Beiträge von Heidi Rehn

    Schade. Magst Du mir vielleicht schreiben, was Dich genau - außer der nach Deiner Ansicht wenig spannenden Handlung - enttäuscht? Natürlich ist es schlecht, wenn man Dinge, die beim Lesen rüberkommen sollen, zusätzlich erklärt. Aber vielleicht hilft es gelegentlich doch. Welche Erwartungen hattest Du, die nicht erfüllt wurden?


    Gruß Heidi

    Liebe Maikäfer,


    schön, Dich jetzt hier wiederzulesen!


    Ich hatte gar nicht so sehr einzelne Stellen im Kopf, sondern dachte nur, dass bei Dir die Figuren Christoph, Carlotta und auch Caspar Pantzer anders angekommen sind, als ich sie mir ausgedacht hatte. Das kann natürlich auch an missverständlichen Textpassagen liegen. Ich versuche ja, meinen Film im Kopf in Worte zu kleiden, die bei meinen Lesern möglichst den gleichen Film ablaufen lassen, aber das kann mitunter auch danaeben gehen. Worte können zweideutig sein, Formulierungen schief klingen oder einfach bestimmte Ausdrücke ganz andere Assoziationen hervorrufen.
    Christoph sollte schon als der leicht aufbrausende Kindskopf herüberkommen, der für sein Alter noch recht unreif ist. Carlotta dagegen ist recht frühreif, manchmal regelrecht altklug und außerdem sehr vorlaut. Sie hält sich Christoph gegenüber für überlegen, was sie ihm zum einen durch ihr besonderes medizinisches Fachwissen zeigt, aber auch, weil sie sich emotional mehr/ besser im Griff hat als er. Als Christoph nach dem Auftauchen von Mathias in Magdalenas Wohnstube den großen Ausbruch aufführt und anschließend den Bernstein ins Feuer wirft, ist er blind vor Eifersucht, weiß nicht mehr, was er tut. Carlotta, die einerseits sehr erschrocken ist, sieht es ihm andererseits nach, eben weil sie ihn für seine Art liebt und als Liebende sich auch ein Bild von ihm gemacht hat, das sie ungern aufgeben oder ändern will. Insofern ist sie sich selbst gegenüber da auch nicht immer logisch oder vielmehr: ehrlich. Deshalb versucht sie an der Rechtfertigung, er habe das alles aus Liebe getan, festzuhalten.
    Caspar Pantzer ist ebenfalls ein Kindskopf, allerdings nicht ganz so ausgeprägt wie Christoph. Beruflich hat er seine Leidenschaft gefunden. Die Pharmazie, die er in Familientradition fortführt, interessiert ihn wirklich. Carlotta bewundert er, kann er doch ihre Fähigkeiten -anders als Christoph - schon sehr früh richtig einschätzen.


    Das sind jetzt lange Erklärungen, wie die Figuren sein sollten. Eigentlich sollte das im Text natürlich so rüberkommen durch die ein oder andere Szene, das Verhalten der Figuren, ihre Aussagen.


    Ich bin gespannt, wie Du es siehst und wie es bei Dir angekommen ist.


    Sonnige Grüße aus München


    Heidi

    Danke, Lady Tudor. Dein Lob freut mich! Da Ihr hier so viel Zeit aufwendet, mir Eure Eindrücke zu schildern, finde ich es von meiner Seite aus wichtig, so schnell und ausführlich wie möglich darauf einzugehen. Sonst bringt uns das allen ja wenig.


    Einen schönen Tag heute


    Heidi :wave

    Liebe Maikäfer,


    sorry, ich glaube, jetzt fühlen wir uns beide missverstanden. Ich habe das gestern gar nicht als Vorwurf gemeint, sondern nur als Feststellung. Ich liebe Leserunden, gerade weil ich dort den direkten Kontakt zu meinen Lesern habe und somit aus erster Hand erfahre, wie etwas ankommt oder nicht. Deshalb wäre ich sehr froh, wenn Du hier weiter Deine Eindrücke kundtust, denn für mich als Autorin ist es Gold wert, dieses direkte Feedback zu erhalten.


    Vielleicht habe ich Deine Postings gestern zu schnell gelesen, jedenfalls hatte ich auf einmal das Gefühl, es erscheint Dir alles sehr unmotiviert und unlogisch. In einem Deiner letzten Postings schriebst Du:


    "Ich kann, wenn ich jemanden mag, sehr geduldig sein, sehr verständnisvoll, auch bekommt fast jeder eine zweite Chance eingeräumt, aber wenn hier noch ein Happy End C-C entstehen sollte,
    bin ich gespannt, wie HeidiRehn uns das plausibel machen will."


    Verbunden mit der etwas forschen Titulierung so einiger Figuren erweckte das bei mir einfach den Eindruck, Du wärst "fertig" mit dem Buch. Das klingt jetzt negativer, als ich es meine: Ich kenne von meinem eigenen Lesen den Punkt, an dem ich Gefahr laufe, nur noch das wahrzunehmen, was mir eher weniger gefällt. Das muss bei Dir gar nicht der Fall gewesen sein. Nur aufgrund meiner eigenen Erfahrungen hatte ich eben dann den Eindruck, dass es bei Dir ähnlich sein könnte. Da ich hier zudem als Autorin des Buches naturgemäß etwas befangen bin in meiner Haltung zu dem Roman, mag ich da wohl überreagiert haben. Das tut mir leid! :-(


    Umso mehr freut es mich, dass Du gestern Abend auf mein Posting noch so ausführlich eingegangen bist und mir Deine Sicht der Dinge erläutert hast. Schade, dass wir uns hier nicht direkt gegenübersitzen. Eine "Live-Diskussion" würde es uns sicher einfacher machen.


    Ich hoffe, die Missverständnisse sind jetzt ausgeräumt und Du schreibst mir bitte noch offen und ehrlich, wie es Dir beim Lesen der letzten Abschnitte ergangen ist, denn es interessiert mich wirklich sehr!


    Einen sonnigen Dienstag


    Heidi


    P.S. ich würde mich übrigens sehr freuen, wenn Du und der ein oder andere noch Lust habt, auch die Vorgängerromane aus der Trilogie zu lesen. Es ist wirklich etwas ungeschickt gewesen, mit dem dritten Band anzufangen.

    Liebe Maikäfer,


    vielleicht liest du manchmal etwas schnell und überliest das ein oder andere? Egal wie, Dein Urteil steht ja bereits fest. Mich wundert nur, warum Du trotzdem noch weiter liest. Sicher wirst Du Deine Meinung am Ende bestätigt sehen. Tut mir Leid, Deinen Geschmack nicht getroffen zu haben. Aber vielleicht hast Du mit Deiner nächsten Lektüre mehr Glück. Ich wünsche es Dir.


    Danke Dir trotzdem für Deine Geduld und Deine aufschlussreichen Anmerkungen


    Einen schönen Abend


    Heidi

    Hallo, Lady Tudor,


    der Name "Verrat" für diesen Abschnitt bezieht sich auf mehrere Aspekte: vordergründig natürlich darauf, dass die Kaufleute und einige andere Magdalena und insbesondere Carlotta unterstellen, mit den Kurfürstlichen unter einer Decke zu stecken und also die Königsberger Bürger verraten zu haben. Zum anderen war Carlotta zunächst noch der Meinung, Mathias wolle ihr gut, letztlich aber hat auch er sie für seine Zwecke missbraucht. Und von Christoph fühlt sie sich nach den Ereignissen erst einmal verraten.


    Ich hoffe, das hilft dir weiter. "Misstrauen" hätte inhaltlich auch gepasst, hätte aber im Vergleich zu den Überschriften der anderen Abschnitte meiner Ansicht nach nicht so gut geklungen.


    Viele Grüße


    Heidi

    Hallo Koala,


    so ein Zufall, dass Du Deinen Geburtsnamen Kepler hier findest. Ich beziehe mich damit auf den Sohn des Astronomen Johannes Kepler, der hier als Vater von Christoph auftaucht und tatsächlich als kurfürstlicher Leibarzt in Königsberg gewirkt hat. Das Weitere wird sich noch zeigen...


    Viel Spaß später beim Weiterlesen


    Heidi

    Liebe Maikäfer,


    schade, wenn Du immer noch nicht mit den Figuren so richtig warm wirst und ihr Verhalten nicht so recht nachvollziehen kannst. Würde mich freuen, wenn Du trotzdem dran bleibst. Vielleicht klärt sich das ein oder andere noch.


    Viele Grüße


    Heidi

    Liebe Lady Tudor,


    die Berichte über die Studenten werden bei Fritz Gause "Geschichte der Stadt Königsberg in Preußen", Bd. 1, sehr oft erwähnt. Sie müssen bei den Bewohnern nicht sehr angesehen gewesen sein, hatten sie doch den Ruf, ihre Zeit mehr im Wirtshaus zu verbringen als in Vorlesungen. Da die Universität mitten im Kneiphof, nahe beim Dom, lag, dürften die Studenten ihre bevorzugten Wirtshäuer auch dort gehabt haben und somit insbesondere den Kneiphofer Bürgerinnen oft über den Weg gelaufen sein.


    Liebe dschaenna,
    danke Dir für das Lob. Genau diesen Effekt mit dem Kopfkino wollte ich erreichen. Da Königsberg leider völlig zerstört wurde, muss man deshalb auf alte Beschreibungen (die es zum Glück gibt) zurückgreifen.


    Viel Spaß weiterhin!


    Heidi

    Danke, Katziane, dann kennst Du also "hexengold" und tust Dich mit den Figuren leichter.


    So manches wirft seine Schatten voraus, das stimmt. Für Magdalena hätte ich mir auch bessere Erfahrungen mit dem alten Beruf gewünscht, aber sie hatte auch ihre Gründe, eigentlich nicht mehr als Wundärztin arbeiten zu wollen.

    Danke, Maikäfer, für die Idee mit der "Werbung" im Buch auf die anderen beiden Titel. Das habe ich dem Verlag auch schon mal gesagt, denn das hätte ich mir auch gewünscht. Es wäre einfach sinnvoll, weil sie bei den Titeln keinen expliziten Hinweis haben wollten.


    Schade, dass bei Dir das Buch nicht 100% in Ordnung ist. Wenn Du magst, schicke ich Dir zum Ausgleich eins von mir - signiert :-)))

    Hm, ja, manchmal reagiert der ein oder andere etwas überdreht - aber ist das nicht auch normal? :lache


    Die Börse war einfach die beste Bühne für Dorothea. Als ich in Caspar Steins zeitgenössischer Beschreibung Königsbergs im Jahr 1644 die detaillierte Schilderung der Räumlichkeiten las, war mir auf Anhieb klar, dass ich das für Dorotheas Auftritt nutzen muss. Magdalena muss es ausbaden, aber schon der Spruch an der Wand macht ihr etwas Hoffnung :grin


    Helmbrecht ist ein etwas undurchschaubarer Mensch, deshalb zögert Magdalena ihm gegenüber. Sie hat da bereits ähnliche Erfahrungen hinter sich....


    Viel Spaß weiterhin


    Heidi :wave

    Es ist etwas schwer, das richtige Maß zu finden zwischen "altbekanntem" und "neuem". Man kann auch nicht immer gleich alles verraten und manches soll auch ein bisschen offen bleiben. Aber oft ist es auch die Handlung, die es erst einmal bei Andeutungen belässt, damit sich alles mehr und mehr entwickeln kann... In diesem Sinn bitte ich Euch dran zu bleiben. Es sind ja noch ein paar Seiten :grin


    Viel Spaß beim Weiterlesen


    Heidi

    Die Idee mit dem Inhaltsverzeichnis vorn finde ich einfach, aber (oder gerade deswegen!) genial. Das werde ich mal weitergeben!!! (und hoffen, Gehör zu finden :grin)


    Eure Anmerkungen und Bedenken zum Thema Mehrteiler kann ich gutr nachvollziehen, ich hoffe trotzdem, Ihr kommt alle in die Geschichte rein, denn eigentlich - wie schon geschrieben - will ich in sich abgeschlossene Geschichten erzählen, allerdings mit den gleichen Figuren, die in jeweils anderen Lebenssituationen und Herausforderungen bestehen müssen. Das war für mich das Reizvolle daran. Denn als ich die Idee entwickelt habe, von einer Frau zu erzählen, die in den 30jährigen Krieg hineingeboren wurde, also "Frieden" nur vom Hörensagen kennt, war mir gleich klar, dass ich ihren Lebensweg bis weit nach dem Friedenssschluss verfolgen will. Es hat mich einfach interessiert, welche Spuren das bei ihr hinterlässt, wie sie damit klar kommt. Zudem ist der 30jährige Krieg ein so gewaltiger Einschnitt in Europa, insbesondere in Deutschland, der sich auf alle (Lebens-)Bereiche auswirkt, dass ich auch das Danach noch beschreiben wollte, weil es einfach radikal anders ist. Für mich stellt jene Zeit den eigentlichen Umbruch von Mittelalter zur Neuzeit da. Aber das ist ein weites Feld (und eines meiner Lieblingsthemen, mit dem ich aber wohl zu weit abschweife...). Jedenfalls war mir dann rasch klar, dass das nicht in ein Buch passt, sondern 3 braucht. Und da ich selbst kein großer Serienfan bin, habe ich versucht, einen Mittelweg zu beschreiten: Die Handlungen jeweils in sich geschlossen, aber durch die Figuren doch irgendwie miteinander verwoben und so, dass man sie möglichst auch unabhängig voneinander lesen kann. Das ist auch als Autorin nicht einfach, weil man die Leser der vorherigen Teile nicht langweilen und die neuen nicht zu sehr verwirren will.


    Das Thema (Ost-)Preußen ist erfreulicherweise noch recht unbeackert in der derzeitigen historischen Romanwelt und ich hoffe, das bleibt noch so, denn für mich ist es die absolut passende Nische, in der ich mich noch einige Zeit tummeln werde (s. "Gold und STein", der im April erschienen ist und an dessen - sehr lockerer Fortsetzung 100 Jahre später - ich jetzt gerade schreibe). Es freut mich, wenn Ihr das auch so anregend empfindet.


    Gutes Weiterlesen!


    Heidi

    Hallo, Ihr Beiden,


    wie schön, dass Ihr Euch an meinen Stil gewöhnt habt. Es ist immer nicht so einfach, alles so richtig in Fluss zu bringen. Gerade bei einer Trilogie, bei der man als Autorin natürlich logisch weiterschreibt, die Leser aber, so wie jetzt z.B. Ihr, teilweise erst später dazustoßen.


    Magdalena ist durch die Geschichte mit Gehrke in arge Bedrängnis geraten. Das Schlimmste: sie hat ihn ja eigentlich gar nicht als Wundärztin behandeln wollen. Und nun ist es schief gegangen. Sie mochte ihn sehr. Und hat versagt, wenn ihr auch als Ärztin kein Vorwurf zu machen ist. Er ist einfach zu spät zu ihr gekommen. Aber das ändert nichts. Sie wollte helfen und konnte nicht. Das ist für sie das SChlimmste.


    Und Carlotta ist dank Mathias´Auftauchen ebenfalls in große Bedrängnis geraten....


    Gutes Weiterlesen


    Heidi

    Guten Morgen, Ihr Lieben,


    Ihr seid ja schon wieder fleißig gewesen! Freue mich sehr über Eure Anmerkungen.


    Es ist sehr interessant zu lesen, dass Ihr Euch anfangs z.T. mit Carlotta und Magdalena schwer getan habt. Eigentlich erzählt jeder Band der Trilogie natürlich eine in sich abgeschlossene Geschichte, aber natürlich bauen sich die Charaktere von Anfang an allmählich auf. Die Ereignisse in den Vorgängerbänden haben ihre Spuren hinterlassen. Für mich als Autorin ist das natürlich logisch, denn ich habe das von Anfang an alles so geplant und kenne die Figuren also schon (oder sollte es zumindest :lache ). Andererseits finde ich es auch ganz gut, wenn Ihr anfangs etwas befremdet seid. Auch im dritten Band sollen sich die Beiden noch weiterentwickeln und nicht gleich von Beginn an durchschaubar sein.


    Danke für das Lob zur Karte vorne. Mich hat es auch sehr gefreut, dass die Karte gleich als Einstieg da ist, denn mir geht es als Leserin immer ähnlich: ich will wissen, wo ich etwas räumlich zu verorten habe. Leider habe ich als Autorin keinerlei Einfluss auf die Gestaltung des Buches, also was vorne hin kommt. Bei der Karte habe ich allerdings schon mitreden dürfen und dabei festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, eine aussagekräftige Karte hinzubekommen. Natürlich spielt dann noch hinein, dass es wegen der Rechte an bereits vorhandenen Karten (die sowieso nie all das beeinhalten, was man für den Roman genau braucht) meist neue Karten gibt. Der Kartenzeichner aber kennt dann nicht das Manuskript, also muss ich als Autorin ihm alles nochmal erklären. Und dabei bin ich keine Geographin! Aber Spaß macht es schon und man lernt sehr viel dazu.
    Das Glossar und die Figurenliste aber passen dann leider wirklich nur nach hinten. Tut mir leid, wenn dass dann erst zu spät gesehen wird. Aber vorne muss ja auch möglichst schnell der Text beginnen.... :-)


    Zum Löschsand wurde hier ja schon einiges gesagt. Damals kannte man noch kein Löschpapier und hat sich mit dem Aufstreuen von Sand beholfen. Eine sehr umständliche Sache. Ich habe festgestellt, dass man dazu sehr geübt sein muss. Man muss es in der genau richtigen Menge aufstreuen, dann die Tine aufsaugen lassen und dann vorsichtig runterpusten. Das braucht wirklich Gefühl! :grin


    Übrigens wird das Havelland in Brandeburg (oder Teile davon), soweit ich weiß als die "Streusandbüchse" Preußens bezeichnet, weil es dort sehr sandig ist und man im 18. Jahrhundert den erwähnten Löschsand von dort bezogen hat. Das aber nur am Rande.


    Ich wünsche Euch viel Spaß beim Weiterlesen und Kennenlernen der Figuren


    Alles Liebe :wave


    Heidi

    Guten Morgen, Ihr Lieben,


    herzlichen Dank für Eure ersten Eindrücke und Anmerkungen. Klasse, dass Ihr gleich losgelegt habt und den Einsteig geschafft habt.


    Zu den langen Abschnitten: ich kenne das Problem vom eigenen Lesen. Bei historischen Romanen ist es oft allerdings - insbesondere am Anfang eines Buches - etwas schwer, das Ganze in Gang zu bringen. Man muss die Atmosphäre rüberbringen, ein Gefühl für Raum und insbesondere Zeit vermitteln und noch dazu auch die wichtigsten Figuren charakterisieren. Das braucht einfach ein paar Zeilen. Ich versuche immer, weitschweifende Schilderungen durch Handlung, sprich: es passiert gleich etwas, was das alles rüberbringt, zu schildern. Das gelingt mal mehr, mal weniger gut, mal mit kurzen, treffenden Szenen, und dann braucht es halt doch mitunter auch mal ein paar Worte mehr. Aber ich finde es gut, dass Ihr das gleich anmerkt. Denn ich will von Euch als Leser ja Eure Eindrücke, ich selbst stecke da ja in meinem eigenen Film fest....


    Zu Hedwigs Aberglaube: das ist ein wesentlicher Charakterzug von ihr. Da ich selbst Historikerin bin, versuche ich, auch in diesen Dingen möglichst authentisch zu sein (was für das 17. Jahrhundert relativ "einfach" ist im Vergleich zum 15./16., wie ich gerade mal wieder feststelle :-))). Das "Wörterbuch des Aberglaubens" (Reclam) sowie das "Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens" sind in der Regel meine ersten Quellen, um etwas herauszufinden, bei Bedarf versuche ich noch, regionales Brauchtum und Sagenschatz (bei Preußen also vor allem die prussischen Überlieferungen) heranzuziehen. Natürlich bietet auch das Internet heute einige interessante Seiten zu dem Thema, aber da will ich dann doch - ganz altmodisch - das ein oder andere noch selbst in der Stabi nachlesen. Ich finde das übrigens ein sehr, sehr spannendes Thema und bin da für Anregungen und Tipps sehr dankbar!!!


    Zu Carlotta und Chrisotph möchte ich jetzt erstmal ebenso wenig sagen wie zu Lina. Lasst Euch überraschen!


    Gutes Weiterlesen und einen sonnigen Freitag


    Heidi