Schwester trifft. Er hat einerseits die Ideologie der Nazis verinnerlich, andererseits erkennt er jedoch, je länger er mit Margarete zusammenlebt, dass sie eine liebenswerte attraktive junge Frau ist, in die er sich letztendlich verliebt. Ich fand Reiner Huber, Wilhelms älterer Bruder und rechte Hand von Heydrich, von Anfang an unsympathisch, da er – auch seiner Ehefrau gegenüber - menschenverachtend agiert.

    Ich finde, dass Marion Kummerow einen tollen Schreibstil hat und ihr der Auftakt dieser Trilogie gelungen ist.

    Klaus-Peter Wolf: Ostfriesengier

    Ostfriesenkrimi Band 17

    Das Buchcover zeigt die Zwillingsmühlen von Greetsiel, so dass man als Leser sofort weiß, dass dieser beliebte Urlaubsort was mit dem Fall zu tun hat. Die Bücher von Klaus-Peter Wolf sind im Allgemeinen aufgrund seines flüssig zu lesenden Schreibstil ein Garant für spannende Unterhaltung mit Schmunzeleffekt und sehr viel Lokalkolorit. Ich habe in der Vergangenheit bereits einige der Ostfriesenkrimis gelesen, daher kenne ich im Groben die Eigenschaften der altbekannten Hauptprotagonisten, die ich sympathisch und authentisch finde. Die lockeren Sprüche von Rupert sind legendär, die Jagd nach schönen Frauen aber auch. Ich konnte mit der neuen Polizeichefin Elisabeth Schwarz jedoch nicht warm werden und die Szenen mit der Schachspielerei fand ich eher langweilig und schließlich auch etwas nervig.

    In dem 17. Fall von Ann Kathrin Klaasen geht es um den Mord an Dirk Klatt und um das Verschwinden einer jungen Mutter, die als Bedienung im Café Ten Cate angestellt ist. Hinzu kommen dann noch weitere Morde. Ich hatte mich beim Lesen immer wieder gefragt, wie diese beiden Fälle wohl zusamenhängen. Die Antwort will ich jetzt nicht verraten.

    Fazit:

    Kaufempfehlung für echte Ostfriesenkrimi-Fans.

    Eine Familie verschwindet spurlos

    Das wunderschöne Buchcover lässt einen zu dem Buch greifen. Der Klappentext klingt auch sehr interessant. Es geht um eine wahre Geschichte der Familie Kuhn, die sich während der Nazizeit trennt. Während die Eltern sich entschieden haben, das Land aus politischen Gründen zu verlassen und nach Frankreich zu Bekannten zu ziehen, soll Sohn Albert in Göttingen studieren und Tochter Adele weiterhin in einer Flugzeugfabrik in Kassel arbeiten. Da in dieser Zeit die Häuser von Auswanderern beschlagnahmt und versteigert wurden, wird die Villa Kuhn zum Schein verkauft. Jahrzente später tauchen Briefe eines Richard, die an Adele Kuhn adressiert wurden, wieder auf. Das Thema klingt sehr spannend und mir hat die Umsetzung durch die Autorin Mechtild Borrmann sehr gefallen. Ich war von Anfang an von der Geschichte gefesselt. Mir hat der flüssige Schreibstil und die ständigen Zeitenwechsel zwischen der Nazizeit und der Gegenwart (Jahr 2000) gefallen. Die einzelnen Kapitel waren auch angenehm kurz.

    Fazit:

    Dieses Buch kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen.

    Erschütternde Lebensgeschichte der Banatschwäbin Anna

    Das kunstvoll gezeichnete Buchcover zeigt die Verabschiedungsszene von Anna, die im Vordergrund von ihrer Großmutter liebevoll im Arm genommen wird während im Hintergrund Amalie, Annas Mutter, von den Soldaten zum Kohlebergwerk nach Sibirien deportiert wird. Abwechselnd wird das brutale Schicksal von Amalie seit der Zwangsdeportation durch die Russen (sowie im Rückblick ihre eigene Kindheit) und das ebenfalls unmenschliche Leben von Anna, deren Großmutter nicht von der Seite weicht und ihr somit einen menschlichen Halt gibt, jeweils in der Ich-Form erzählt. Mit dieser Erzähltechnik schafft es Hera Lind sehr geschickt, dass man das Buch kaum weglegen kann, weil man unbedingt wissen möchte, wie es mit Anna, Amalie und Großeltern weitergeht. Ich finde es eine tolle Idee, einen Auszug aus dem Goldenen Tagebuch von Anni Eckhard im Klappentext innen hinten zu veröffentlichen.

    Fazit:

    Mir hat der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil von Hera Lind, die sich dieser Geschichte angenommen hat, sehr gefallen und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen, auch wenn es inhaltlich „schwer zu verdauen“ war.

    Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

    Walt Disney's Hommage an Antoine de Saint-Exupéry

    Als ich das wunderschöne Buchcover mit dem Buchtitel sah, habe ich mich in meine Jugendzeit zurückversetzt gefühlt, als ich den kleinen Prinz von Antoine de Saint-Exupéry gelesen hatte. Ich finde es hoch interessant, mal hinter den Kulissen sehen zu können. Normalerweise bekommt man nur das Endprodukt zu lesen. Auch die Info wie von einer Idee dann letztendlich ein Buch entsteht, finde ich eine spannende Sache. Das Ganze in eine Rahmengeschichte mit dem Jungen und seiner Mutter einzubinden, finde ich originell. Mir haben die liebevoll gezeichnteten Bilder und die Texte dieser Rahmengeschichte sehr gut gefallen. Der Hauptfokus der Geschichte dreht sich um den kleinen Mäuseprinz, der mit dem Piloten Goofy mehrere Planeten besucht und durch den Kontakt mit den Bewohnern, den Leser zum Nachdenken anregen soll. Auf einem Planeten treffen sie Daisy Duck. Ihr ist es furchbar wichtig, was andere über sie denken und mit „Gefällt mir“ kommentieren, Erst als sie sich von diesen lösen kann, kann sie mit anderen den Sonnenuntergang genießen.

    Das Buch ist aufgrund des kartonierten Einbands robust. Ich denke, dass man mit dem Kauf keinen Fehler macht und kann diesen Comic weiterempfehlen.

    Historischer Krimi in Baden-Baden im Jahr 1922

    Das wunderschöne Buchcover lässt einen zu dem Buch greifen. Der Klappentext klingt sehr interessant, so dass ich auch das Buch gekauft habe. In letzter Zeit gab es einige Bücher über die goldenen 1920-er Jahre, die meistens in Berlin spielten. Diesen Krimi in Baden-Baden anzusiedeln finde ich eine super Idee. Das Thema klingt sehr interessant und mir hat die Umsetzung durch die Autorin Charlotte Blum sehr gefallen.

    Die Privatermittlerin Alma ist das Fräulein vom Amt, die zufällig die Nachricht des Mörders hört, wo die Tote zu finden ist. Der sympathische Kommissaranwärter Ludwig Schiller, nimmt ihre Information ernst und im Laufe der Zeit kommen die beiden sich immer näher. Diese Selbstverständlichkeit fand ich für einen historischen Roman (1922) sehr ungewöhnlich.

    Mir hat prinzipiell der flüssige Schreibstil gefallen. Für einen historischen Roman war mir die Ausdrucksweise der handelnden Protagonistinnen manchmal zu modern. So ist es eher als Kriminalroman anzusehen, der einen gut unterhält.

    Fazit:

    Dieses Buch kann ich Leser empfehlen, die gerne Krimis lesen und sich für Baden-Baden interessieren.

    Die wagemutige Lisa Fittko

    Die Geschichte beginnt gleich spannend mit der heimlichen Übergabe von Dokumenten der Jüdin Lisa an einen Amerikaner in Berlin, da die Nazis inzwischen die Macht ergriffen haben. Rasant geht es dann ab Kapitel 1 im Jahr 1940 weiter. Lisa, die inzwischen nach Frankreich geflohen ist, befindet sich seit dem Einmarsch der Nazis in Frankreich im Internierungslager Gurs.Ich finde die Geschichte sehr fesselnd und der Schreibstil von Caroline Bernard hat mich fast durchgehend überzeugt.

    Das Buchcover passt zum Inhalt des Buches. Auf den ersten Blick sieht es passend zur Zeit aus, wie der flüssige Schreibstil der Autorin Caroline Bernard. Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch, dass die Frau mit dem Rad nicht die Wagemutige sein kann, wie so einige grammatikalische und inhaltliche Patzer sowie Schreibfehler. Dies hat mich doch etwas enttäuscht. Ich hätte mir auch eine kurze Personen-Liste der aufgeführten Persönlichkeiten mit den Lebensdaten und Sterbeort gewünscht. Toll fand ich die historische Karte von Frankreich.

    Starker Auftakt der Südtirol – Saga

    Das Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut. Man sieht von hinten eine junge Frau, die auf einem nach rechts führenden Weg läuft und im Hintergrund ein kleines Dorf mit Kirche vor den Bergen Südtirols.

    Die Geschichte um die Familie Bruggmoser, die auf einem Einhof in der Nähe von Meran lebt, spielt in der spannungsgeladenen Zeit zwischen den Jahren 1925 und 1928. Aufgrund des verlorenen ersten Weltkrieg gehört Südtirol nun zu Italien und die Amtsprache ist italienisch und es ist verboten die deutsche Sprache zu sprechen. Dieses Verbot wird von der Obrigkeit immer rigoroser umgesetzt und die Bevölkerung wird immer mehr schikaniert.

    Mich hat das Buch von Anfang an aufgrund des flüssigen Schreibstils von Anna Thaler gepackt. Ich fand es toll, dass am Anfang ein ausführliches Personenverzeichnis gab, so dass man problemlos die Protagonisten zuordnen konnte.

    Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle historisch interessierten Südtirol-Fans.