Danke, Dschaenna, dass Du die Passagen genauer schilderst, die falsche Erwartungen wecken. Da kann ich Dir nur zustimmen, es klingt alles etwas reißerischer, als es im Buch letztlich ist. Aber das rührt wirklich daher, dass der Klappentext zu einer Zeit entstanden ist, als dem Verlag nur das Exposee vorlag. Da hatte ich die Aktzente noch stärker auf Flucht sowie Verrat gesetzt. Während des Schreibens hat sich das dann alles etwas verschoben, weil ich noch sehr viel mehr und, wie ich fand, sehr spannendes Material zum Konflikt zwischen Bürger und Kurfürsten gefunden habe. So habe ich da z.B. von der List mit den Särgen gelesen, die Carlotta dann im Prolog vorschlägt, sowie eben vom Einzug der Kurfürstlichen an einem dick verschneiten Herbsttag im Kneiphof und wie sie dann den aufmüpfigen Anführer der Kneiphofer, Hieronymus Roth, verhaftet haben. Das hat bei mir sofort die entsprechenden Ereignisse, die ich dann im Roman schildere, im Kopfkino erzeugt. Da musste ich dann die Flucht etwas kürzen.
Dass im Teaser mehr auf Magdalena eingegangen wird, obwohl sich das Gewicht im Roman mehr auf Carlotta bezieht, kommt daher, dass es ja der dritte Band der "Wundärztin"-Reihe ist. In den beiden Vorgängerbänden stand Magdalena eindeutig im Mittelpunkt und das wollte der Verlag unbedingt als Klammer haben.
Tja, und Christoph ist wirklich unter den Tisch gefallen. Da weiß ich jetzt auch nicht so genau, warum. Vielleicht, weil der ganze Text mehr die anderen Aspekte der Geschichte aufgreift und die Liebesgeschichte mit Christoph einfach zuviel gewesen wäre.
Das sind jetzt alles Erklärungen meinerseits. Ob sie Dir weiterhelfen, weiß ich nicht. Ich will einfach nur erzählen, wie es gewesen ist, dass der Text so aussieht. Glücklich bin ich da auch nicht, aber es ist nicht zu ändern. Leider.
Ich hoffe, Du magst trotzdem noch ein bisschen dranbleiben!
Viele Grüße
Heidi 