Beiträge von flashfrog

    Dann will ich mich auch mal kurz vorstellen: Mein Name ist flashfrog, ich bin gelernte Litwisserin und lernende Autorin.
    Ich schreibe Gedichte und Gereime, und arbeite gerade an einem Roman, in dem es um einen biblischen Stoff geht und einen Pitbull namens Gandhi.


    Literaturpreis hab ich auch schon einen gewonnen. (Wer Genaueres wissen will, den bitte ich um Mail, denn ich will ja nicht protzen :grin )


    Und was zum Kuckuck ich eigentlich hier will?
    Nunja, ich hoffe auf Gleichgesinnte zu treffen, denen das wahnwitzige Unternehmen, eine Idee auf 300 Seiten Papier zu bannen und dabei verschiedenartigste Formen der Hochstimmung, Verzweiflung, Paranoia, des Staunens über und des Kampfes mit ungezogenen Charakteren zu erleben, nicht gänzlich fremd ist.


    :wave

    Ich bin eher der Typ Puzzler.
    Am Anfang steht die Idee: ein Bild, eine Metapher oder ein Charakter. Darum herum gruppiert sich ein Thema. Daraus wird schließlich ein grobes, aber geschmeidiges Gerüst.
    Das wird dann mit dem eigentlichen Text "gefüllt", wobei sich dabei auch ganz überraschende Wendungen ergeben können, wenn die Charaktere ihr Eigenleben entwickeln und nicht so wollen, wie ich das ursprünglich vorgesehen hatte.


    Ich kann auch komplizierte Strukturen mühelos im Kopf behalten und gleichzeitig an verschiedenen Passagen (und auch verschiedenen Texten) arbeiten, ohne durcheinander zu kommen.
    Im Supermarkt oder an der Bushaltestelle fällt mir oft eine gute Formulierung für eine Szene ein, ein Dialogschnipsel, eine Metapher, die ich dann sofort notiere, bevor sie mir wieder entfleucht (deshalb habe ich immer etwas zu schreiben dabei, weshalb mich Leute, die mich kritzelnd vor dem Klopapíerregal bei Edeka sehen, wahrscheinlich für meschugge halten :grin) und später ins Puzzle eingefüge.


    Das geht mir übrigens auch bei kürzeren Texten und Gedichten so, dass sie im Hintergrund quasi 24/7 mitlaufen, hin und her gedreht werden und durch Assoziationen bereichert, wenn ich an etwas arbeite.

    Dann werde ich auch mal meinen ersten Beitrag in diesem Forum versuchen. :wave


    Das was ich lese, beeinflusst unbewusst auch meinen Stil beim Schreiben. Deshalb bemühe ich mich, bevor ich schreibe nur gute Texte zu lesen.
    Klappt natürlich nicht immer. :grin
    In der Schule habe ich mal Passagen aus Macbeth abgeschrieben (freiwillig!), und dabei eigentlich erst gemerkt wie wunderbar exakt, präzise und musikalisch Shakespeares Sprache ist, weil man sich beim Schreiben (sogar beim Abschreiben) viel genauer auf de Sprache einlässt. Mir geht das jedenfalls so.


    Natürlich entwickelt man im Laufe der Zeit einen eigenen (hoffentlich unverwechselbaren) Stil. Aber ich bin auch weiterhin immer auf der Suche nach solch wunderbaren Fundstücken präziser Formulierkunst, nach Metaphern, die Welten eröffnen, nach Sarkasmus, der den Unfug der Gewohnheit entlarvt. Manchmal findet sich so ein Geschenk beim Lesen und das ist jedes Mal ein Glücksmoment.
    Danke dafür an Sibylle Berg, Michael Ondaatje, Wole Soyinka, Robert Gernhardt, James Joyce, Thomas Mann, Bret Easton Ellis...