Beiträge von Maarten

    "Der Aufenthalt im öffentlichen wie im privaten Raum ist begrenzt auf die Angehörigen des eigenen Hausstands und eines weiteren Hausstands, jedoch in jedem Fall auf maximal 10 Personen." (https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/)


    Ob das rechtlich gesehen auch im privaten Raum beschränkt werden kann, und ob das sanktioniert wird, weiß ich nicht. Ich halte mich so oder so daran, weil ich es als wichtig erachte.

    Ich habe es gerade nachgeschlagen:
    Es wird in Bayern tatsächlich im privaten und öffentlichen Raum diesbezüglich gleich sanktioniert.
    Und mir wird mal wieder sehr bewusst, dass Bayern einen viel zu großen Einfluss auf die bundesdeutsche Politik hat.

    Krass!

    Hoffentlich bleibt Söder dabei, dass er kein Kanzlerkandidat werden will... ;-)

    Und bezüglich der Regulierung im privaten Raum: Zumindest (hier) in Bayern ist es doch auch im privaten Raum offiziell limitiert.

    Bayern ist natürlich immer schon etwas anders als der Rest.
    Aber auch in Bayern ist der Privatraum durch die Verfassung geschützt, auch dort darf die Polizei die Wohnung nicht betreten und meines Wissens gibt es auch dort keine Sanktion bei einem Verstoss im Privatraum und meines Wissens auch keine Vorschrift zum Verhalten im Privatraum.

    Wer sich bis jetzt an keine Empfehlung hält, der wird sich in Zukunft auch nicht daran halten. Einiges funktioniert offensichtlich "nur mit Druck" sprich mit Gesetzen. Wobei das "im privaten" Bereich nur sehr schwer umzusetzen ist. Es wird alles so bleiben, ausser mann macht es wie in Österreich.

    Wer den Empfehlungen im privaten Bereich nicht folgt, wird sich nicht plötzlich besser verhalten, wenn aus der Empfehlung eine nicht kontrollierte Vorschrift wird.
    Und in eine private Wohnung eindringen um nachzuschauen, ob da gerade mehr als 1 Haushalt unterwegs ist? In Deutschland?

    Ich kann mir keine Virusinfektion vorstellen, die in Deutschland mit dem jetzigen politischen System dazu führen kann.

    Und warum ich zu Hause mehr Personen sehen darf als draußen, leuchtet mir aus Ansteckungssicht nach wie vor nicht ein. Mal egal, ob als Empfehlung oder Vorschrift.

    Die Empfehlung derzeit ist jeden unnötigen Kontakt zu vermeiden. Egal wo.
    Im öffentlichen Raum kann man das zum Teil regulieren, im privaten ist das nahezu undenkbar.

    bisher ist es eine Empfehlung , nur weil Frau Merkel und Herr Söder sich nicht durchsetzen konnten ;-)

    Nee, das glaube ich nicht.

    Der private Raum ist ein sehr sensibles Thema und wird das auch bleiben.
    Im privaten Bereich werden ausschließlich Empfehlungen ausgesprochen. Das war auch bereits beim strengeren Lockdown im Frühjahr so und ich glaube auch nicht, dass sich das ändern wird.

    Außerdem gibt's ja noch genug andere Schalter, die vorher noch gedrückt werden können. Wie z.B. Schulen/Kitas wieder schließen (und das wird auch viel eher Thema gewesen sein).

    Heute in der Zeitung:
    Bei der 'Querdenker'-Demo bei uns ist ein Demonstrant kollabiert und musste behandelt werden.
    Er hatte sich einen Eimer mit einem kleinen Sichtfensterchen auf den Kopf gesetzt und litt entsprechend unter Sauerstoffmangel...

    Ich möchte auch keine Ausgangssperre, weder ab 20 Uhr noch ganztägig, aber offensichtlich ist der Ernst der Lage noch nicht bei allen angekommen.

    Wir haben die Situation, dass alles was Spaß macht, unterbleiben soll, alles was Pflicht ist, hingegen möglichst ungehindert stattfinden soll. Insbesondere das Festhalten an der Öffnung der Schulen in Kombination mit den etwas hilflos wirkenden Konzepten, sehe ich als schwierig an (zumindest hier in NRW, ich kenne die Konzepte in anderen Bundesländern nicht). Dass die Umsetzung sinnvollerer, vom RKI empfohlenen Massnahmen wie in Solingen sogar verboten werden, macht es nicht einfacher.
    In einer solchen Situation Ausgangssperren zu erlassen, wäre aus meiner Sicht nicht nur ziemlich wirkungslos, sondern sozialer Sprengstoff. Ich glaube auch nicht, dass das in Deutschland kommen wird. Aber es wird schwierig werden, die Schulen tatsächlich bis zu den Ferien offen zu lassen.

    Wollen wir mal hoffen, dass es nicht zu dieser theoretisch möglichen Bestimmung des Präsidenten durch das Repräsentantenhaus kommt. Die Wähler würden sich zurecht betrogen fühlen.

    https://eu.azcentral.com/story…tial-election/6258023002/

    "Biden stretched his lead in Maricopa County by 400 votes, which expanded his margin statewide to 11,434 votes.

    The Secretary of State's Office reports 10,315 ballots are left to be counted in Arizona, with 990 of them in Maricopa County."

    Arizona sollte also tatsächlich bei Biden bleiben.


    Der Vorsprung bei den Wahlmännern insgesamt sollte damit deutlich genug sein, um alles problemlos über die Bühne gehen zu lassen.

    Puuuh 8)

    wobei ich in dem Genre sowieso nicht "Up-to-date" bin.

    Vielleicht ein Tipp, wenn Du mal was neueres probieren möchtest.
    Ich habe bisher noch keine Rezension dazu geschrieben, bin da nicht gut drin. Vielleicht versuche ich es die Tage mal.
    Aber ich fand es sehr erfrischend zu lesen und man kann es als einzelnen Band lesen, auch wenn es Teil einer Trilogie ist. Die jeweiligen Bände erzählen eigene Geschichten, die auch zeitlich auseinander liegen.
    (Und nicht vom etwas drögen Anfang abschrecken lassen, die eigentliche Protagonistin dieses 1. Bands kommt erst auf S. 40 oder so. Da geht's dann erst richtig los.)


    ASIN/ISBN: 3404208617

    Ich lese u. a. gerade von Steven Erikson den ersten Teil der "Das Spiel der Götter"-Reihe "Die Gärten des Mondes".

    Kennt die Reihe jemand?

    Ich kenne nur dieses eine Buch. Den Anfang fand ich vielversprechend, danach verblasste es aber für mich stark.
    Viele schwören auf Erikson, er hat sicher seine Qualitäten. Ich habe des öfteren gehört, dass man durch die ersten 2, 3 Bücher durch muss, dann geht's erst richtig los. Das sind dann mal eben 2000 Seiten oder so. Bisher habe ich diese Hürde nicht geschafft und bin mir auch nicht sicher, ob's mir den erneuten Versuch wert ist.

    Ich vermute, dass Sanderson in seinem Bereich schon zu den Besten gehört. Es ist aber aus meiner Sicht eine andere Schiene.

    Ich finde Abercrombie und Sanderson liegen sehr weit auseinander.


    Sanderson scheint mir ein rein vordergründiger Erzähler zu sein, der 'einfach nur eine gute Story erzählen möchte' (als wenn das so einfach wäre). Er erzählt wirklich Fantasy im Sinne von Unterhaltung oder wie es der Fantasy gerne vorgeworfen wird, Eskapismus. (Zumindest soweit ich das derzeit sehe, ich habe mich schon öfter in dieser Hinsicht geirrt... ;-) )


    Abercrombie hat eine sehr stark ausgeprägte Metaebene, er erzählt eigentlich Anti-Fantasy. Schafft es aber das so zu tun, dass es sehr unterhaltsam ist. Sehr scharfe Charakterzeichnung ist sein Fundament.
    Das 1. Kapitel von seinem 'Heroes' (Deutsch: Heldenklingen) ist aus meiner Sicht das beste 1. Kapitel das es in der Fantasy überhaupt gibt. Aber das liegt natürlich im Auge des Betrachters... (der nur einen winzigen Bruchteil der 1. Kapitel kennt).

    Herzlichen Dank für die Nichtbeantwortung meiner Fragen. ;)

    Ich glaube, ich habe recht genau beantwortet, was ich für weit hergeholt halte.

    Und wie gesagt, bei den Bedenken bzgl. des Grundgesetz in dieser Krise sind wir aus meiner Sicht einer Meinung.

    In einer Krisensituation muss schnell reagiert werden. Es ist normal, dass dabei die Grenzen des Systems in vielfacher Hinsicht erreicht werden. Und man sollte das auch entsprechend bewerten.

    Vergleicht man Deutschland mit anderen Ländern, sind wir bisher sehr gut durch diese Krise gekommen. Auch was die Einschränkungen angeht, auch wenn es ziemlich chaotisch und zum Teil auch unsinnig daherkommt. Es *ist* eine Krisensituation. Politik in diesem Tempo ist richtig schwierig. Gesetzgebung auch.
    Daraus abzuleiten, Angela Merkel wolle das Grundgesetz aushöhlen, finde ich wirklich sehr weit hergeholt.
    Es würde mich immer noch freuen, wenn ich Deine Meinung diesbezüglich falsch verstanden habe. :-)

    Hier mal eine inhaltliche Auseinandersetzung zum aktuellen Thema, vielleicht versachlicht das meinen Standpunkt besser.
    https://anwaltsblatt.anwaltver…erordnete-ausnahmezustand

    Das Fazit (und nur das ist mir hier wichtig, den Rest kann ich nicht beurteilen, da verlasse ich mich auf den Autor):
    "Für ein solchermaßen entgrenztes Notver­ord­nungsrecht der Bundes­re­gierung ist im Verfas­sungsstaat des Grundge­setzes kein Raum. Auch die gegenwärtige epidemische Notlage von nationaler Tragweite rechtfertigt dies nicht. Der Geltungs­an­spruch der Verfassung als unmittelbar verbind­liches Recht wird durch den Ausnah­me­zustand nicht außer Kraft gesetzt. Er muss sich gerade auch im Ausnah­me­zustand bewähren.
    Das ist eine Heraus­for­derung für die in Amt und Funktion stehenden Personen, für die sie wahrlich nicht zu beneiden sind. Überzogene Kritik, gar der Vorwurf vom Verfas­sungsbruch sind hier nicht angemessen. Aber die Heraus­for­derung muss angenommen werden."

    Und eine zum Thema Flüchtlingspolitik:
    https://verfassungsblog.de/der…nd-wie-man-ihn-widerlegt/

    "Das Erschreckende an der aktuellen Situation ist nicht, dass über die richtige Rechtsauslegung gestritten wird oder politisch widerstreitende Argumente vorgebracht werden. Stattdessen wird die politische Gestaltungsfähigkeit der Migrationspolitik von rechts und teilweise auch von links generell in Frage gestellt."

    Und darum sehe ich Grundrechtseinschränkungen mehr als kritisch. Unser Grundgesetz ist einfach zu wertvoll als das man es durch Aktionismus gefährden sollte.

    Das sehe ich exakt genauso und soweit kann ich Dir folgen.


    Allerdings suggerierst Du aus meiner Sicht stark, dass Angela Merkel das anders sieht und willentlich das Grundgesetz aushöhlen will, es aktuell tut und es in der Vergangenheit wiederholt getan hat. Und zwar jedesmal in einer Krisensituation in der schnelles Handeln gefragt ist.
    Du vereinfachst dabei aus meiner Sicht äußerst komplexe Situationen, die von einer Regierung in Zusammenarbeit mit einem Rechtsapparat vertreten werden zu einer Handlung einer einzigen Person. Du scheinst ihr dabei auch keinen Fehler zugestehen zu wollen, sondern scheinst Sie vor Gericht sehen zu wollen. Womöglich unterstellst Du ihr böse Absicht.
    In Deinem aktuellen Kommentar meine ich zu lesen, dass Du suggerierst, dass es ein Rechtsfehler wäre, sollte sie dabei nicht verurteilt werden.


    Und ja, das finde ich tatsächlich alles sehr weit hergeholt.
    Und deswegen hoffe ich weiterhin, dass ich das alles nur falsch verstanden habe.

    Tomás stößt zwar etwas an, aber ob er das zu seiner Beruhigung macht, oder er meint, er könnte in der kurzen Zeit etwas bewirken ist mir nicht klar.


    Aus meiner Sicht ist der Unterschied, dass er nicht mehr ohnmächtig zusieht, sondern selbst aktiv wird. Ob er in der kurzen Zeit damit etwas bewirkt oder nicht, scheint mir weniger wichtig.
    Er überlässt es nicht den anderen, zu entscheiden, was aus Metting wird, sondern nutzt seinen eigenen Einfluss. Und kann damit wiederum als Vorbild dienen. Um bei Deinem Gedanken zu bleiben: Damit jemand mit aufstehen kann, muss erst mal jemand aufstehen.

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass in naher Zeit ein Gericht einen Vorlagebeschuss erlässt. Doch auch diese Verfahren dauern eben ihre Zeit.

    Du sagst, Angela Merkel hat 2008 die Verfassung gebrochen, die Klage deswegen kommt noch.
    Und gleichzeitig sagst Du, unser Rechtssystem funktioniert?

    Ich lese Deine Beiträge hier im Forum wirklich gerne. Aber manchmal sind sie wirklich ziemlich weit hergeholt.
    Und mir wäre es einfach lieber, Dich nicht auf diesem dünnen Eis mit diesen hässlichen Gestalten zu sehen.

    Zum einen hat Frau Merkel die Verfassung schon mehrmals gebrochen

    Wenn das so wäre, würde ich erwarten, dass irgendjemand erfolgreich Klage erhoben hat.
    So funktioniert das doch in einem Rechtsstaat, oder?
    Ist mir da was entgangen?
    Oder bist Du der Meinung, dass unser Rechtsstaat bereits nicht mehr funktioniert?

    Merkel kann weder Zu- noch Absagen machen.

    Das ist aber schon ziemliche Haarspalterei.

    Laut dem von Dir zitierten Bericht, will sie keine Zusage geben (das Wort "Zusage" ist wahrscheinlich nicht ihres, sondern das der Presse. Ihres wäre womöglich Einschätzung gewesen. Aber wenn sie keine Zusage machen kann, ist auch nichts falsch daran keine zu geben.).

    Sie gibt genau an, was aus ihrer Sicht für eine Öffnung der Gastronomie notwendig wäre, nämlich unter 50 Infektionen auf 100000 Personen in 7 Tagen zu sinken.
    Wie wir alle wissen, berät sie sich mit den Ministerpräsidenten der Länder und wie wir alle wissen, versuchen die Länder solange die Zahlen so hoch sind wie jetzt, eine möglichst einheitliche Regelung zu finden. Natürlich hat sie darauf einen großen Einfluss und natürlich kennt sie die bisherigen internen Vereinbarungen.
    Was also ist Dein Punkt?

    Man schütze unser Grundgesetz vor solchen Leuten wie Frau Merkel.

    Du begibst Dich auf das dünne Eis auf dem schon eine Reihe Politiker stehen, vor denen man unser Grundgesetz tatsächlich schützen muss. Willst Du das wirklich?
    Man kann auch differenzierter falsch finden, was Frau Merkel macht. Die Lautstärke ist da wenig hilfreich.