streifi: weggezischt - gefällt mir! 
Freut mich, dass ihr jetzt beinahe alle eingestiegen seid und euch mit den Figuren bekannt gemacht habt. Wie bei realen Begegnungen ist das ein Annähern und Abtasten und Ablehnen und vielleicht doch Sympathie entwickeln ...
Literaturverfilmungen sind grundsätzlich schwierig, finde ich. Vor allem, wenn man ein Buch vorher gelesen hat. Am liebsten sind mir die BBC Verfilmungen der Klassiker wie Austen oder Hardy, die sich so herrlich viel Zeit lassen und liebevoll detailverliebt sind.
Die Verlage lassen einem glücklicherweise viel Freiraum und außer dass gewisse Elemente, die eben zum Genre "Schatten der Vergangenheit" gehören vorausgesetzt werden, dürfen wir Autoren uns entfalten.
Ich liebe Wales, habe da viele Jahre gelebt und bin jedes Jahr mindestens einmal dort. Das Land ist rau, wildromantisch, mythisch, landschaftlich reizvoll und abwechslungsreich und die Geschichte dramatisch, hart, entbehrungsreich und vom Kampf der Waliser um Selbstbehauptung geprägt.
Beispielsweise haben die Engländer den Walisern bis ins 20. Jhd. die eigene Sprache verboten, ihnen nach und nach die Mienen geschlossen. Heute wird man bereits an den Grenzen zweisprachig begrüßt, überall leuchtet einem der rote Drachen auf der grünweißen Flagge entgegen. Die Waliser sind stolz auf ihr kulturelles Erbe und an den Schulen ist Walisisch Pflichtfach.
Vor diesem Hintergrund ist lieblich das letzte Wort, dass mir bei Wales in den Sinn kommt und von daher sind auch meine Geschichten geprägt von der Landesgeschichte und den kämpferischen, sympathischen, manchmal skurrilen Menschen - mit ihrem ganz eigenen Charme.
Hwyl fawr 
