Beiträge von Apek

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    Original von churchill
    Interessant ist, dass sich offensichtlich alle gegenseitig beleidigt oder verfolgt oder missverstanden oder permanent kritisiert fühlen :-)


    Trifft zumindest auf mich nicht zu. ;-)


    Man muss sich ja nicht jeden Schuh anziehen.

    Das wollte ich damit nicht sagen. ;-)


    Ich dachte, in diesem Thread geht es weniger um grundsätzliche Diskussionen zu Religionen (die finde ich persönlich langweilig bis überflüssig aus genannten Gründen), als vielmehr um die Rede des Papstes und die ausgelösten Reaktionen. Das ist für mich nach wie vor ein interessantes Thema.

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    Original von Alexx61
    Dazu zähle ich z.B. obwohl ich mich immer noch als christlichen Menschen sehe, schließlich wurde ich so erzogen und geprägt, und deshalb darf ich NICHT mit Katholiken streiten?????


    Doch, natürlich. Und da Du mich schon ein bisschen "kennst", weißt Du ja, dass ich kaum einem kontroversen Thema aus dem Weg gehe. Aber Du selbst hattest geäußert, dass eine Diskussion in Glaubensfragen immer auf dasselbe hinausläuft - dieser Auffassung von Dir habe ich nur Recht gegeben, wenn auch aus anderer Warte, nämlich der des Gläubigen.

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    Original von Alexx61
    Läuft immer auf das Gleiche hinaus.
    Man KANN mit Anhängern irgendwelcher Glaubensrichtungen einfach nicht diskutieren..geht nicht, der Glaube steht immer im Weg, und es führt wie immer zu nichts!


    Schließ die Kirchenkritiker und Atheisten mit ein und ich stimme Dir zu.


    Wobei es letztlich keine Frage des Glaubens ist, sondern des Diskussionsstiles, der persönlichen Offenheit, Toleranz und Neugier. Ich kann mit meinem besten Freund sehr gut über Glaubensfragen sprechen, das ist sogar eines unserer beliebtesten Themen. Er ist Moslem, ich bin Katholik.


    Was nach meiner Erfahrung auch sehr viel besser funktioniert, als z.B. eine Diskussion zwischen einem (vormals christlichen) Kirchengegner und einem Katholiken. Da kann man förmlich die Sekunden zählen, bis die üblichen Stichworte Scheiterhaufen, Kreuzzüge, Kondome, AIDS und der Papst fallen.


    Will ich den anderen von meinem Weltbild überzeugen oder bin ich offen für neue Eindrücke? Das ist bei diesem Thema nicht anders als bei den meisten kontroversen Themen auch.


    Und nochmal: Ich halte den Dialog zwischen den Religionen nicht für wichtig. Entscheidend sind Respekt und Toleranz, sorry, dass ich das wiederhole.

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    Original von magali
    churchill und die anderen Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Glaubensgemeinschaft, Untergruppe katholisch


    habt ihr Ideen, Vorstellungen oder auch konkrete Tips, wie man vorgeht, um mit Vertreterinnen und Vertretern in einen Dialog zu kommen?


    Da ich mich als Katholik angesprochen fühle...


    Auf höchster Ebene fanden ja bereits Treffen statt, vom Vatikan initiiert. Auch schon gemeinsame Zeremonien, aber das sind typischerweise singuläre Ereignisse.


    Es ist die Frage, welche Ebene ich betrachte - geht es um hohe geistliche Vertreter oder geht es bis hinunter zu Kindern, die grundlegendes Wissen über verschiedene Religionen kennenlernen?


    Einen regelmäßigen "Dialog" zwischen Vertretern von Religionen finde ich persönlich gar nicht nötig. Viel wichtiger ist der jeweilige Respekt vor dem anderen.

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    Original von Oryx
    Ich lese mit, kann mir kaum ein Urteil zum katholischen Glauben machen (ich bin dahingehend nur mit dem Weihnachtsbaum, den Ostereiern und ein wenig Grundlage bekannt ), aber es ist in dem Statement des Papstes doch zu erkennen, dass die katholische Kirche diesmal mit dem Finger auf den Islam zeigt und dessen Anhänger verrückt spielen. Würde es umgekehrt passiert sein, hätte man zwar einen Kommentar abgegeben, aber die Katholiken wären wohl leicht kopfschüttelnd zum Tagesgeschäft übergegangen.


    Grüß Dich, Oryx. Die Ausführungen des Papstes waren absolut nachvollziehbar und vom höchsten Vertreter der katholischen Kirche kann man auch erwarten, dass er sich zu aktuellen Themen äußert - was er ja auch bei innerchristlichen Themen regelmäßig tut. Ergo dann auch zum Thema "Religion und Gewalt", bzw. "Glaube und Vernunft", darum ging es ja im wesentlichen. Aber wer Empörung sucht, wird sie natürlich auch finden.


    Wirklich überrascht haben mich dabei weniger die Reaktionen fundamentalistischer Moslems - aber dass selbst Vertreter der türkischen Regierung (ein Politiker drohte mit der Verhaftung des Papstes) dermaßen überziehen, ist schon erstaunlich. Damit dürfte sich der Wunsch nach einer EU-Mitgliedschaft auch endgültig erledigt haben.

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    Original von Bernard
    Das einzig Bedauerliche an der Affäre ist für mich, dass der Vatikan sein Bedauern geäußert hat. Das nährt die in meinen Augen absurde Annahme, dass tatsächlich ein Fehler begangen worden sei. Wenn man aber noch nicht einmal mehr ein als solches gekennzeichnetes Zitat bringen darf, ist es mit der freien Meinungsäußerung nicht mehr weit her.


    Das Bedauern wurde ja nicht zu den Äußerungen des Papstes geäußert, sondern zur Reaktion bzw. eventuell vorhandenen Missverständnissen. Das ist meines Erachtens in Ordnung, weil die Substanz des Gesagten damit bestehen bleibt, ansonsten teile ich Deine Auffassung. Das ist eben der wiederholte Versuch, wieder einmal die Meinungsfreiheit mittels Einschüchterung entsprechend einzuschränken.

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    Original von hurz
    *flüster* Apek, ich wäre da fast geplatzt... :lache */flüster*


    War ja selbst über mich erschrocken. Normalerweise sage ich nicht "bitte". :-)


    Im übrigen war es ein nettes Treffen mit der Frau, die alles weiß und dem fränkischen Typen mit der Konfirmandenblase, der ein Bier nach dem anderen verdrückte. ;-)

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    Original von Nicole
    Spassig ist es dann oft, im Bus an die Uni hoch zu sitzen, wenn die Mädels (ja, 'schuldigung, "Frauen" mag ich ja gar nicht sagen), in Extrem-Mini und Glitzertop, aufgerüscht wie für die Disco mit 5 Pfund MAkeUp im Gesicht drinsitzen und nur ein winziges rosa Handtäschchen dabeihaben, in dem unmöglich mehr als Lippenstift und vielleicht noch ein Kuli drin Platz haben... :wow


    Ich habe fast das Gefühl, dass da was anderes drin ist als ein oller Kuli. Aber mal ne andere Frage: Wo genau fährt dieser Bus? :-)

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    Original von Nicole
    Deshalb kann ich das Buch leider nicht einfach als lächerlich abtun, sondern ich halte es in mancher Hinsicht sogar für gefährlich. Wenn ich mich so in meinem entfernteren Bekanntenkreis umgucke, auf der Straße oder im Café GEspräche von jüngeren Frauen mitbekomme - da habe ich schon den Eindruck, dass der Feminismus leider nicht mehr sonderlich gefragt zu sein scheint.


    Was nicht jeder unerfreulich findet. :-)

    Im Urlaub mit meinen Kindern am Pool gesessen, versammelten sich im Fernsehraum einige Gäste, verstummten, griffen sich an den Kopf, voller Entsetzen. Bevor ich dahin schlurfte, rief auch schon meine Muse per Handy an. Die nächsten Stunden verbrachte ich im Bungalow vor dem Fernseher, vollkommen paralysiert, während meine beiden Süßen draußen planschten.


    Entsetzen, Mitgefühl, Ohnmacht, später dann auch Hass. Das Unbefangene verschwand aus dem Urlaub.

    Reingefallen, Alexx ;-)


    Ob Du es glaubst, oder nicht, aber nach einer repräsentativen Umfrage ist die Zustimmung zu den Thesen von Eva Hermann unter Frauen (55 Prozent) größer als unter Männern (46 Prozent).


    Mit dem zweiten Post haste natürlich vollkommen Recht.

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    Original von Sam1984
    tjaja, die Hochzeit ist vorbei...und leider hat sie doch den David geheiratet, aber naja, die meisten Fans wollten es ja so. :fetch


    Ist das so? Nach meinem Empfinden waren die meisten eher für Rokko. Die letzten 15 Minuten waren ziemlich grausam (plötzlich war die Schusswunde kein Problem mehr, Rokko wurde kalt abserviert und flugs erneut vor den Traualtar geschritten). Aber Lisa Plenzke im neuen Look war schon lecker.

    Oft höre ich zum Stoff passende Musik, bevor ich mich an die Tastatur setze. Derzeit sitze ich an ein zwei sehr unterschiedlichen Stoffen, eines davon ist ein schweres Drama. Hierzu lege ich z.B. die Filmmusik zum Herrn der Ringe oder zu King Kong ein, Sinfonieorchester bringen mich am besten auf den entsprechenden Pegel. Aber je nach Geschichte kanns auch was härteres, deutsches sein wie z.B. Ferris MC "Zur Erinnerung".


    Ob ich direkt beim Schreiben Musik höre, hängt davon ab, WAS ich schreibe. Sind das Zusammenfassungen, Gedanken und ähnlich strukturierend-vorbereitendes, darf und soll Musik laufen. Beim eigentlichen texten selbst tauche ich in die Geschichte ein und schalte daher die Musik ab.

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    Original von sill
    Oder manche finden es "in" zum Therapeuthen zu flitzen und sich mit anderen darüber auszutauschen.....das verbindet ja auch irgendwie, oder?
    Das ist mir vorallem in der Schulzeit meiner Söhne aufgefallen......jedes Kind braucht doch heute einen Therapeuten.....gibts eigentlich noch normale Kinder???? :gruebel


    Kann ich nur bestätigen. In den Klassen meiner Kinder gibt es auch nicht gerade wenige Kinder, die in irgendeiner Art von Behandlung sind, vom Logopäden bis zum Kinderpsychologen.


    Beweggründe dafür wurden hier ja schon genannt - der Wunsch, ein lästiges Problem möglichst fix zu reparieren, die Unfähigkeit mit mangelnder Perfektion (gerade auch bei den eigenen Kindern) umzugehen, zuviel Reflexion über sich, seine Kinder und last but not least benötigt dieser Berufsstand natürlich auch Kunden und schafft sich in gewisser Weise seine Nachfrage selbst, indem ständig neue Phänomene definiert werden. Aber das ist ja bei fast jedem beratenden Beruf so.

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    Original von caro
    Jetzt müsste man natürlich überlegen: Warum ist das so? Bessere Arbeitsbedingungen? Mehr Geld?


    Ich war schon oft dort und wenn ich die Wahl hätte, würde ich womöglich auch übersiedeln, um dort für eine längere Zeit zu arbeiten. Es ist von allem etwas. Viel bessere Arbeitsbedingungen. Die Industrie ist insgesamt deutlich größer (vor allem beim Film - Fernsehen ist ja auch in Deutschland sehr stark) und vor allem wird viel mehr gewagt. Das US-Fernsehen ist das innovativste der Welt, da machts Spaß, auch Neues zu entwickeln. Und im Filmgeschäft kannst Du verdammt viel Geld verdienen, das ist hier die Ausnahme.


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    Original von caro
    Das Sprachproblem lässt sich sicherlich lösen. Es gibt allerdings in den USA selbst genügend Schauspieler, die sind nicht auf Leute aus dem Ausland angewiesen.


    Dass es genügend Schauspieler gibt, ist richtig, ich schrieb ja schon, dass es allein in LA 80.000 eingetragene Actors gibt. Aber das größte Hindernis ist die Sprache und es lässt sich leider nicht lösen. Akzente wirst Du fast nie wirklich los. Es gibt auch bis heute fast keine Megastars, die nicht in den USA aufgewachsen wären. Ausnahmen wie Schwarzenegger bestätigen die Regel. Und die wenigen, die passabel im Geschäft sind wie Jean Reno, Udo Kier, Salma Hayek oder Antonio Banderas spielen eben auch im Film die Ausländer. In der Topliga befinden sie sich aber nicht.


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    Original von caro
    Es braucht zunächst einmal Geldgeber und vor diesem Problem stehen sie alle, es sei denn sie haben ein paar Millionen geerbt, egal ob in Deutschland, Frankreich oder Neuseeland. Da scheitern selbst Projekte die zu 100% kommerziell erfolgreich wären.


    Ich sags nochmal: Geld ist bei weitem genug da, das fließt nur von hier über den Teich nach Los Angeles.

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    Original von caro
    Die Frage ist: Wie lange kann das noch gut gehen? Die Mehrzahl der Filme sind jedenfalls Verlustgeschäfte.


    Das stimmt nicht. Es gibt kaum Hollywoodproduktionen, die nicht erfolgreich sind. Selbst Kinoflops spielen am Ende fast immer Profit ein, weil es einfach eine weltweite, vielschichtige Verwertungskette gibt: DVD --> Pay TV --> Free TV (bei Fernsehserien wahlweise umgekehrt) und das für rund 200 Länder. Hollywood ist eine gigantische Gelddruckmaschine.


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    Original von caro
    Und warum? Das amerikanische Kino ist nicht notwendigerweise besser. Sie vermarkten sich allerdings perfekt, nicht nur das Produkt selbst, sondern auch noch die Produktion - kaum ein Schauspieler in englischsprachigen Ländern der nicht von Hollywood träumt und die heimische Filmwirtschaft geht den Bach runter.


    Das ist teilweise richtig, viele unserer besten Leute gehen in die Staaten. Das betrifft aber fast ausschließlich Leute aus der Produktion wie Regisseure. Für Schauspieler gibts noch immer das Sprachproblem. Außer Udo Kier, Ralph Möller und Jürgen Prochnow gibt es kaum nennenswerte deutsche Schauspieler, die Erfolg in den Staaten haben.


    Mit dem Marketing hast Du Recht. Aber es ist ja nicht der Fehler Hollywoods, dass unsere Firmen auf diesem Gebiet pennen.


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    Original von caro
    [Es fehlt vorallem an Geld. Mal 20 Mio. auf den Kopf haun ist in Europa schwer möglich.


    Der Terminator 3 wurde fast ausschließlich mit deutschem Geld finanziert, wie überhaupt sehr viele Blockbuster der letzten 15 Jahre. Geld wäre im Grunde da, aber das fließt eben nur in Produktionen, die die Kohle wieder einspielen und das ist dann der Teufelskreis. Trotzdem ist es immer wieder möglich, siehe z.B. "Das fünfte Element". Aber dazu braucht es eben Filmschaffende mit Mut und den Wunsch, einen großen kommerziellen Kracher zu landen.

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    Original von Heaven
    Ist das das Buch von dem Film, der so knallhart kritisiert wurde? Der ziemlich schnell aus den Kinos raus war? Nämlich schneller als ich die Gelegenheit zum reinkommen? :fetch :wow


    Das wäre jetzt eine andere Diskussion, die nicht in diesen Thread gehört. Leider war das mal wieder ein Paradebeispiel für miserables Marketing deutscher Filme. Ich könnte kotzen! Man siehts ja hier im Thread. Der Streifen gehört für mich zum Allerbesten, was ich in den letzten Jahren auf der Leinwand sah und kaum jemand kennt ihn.


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    Original von Heaven
    Aber vielleicht kann ich es mir ja mal bei dir leihen. :grin


    Das hat gerade der Zwölfjährige in den Griffeln, wenn ichs zurück habe, natürlich gern.