Beiträge von Heidi Rehn

    Nachtgedanken : Das mit dem Lesen- und Schreibenkönnen war weit verbreiteter, als wir uns das für die Zeit klischeehaft vorstellen. Gerade in protestantischen Gegenden, zu denen Nürnberg ebenso wie Königsberg/ Preußen gehört. Es gab schon im Mittelalter kirchlich unterhaltene Volksschulen und unter Luther wurde das noch mehr gefördert. Bürgertöchter - und eine solche ist Gret, auch wenn sie bei ihrem Onkel aufwächst - konnten damals lesen und schreiben und rechnen. Sie mussten ja auch im Geschäft mithelfen und, wenn die Männer außer Haus waren, das auch selbständig führen.

    Danke, streifi, an die Sache mit dem Aberglauben wollte ich euch auch schon die ganze Zeit erinnern. Das ist auch ein wichtiger Punkt, der Doras Denken wesentlich beeinflusst. Sie macht die Probe ja eigentlich nur, um sich bestätigen zu lassen, dass Urban trotz seines "hohen" Alters doch der Richtige ist. Und dann träumt sie von diesem atemberaubend jungen Mann, der ihr einerseits wie Urban in jungen Jahren erscheint (den sie leider nie gekannt hat, aber gern kennengelernt hätte) und dann kurz darauf "live" gegenübersteht.... Das bringt sie schon reichlich durcheinander. Und letztlich hadert sie wegen dieser VErliebtheit in einen anderen auch ganz heftig mit sich, gerade eben weil sie Urban auch liebt, aber vielleicht auch spürt, dass er doch eher so eine Art zweiter Vater ist, noch dazu einer, der liebe- und verständnisvoll für sie ist, was ihr richtiger Vater Wenzel ja niemals ist.

    @ streifi: Du legst wirklich ein ordentliches Tempo vor!


    Doras Begeisterung über die Bauten ist auch ein bisschen meine eigene. Ich bin zwar weder Architektin noch Kunsthistorikerin, aber ich bin eben diesen Weg auch abgefahren und mich hat es einfach gepackt, die Burgen und Städte (die gerade in Polen hervorragend restauriert und gepflegt werden) zu sehen. Da ist dann wohl auch manchmal der Gaul mit mir durchgegagen....


    Aber davon abgesehen gibt es Einiges, was sich so ansammelt und in Krakau brechen nochmal ganz andere Zeiten an....


    Gutes Weiterlesen!

    Danke euch vielmals, es freut mich einfach riesig, dass wir hier offen und ehrlich miteinander sind. Ich kann es nur zurückgeben, dass ich den Austausch hier mit euch sehr schätze, eben weil ihr nicht einfach kritiklos lobhudelt oder grundlos in den Boden zerreißt.


    Wir machen das hier doch alle freiwillig und deshalb gibt es doch keinen Grund, nicht ehrlich zueinander zu sein. Wie gesagt, für mich ist es Gold wert, wenn ich von euch so ausführlich auf Stellen oder Punkte hingewiesen werde, die Fragen aufwerfen, unlogisch erscheinen oder nicht nachvollziehbar sind. Daraus kann ich doch nur Positives lernen, wie ich es beim nächsten Mal besser machen kann (falls ich eure Meinung teile, denn es steht mir ja frei, wie ich das verwende oder sehe). Ich will mit jedem Buch besser werden. Perfekt zu sein, wäre sicher schön, aber sicher auch irgendwie langweilig. Was kommt danach? Perfekter als perfekt geht eben (leider) nicht :lache


    Und außerdem kritisiert ihr ja auch nicht durch die Bank weg, sondern hebt doch auch viel Positives hervor. :-) Insofern bitte ich euch, dass wir weiter machen wie bisher: jeder schreibt, was er denkt, und wir respektieren das so. Das ist doch eigentlich selbstverständlich!

    @nicigirl 85: Oh, da hast Du auch einen meiner Lieblingssätze rausgefischt! Als ich an der Szene war, brach zum Glück draußen wirklich gerade der Frühling aus und von meinem Fenster aus schaue ich direkt in einen Garten mit vielen Bäumen. Da konnte ich das sozusagen "live" beschreiben....


    Tja, Urban ist wirklich ein sehr widersprüchlicher Mensch, der in seinen selbst auferlegten Zwängen gefangen ist. Er ist vor allem mit sich selbst sehr streng und deshalb untersagt er sich Wutausbrüche gegen Dora....


    Die Szene auf der Aussichtsplattform musste einfach sein, denn ich habe in einem Buch über das Königsberger Schloss von dieser Plattform um den riesigen, alten Baum gelesen. Das hat doch etwas sehr Romantisches, denn angeblich gab es diese Plattform über mehrere Jahrhunderte... Und Veit ist doch auch ein sinnlicher Typ. Zumindest male ich ihn mir so aus.... :grin


    Gret ist etwas enttäuscht von Jörgs Verhalten zuhause in Königsberg. Als sie ihn in Nürnberg kennenlernte, weit weg von seinem dominanten Vater, war er etwas anders drauf. Vor allem, weil er dort einfach getan hat, was er am besten kann: Bier brauen. Das ist in Königsberg wieder anders.... Und das bringt Gret einfach auf.
    Die Liebe zu Büchern musste auch irgendwo ihren Platz haben. Bei den Urahnen, in "Gold und Stein", taucht dieses Minnesangbuch auch schon mal bei einem buchliebhabenden Familienmitglied auf. Bücher waren damals sehr wertvoll. Deshalb ist es ein wahrer Schatz, wie man auch daran sieht, was da alles so reingelegt wird :grin


    Gutes Weiterlesen. Der Brand (der wirklich so stattgefunden hat, die SChilderung habe ich den Chroniken entnommen) wird wirklich einiges zerstören.... aber auch Platz für Neues machen!

    SiCollier : ich denke, wir lesen und diskutieren hier miteinander, weil wir ehrliche und begründete Argumente austauschen. Für mich sind Leserunden immer ein authentisches Feedback, wie was bei den Lesern ankommt. Davon kann ich als Autorin nur profitieren. Unbegründete Verrisse wären ein Problem. Aber dazu sind wir hier nicht in der Leserunde.


    Ich freue mich, wenn Du weiterliest,wenn nicht, wäre es sehr schade, weil Du eben so gute Hinweise gibst. Aber lass Dir Zeit und mach Dir keinen Stress!

    Ja, stimmt, offen miteinander reden ist nicht gerade die Stärke von allen....


    streifi : Du machst da einige recht praktische Anmkerkungen zu Doras Einkünften, dem weiteren Schicksal der Baustelle etc., die ich - das gebe ich offen zu - im Roman sträflich vernachlässigt habe. Zum einen hat jemand wie Urban, der aus nicht unvermögenden Verhältnissen stammte (es wird gelegentlich darauf hingewiesen, dass seine Familie früher Albrecht und seiner verschuldeten Familie einiges an Geld zur Verfügung gestellt hat, womit man Urban quasi auch den Dienst so eng bei Albrecht "erkauft" hat) und so lange in herzoglichen Diensten stand, Anspruch auf eine Art Rente, die auch an seine Witwe weiterbezahlt wird. Ich habe mich bei seiner Stellung und seinem Lebenslauf von dem tatsächlich überlieferten Lebenslauf eines hochrangigen Kammerrats im herzoglichen Dienst inspirieren lassen.
    Natürlich hätte ich explizit auf das Geschehen mit der verkorksten Baustelle eingehen können. Das habe ich aber nicht, weil es für mich einfach klar war, dass da nicht mehr weitergebaut und das Grundstück von Dora verkauft wird. Warum ich das mit keinem Satz erwähne, kann ich Dir jetzt leider wirklich nicht erklären. Das ist in der Tat ein Manko. Tut mir leid.
    Insgesamt also hätte ich das mit der Rente und dem Grundstück durchaus nochmal klar erwähnen können. Es ist mir einfach durchgerutscht, weil es für mich bei der Entwicklung der weiteren Handlung keine Rolle gespielt hat.


    Ein weiterer Punkt ist in der Tat Doras Verhältnis zu ihrer Tochter: Natürlich hätte sie sie mehr bemuttern können, aber sie ist weder die geborene Hausfrau noch die geborene Mutter. Sie hat mit Renata selbst "nur" eine Ersatzmutter gehabt. Und zugleich weiß sie, dass Gret und Renata bestens für das Kind sorgen werden. Man darf auch nie vergessen, dass die heutigen Mutter-Kind-Beziehungen damals noch ganz anders aussahen. Es war alles nüchterner und stand nicht so im Vordergrund.


    Dass Gret und Jörg ihren Kontakt zu Veit geheim gehalten haben, liegt für mich auf der Hand: auch wenn Dora ihn nicht für den SChuldigen hielt, sich im Gegenteil sogar selbst große Vorwürfe wegen des Unglücks macht, gilt er doch generall als der eigentliche Übeltäter. Das hat er durch seine Flucht noch verstärkt. Gret und Jörg wissen, dass es also ein Vergehen ist, weiter mit ihm in Verbindung zu stehen. Zugleich aber hilft er ihnen und im speziellen Jörg, so wie Dora das eingangs auch mal vorhatte: Jörg gibt Veits Entwürfe als seine eigenen aus.

    Richie und streifi: Hm, wenn ich eure Argumentation zum Verhältnis zu Dora und Urban lese, finde ich eure Kritik sehr schlüssig. Mein Problem ist einfach, dass ich die Figuren einfach anders sehe und erlebe und deshalb ihr Verhältnis so gestaltet habe. Aber ich nehme eure Anmerkungen sehr ernst, denn es reicht nicht, dass ich das als Autorin so sehe. Das sollte auch so beim Leser ankommen. Natürlich ist es in gewisser Hinsicht subjektiv, aber hier im Speziellen merke ich dank eurer hilfreichen Anmerkungen, dass ich das einfach hätte deutlicher machen müssen. Das speichere ich mir in jedem Fall so ab. Denn ich habe da ja in gewisser Hinsicht Tomaten auf den Augen :grin

    SiCollier : Danke für Deine ausführlichen und sehr ehrlichen Anmerkungen. ich versuche mal, so weit wie möglich darauf einzugehen.


    Zum einen zur Bibliothek: stimmt, der Buchdruck war noch keine hundert Jahre alt, aber von Anfang an ein bahnbrechender Erfolg. Herzog Albrecht war ein absoluter Büchernarr und hat wahnsinnig viel Geld in die Anschaffung von Büchern investiert. Zugleich aber darf man nicht vergessen, dass schon der Deutsche Orden, den er ja quasi beerbt hat, enorm viele Bücher besessen hat. Die Ordensleute galten als sehr gebildet und stammten auch aus reichen Familien. So sind natürlich auch riesige Handschriftenbestände vorhanden, also natürlich für damalige Verhältnisse. D.h. die Bibliothek besteht sowohl aus Handschriften als auch aus gedruckten Büchern.


    Zum Baustil: In der Gegend, in der meine Romane spielen (altes Preußen, Polen) gab es keine Fachwerkhäuser. Dort gab es entweder Steinhäuser oder ganz einfache Hütten. Da man Mitte des 15. Jahrhunderts während des 13jährigen Krieges (s. meinen Roman "Gold und Stein") viele Ordensburgen abgerissen und die Steine zum Bau von Bürgerhäusern verwendet hat, gab es in Preußen besonders viele Steinhäuser. Polen war sehr reich und sehr bedeutend. Auch dort florierte das Bürgertum und entsprechend viel wurde in Stein gebaut.


    Generell kann ich nachvollziehen, dass Du mit dem Buch nicht so warm wirst. Es ist nicht so ganz Deine Zeit, Du hast andere Erwartungen gehabt und die Figuren sind auch nicht so Deins. Das ist eben so. Ich finde es schade, kann dazu aber wenig sagen, denn ich bin als Autorin natürlich sehr befangen. Mir stehen die Figuren wie die Handlung und die Zeit einfach wie in einem Film vor Augen. Ich kenne das aber vom eigenen Lesen. Es gibt einfach Bücher, die kommen nicht an mich ran. Lass Dir einfach Zeit mit dem Lesen. Wenn Du weiterliest, freue ich mich sehr, denn Du machst Dir immer sehr viel Mühe mit Deinen Anmerkungen und ich kann da für mich einiges rausziehen. Vielen Dank dafür! :-)

    Brigia : Wie schön, dass das Buch Dich dann doch erreicht hat. Thja, die Wege der Post sind manchmal unerforschlich....


    Und jetzt steigst Du also gleich schon mit zwei Abschnitten ein. Vielen Dank, dass Du Dich so positiv zu der Figureneinführung äußerst. Mir ist es sehr wichtig, jeden genau zu zeichnen. Selbst die Nebenfiguren haben bei mir eine recht ausführliche Biographie. Vielleicht liegt das auch an meinem eigenen schlechten Namensgedächtnis :grin, aber insgesamt liebe ich einfach die Menschen und höre und lese gern Geschichten. Da gibt es so unglaubliche Dinge, die man immer irgendwie gut mal einbauen kann. Und die Geschichte geht auch flotter voran, wenn die Figuren Charaktere haben. Selbst wenn sie dann manchmal nicht so wollen, wie ich ursprünglich eigentlich wollte... :lache


    Mir war es auch wichtig, wie Du schreibst, mit Dora und Jörg aufzuzeigen, dass eigentlich alle oft in Traditionen gefangen waren, die ihnen es sehr erschwerten, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben. Zugleich, und das ist ja auch das Motto des Buches, geht es darum, dass es einfach nicht ausreicht, die Traditionen einfach weiterzuleben, also dass der Sohn wie der Vater und der Großvater und der Urgroßvater Baumeister ist, weil das halt immer schon so war, sondern dass das Ganze auch mit Leben und Leidenschaft gefüllt werden muss. Dazu muss gelegentlich eben mal ordentlich frischer Wind rein, die Tradition in Frage gestellt und mal wieder neu ausgelegt werden, z.B., in dem die Geschlechterrollen mal getauscht werden. Mehr dazu kommt noch im Laufe der Geschichte.... :-)

    streifi : Ich finde es sehr schwer, aus heutiger Sicht zu entscheiden, was damals üblich war und was nicht. Im Zusamenhang mit der Frage nach der Nacktheit habe ich ja schon mal darauf hingewiesen. Über das private Leben der Bürger damals gibt es sehr wenige und meist auch sehr widersprüchliche Quellen.
    Letztlich schreibe ich ja eine fiktive Geschichte und da erlaube ich mir als Autorin in solchen Punkten dann durchaus die Freiheit, das nach meinem Gefühl für meine Figuren zu entscheiden. Zu Urbans und Doras Verhältnis gehört für mich diese Widersprüchlichkeit, einerseits offen zu turteln, andererseits aber bis zuletzt beim Sie zu bleiben. Sie lieben sich, aber sie gestehen sich das letztlich nie so ganz zu. Urban ist für mich überhaupt ein sehr widersprüchlicher Charakter: einerseits sehr naiv und geradezu weltfremd in Bezug auf Doras Liebe und Verliebtsein mit Veit. Er sieht nur, was er sehen will. Andererseits ist er einer der klügsten Köpfe in der Stadt, im Umkreis des Herzogs, und da könnte man schon eine gewisse Souveränität erwarten, die er dann aber doch nicht hat. Aber das ist eben Urban für mich und das versuche ich in seinem nicht immer sehr logischen Verhalten auszudrücken.


    Dass Gret auch die Herzogin mit einbezieht in ihre Suche nach dem Vater, ist der Tatsache geschuldet, dass die damalige Welt doch relativ klein und übersichtlich war, vor allem im Herzogtum Preußen und speziell in Königsberg. Dorothea wird in den Quellen als sehr volksnah beschrieben, eine wirkliche "Landesmutter". Das habe ich in meinem Roman aufgegrffen und da Gret über Polyphemus den Zugang zum Schloss findet, eben weiter gesponnen: die Herzogin kennt eben auch Dora und Urban, also Grets Verwandtschaft, und interessiert sich auch deshalb für die Geschichte.

    Tanzmaus : Ich fand es auch interessant, dass in der Chronik von dieser armen Frau berichtet wurde. Leider aber wurde nicht erzählt, was mit ihr geschehen ist. Das habe ich mir im Falle Renatas eben selbst so ausgemalt.


    Die Chroniken, auf die ich mich hier beziehe, stammen von Bürgern des Kneiphofs und der Altstadt. Im Nachwort gehe ich kurz darauf ein. Für mich war es deshalb auch ein wichtiger Punkt, Urban eine solche Chronik schreiben zu lassen. Das war wohl Mitte des 16. Jahrhunderts ein wenig in Mode und zeugt vom wachsenden Selbstbewusstsein der Bürger, ihrem Stolz auf die Stadt und was darin geleistet wird. Das wird später nochmal eine Rolle spielen... :grin

    SiCollier : Danke für Deine Antwort. Abrupte Wendungen bei den Figuren, die nicht doch irgendwie ansatzweise vorher schon motiviert sind oder sich andeuten, halte ich auch für problematisch. Da steige ich als Leserin auch aus. Als Autorin habe ich jedoch beim Schreiben oft das Problem, dass die Figuren ihr sprichwörtliches Eigenleben ausleben und damit eigentlich geplante Handlungen nicht mehr möglich sind. Dann muss man umdenken. Aber genau das ist für mich die Herausforderung beim Schreiben, die ich so mag. Gret zum Beispiel sollte eigentlich eine ganz fiese sein, dann aber wollte sie partout nicht so wie ich. Und so hat sich da einiges geändert....


    Insgesamt lese ich aus Deiner Antwort heraus, dass Du die Figuren nicht unbedingt sympathisch finden, ihre Handlungsweise aber nachvollziehbar finden musst. Danke, das hilft mir schon weiter! :-)

    Tanzmaus : Die Geschichte mit Renata, die einige Zeit nach dem Brand schreiend durch die Stadt lief und nochmal "Feuer!" rief, basiert übrigens auf einer Notiz in den Chroniken aus Königsberg aus jener Zeit, in der ein solcher Vorfall erwähnt wird. Das fand ich so nachvollziehbar, dass da jemand durch den erlittenen Schock so durchdreht, dass ich das unbedingt aufnehmen musste. Und zu Renata passt es auch irgendwie..... Dass das Ganze an Karfreitag stattfindet, ist allerdings ein Einfall von mir. Es hat auch ein bisschen Symbolik.....

    Dreamchen : Stimmt, Urban ist wirklich überzeugt, Dora einen Gefallen zu tun, indem Veit ihr hilft. Urban weiß, dass die Handwerker auf der Baustelle sich von einer Frau nichts sagen lassen. Von Veit dagegen schon. Und Urban ist, wie schon erwähnt, reichlich naiv in Liebesdingen. Er kommt gar nicht auf die Idee, dass sich seine Frau in jemanden verlieben könnte. Er hat ja auch in erster Linie aus Vernunftgründen (s. Prolog, da erwähnt Wenzel das) geheiratet und dann mit der Zeit seine Frau lieben gelernt. Dora ging es eigentlich ähnlich. Bis Veit aufgetaucht ist :grin

    Tanzmaus : Ich hoffe, Du gewöhnst Dich an meinen Stil. Mathilda und Dora bergen in der Tat eine Menge Sprengsatz, wenn sie aufeinandertreffen. Dora schluckt viel, was ihr an ihr nicht passt, denn andererseits hält Mathilda ihr auch - unfreiwillig - ein bisschen den Rücken frei, weil sie das Regiment im Haus hat. Dadurch kann Dora sich noch viel mehr ihrer Baukunst widmen....