Rasante Verfolgungsjagd um den Burgunderschatz
Das Buchcover hat mich direkt angesprochen und da mich Augsburg, die Fugger-Stadt, interessiert, war ich auf diesen Roman gespannt.
Die Basler Ratsherren bieten den seit der verlorenen Schlacht von Karl dem Kühnen verschwundenen Burgunderschatz den reichen Augsburger Kaufleuten Fugger, Welser und Höchstetter zum Kauf an. Der vorsichtige und weitsichtig denkende Jakob Fugger beauftragt seinen vertrauenswürdigen Boten Herwart diesen Burgunderschatz in seinem Namen in Basel zu kaufen. Hierbei soll ihn die Bettlerin Afra begleiten. Es entwickelt sich eine rasante, scheinbar nicht enden wollende Verfolgungsjagd mit einem für mich überraschenden Ende.
Der Schreibstil ist einfach und meist flüssig zu lesen. Die bildhafte Sprache gefällt mir sehr gut. Die Buchstruktur mit den kurzen Kapitellängen und den erläuternden Überschriften fand ich sehr professionell. So wusste ich immer an welchem Ort sich die Protagonisten gerade befanden. Ich fand das Personenverzeichnis zu Beginn des Buches sehr hilfreich. Auch das Glossar mit Erläuterungen sowie das Nachwort mit der Information, was an der Geschichte real war und was der Fantasie des Autors entsprungen ist, haben mir sehr gut gefallen.
Leider fehlt im Buch ein historischer Stadtplan von Augsburg, so dass ich die Laufwege von Afra (erst nach sehr intensiver Internetrecherche) grob nachvollziehen konnte. Diese Laufwege gedanklich mitzugehen erhöht meinen Lesespaß, der mir hier jedoch oft schwer fiel und so meinen Lesefluss (als die Handlungen in Augsburg spielten) anfänglich gehemmt hatte. Es gab auch noch ein paar kleinere (unwesentliche) Widersprüche in den Beschreibungen. Daher habe ich insgesamt einen Punkt abgezogen.
Fazit:
Ich kann den rasanten historischen Roman den Augsburgern empfehlen, die gerne Geschichten über die Familie Fugger lesen.