Beiträge von LieLu

    Blanvalet Verlag


    Die Autorin


    Mary Simses studierte Jura und Journalismus. Daher arbeitet sie zunächst als Anwältin, was sich auch im Roman wiederfindet. In dieser Zeit war es ihr nur nach Feierabend möglich, sich ganz ihrer Schreibleidenschaft zu widmen. Vor ihrem Romandebüt mit „Der Sommer der Blaubeeren“ veröffentlichte sie bereits mehrere Kurzgeschichten. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt die Autorin im Süden Floridas.


    Der Sommer der Blaubeeren


    Als ihre Großmutter stirbt, hat sie für ihre Enkelin Ellen Branford noch einen letzten Wunsch. Im abgelegenen Küstenort Beacon soll sie einen Brief überbringen. Kurz vor ihrer Hochzeit macht sich Ellen deshalb auf den Weg von der Großstadt New York in die Landidylle Beacon. Inmitten von Blaubeerfeldern entdeckt Ellen die kleinen Schönheiten des Lebens zurück. Denn nachdem sie in einen morschen Pier eingebrochen ist und von einem gut aussehenden jungen Mann, namens Roy, gerettet wurde, geht dieser ihr nicht mehr aus dem Kopf. Als sie durch ihren unfreiwilligen Badeausflug dann auch noch berühmt wird, nimmt die ganze Geschichte ihren Lauf. Ellen fügt sich ihrem Schicksal und erkennt, dass man manchmal all seine Vorsätze und Pläne über Bord werfen muss, um auf das wahre Glück aufmerksam zu werden.


    Fazit


    Ein frisches, sommerliches Buch, in welchem die steife Priese in Beacon die junge Anwältin Ellen Branford aus New York wachrüttelt. Diese genießt eigentlich ihr Großstadtleben in New York, ihren Spitzenberuf und ihren Verlobten Hayden, den sie in einigen Monaten heiraten will. Als sie im beschaulichen Beacon ankommt, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen, geht alles drunter und drüber. Ist das Leben in dem kleinen Küstenort doch so ganz anders als in New York.


    Mary Simses hat mit Ellen eine sympathische Hauptprotagonistin geschaffen, welche dem Leser zunächst mit Sturheit, Großstadtfeeling und jeder Menge Eitelkeit entgegenschlägt. Als sie Roy kennen lernt, gerät all das ein bisschen aus den Fugen und man beginnt Ellen richtig gern zu haben, denn Roy ist von Anfang an sympathisch.


    Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ermöglichen es, das Buch als Unterhaltungslektüre nebenbei und zum entfliehen aus dem Alltag zu nutzen und ihm jede Menge Frische, Sommer, Sonne und Meer abzugewinnen. Denn schon der Titel und das Cover bestechen durch unverwechselbaren Sommercharme. Besonders gut gefällt mir das Rezept der Blaubeer-Muffins, die Ellen in ihrem Cafè in Beacon so mochte. Nun kann man selbst nachvollziehen, wie diese geschmeckt haben werden.


    Ein angenehmes Buch, welches durch Wärme, Sympathie, Sommer, Witz und Charme besticht.


    http://immer-mit-buch.blogspot…aubeeren-mary-simses.html

    Suhrkamp Insel Verlag


    Der Autor


    Aude Le Corff wurde 1977 in Tokio geboren und studierte Psychologie und Wirtschaft. 2009 begann sie ihr mit dem Prix ELLE ausgezeichnetes Blog „Nectar du Net“. Bäume reisen nachts ist ihr Debütroman. Aktuell lebt sie mir ihrer Familie im französischen Nantes.


    Bäume reisen nachts


    Manon fühlt sich einsam und allein. Seit ihre Mutter sie und ihren Vater verlassen hat, sitzt sie unter einer riesigen Birke im Garten. Ihr Vater Pierre kümmert sich um nichts mehr und verwahrlost zusehends. Sie sitzt unter dem Baum, wippt vor und zurück, liest Bücher und spricht mit den Ameisen. Der mürrische Rentner Anatole, der seit einigen Monaten ebenfalls in Manons Haus wohnt, beobachtet sie dabei und fühlt sich seltsam berührt. Eines Tages gesellt er sich zu ihr und beginnt ihr den „kleinen Prinzen“ vorzulesen. Manon blüht immer mehr auf. Als eines Tages Briefe von ihrer Mutter aus Marokko eintreffen, bricht Pierre zusammen mit seiner Tochter Hals über Kopf auf und macht sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa. Die Reisenden erleben jede Menge Höhen und Tiefen, während sie dem Ziel ihrer Reise immer näher kommen.


    Fazit


    Ein wahnsinnig emotionales und berührendes Buch, welches den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Manon und Anatole geben ein wunderbares Protagonistenpaar ab. Die ruhige und zutief traurige Manon, die ihre Freizeit nur noch mit Zangsneurosen, Büchern und Tieren verbringt und dabei darauf bedacht ist, ihrem Vater möglichst aus dem Weg zu gehen. Und Anatole, der den ganzen Tag mürrisch vor sich hinredet und keinen Sinn mehr für die Schönheiten des Lebens hat. Die beiden Nebendarsteller sind der verlassene Ehemann Pierre, der im Leben keinen Sinn mehr sieht, seit ihn seine Frau Anais in einer Nacht und Nebelaktion verlassen hat und Sophie, die Schwester von Anais. Zu viert geben sie ein ungleiches Quartett ab, welches sich nun auf eine Reise quer durch Europa macht. Jeder einzelne von ihnen ein Unikat auf seine Weise. Während sich Sophie und Pierre gegenseitig hochschaukeln und Manon den Kopf einzieht, wird Anatole immer mehr zum beruhigenden Mittelpunkt, der in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahrt und die Gemüter immer wieder beruhigen kann.


    Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist sehr angenehm und lässt den Leser schnell ins Geschehen einsteigen. Schon ist man mittendrin in der zerütteten Gefühlswelt von Pierre und Manon. Die Reise quer durch Europa wird nicht nur von vielen amüsanten Situationen untermalt, sondern zeigt auch die Entwicklung von Manon und vor allem von Anatole, der immer mehr zu seiner früheren Jugend zurück findet.


    Ein toller Roman über die tiefe Freundschaft ungleicher Menschen, über Familie und den Mut eines kleinen Mädchens Träume in Wirklichkeit zu verwandeln. „Der Roman, der ganz Frankreich verzaubert hat“, hat auch mich verzaubert und wird sicherlich noch viele weitere Leser faszinieren. Ein wunderbarer Roman, der von mir 5 von 5 goldenen Büchern verdient hat.


    http://immer-mit-buch.blogspot…nachts-aude-le-corff.html

    KiWi Verlag


    Die Autorin


    Luise Buresch wurde 1969 geboren und ist Literaturwissenschaftlerin und Publizistin. Sie arbeitete unter anderem als freie Autorin für Zeitungen und Drehbuchprojekte. Mit „Wenn die Liebe hinfällt“ veröffentlicht sie ihr erstes Debüt. Aktuell lebt sie mir ihrer Familie in Berlin.


    *steht sie wieder auf


    Als ihr Freund Leander sie für eine andere nach zehn gemeinsamen Jahren verlässt, bricht für Alia eine Welt zusammen. Es ist doch ihr Leander, wie kann er eine andere lieben? Nichts ist mehr wie es war, Alia verliert kurzzeitig den Verstand, schafft ihre Prüfungen an der Universität nicht und lebt kurzerhand nur noch für ihre Tochter Katie. Leander scheint das alles nicht zu interessieren. Doch dann wacht Alia auf und beginnt ihr Leben zusammen mit ihren Freundinnen Majken, Stef, Nina und Bianca neu zu ordnen. Denn nicht immer läuft alles so wie geplant, aber vor allem für Alias kleine Tochter Katie ist ein geregelter Alltag wichtig. Dabei hilft ihr vor allem auch ihr liebenswürdiger Nachbar Kolja.


    Fazit


    Ein witziger, charmanter Roman voller Liebe, Schmerz, Gefühl und Leben. Alia ist eine interessante Protagonistin, die lange Zeit nicht verstehen kann, wie ihr Freund und Lebensgefährte sie so verletzen konnte. Leander war sich zwar der Schuld bewusst, nicht aber des Ausmaßes an Schmerz, den Alia nun ertragen musste. Diese Darstellung der Wut, des Zorns, der Eifersucht und des Schmerzes ist es allerdings auch, was mich am Roman ein wenig stört. Der Liebeskummer von Alia wird so extrem, dass sie sogar zum Psychologen und Arzt muss, Antidepressiva und Beruhigungspillen schluckt und Leanders neue Wohnung zerstört. Ich finde, dass der Schmerz natürlich nachzuvollziehen ist, dass Alia aber auch eine erwachsene Frau mit Kind ist und sich entgegen ihres immer wieder erwähnten sachlichen Charakters, sehr gehen lässt. Leander wiederum ist ihr Gegenpart, er nimmt das alles eher gelassen hin und kommt erst spät zur Besinnung.


    Majken und Bianca sind die tollsten Freundinnen, die man sich vorstellen kann. Sie kümmern sich rührend um Alia. Und auch ihr Nachbar Kolja, der ihren Schmerz hören kann, ist ebenso sympathisch wie eigensinnig, zudem hat er die schönste Freundin der Welt, Lichtgestalt Kim.


    Hervorheben möchte ich vor allem den Schreib- und Erzählstil der Autorin. Er ist ausgesprochen witzig, charmant und humorvoll. Aus der Sicht von Alia sind die Dinge oft noch schlimmer, als von Leander und sie schreibt es auf amüsante Art und Weise.


    Ein gelungenes Buch, welches es meine Ansicht nach an einigen Stellen übertreibt, aber trotzdem den Nagel auf den Kopf trifft.


    http://immer-mit-buch.blogspot…nfallt-luisa-buresch.html

    Heyne Verlag


    Die Autorin


    Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.


    Monument 14


    Nach einem Erdbeben, welches durch einen Tsunami verursacht wurde, werden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum eingesperrt. Gut oder schlecht? Denn draußen tobt die Hölle. In einer Chemiefabrik gab es einen Unfall und nun schwebt eine chemikalienverseuchte Wolke über der Stadt. Die Jugendlichen bekommen all dies nur über die Fernseher des Einkaufszentrums mit. Nun beginnt ein Warten auf Hilfe, welches sie alle nach und nach zermürben lässt. Da auch einige Kinder unter ihnen sind, ist es nun an den Älteren Elternersatz und Erzieherin zugleich zu sein und auch selbst nicht die Nerven zu verlieren. Doch schnell stellen sie fest, dass sie nicht die Einzigen sind, die in ihrer Stadt überlebt zu haben scheinen…


    Fazit


    Ein interessanter sciencefiction Roman, der durch seine packende Geschichte besticht. Die 14 Jugendlichen kennen sich aus der Schule, haben aber wenig gemeinsam. Der stille Dean, der die Hauptperson im Buch markiert, der Footballheld Jack, der sich immer mehr zum Anführer mausert, der angeberische Brayne, dessen Vater in der Chemiefabrik arbeitet, Josie, die bei dem Unfall stark verletzt wurde und Astrid, in welche Dean schon lang verliebt ist. Mit von der Partie ist auch Deans Bruder Alex, der sich sehr gut mit elektronischen Dingen auskennt. Kurzum eine bunte Mischung, klar, dass es früher oder später zu Reibereien kommt.


    Der Schreib- und Erzählstil des Romans ist sehr angenehm, man kommt gut in das Geschehen hinein und es gibt keine lange Vorgeschichte. Schade finde ich, dass alles im Buch ziemlich vorhersehbar ist. Schon bevor die Dinge passierten, wusste man, wer in der Gruppe früher oder später aufeinander losgehen wird, wer austickt, wer sich als sympathisch erweist usw. Dadurch kam bei mir bereits in der Mitte des Buches eine gewisse Langeweile auf. Auch weil im Einkaufszentrum wenig passiert und jeder Tag ein wenig ähnlich abläuft. Ein wenig Spannung wird kurz vor Schluss aufgebaut, als die Jugendlichen plötzlich Besuch bekommen und alles aus dem Ruder läuft. An dieser Stelle wird auch sichtbar, dass es einen zweiten und wie ich nun herausbekommen habe dritten und vierten Band gibt.


    Der zweite Teil „Monument 14: Die Flucht“ erscheint am 12. Mai 2014, ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich Lust habe ihn zu lesen. Wobei ich doch gern wissen möchte, wie es vor allem mit Dean und Astrid weitergeht. Den dritten Teil „Monument 14: Jakes Geheimnis“ erscheint ebenfalls am 12. Mai 2014, allerdings zunächst als eBook. Der vierte Teil „Monument 14: Die Rettung“ erscheint am 8. Dezember 2014. Ein Roman mit spannendem Thema und einer guten Grundlage, welcher es aber meines Erachtens an Tiefgang fehlt. Ich vergebe nur 3 von 5 goldenen Büchern.


    http://immer-mit-buch.blogspot…nt-14-emmy-laybourne.html

    Oetinger Verlag


    Die Autorin


    Anna Seidl wurde 1995 in Freisingen geboren und wuchs in Budapest auf. Sie zog schließlich mit ihrer Familie nach Bayern. Schon in der Grundschule liebte sie Geschichten und begann schon zeitig mit dem Schreiben. Mit ihrem Jugendbuchdebüt „Es wird keine Helden geben“ stellt sie nun ihr schriftstellerisches Können unter Beweis. Anna Seidl lebt mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in der Nähe von Aschaffenburg.


    Es wird keine Helden geben


    Ein völlig normaler Schultag. Doch nach dem Pausenklingeln fällt der erste Schuss: Nach einem Amoklauf an ihrer Schule ist für Miriam nichts mehr wie es mal war. Freunde sind gestorben, die Schule ist verwüstet und sie musste alles mit ansehen. Teilweise fühlt sie sich sogar schuldig. Waren es nicht sie und ihre Freunde, die den armen Jungen immer gemobbt haben? Aber gibt das ihm das Recht um sich zu ballern und alle Schüler abzuknallen? In Miriam beginnt sich ein ungeahnter Hass auf diesen feigen Jungen zu entwickel. Denn sie ist es, die ihren Freund Tobi schwer verletzt am Boden findet. Doch für ihn kommt jede Hilfe zu spät..


    Fazit


    Das Debüt der jungen deutschen Autorin Anne Seidl ist packend, schockierend und zutiefst berührend. Denn Miriam verliert an diesem einen Tag nicht nur ihr bislang unbeschwertes Leben, sondern auch alles was ihr wichtig war. Ihren Freund, ihre besten Freundinnen, ihre Jugend.


    Der Roman setzt mitten im Geschehen ein, der Leser befindet sich sofort mitten im Amoklauf des Schülers. Miriam und ihre beste Freundin Joanne haben sich auf dem Mädchenklo verschanzt, beide mussten mit ansehen, wie ihr Klassenkamerad Philipp erschossen wurde. Als sie sich aus dem Versteck wagen, sieht Miriam ihren Freund Tobi, der schwer verletzt auf dem Boden liegt, doch sie kann ihm nicht helfen. Ihr eigenes Leben ist ihr wichtiger und die Angst darum, lähmt alles.


    Nach dem Amoklauf ändert sich alles. Die Freundschaften der fünf Mädchen Vanessa, Tanja, Sophia, Joanne und Miriam brechen auseinander, jeder versucht mit dem Geschehenen auf eigene Weise zurecht zu kommen. Tobi, Miriams große Liebe, ist tot. Und Miriam schafft es nicht darüber hinweg zu kommen.


    Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist packend und aufwühlend, nur zugut kann man sich in das Mädchen hineinversetzen, die keinen Ausweg mehr sieht. Erst nach und nach lernt Miriam mit der Situation umzugehen. Auch der Titel des Romans passt sehr gut auf die Situation, denn während des Amoklaufs wird klar, dass jeder nur versucht sein eigenes Leben zu retten. Die Angst des Sterbens lähmt sie alle.


    Ein unglaublich fesselndes Buch, welches die grausame Realität solcher Amokläufe aus der Sicht einer Überlebenden zeigt, die sich nun wieder im Alltag zurecht finden muss..


    http://immer-mit-buch.blogspot…den-geben-anna-seidl.html

    Klett-Cotta Verlag


    Der Autor


    Christos Tsiolkas wurde 1965 als Sohn griechischer Immigranten in Melbourne geboren und gilt als einer der einflussreichsten Autoren Australiens. Sein bislang erfolgreichstes Buch, „Nur eine Ohrfeige“, wurde mehrfach ausgezeichnet und als Serie verfilmt.


    Barrakuda


    Er ist schnell, er ist gut, er ist der Beste. Das Wasser ist sein Element und es scheint ihn die Welt um sich herum zu vergessen. Es trägt ihn und lässt ihn atmen. Danny Kelly hat nur eines im Kopf, er will Schwimmen und Siegen. Etwas anderes kommt nicht in Frage und seine Eltern sowie sein Trainer tun alles für ihn. Er wird von den meisten seiner Freunde gefeiert und sogar seine Geschwister sehen zu ihm auf. Daniel trainiert hart, härter als alle anderen und will nichts als gewinnen. Eine Zeit lang sieht es so aus, als würde sein Talent, welches ihm sogar ein Stipendium einbringt, ihm sämtliche Türen öffnen. Doch Danny scheitert… Im entscheidenden Wettkampf verliert Danny alles und seine Sicht auf das Leben…


    Fazit


    Christos Tsiolkas erzählt die dramatische Geschichte eines Außenseiters in Form eines talentierten Jungen, anhand den Anforderungen der Leistungsgesellschaft, in welcher Erfolg und Niedergang nah beieinander liegen.


    Der junge Protagonist Daniel Kelly kennt nichts anderes als das Siegen, er kämpft, trainiert und ist besser als die anderen. Doch an entscheidender Stelle scheitert er und sein Selbstmitleid frisst ihn auf. Er verliert den Mut am Leben, wird aggressiv und verliert die Kontrolle. Der entscheidende Wettkampf ändert alles, ebenso das Verhältnis zu sich selbst und denen, die ihm nahestehen. Erst allmählich gelingt es ihm, eine neue Sicht auf sein Leben zu finden.


    Schreib- und Erzählstil des Autors sind ein wenig schwierig und ließen mich erst nach und nach in die Geschichte einsteigen. Auch Danny ist zunächst nicht wirklich sympathisch, weshalb ich mit diesem Buch nicht wirklich warm wurde. Nach und nach näherten auch wir beide uns an, trotzdem hatte ich mir unter dem Roman etwas anderes vorgestellt und konnte mich nicht in Danny hinein versetzen. Er ist egoistisch, ehrgeizig und hat einen immensen Hass auf die Welt. Beim Lesen fand ich das sehr anstrengend. Die ganze Zeit über merkt man ihm seine Wut auf alles enorm an.


    Auch wenn der Autor den Lesern seines Romans wahrscheinlich die Augen öffnen wollte, was die Ecken und Kannten einer Leistungsgesellschaft etc. betrifft, finde ich, dass ihm dies nicht gelungen ist. Leider gibt es für dieses Buch von mir nur 2 von 5 goldenen Büchern, da ich die Idee gut, die Umsetzung jedoch nicht gut finde.


    http://immer-mit-buch.blogspot…da-christos-tsiolkas.html

    Cbj Verlag


    Die Autorin


    Nina Blazon wurde in Kper bei Triest geboren und las schon als Jugendliche sehr gern Fantasy-Abenteuer. Während ihres Germanistik-Studiums begann sie mit dem Schreiben und hat seitdem schon viele Romane veröffentlicht. Besonders gut gefiel mir von ihr „L’Aqua – der Fluch der schwarzen Gondel“. Die erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.


    Der dunkle Kuss der Sterne


    In ihrer Brautnacht wird Canda von schrecklichen Albträumen heimgesucht. Ihr Verlobter Tian wird entführt und verschwindet spurlos. Als sie erwacht, haben sich ihre Albträume nicht nur bewahrheitet, sondern Canda ist zudem ihrer Schönheit beraubt. Nichts ist mehr übrig von der einstigen Wüstenprinzessin, die durch ihren Glanz, ihren Anmut und ihre Schönheit alle Welt verzauberte. In ihrer Verzweiflung und von ihrer Familie im Stich gelassen, macht sich Canda auf die Suche nach Tian. Dafür muss die Hohe ihre Heimatstadt Ghan verlassen und in die unendlichen Weiten der Wüste aufbrechen. Doch auf die Gefahren, welche dort auf sie lauern, war auch Canda nicht vorbereitet. Zum Glück hatte die Mégana vorgesorgt und ihr einen Weggefährten, Amad, zur Seite gestellt. Dieser scheint sie mehr zu hassen als alles andere. Die Suche nach Tian gestaltet sich immer schwieriger und nicht immer sind die Probleme ihrer Reise von realer Natur…



    Fazit


    Ein unglaublich spannendes und fesselndes Buch, welches rasant in die Thematik einsteigt. Es beginnt mit Candas und Tians Prunknacht, die am nächsten Tag verheiratet werden sollen, um zwei hohe Familien zusammen zu führen und die beiden zu den Höchsten der Stadt werden lassen soll. Doch es kommt anders. Candas Albträume werden wahr, als sie nachts versucht zu ihrem Liebsten zu kommen. Denn sie wird von den Wächtern nicht erkannt und geschlagen.Canda ist von Anfang an bemitleidenswert. Von ihrem Liebsten verlassen, von der Familie verraten und gemieden.


    Selbst die Höchsten glauben ihr nicht. Doch ihr Mut und ihre Verzweiflung lassen sie ungeahntes vollbringen und sie schafft die Flucht aus der Stadt. Amad ist ein sehr unsympathischer Protagonist, welche Canda von Anfang an Steine in den Weg rollt. Doch trotzdem scheint er ihr zu helfen und immer zu wissen, wo Tian ist. Die Spannung zwischen den Beiden ist im gesamten Buch zu spüren und entwickelt sich erst nach und nach in eine Sympathie. Ein wenig verwirrend sind die fantastischen Eckpunkte, welche im Buch eine wichtige Rolle spielen. Aberglaube, Rituale und vor allem Gaben werden als äußerst wichtig empfunden. So muss Canda in ihrer Brautnacht eine Reihe von Ritualen vollbringen, um ihre Ehe zu vervollständigen. Als sie eine Gabe verliert, bricht das Unglück los.Der Leser steht von Beginn an mitten im Geschehen und fühlt sich Canda sofort verbunden.


    Auch ihr ungebrochener Wille Tian zu finden und ihr Glaube an ihn und seine Lieben machen sie so sympathisch. Letztlich kommt alles anders als geplant, doch das Buch bekommt von mir 5 von 5 goldenen Büchern. Eine tolle, orientalisch-exotische Fantasygeschichte, die unter die Haut geht.

    Heyne Verlag


    Die Autorin


    Alexandra Pilz, welche am gleichen Tag Geburtstag hat wie Jane Austen, liebt als Autorin und Journalistin England und hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten, wie die von Emily und Matt. Mit ihrem Mann lebt sie in München und träumt von einem Cottage in Cornwall. Ihre Liebe zu England wird in ihren Büchern deutlich. Nach einem tollen Debüt mit „Zurück in Hollyhill“ ist „Verliebt in Hollyhill“ ihr zweiter Band der Trilogie.


    Verliebt in Hollyhill


    Emily ist noch immer in Hollyhill. Seit sie dem Brief ihrer verstorbenen Mutter gefolgt, nach England geflogen und dort das idyllische Dörfchen gefunden hat, ist einiges passiert. Nicht nur, dass sie herausgefunden hat, dass Hollyhill durch die Zeit reist, auch der gutaussehende Matt und all die anderen Dorfbewohner haben gewisse Fähigkeiten, um sich in der Vergangenheit zurecht zu finden. Doch nach der schrillen Zeitreise in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts, bei welcher Emily nicht nur ihre Mutter kennen gelernt, sondern auch Matt lieben gelernt hat, will dieser auf einmal nichts mehr von ihr wissen. Mehr noch, Emily gewinnt den Eindruck, dass es ihm lieber wäre, sie gar nicht mehr in Hollyhill zu wissen. Sollte sie sich all die Gefühle nur eingebildet haben? Doch dann springt das Dorf plötzlich erneut in die Vergangenheit und zwar ins Jahr 1811. Es tauchen neue Geheimnisse und Abenteuer auf, die auch Einfluss auf Emilys Zukunft zu haben scheinen.


    FazitEin tolles Buch, welches dem ersten Teil „Zurück nach Hollyhill“ in nichts nachsteht. Wer sich einmal in Hollyhill verliebt hat, wird auch in seinem Bann bleiben. Ich freue mich schon jetzt auf den dritten und damit leider letzten Band der Trilogie.Die Dorfbewohner und vor allem Josh, Matt und Silly finde ich nach wie vor wahnsinnig sympathisch, auch wenn nun das Geschwisterpaar Culum und Chloe auftaucht. Beide scheinen nicht viel für Emily übrig zu haben und vor allem Chloe ätzt immer wieder mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit mit Matt. Darüber weiß Emily jedoch nichts und beginnt an Matts Gefühlen für sie zu zweifeln. Ein ebenso dramatisches wie romantisches Liebesabenteuer im Jahre 1811 beginnt. Das Dorf hat wieder einmal eine Aufgabe zu erfüllen und Emily ist mittendrin.Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist nach wie vor fantastisch und die bildhaften Landschaftsbeschreibungen wie auch die Charakterbeschreibungen der Dorfbewohner lassen keine Wünsche offen. Als Leser kommt man wie im ersten Band voll auf seine Kosten und es ist jedes Mal schade, wenn so ein Buch vorbei ist. Ich freue mich auf Band drei und vergebe wieder einmal 5 von 5 mehr als verdiente goldene Bücher.

    Chicken House Verlag


    Der Autor


    Melvin Burgess wurde in London geboren und ist in Surrey und Sussex aufgewachsen. Er hat als Journalist gearbeitet, bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Seine Jugendbücher wurden unter anderem mit dem Guardian Fiction Award und mit der Carnegie Medal ausgezeichnet. Burgess lebt in Hebden Bridge, in der Nähe von Manchester.


    Death


    Es ist die Modedroge schlechthin. Seit der Musiker Jimmy Earle die Droge genommen hat und bei einem Konzert auf der Bühne tot umfiel, sind alle davon besessen. Auch Adam und Lizzie waren auf dem Konzert. Jetzt ist es Kult und jeder spricht über sie. Wer Death nimmt, kennt keine Grenzen mehr und erlebt die beste letzte Woche seines Lebens, denn am letzten Tag der Woche stirbt man. Adam ist hin und hergerissen, sein Bruder ist tot und seine Eltern interessieren sich für nichts anderes mehr, auch mit Lizzie will es nicht so rech klappen. Doch soll er die Droge wirklich nehmen? Sie soll den absoluten Kick versprechen und Adam glaubt nichts zu verlieren zu haben. Die beste Woche seines Lebens rückt in greifbare Nähe und Adam trifft eine folgenschwere Entscheidung.


    Fazit


    Ein spannendes Buch, welches mich anfangs stark in seinen Bann zog. Der Schreibstil des Autors ist sehr ansprechend und man kommt sehr schnell in die Geschichte rein. Anfangs geht alles sehr schnell. Der Musiker stirbt, Chaos bricht aus, Adam und Lizzie als die beiden Hauptprotagonisten mitten drin. Nach und nach lichtet sich das Geschehen und bringt ein wenig Licht in den Deathkult.


    Adam kommt von der Geschichte um die Droge einfach nicht los, als die Familie dann auch noch die Nachricht vom Tod von Adams Bruder Jess bekommt, gibt es für ihn kein Halten mehr. Doch nach und nach wird die Geschichte, ähnlich wie die beste letzte Woche seines Lebens immer brutaler und sowie Lizzie als auch Adam rauschen mitten hinein in den Sumpf aus Drogen und Gewalt. Keiner der beiden hat den Sog mehr unter Kontrolle und die Situationen eskalieren.


    Der Autor schreibt meiner Ansicht nach mit einer erstaunlichen Banalität und Leichtigkeit über dieses Thema und vor allem die Gewalt schockierte mich an einigen Stellen doch sehr. Auch die Rolle, die Jess im Buch spielt, sagte mir nicht so zu, da sie meines Erachtens nicht wirklich zum vorgestellten Charakter von ihm passt. Adam finde ich naiv und teilweise handelt er mehr als merkwürdig. Auch Lizzie wird mir im Buch immer mehr unsympathisch, wobei sie ihre Rolle am Ende wieder ein wenig aufpoliert.


    Der Roman war vom Thema her nicht schlecht, ich konnte mich mit ihm jedoch wenig arrangieren und kam nicht so recht ins Geschehen hinein. Mehr als 3 goldene Bücher kann ich leider nicht vergeben. Tolles, spannendes Thema, tolle Ansätze, teilweise enorme Spannung, aber letztlich kam bei mir nicht das erwünschte Gefühl am Ende des Buches.


    http://immer-mit-buch.blogspot…death-melvin-burgess.html

    Kiepenheuer & Witsch Verlag


    Die Autorin


    Sabine Heinrich wurde 1976 geboren, ist Moderatorin des Radiosenders 1Live. Sie präsentierte 2010 den Vorentscheid für den Eurovison Song Contest in der ARD, der mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. 2011 erhielt sie den deutschen Radiopreis als beste Moderatorin.


    Sehnsucht ist ein Notfall


    Eva und ihre Oma hauen ab. Überfordert von ihren Beziehungsproblemen setzen sich die beiden ins Auto und fahren einfach los. Erst soll es an die Ostsee gehen, aber da die beiden das richtige Meer sehen wollen, entschließen sie sich kurzerhand nach Italien zu fahren. Genauer, nach Elba soll es gehen. Eva lässt dabei ihren langjährigen Freund Johannes, den sie mit dem Familienvater Tobias, dessen Sohn Thore in ihrer ostheopatischen Praxis behandelt wird, betrogen hat, zurück. Oma lässt ihren Mann zurück, den sie nach 79 Jahren Ehe nun verlassen will. Noch nie hatte sie sich in der Ehe wohlgefühlt und immer drangsaliert gefühlt. Für beide ein Grund, alles hinter sich zu lassen. Eva, deren Eltern früh verstarben, wuchs bei ihrer Großmutter auf und fühlt sich mit ihr auf besondere Art und Weise verbunden. Oma ist unglücklich und war noch nie am Meer. Auf der Reise dorthin finden beide nicht nur zu sich selbst, sondern auch noch jede Menge Spaß und neue Freunde.


    Fazit


    Ein amüsantes und gleichzeitig bewegendes Buch über die rührende Beziehung einer jungen Frau zu ihrer Großmutter, die sie aufgezogen hat. Beide sind sehr sympathische Protagonistinnen, wobei man der Oma anmerkt, in welchem betagten Alter sie sich bereits befindet. Alles ist aus der Sicht von Eva erzählt und der Leser erfährt durch die Gedanken und Gefühle der jungen Frau, wie es in ihr wirklich aussieht. Denn eigentlich geht es für sie drunter und drüber und für einen Mann entscheiden, kann sie sich schon gar nicht. Auch die Reise nach Italien gestaltet sich für beide nicht unbedingt einfach, denn die Reise zur Ruhe will sich einfach nicht einstellen.


    Bis zum Schluss fällt es Eva schwer Stellung zu beziehen. Das Ende, welches ich an dieser Stelle natürlich NICHT verrate, entspricht allerdings überhaupt nicht meinen Vorstellungen und nach dem tollen Buch, bei welchem mir auch ein wenig der Höhepunkt fehlt, habe ich auf ein triumphales Ende gehofft. Leider ist dem, meiner Meinung nach, nicht so und das Ende kommt nach dem spannenden und aufregenden Roadtrip doch recht schnell und mit wenig Befriedigung daher.


    Auch der Titel des Buches, welches durch ein verträumtes und wundervolles Cover besticht, ist ein wenig unpassend, wie ich finde. Er erinnert mich eher an einen Kitschroman, als an den ansprechenden Roman, der vor dem Leser liegt. Ich persönlich würde das Buch nach dem Titel vermutlich nicht kaufen, finde jedoch, dass der Inhalt wirklich toll ist. Vor allem die Beziehung von Eva und ihrer Oma ist mehr als ansprechend.


    Alles in allem ein gelungenes Buch, welchem es ein wenig an Tiefe fehlt und dessen Ende mir nicht zugesagt hat. Trotzdem war es einfach zu lesen und durch Evas Art sehr interessant und amüsant geschrieben.

    Darkiss


    Die Autorin


    Schon als Kind hat Jordan Dane gern gelesen. Dennoch hat sie einige Jahre bei einem Energiekonzern gearbeitet, bevor sie ihre Liebe zum Schreiben entdeckte. Jordan reist gern, liebt gutes Essen und lebt in Texas, wo sie ihre mehrfach preisgekrönten Romane schreibt.


    Das Erwachen


    Rayne Darbys Bruder Lukas war schon immer ein wenig anders. Viel intensiver konnte er die Gefühle anderer Menschen empfinden. Doch es gab noch andere Merkwürdigkeiten an ihm. Ihrer Liebe zu ihm hatte dies nie einen Abbruch getan, doch ihre große Schwester Mia, die nach dem Tod ihrer Eltern das Zepter der Familie an sich gerissen hatte, konnte ihn nicht ertragen und ließ ihn in eine Nervenheilanstalt einweisen. Dort wollte man ihm helfen können. Doch Lukas kann fliehen und hitnerlässt Rayne eine verwirrende Botschaft auf dem Anrufbeantworter. Sofort macht sie sich auf die Suche nach ihm. Doch sie ist nicht die Einzige, die Lukas finden will und nicht alle seine Verfolger haben Gutes im Sinn. Als Rayne auf Gabriel trifft, der ihr das Leben rettet, scheint sich ihr Schicksal zu drehen. Zwar gibt Gabe nicht viel von sich Preis, doch er versucht ihr zu helfen.


    Fazit


    Ein wenig erleichtert war ich schon, als ich das Buch endlich durch hatte. Immer wieder hatte ich es zur Seite gelegt, um später darin weiter zu lesen. Einerseits fand ich die Geschichte unglaublich spannend und interessant. Die Indigo- und Kristallkinder sind etwas völlig Neues und gerade deshalb finde ich das Buch sehr lesenswert. Auf der anderen Seite sind die Charaktere leider ein wenig flach, gerade Mia kommt nicht wirklich zur Geltung. Rayne und Gabriel gefallen mir sehr sehr gut, Kendra und Rafael, sowie Lukas wieder nicht so wirklich. Leider finde ich auch, dass die einzelnen Gefühle zueinander, außer wiederum die von Rayne und Gabe, nicht zur Geltung kommen. Auch nicht die der Bösewichte. Aber da dies der erste Band einer neuen „Indigo“-Serie ist, könnte dies in den Folgebänden vielleicht noch geschehen.


    Die Indigo-Kinder haben bestimmte Fähigkeiten, sie können beispielsweise die Gefühle von anderen Menschen nachempfinden und diese auch beeinflussen. Verfügen sie über mehr Macht als andere, können sie sich zu Kristallkindern weiter entwickeln.


    Der Schreib- und Erzählstil im Buch war sehr angenehm, sodass sich der Roman eigentlich flüssig lesen lies, aber des Öfteren hatte ich das Gefühl der Langeweile. Die Spannung verebbte an einigen Stellen völlig und immer wenn die Verfolger von Lukas auftauchten, hatte ich keine Lust mehr am Lesen. Die Handlungen rund um Alexander, Fiona und die anderen interessierten mich irgendwie weniger, auch wenn von ihnen eigentlich die gesamte Handlung ausging, denn nur aufgrund der „Kirche“ flieht Lukas. Von Mia hört man im Verlaufe des Buches immer weniger und am Ende nichts mehr, auch das kann ich nicht wirklich nachvollziehen, aber ich denke, dass auch sie in den nächsten Bänden auftaucht.


    Alles in allem ein Durchschnittsroman, der auf jeden Fall Potenzial zu mehr hat und ich hoffe, dass dieses in den nächsten Bänden mehr ausgeschöpft wird.

    Carlsen Verlag


    Der Autor


    Kai Meyer wurde 1969 geboren und hat bisher über fünfzig Romane veröffentlich. Darunter befinden sich zahlreiche Bestseller. Seine Werke wurden als Film, Comics oder Hörspiel adaptiert und in mehr als dreißig Sprachen übersetzt.


    Phantasmen


    Sie tauchen aus dem Nichts auf und sind eines Tages einfach da. Die Geister der Toten aus den letzten drei Jahren. Rain und Emma wollen dieses Phänomen nutzen, um sich von ihren Eltern, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen, zu verabschieden. Als sie an der Unfallstelle ankommen, sind sie nicht allein und auch die Geister der Verstorbenen erscheinen wie erhofft. Doch etwas scheint anders zu sein, als bisher. Die anderen Besucher der Unglücksstelle können sich auf einmal nicht mehr rühren und auch Emma und Rain fühlen ein Herzrasen, welches ihre Körper fast zerspringen lässt. Gerade noch schaffen sie es aus der Gefahrenzone, doch dann taucht plötzlich Tyler, der mürrische Norweger auf. Er kam aus Spanien, um seine Freundin und große Liebe Falvie zu retten. Doch alle drei befinden sich in fürchterlicher Gefahr, denn die Geister sind nicht mehr so harmlos, wie sie einmal waren…


    Fazit


    Ein interessantes und spannendes Buch, für welches ich allerdings länger gebraucht habe als gedacht. Leider konnte mich das neue Buch von Kai Meyer nicht so vom Hocker reisen, wie beispielsweise „Asche und Phönix“, dennoch bleibt es bis zum Ende spannend und wartet immer wieder mit Überraschungsmomenten auf. Besonders gut gefielen mir die Charaktere Rain und Tyler, aber auch Emma ist ein wundervolles Kind, wenn auch des Öfteren ein wenig eigenartig. Sehr mochte ich auch das Ende, welches ich an dieser Stelle natürlich nicht verrate, aber ich war begeistert. Ich finde allerdings, dass Rain die tragische Figur im Roman ist, da sie in Afrika einiges miterlebt hat und an dem Trauma dieser Reise wohl noch immer leidet.


    Sehr gut gelungen ist auch der Schreib- und Erzählstil, wobei ich von Kai Meyer auch nichts anderes erwartet habe. Er schreibt einfach toll und seine Bücher lassen sich flüssig lesen. Ein paar Schwierigkeiten hatte ich mit seinem fantastischen Buch jedoch schon. Ich fand beispielsweise, dass es sich in der Mitte ein wenig zog und teilweise fehlte mir die Lust und Energie, die Geschichte um Tyler, Rain und Emma weiter zu verfolgen. An einigen Stellen fehlte mir auch ein wenig der Anschluss, aber das kann auch an meinen Lesepausen gelegen haben. Trotzdem haben mir auch die „bösen“ Charaktere, beispielsweise von Haven sehr gut gefallen. In ihn kann man sich als Leser hervorragend hinein versetzen und ich weiß nicht, was andere Elternteile gemacht hätten, um ihre Tochter zu retten.


    Ein tolles und spannendes Buch, welches sich auf jeden Fall zu lesen lohnt und sicher noch einige Leser beGEISTERn wird :)

    Blanvalet Verlag


    Die Autorin


    Liz Trenow wuchs in der Nähe einer Seidenspinnerei auf, die auch heute noch in Betrieb ist und sie zu ihrem Debüt „Das Kastanienhaus“ inspirierte. Obwohl ihre Vorfahren seit über dreihundert Jahren im Seidengeschäft tätig sind, entschied Liz Trenow sich für einen anderen Beruf. Sie arbeitete viele Jahre als Journalistin für nationale und internationale Zeitungen sowie für den Hörfunk und das Fernsehen, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete.


    Das Kastanienhaus


    England 1938: Lily Verner wohnt mit ihrer Familie im Kastanienhaus. Sie ist glücklich und lebensfroh und hat jede Menge Pläne für die Zukunft. Doch der Beginn des Zweiten Weltkriegs lässt all ihre Pläne und Träumereien zerfließen, sie beginnt eine Arbeit in der väterlichen Seidenweberei. Nach und nach gewöhnt sie sich an die schwere Arbeit und fängt an, ihren Beruf gern auszuführen und sich über ihre Verantwortung bewusst zu werden. Als der gut aussehende und charmante Robbie sich ihrer annimmt, scheint ihr Glück perfekt. Doch Robbie scheint nicht der Mann, für den ihn alle halten und Lilys Gefühle wollen sich für ihn nicht einstellen. Dafür scheint sich immer mehr der deutsche Jude Stefan, den Lilys Familie als Flüchtling aufgenommen haben, für sie zu interessieren. Doch beide steuern einer unvermeidlichen Gefahr entgegen…


    Fazit


    Ein unendlich berührendes, emotionales und trauriges Buch. Es zeigt die Gräuel des Zweiten Weltkrieges so nah, dass man als Leser immer den Tränen nah ist. So unverfänglich, wie das Buch mit Lily und ihrem Aufstieg in der Seidenweberei beginnt, so emotional und einfühlsam hört das Buch auf. Ich kann meine Emotionen und Empfindungen beim Lesen dieses Buches gar nicht recht in rationelle Worte fassen, so aufwühlend, dramatisch, grausam, tragisch und liebevoll fand ich es.


    Die Erzählperspektive ist aus Sicht der Protagonistin Lily, die nach dem Tod ihres Mannes, rückblickend ihre Lebensgeschichte erzählt. Von ihren Berufswünschen, ihren Zukunftsträumen, ihrer wunderbaren Familie, ihren besten Freunden, ihrem Bruder John und ihrer wundervollen und zugleich so tragischen Liebesgeschichte. Diese Liebe ist in den Zeiten des Krieges so wirr und unmöglich, dass sie von Anfang an unter keinem guten Stern steht. Als sich Lilys Liebster dann auch noch freiwillig zur Armee meldet, wie ihr Bruder John, scheint alles verloren. Bis zum Schluss bangt der Leser um ihn und Lily. Zu jeder Zeit ist es absolut möglich sich in die Charaktere hineinzuversetzen und sie zu verstehen. Sogar in die anfangs mürrische und verschlossene Gwen, die immer mehr zu Lilys Freundin wird, bekommt der Leser einen erschütternden Einblick.


    Die Erzählperspektive der Binnenhandlung ist äußerst spannend, denn nach dem Tod von Lilys Mann sind nun schon Jahre vergangen, seit der Krieg geendet hat. Und trotzdem nagt all das noch unerbittlich an Lily, denn sie gibt sich die Schuld für einen schlimmen Unfall. All das erfährt der Leser letztlich nur aus dem Gespräch zwischen Lily und ihrer Urenkelin Emily.
    Ein unglaublich spannendes Buch, welches mich gleich ab der ersten Seite fesselte und bis ins Herz berührt. Wenn ein Buch 5 goldene Bücher verdient, dann auf alle Fälle dieses.

    Planet Girl Verlag


    Die Autorin


    Anna Schneider wurde 1966 in Bergneustadt geboren. Sie veröffentlichte bereits als Jugendliche Gedichte. Erst vor wenigen Jahren wechselte sie erfolgreich ins erzählerische Fach: 2008 gewann sie den Women’s Edition Kurzkrimi-Preis. Eine weitere ihrer Kurzgeschichten wurde für einen österreichischen Krimipreis nominiert. Motiviert durch diese Erfolge arbeitet die Autorin derzeit an weiteren Kurzgeschichten sowie an Romanprojekten für Jugendliche und Erwachsene.


    Cool Girls can´t die


    Als Nova auf einer Party einfach umkippt und regungslos liegen bleibt ahnt Tobi schlimmes. Was haben sie nur getan? Keiner weiß genau was in dieser Nacht passiert ist. Vor allem nicht Daniel, der sein freiwilliges soziales Jahr im Krankenhaus macht und Nova genau dahin bringt, nachdem er sie nach einem Herzstillstand gerettet hat. Auch Jessi,. Novas beste Freund, ahnt, dass mehr hinter der coolen Clique um Magnus, Tobi, Sebastian und Kim steckt, als sie zugeben wollen. Zusammen mit Daniel macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und gerät dabei selbst in tödliche Gefahr.


    Fazit


    Das Buch überzeugt von der ersten Seite. Es steigt spannend ins Geschehen ein und der Leser ist bereits nach dem ersten Kapitel in der Geschichte gefangen. Ich fand es so fesselnd, dass ich es gleich am Tag der Ankunft durchgelesen habe. Danach war ich fast schon traurig, dass es vorbei war. Sehr gut gelungen ist vor allem der Schreib- und Erzählstil der Autorin. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl über etwas nicht Bescheid zu wissen oder die Geschehnisse nicht zu verstehen.


    Die beiden Hauptprotagonisten Daniel und Jessi sind äußerst sympathisch. Auch wenn sie sich das ein oder andere Mal in die Haar kriegen, nähern sich die beiden doch immer mehr an, was ich persönlich sehr ansprechend finde. Auch wie sich Jessi um Nova kümmert ist wundervoll, so stellt man sich eine beste Freundin vor. Interessant finde ich Tobis Stellung. Zu Beginn scheint er der Übeltäter zu sein, denn die ersten Seiten sind nur aus seiner Sicht geschrieben, dass es eigentlich um Daniel geht, bekommt der Leser erst später mit. Trotzdem ist seine Einstellung interessant, denn er ist zwar der typische Cliquenmitläufer, er hat aber trotzdem Gewissensbisse und macht sich Sorgen um Nova. Ganz im Gegensatz zu ihrer „Freundin“ Kim, Sebastian oder Magnus. Aber von denen ist das wohl auch nicht zu erwarte.


    Die Brutalität und Bereitschaft, über das Maß hinauszugehen, schockierte mich in diesem Buch ganz besonders. Vor allem die ersten Seiten und die immer wiederkehrenden Einblendungen von Novas Videotagebuch erschütterten mich tief und ich frage mich, wie man als Elternpaar auf seine kranke Tochter so reagieren kann. Das ist für mich unfassbar.


    Was mir nicht so gut gefiel, war der Titel. Ich finde, dass er nicht so gut zum Inhalt des Buches passt. Ist er auf die Party bezogen, die in der Nacht stattfand oder auf die Dunkelheit, die Nova im Koma umgibt? Dass sie als Prinzessin bezeichnet wird, kommt im Buch häufiger vor und auch das Ende erinnert stark an Dornrösschen. Leider fand ich das Ende dann ein wenig kurz, aber das ist Geschmacksache.
    Alles in allem ein wirklich gelungener Jugendthriller, wie ich finde.

    Gmeiner Verlag


    Die Autorin


    Christine Rath, welche 1964 geboren wurde, lebt seit ihrer Kindheit am Bodensee und betreibt mit ihrer Familie ein kleines Hotel in Ludwigshafen. Ihre Wurzeln hat sie allerdings auf der Ostseeinsel Hiddensee, von der ihr Vater stammt. Hier verbrachte sie als Kind viele glückliche Sommerferien im Haus ihrer Großeltern. Und auch heute noch zieht es sie auf das „Söte Länneken“, um in der zauberhaften Natur am Meer Ruhe und Erholung zu finden.


    Sanddornduft auf Hiddensee


    Kerstin kann es nicht glauben, sie arbeitet wie eine Verrückte und anstatt sie zu unterstützen und für sie da zu sein, erwischt sie ihren Verlobten dabei, wie er mit ihrer besten Freundin Katrin ins Bett geht. Das kann einfach nicht wahr sein. Da kommt ihr der Anruf ihrer Tante von Hiddensee, die ein paar Tage ins Krankenhaus muss und Kerstin bittet, solange ihre Pension „Silberdistel“ zu führen, ganz recht. Hals über Kopf reist sie auf die kleine Ostseeinsel und genießt die Sonne, den Strand, das Meer und den Wind in ihrem Haar. Er vertreibt die grauen und trüben Gedanken um Marc. Doch während ihres Aufenthaltes entdeckt Kerstin plötzlich alte Familienfotos und stößt dabei auf ein lang gehütetes Familiengeheimnis, welches weit in der Vergangenheit liegt. Um dem Rätsel auf den Grund zu gehen, wühlt Kerstin alten Staub auf und gräbt in den Wunden vergangener Zeiten. Als sie sich auch noch in den attraktiven Dirk verliebt, kommen plötzlich lebenswichtige Entscheidungen auf sie zu.


    Fazit


    Der Roman besticht durch eine unglaubliche Lebensfreude und Reichheit an Eindrücken durch Sonne, Strand und Meer auf Hiddensee. Die verträumte kleine Insel über Rügen lässt den Leser Urlaubsgefühle spüren und lässt vor allem Kerstin ihre trüben Gedanken vergessen. Sie ist als Protagonistin sehr sympathisch und wird gleich zu Beginn des Romans sehr verletzt. Durch den flüssigen und ansprechend Schreibstil der Autorin, fühlt der Leser förmlich mit ihr und verurteilt Marc, ihren Verlobten. Im Laufe des Romans beginnt man jedoch die eine, wie auch die andere Seite zu verstehen.


    Das Familiengeheimnis und die Geschehnisse auf Hiddensee halten die Spannung des Romans die ganze Zeit über, Nie ist klar, ob Kerstin nun zurück an den Bodensee fährt oder vielleicht doch auf Hiddensee verweilt. Auch über ihre berufliche Situation wird sich Kerstin erst zum Ende des Romans hin klar.


    Dirk ist ebenfalls sehr sympathisch, wenn auch von Anfang an eher etwas undurchschaubar. Nie ist ganz klar, wer er eigentlich ist und wie seine Situation wirklich aussieht. Er schenkt Kerstin jedoch das, was sie bei Marc die ganzen Jahre über vermisst hat.Ein durch und durch gefühlvoller wie auch spannender Roman, der mit der zauberhaften Ostseeinsel Hiddensee eine traumhafte Kulisse gefunden hat.

    Heyne Verlag


    Die Autorin


    Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umher spukten - nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt und schreibt mit ihrem Mann, zwei schwer erziehbaren Katzen und zwei Hunden in Louisville, Kentucky.


    Das Erbe der Feen


    Ethan ist kein gewöhnlicher Jugendlicher. Er hat die Fähigkeit Feen zu sehen… und er weiß selbst wie das klingt.Doch nicht nur das, seine Halbschwester Meghan ist die eiserne Königin in Nimmernie, dem Feenland. Doch Ethan hofft diesmal ein ganz normales neues Leben in der neuen Stadt beginnen zu können. Natürlich kommt es anders als geplant. Denn Kenzie scheint Gefallen an dem kratzbürstigen Jungen zu finden. Während einer Sportveranstaltung kommt es zum Eklat zwischen Ethan und den Feen und er und Kenzie müssen fliehen. Leider gelingt dies den beiden nicht und sie werden ins Nimmernie katapultiert. Nun müssen die beiden dringend Meghan finden und hoffen, dass sie ihnen helfen kann. Doch das ist nicht so einfach, denn Ethan hat seit seiner Kindheit nicht mehr von geschweige denn mit ihr gesprochen. Für ihn und Kenzie beginnt eine gefährliche Suche…


    Fazit


    Ein spannendes und interessantes Buch, welches gleich nach den ersten Seiten fesselte. Ethan ist anfangs eher ein unsympathischer junger Mann, der ständig Elfen, Feen und Halblinge sieht und sich nichts sehnlicher wünscht, als mit nichts und niemandem etwas zu tun zu haben. Wer das Buch bis zum Schluss liest, wird auch verstehen, warum er sich so verhält. Doch Kenzie kann er damit nicht schocken, sie hat Gefallen an ihm gefunden und taucht fortan überall auf.


    Der Schreib- und Erzählstil der Autorin führte dazu, dass man als Leser die gesamte Zeit über im Geschehen stand und immer über alles Bescheid wusste. Das mag ich persönlich besonders. Die beiden Hauptprotagonisten sind sehr sympathisch und vor allem Kenzie entwickelt sich im Laufe des Romans enorm, wie ich finde. Mir persönlich ist Meghan ziemlich unsympathisch, nicht nur, weil sie meines Erachtens ihre Familie irgendwie im Stich lässt, sondern auch, weil sie nicht den Eindruck macht, nun etwas gegen die dunklen Wesen zu tun. Letztlich taucht sie auch im gesamten Roman nicht mehr auf, was ich etwas seltsam finde. Dafür gibt es allerdings eine ganze Menge anderer Wesen, welche Ethan und Kenzie helfen.


    Alles in allem ein tolles, spannendes und aufregendes Buch voller Magie und Abenteuer, welches sich zu lesen lohnt.


    Ranking und Buchtrailer gibt es hier.

    Carlsen Verlag


    Der Autor


    Kai Meyer wurde1969 geboren und studierte Film und Theaterwissenschaften. Bevor er sich auf das Schreiben von Büchern festlegte, arbeitete er als Journalist. Inzwischen hat er mehr als 50 Titel veröffentlicht.


    Asche und Phönix


    Als Ash und Parker sich zum ersten Mal sehen, ist die Situation schwierig, denn Ash wollte gerade mit dem gestohlenen Geld den Abflug aus dem Hotelzimmer machen. Doch Parker kommt zu zeitig von seiner Pressekonferenz wieder und glaubt ihr die Geschichte des Zimmermädchens nicht. Von Anfang an haben beide nichts gemeinsam, denn er ist ein gefeierter Hollywoodstern, Phönix aus den Glamour-Filmen, und sie ist eine „Unsichtbare“, die nirgendwo zuhause ist. Doch Parker erträgt es nicht mehr im Rampenlicht zu stehen und will seinem Vater dahingehend eine klare Ansage machen, doch die Auseinandersetzung eskaliert und Parker muss flüchtend. Ash gerät ebenfalls in den Strudel und flüchtet zusammen mit ihm durch Frankreich an die Côte d’Azur. Doch auf den Fersen haben sie eine Macht, die beide nicht genügend einschätzen können und die gnadenlos Jagd auf sie macht.


    FazitEin spannendes und temporeiches Buch, welches bis zum Schluss mit Überraschungen aufwartet. Bereits ab der ersten Seite zieht der Roman den Leser in seinen Bann.Ash und Parker sind nicht nur beide auf ihre Art sympathisch, sie bauen im Laufe des Buches zudem eine immer intensivere Bindung zueinander auf. Parker schafft es die „unsichtbare“ Ash aus der Reserve zu locken und ihr gelingt es hinter die Fassaden des Filmstars zu blicken. Beide können nicht begreifen, welche unglaubliche Macht Parker mit seinen Aussagen entfesselt hat und machen sich auf den Weg zu seinem Vater. Das hätten sie allerdings lieber nicht tun sollen.Der Roman wartet mit einem tollen Schreib- und Erzählstil auf, der es nicht möglich macht, das Buch vor dem Ende aus der Hand zu legen. Ich selbst habe gerade 2 Tage gebraucht, um es durch zu lesen. Besonders beeindruckt hat mich die Beziehung von Parker zu seinem Haushälter im kleinen Haus am Meer. Auch Ash erkennt darin wieder einmal einen neuen Punkt von ihm. Doch leider währt die Freude darüber nicht besonders lang.Durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven, aus der Sicht von Parker und Ash, ebenso wie aus der Sicht ihrer Verfolger, steht der Leser ständig mitten im Geschehen und hat nie das Gefühl den Anschluss zu verlieren. Zudem ist er Parker und Ash meist einen Schritt voraus, da er immer weiß, wo sich ihre Gegner zum jeweiligen Zeitpunkt aufhalten.Ein fesselndes Buch, welches sich auf jeden Fall zu lesen lohnt. Ein kleines bisschen schade, fand ich das schnelle Ende, welches mir an dieser Stelle zu abrupt war. In Angesichts des tollen Buches, gibt es dem Roman jedoch nur einen kleinen Abbruch.

    Löwe Verlag


    Die Autorin


    „Wenn jemand mich fragt, seit wann ich schreibe, antworte ich meistens ‚immer schon’, was zwar nicht stimmt, sich aber trotzdem richtig anfühlt.“
    Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller im Erwachsenenbuch. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.


    Saeculum


    Nichts wünscht sich Bastian sehnlicher, als mit auf die Mittelalter-Convention fahren zu können. Zusammen mit Sandra und den anderen 5 Tage allein im Wald, ohne neumodischen Schnickschnack wie Handys und gegessen werden darf nur, was auch schon im Mittelalter auf den Tisch kam. Eben ein authentisches Rollenspiel. Doch als die Teilnehmer kurz vor der Abfahrt den Spielort erfahren, fällt ein erster Schatten auf die Convention. Ausgerechnet dieser Ort, der seit Jahrhunderten verflucht sein soll… Vor allem Doro, die Hexerin der Runde, ahnt Schlimmes. Bis zur Ankunft glaubt niemand an den alten und eigentlich längst vergessenen Fluch der Legende. Doch als plötzlich Teilnehmer verschwinden, Gräber auftauchen und Essen verfault, wird aus der harmlosen Reise in die Vergangenheit plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Und Bastian mittendrin…


    Fazit


    Ein spannendes Buch, welches von der ersten Seite an sehr angenehm und flüssig zu lesen ist. Die Autorin schafft es mal wieder den Leser bereits zu Beginn, als der Fluch ins Gespräch kommt, zu fesseln.


    Bastian als Hauptprotagonist ist eher sympathisch, auch wenn er anfangs ein wenig tollpatschig und für die Convention völlig ungeeignet scheint. Trotzdem macht auch er sich auf den Weg, um eine Woche lang zurück ins Mittelalter zu reisen. Entgegen den Wünschen seines Vaters, der ihn mit zu einem Medizinerkongress nehmen möchte. Sandra, die Bastian vergöttert, freut sich ebenso, dass er mitkommt. Doch es ist nicht immer alles wie es scheint, denn beiden wird schon ein wenig mulmig, als sich die Teilnehmer gegenseitig die Legende um den Fluch der Gegend erzählen. Zum Glück glaubt Bastian nicht an Flüche und Legende. Iris, welche im Buch ebenfalls eine entscheidende Rolle spielt, tritt erst später in Erscheinung, von ihr hört man zu Beginn der Geschichte eher wenig. Sie hält sich zudem zurück, allerdings scheint sie vor etwas Angst zu haben, was aus einigen Passagen um ihre Person hervor geht.


    Die Erzählperspektive ist meist aus der Sicht von Bastian, es gibt jedoch einige schwarz hinterlegte Seiten, auf welchen nicht ganz klar ist, wer an dieser Stelle spricht. Doch der Leser wird noch dahinter kommen.


    Für meinen Geschmack zieht sich das Buch an einigen Stellen und es kommt immer wieder der Fluch ins Gespräch. Bis zum Schluss weiß der Leser nicht, ob es nun wirklich einen Fluch geben sollte oder was sonst hinter den Geschehnissen stehen könnte. Alles in allem ein gelungenes Buch, welches an einigen Stellen eher auf den Punkt kommen könnte. Das Ende wiederum ist jedoch klasse geschrieben.

    Piper Verlag


    Die Autorinnen


    Wiebke Lorenz und Frauke Scheunemann sind Geschwister und schreiben unter dem Pseudonym Anne Hertz. Sie schreiben nicht nur gemeinsam, sondern verbringen auch den Großteil ihres Lebens zusammen, was man im Umgang miteinander auch merkt, wie ich finde. Bevor Anne Hertz 2006 in Hamburg geboren wurde, wurden Frauke und Wiebke 1969 und 1972 in Düsseldorf geboren.


    Die Sache mit meiner Schwester


    Heike und Nele sind Schwestern, wie sie ungleicher nicht sein können. Heike ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt mit ihrem Mann Oliver und besagten Kindern Emma, Lotta und Jakob in einem hübschen Haus etwas außerhalb von Hamburg. Nele hingegen ist Single und wohnt allein in einer gemütlichen Wohnung im Stadtzentrum. Einen festen Partner hat sie nicht, verbringt aber ihre Nächte häufig mit Niklas, den sie schon aus Schulzeiten kennt, der jedoch eigentlich verheiratet ist. Eine Gemeinsamkeit vereint das Schwesterpaar jedoch: sie schreiben gemeinsam unter dem Pseudonym Sanne Gold. Nach außen hin geben sie die beiden erfolgreichen Stars, die sich wunderbar verstehen und ihre Bücher über alles lieben. Hinter den Kulissen sieht es jedoch ganz anders aus und beide Schwestern verstehen sich eigentlich gar nicht gut und haben sogar einen Ghostwriter engagiert, der ihre Bücher schreibt. Eines abends in einer Talkshow eskaliert die Situation und alles beginnt aus dem Ruder zu laufen…


    Fazit


    Ein herzliches Buch voller Charme, Witz und Emotion, welches ich an zwei Tagen durchgeschmökert habe. Da ich die beiden Autorinnen zur diesjährigen Buchmesse in Leipzig sogar persönlich getroffen habe, kann ich dem Buch nun nur noch mehr abgewinnen. Auch sie sind in Wirklichkeit ein nach außen hin eher ungleich wirkendes Geschwisterpaar, welches sehr viel Herzlichkeit und Sympathie ausstrahlt.


    Heike und Nele im Buch sind ebenfalls sehr sympathisch, wobei Nele als die Erzählerin noch ein wenig herzlicher und offener erscheint, als Heike, welche eher den Part als reservierte und reife große Schwester einnimmt. Die beiden erleben im Buch jede Menge Tragik und es kam nicht nur einmal vor, dass ich dachte, es kann nicht mehr weiter gehen. Aber natürlich geht es immer weiter und vor allem Nele entwickelt sich stark im Laufe des Romans.


    Das Ende kam dann relativ schnell und für meinen Geschmack etwas zu schnell. Als sich so einige Dinge aufklären, hätte ich über die ein oder andere Sache doch gern noch etwas mehr erfahren. Oliver, der Mann von Heike, bleibt für mich leider in einem ziemlich schlechten Licht stehen und ich finde eine Konversation mit seiner Frau wäre für den Leser noch einmal nötig gewesen. Trotzdem finde ich die Art des Endes, mit einem Tagebucheintrag, welche sich im übrigen durch das ganze Buch ziehen, sehr schön gewählt.


    Ranking und Bilder gibt es hier.

    Hoffman und Campe Verlag


    Der Autor


    Justin Go wurde 1980 in Los Angeles geboren und studierte Geschichte und Literaturwissenschaften in Kalifornien und London. Nach einigen Jahren in Paris, London, New York und Berlin, lebt er heute in wiederum in Kalifornien. Der stete Lauf der Stunden ist sein Debüt.


    Der stete Lauf der Stunden


    Der junge und reiche Ashley lernt im Ersten Weltkrieg die schöne und geheimnisvolle Imogen kennen. Sie verlieben sich und versprechen sich gegenseitig die ewige Liebe. Doch als Ashley sich zum Kriegsdienst meldet und schließlich sogar vermisst wird, scheint für Imogen eine Welt zusammen zu brechen. Er kehrt 1924 zurück, doch nun fehlt von ihr jegliche Spur. Auf einer Expedition verunglückt Ashley schließlich tödlich, doch sein gesamtes Vermögen hinterlässt er Imogen. Doch 80 Jahre später, lässt ein Brief neue Spuren auftauchen, die nach Kalifornien und zu Tristan führen.


    Der junge Mann Tristan erlebt die Überraschung seines Lebens, als ihm ein englischer Anwalt eröffnet, dass er ein halb vergessenes Vermögen erben soll, wenn er es innerhalb von zwei Monaten schafft zu beweisen, dass er der Nachfahre von einer gewissen Imogen Soames-Andersson ist. Läuft die Frist jedoch ab, wird das Geld an verschiedene gemeinnützige Institutionen vergeben. Natürlich setzt Tristan alles daran, seine Herkunft zu erforschen und stößt letztlich auf eine Liebesgeschichte, die sein ganzes Leben verändert…


    Fazit


    Ein durchaus spannendes und packendes Buch, welches die wunderbare Liebesgeschichte von Imogen und Ashley erzählt, welche voll von Liebe, Sehnsucht und Glück ist. Auf der anderen Seite stehen jedoch die Gräuel des Ersten Weltkrieges, Schmerz und Verlust.


    Der Schreib- und Erzählstil sprach mich leider nicht ganz so an, da ich ihn als eher zäh und langwierig empfand. Auch sehr schmucklos und im nüchternen Stil schrieb der Autor die Geschichte. Das finde ich bei so einer Liebesgeschichte nicht unbedingt passend. Trotzdem fand ich den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit spannend, da der Leser so immer über den Dingen stand und immer ein wenig mehr wusste, als Tristan.
    Interessant und ansprechend waren die vielen Details, die man über das Leben von Imogen und Ashley lernt, wobei ihre Geschichte immer im Vordergrund steht, aber auch die Reise von Tristan quer durch Europa ist spannend geschrieben. Auch die Landschaftsbeschreibungen sind immer wieder sehr bildhaft und ansprechend, sodass man als Leser gleich ein Bild vor Augen hat.


    Alles in allem ein spannender und interessanter Roman, von welchem ich mir jedoch ein wenig mehr versprochen habe. Er ist jedoch keine schwierige Lektüre und füllt so unterhaltsam einige Nachmittagsstunden.


    http://immer-mit-buch.blogspot…er-stunden-justin-go.html