Beiträge von Love_Books

    Renegade – Tiefenrausch, ein Roman von S.A. Souders, welcher unglaublich romantisch ist, aber stets eine kalte Brutalität an den Tag legt.


    Inhalt:


    Evelyn Winters lebt als verwöhnte Tochter im Palast von Elysium, eine wunderschöne Unterwasserwelt wo Frieden herrscht. So scheint es auf den ersten Blick, doch ziemlich schnell und auf verwirrende Art und Weise merkt man, dass etwas mit Evelyn nicht stimmt.


    Die ersten Kapitel beginnen immer gleich, ändern sich nur teilweise und jedes Mal denkt man: So war das aber nicht! Was mit Evelyn geschieht erfährt man dann schließlich von Gavin, der schnell erkennt, dass Evelyn oder Evie, wie er sie nennt, die Erinnerungen genommen und Lügen eingeschärft werden. Diesen ganzen Prozess, nennt man Konditionierung und ist in Elysium gang und gebe. Evie hätte nur niemals gedacht, dass auch sie, die Tochter Elysiums konditioniert werden könnte. Denn dies kann nur ihre Mutter zu verantworten haben, welche ja nur das Beste für ihre Tochter will.


    Gavin lernt Evie ebenfalls in Elysium kennen und es wird schnell klar, dass er kein Einheimischer ist, sondern der Feind: ein Oberflächenbewohner. Gavin und Evie, fangen schließlich an sich zu vertrauen, wobei die ständigen Konditionierungen nicht behilflich sind. Doch Evie kann sich immer besser mit dem Verlust ihrer Erinnerungen arrangieren und entdeckt sogar bald, wie sie ihre richtige Vergangenheit zurückholen kann. Dabei stößt sie immer wieder auf längst vergessene Momente, welche ihr den Atem rauben und welche sie unmöglich glauben kann. Gavin steht ihr jedoch immer zur Seite und bald kann ihnen nur noch die Flucht das Leben retten. Doch ob sie ihnen auch gelingen wird?


    FAZIT – ACHTUNG – SPOILER – GEFAHR


    Schon als ich das erste Mal den Klappentext zu “Renegade“ gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Lange hat es dann gedauert ehe ich wirklich dazugekommen bin. Doch jetzt ist es getan und ich bin froh dieses Buch endlich gelesen zu haben, da es wirklich ein Muss für jeden Dystopienfan ist.


    Die Unterwasserwelt, besteht aus einer riesigen Glaskuppel, von der mehrere Gänge abgehen. Ich stelle mir die Welt wunderschön vor. Evie beschreibt immer wieder was man alles zu sehen bekommt, die Meerestiere, welche man ganz nah betrachten kann. Jedoch, so schön der Anblick sicher auch sein würde, könnte ich mich dort unten überhaupt nicht wohl fühlen, was sicher auch mit meiner klaustrophobischen Veranlagung zusammenhängt.


    Die Charaktere haben mir alle ziemlich gut gefallen. „Mutter“ war mir total unsympathisch, so wie die Autorin, es auch sicher beabsichtigt hat. Ihre Einstellung und ihre Gedankengänge haben mich ziemlich an das Naziregime erinnert. Zum einen waren da ihre Vorstellungen zum perfekten Menschen, dieser muss blond und blauäugig sein. Hinzu kommt noch ihre kalte, erbarmungslose Brutalität, welche sie konsequent durchsetzt und Kolletaralschäden mit einem Achselzucken hinnimmt.


    <<Unterschiede sind die Wurzel allen Übels.
    Dementsprechend müssen alle Unterschiede
    ausgemerzt werden –koste es was es wolle.>>
    Seite 145:


    Evie war für mich ebenfalls ein sehr überzeugender Charakter. Der Mensch der sie sein sollte und der sie war, ist immer wieder aufeinander geprallt und man konnte ihre Zerrissenheit spüren. Wenn dir eine innere Stimme immer wieder sagt, alles sei Lüge, wem glaubst du? Dass sie auf ihr Gefühl gehört hat und nicht auf ihren Kopf und dementsprechend gehandelt hat fand ich toll. Evie, war ein sehr mutiger Charakter, welcher überzeugend für ihr Glück, ihre Leben riskierte und gegen eine Welt von Lüge ankämpfte.


    Gavin, war auch ein sehr schöner Charakter, welcher jedoch etwas männlicher hätte auftreten können. Seine Statur wurde immer als schön, muskulös und zum dahinschmelzen beschrieben aber manchmal hätte er meiner Meinung nach, männlicher auftreten können. Aber vielleicht lag es auch einfach an Evie, welche mehr als gut in Nahkampf und Waffenkunde ausgebildet war und daneben wohl jeder männliche Charakter blass ausgesehen hätte.


    Ein Zitat möchte ich noch erwähnen, welches mich wirklich schmunzeln ließ, weil es so unglaublich surreal war.


    <<Die Gier hat die Seelen der Menschen vergiftet.
    Die Oberflächenbewohner haben zerstört,
    was einst wunderschön war, und es in eine schaurige
    Version dessen verwandelt, was sie Frieden nennen.
    Aber hier unten haben wir wahrhaftig Frieden.
    Es wird weder Angst geben noch Krankheit,
    Hunger, Hass oder Habgier. Wir haben uns
    ein Utopia erschaffen. Und es ist wundervoll. >>
    Seite 222


    Da glaubt man doch tatsächlich eine Dystopie zu lesen und dann so was …


    Meine Meinung:


    Abschließend ist zu sagen, dass Frau Souders einen emotionalen, brutalen und tiefgängigen Jugendroman kreiert hat, welcher unbedingt gelesen werden sollte. Die Handlung reißt einen von der ersten Seite an mit und man kommt, dank des guten flüssigen Schreibstils schnell voran, um die Geheimnisse von Evie zu erfahren.


    Von mir gibt es volle Punktzahl, da mich das Buch vollkommen überzeugt hat. Ich bin gespannt ob der zweite Teil mithalten kann, leider müssen wir auf den wohl noch eine ganze Weile warten.



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    Mit Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt, hat Alex Morel, ein dramatisches Schauspiel in einer Schneelandschaft geschaffen, welches auch mein Herz berührte.


    Inhalt:


    Jane und Paul stürzen mit einem Flugzeug, welches sie eigentlich nach New Jersey bringen sollte in die schneebedeckten Berge und müssen nun um ihr Überleben kämpfen. Dabei umgehen sie das ein um andere Mal den Tot in dem sie Berge, Hunger und Verdursten bekämpfen. Doch die offensichtlichen Schwierigkeiten sind nicht die einzigen Probleme welche Jane und Paul belasten. In ihren Herzen lauert alter Kummer, welcher beide stark zusetzt. Die beiden fangen an über ihre Vergangenheit zu sprechen und stützen sich gegenseitig, ob nun beim Durchqueren des hohen Schnees oder bei ihren Herzschmerz.


    Fazit:


    Das Buch hat für mich schwach begonnen, da mich der Charakter Jane anfangs nicht so überzeugen konnte. Doch im Laufe des Buches, wurde sie dann doch noch zugänglich und ist über sich hinausgewachsen. Paul hat mir im ganzen Buch gut gefallen, bis auf kleine Ausnahmen.

    Die Verluste welche beide in ihrem Leben verkraften mussten, sind tief in ihrem Herzen verankert, wo man deutlich spüren kann, wie sie an ihnen beiden nagen. Beide versuchen auf ihre eigenen Weisen mit diesen Verlusten klar zu kommen, doch erst diese lebensgefährliche Situation lässt sie nachdenken und schließlich loslassen.Das Ende war unglaublich gut geschrieben und ich konnte es nicht verhindern, dass die eine oder andere Träne floss. Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.


    Für die volle Punkzahl hat es leider nicht gereicht, weil mir einige Stellen im Buch unlogisch erschienen, wo man bessere Lösungen finden und einarbeiten hätte können.

    Hallo Büchereulen,


    also ich bin jetzt auf Seite 150 und muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt. Der Anfang hat sich zwar etwas hingezogen aber jetzt wird es doch recht spannend. Kitschig finde ich das Buch bis her gar nicht.


    Ich bin jedenfalls gespannt wie es weiter geht. :lesend


    Liebe Grüße