Beiträge von Cornelia Lotter

    In diesem Buch habe ich 6 Essays zu unterschiedlichen Themen zusammengefasst (80 Seiten). Sie entstanden alle in den letzten Jahren, meist auf Grund von Wettbewerben, weshalb einigen von euch manche Themen sicherlich bekannt vorkommen werden.


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    Hier die einzelnen Titel:


    1. Der Traum vom Glück
    Was ist Glück und können wir es erreichen, indem wir danach jagen?


    2. Glaube, Hoffnung, Liebe
    Welche Rolle kann für uns heute Religion spielen? Gibt es andere Möglichkeiten der Sinnsuche und –stiftung?


    3. Heines schöner Islam
    Was hat den Dichter der „Schlesischen Weber“ mit dem Orient verbunden? Wie sahen die Vorstellungen seiner Zeitgenossen, wie sehen die unseren aus?


    4. Das Verschwinden der Worte
    Gibt es einen Friedhof für nicht mehr gebrauchte, in Vergessenheit geratene Worte?


    5. Vom Schreiben und Veröffentlichen
    Wie war das? Wann fing es an mit dieser Sucht? Eine ganz persönliche Bestandsaufnahme.


    6. Westwärts
    Welche Rolle spielte das Fernweh im Leben eines Menschen, der zwischen undurchlässigen Grenzen aufgewachsen ist?


    LG Cornelia

    Jahresringe ist ein Entwicklungsroman, der in den sechziger und siebziger Jahren in der DDR spielt und die Geschichte des Mädchens Jana von ihrem 4. bis zum 20. Lebensjahr erzählt. Dies unter besonderer Berücksichtigung ihrer sexuellen Entwicklung und der politischen Indoktrination vom Kindergarten an.


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    Der Roman hat 310 Seiten und 2 Texte daraus wurden in verschiedenen Anthologien des Konkursbuchverlags Claudia Gehrke bereits veröffentlicht.


    LG Cornelia

    Lieber Dirk, ich bin nicht für das verantwortlich, was andere meinen tun zu müssen. Jeder muss seine Erfahrungen selbst machen.


    Wenn ich jeden Post daraufhin abklopfe, was andere, die noch nicht soviel Erfahrung haben, evtl. jetzt daraus für Schlüsse ziehen, würden meine Posts dreimal so lang. Und soviel Zeit hab ich schlicht nicht.


    Bedauernde, aber verständnisvolle Grüße von


    Cornelia (die jetzt im Geschäft ihre Brötchen verdienen muss).

    Hallo Dirk, o.k. ich muss zugeben, ich rechne mir meinen Stundensatz nicht aus. Wozu auch? Ich schreibe und veröffentliche nicht, um einen marktwirtschaftlich sinnvollen Stundensatz herauszubekommen. Wer das will, sollte wirklich nicht annehmen, es mit dem Schreiben und Veröffentlichen von Büchern (Ausnahmen mal wieder ausgenommen) zu erreichen. Egal, wieviel Kosten/Zeit er in die Leistungen steckt, die sonst von Verlagen übernommen werden.


    Ich schreibe, weil ich sowieso schreiben MUSS. Weil ich ohne schreiben nicht leben kann. Weil ich will, dass andere das, was ich schreibe, lesen.


    Bisher war es so, dass ich einen Roman nach dem anderen schrieb und einen Roman nach dem anderen, sobald er geschrieben war, den Agenturen bzw. Verlagen angeboten habe. Erfolglos, wie oben zu lesen. Jetzt kann ich das, was ich geschrieben habe, selbst veröffentlichen. Der Kunde entscheidet, ob er es kauft oder nicht. Der Markt allein entscheidet. Was verliere ich? Ich schreibe auch extra Sachen für E-Books, von denen ich hoffe, dass der Leser sie kauft. Ich schreibe das gern und schnell und es macht mir Spaß. Es ist auch immer wieder spannend zu sehen, ob sich was verkauft oder nicht. Die Werbemöglichkeiten halten sich in Grenzen, vor allem, wenn man unter Pseudonym schreibt und das Genre (z.B. Erotik) nicht dazu geschaffen ist, unter Familie/Kollegen/Bekannten zu werben.


    Was ich sicher nicht machen würde: Über ein Jahr oder mehr an einem recherchelastigen oder sehr umfangreichen Roman zu arbeiten mit dem Ziel, ihn als E-Book anzubieten und nicht zu wissen (denn das weiß man NIE vorher), ob sich das Teil überhaupt verkauft. Dafür wäre mir die Zeit zu Schade, und so groß könnte der Spaß beim Schreiben gar nicht sein. Doch die Sachen, die ich schreibe, sind eben anders, oder sie sind schon vorhanden und würden sonst nur in der virtuellen Schublade verstauben.


    Fazit: es gibt keine allgemeingültige Lösung oder Ratschläge, wie jemand, der schreibt, in puncto KDP, Klein-oder Großverlagsszene am besten handelt. Für mich hat sich die von mir seit Juni letzten Jahres ausprobierte Linie als gut erwiesen und "never change a winning team". Und das nicht weiter zu machen, weil sich vielleicht irgendwas irgendwo rumspricht und ich vielleicht bei irgendwem "verbrannt" bin, neee, da bleibe ich lieber auf dem Boden bekannter Tatsachen, bevor ich mich von Eventualitäten ins Bockshorn jagen lasse.


    Und jetzt geh ich ins Bett. Danke für die interessante Diskussion.


    LG Cornelia

    Ach, ja, und was den Titel des Threads angeht: ich kenne einige Autoren (teils aus Klein- aber auch aus Großverlagen) persönlich, die nur vom (literarischen) Schreiben leben (müssen). Schriftsteller, die teilweise jedes Jahr einen Roman rausbringen, Romane, die beachtet werden und gemessen an Kleinverlagszahlen nicht schlecht laufen. Und, Leute, ich weiß, WIE sie leben. Und was sie sich alles NICHT leisten können, was für mich selbstverständlich ist. Weshalb ein solches Leben für mich auch nicht erstrebenswert ist. Die würden froh sein, wenn sie regelmäßig im Monat auf meine E-Book-Einkünfte kämen. Das nur mal so nebenbei.


    LG Cornelia

    Lieber Dirk, danke für deine ausführliche Beschäftigung mit meinem Post. Weil ich glaube, dass die angesprochenen Dinge gerade viele beschäftigen, versuche ich, genauso ausführlich darauf einzugehen, auch, um manches, was wohl in den falschen Hals gekommen ist, gerade zu rücken.


    Zitat

    Original von Dirk67
    Es wird misstrauisch beäugt, weil viele (um nicht zu sagen 99,9% aller Werke) einen gewissen Mindeststandard vermissen lassen. Das hat weniger mit Arroganz zu tun, als vielmehr mit Qualitätsdenken gegenüber den Lesern.


    Du hast Recht mit deiner Einschätzung der Quote für Schrott unter E-Books. Hab ich selbst mehrfach erlebt. Keine Frage. Aber ich habe den Autoren, die diese Entwicklung kritisch betrachten, nirgendwo Arroganz vorgeworfen. Würde ich im Leben nicht tun. Also bitte nicht den Eindruck erwecken, ich hätte.


    Zitat

    Original von Dirk67Hier sagst du ja selber dass, sobald eine gewisse Qualitätskontrolle vorgeschaltet wird, der Traum selber veröffentlichen und Geld verdienen schon etwas dünner wird.


    Selbstverständlich, deshalb kann ich auch nur von mir reden. Und damit du jetzt nicht mir Arroganz vorwirfst (deine letzte Bemerkung mit dem Selbstbewusstsein klang schon ein wenig danach), noch ein Wort dazu: Für einige Cover habe ich selbst Fotos ausgesucht, und die Schrift hat mir ein Freund reinmontiert, war sicher nicht immer optimal. Jetzt habe ich eine Grafikerin, mit der ich auf Basis gegenseitiger Hilfestellung das Cover quasi umsonst kriege. Und was das Lektorat anbetrifft, bin ich mal so frei zu behaupten, dass ich als Lehrerin und Sekretärin zumindest, was die Orthografie und Grammatik anbetrifft, ziemlich sicher bin. Die Romane/Geschichten an sich sind nicht so schwierig gestrickt (und auch nicht so umfangreich), dass es vom Inhaltlichen großen Handlungsbedarf gäbe.


    Zitat

    Original von Dirk67Sehr kleine und vor allem schwankende Beträge. Reicht das zum Lebensunterhalt?


    Natürlich nicht. Aber es ist Lichtjahre mehr, als ich mit der Schreiberei in den letzten 10 Jahren verdient habe. Außerdem gebe ich mich ja nicht damit zufrieden, und arbeite daran.


    Zitat

    Original von Dirk67Jetzt tust du den Kleinverlagen Unrecht.
    Hier ist eine Qualitätskontrolle vorgeschaltet. Kleinverlage veröffentlich nicht ausschließlich Print, die sind gerade im Bereich e-book viel aktiver, als die Großen.


    Das hat doch nichts mit Unrecht tun zu tun, Dirk. Dass Kleinverlage nicht nur Print veröffentlichen, weiß ich, in wenigen Wochen erscheint bei Chichili eine Kurzgeschichtensammlung von mir als E-Book. Eben weil ich auch diese Schiene mal ausprobieren will. Und ich bin SEHR gespannt, wie sich das Lektorat da gestalten wird, das kannst du mir glauben!


    Zitat

    Original von Dirk67Woher willst du das wissen, wenn du Kleinverlage direkt ausschließt?


    Ich schließe Kleinverlage ja nur für die Zukunft aus, und auch nicht für alles. Einige der Romane, die noch in meiner Schublade liegen, halte ich bei meinem Kleinverlag für besser aufgehoben, weil ich ihnen vom Thema her als E-Book keine großen Chancen einräume. Insofern muss ich mich berichtigen. Und was das Wissen anbetrifft, ich bin ja schon bei Kleinverlagen, und rede auch mit denen, was Verkaufserwartungen etc. anbetrifft.


    Zitat

    Original von Dirk67Das wird sich irgendwann rächen, denn niemand, der in der vorgeblich stärkeren Position ist (und das sind Verlage gleich welcher Größe dir gegenüber eigentlich immer) lässt sich gerne die Pistole auf die Brust setzen. Spricht sich das rum, ist das nicht sonderlich fölrderlich für dich.


    Ich sehe das nicht als Pistole auf die Brust setzen. Ich denke, dass die Verlage - egal ob groß oder klein - in der Zukunft damit leben müssen, dass ihre Autoren auch in Eigenregie die Bücher, die sie nicht haben wollen, oder von denen sie sich als Print nicht so hohe Einnahmen versprechen, eben als E-Book rausbringen. Das ist Marktwirtschaft.


    Zitat

    Original von Dirk67Sorry wenn ich das jetzt so hart ausdrücke, aber mit dieser Einstellung verbrennst du dich, deinen Namen und deine Texte nicht nur für die Großén, sondern auch für die Kleinverlage.


    Sorry, lieber Dirk, aber ich sehe das anders. Und ich probiere es gern aus. Eine spannende Zeit für Autoren, wie ich finde.


    LG Cornelia

    Zitat

    Original von agu
    Der Königsweg ist natürlich, pro Jahr ein bis zwei Bücher bei Verlagen zu veröffentlichen, die Vorschüsse oberhalb des HartzIV Grundbetrags zahlen.


    Ich glaube, es geht nicht um den Königsweg, denn Wünsche können wir alle jede Menge haben. Entscheidend ist, was machbar ist. Und das ist erstens für jeden von uns etwas anderes, und zweitens liegt das nur begrenzt in unserer Entscheidungsmacht. Ich denke, wichtig ist, die Chancen zu sehen, die der sich wandelnde Buch- und Verlagsmarkt für jeden bereithält und zuzugreifen. Man könnte auch sagen, nach dem Motto: besser der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach, zumal man vielleicht, wenn der Spatz erst einmal in der Hand ist, die Taube trotzdem noch irgendwann kriegt.


    Für mich ist nach vielen Jahren der Frustration über Verlagsabsagen und des wachsenden Manuskriptstapels die Möglichkeit, meinen Büchern über KDP in Eigenregie Leser zu bescheren, ein großes Geschenk, für das ich sehr dankbar bin. Nicht, dass ich nicht immer noch andere Träume hätte. Aber es ist mal ein Anfang.


    LG Cornelia

    Zitat

    Original von Dirk67
    Wer schreibt, um zu veröffentlichen, lernt eigentlich recht früh, das man nur mit sehr viiiiieeeel Glück irgendwann vielleicht davon leben kann.


    An dieser Stelle möchte ich mich auch mal in diesem interessanten Thread zu Wort melden. Dieser Satz von Dirk galt ganz sicher bis vor einem Jahr. Und er gilt immer noch, wenn man mit "veröffentlichen" ausschließlich Print-Veröffentlichungen in Verlagen meint. (Vor allem angesichts der letztens festgestellten Zahl von nur 100 Schriftstellern, die das angeblich in Deutschland nur können.)


    Aber seit es dieses KDP gibt - von vielen etablierten Autoren misstrauisch beäugt und bei jeder Gelegenheit runtergemacht - hat sich nach meiner Erfahrung das Thema "Vom Schreiben leben können?" um eine interessante Möglichkeit erweitert.


    Allerdings nur, wenn man nicht schon im Vorfeld einiges an Kosten für Cover und Lektorat abdrücken muss. Für sieht das ganz konkret so aus, dass ich im Januar Einnahmen aus E-Book-Verkäufen von 800 €, im Februar von 700 €, im März irgendwo dazwischen, habe. Davon geht ein klitzekleiner Teil für meinen Techniker ab, der mir die Dinger konvertiert, einstellt etc. Und natürlich die Steuer. Aber es ist mehr, als ich bei meinen Kleinverlagen mit meinen Printbüchern verdienen werde, weshalb es mir wichtiger ist, mit meinen Büchern Geld zu verdienen als sie bei einem weiteren Kleinverlag zu veröffentlichen. Abgesehen davon, dass ich allein mit meinem ersten E-Book an die 1500 Leser bis jetzt gewonnen habe (in einem Dreivierteljahr), was ich ebenfalls in einem Kleinverlag schwerlich schaffen dürfte.


    Wenn man also diesen monatlichen Betrag steigern will, und das will ich, schreibt man einfach noch mehr Bücher, die den Leser hoffentlich zum Kauf animieren werden. (Ich arbeite dran.) Das hindert mich nicht, das ein oder andere, von dem ich denke, dass es auch einen Publikumsverlag interessieren könnte, einer Agentur bzw. einem Verlag direkt anzubieten. Ist nach einem halben Jahr kein Vertrag zustande gekommen (oder welche Frist auch immer man sich setzen will), kann man es immer noch als E-Book anbieten.


    Lange Rede kurzer Sinn: warum nicht beides parallel machen? Kleinverlag, damit man was Gedrucktes zum Verschenken und für Lesungen und für das Gefühl, ein "richtiger" Autor zu sein, E-Book fürs Geld und um das zu haben, was jeder Autor will, der nicht für die Schublade schreibt (und das habe ich noch nie getan), nämlich Leser, so viel wie möglich, und darüber hinaus weiter versuchen, bei einem Publikumsverlag unterzukommen (auch diese Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben.)


    Soviel meine 10 Cent, jetzt könnt ihr euch über mich hermachen!


    LG Cornelia

    Aus dem Klappentext:
    Den umgekehrten Weg gehen bekanntlich viele - aber wer zieht schon freiwillig von Berlin nach Stuttgart? Nils Heinrich hat es gewagt. Und gewonnen. An Erfahrung jedenfalls. Seine Geschichten erzählen unter anderem von einem Hochzeitsantrag im Dunkelrestaurant, von verwirrten ICE-Passagieren und von hyperaktiven Kindern am Titisee. Und natürlich von Schwaben, von Umzügen und vom Reisen.


    Über den Autor:
    Nils Heinrich ist 1979 in Osterberlin geboren und tritt erfolgreich auf Lesebühnen und Offenen Bühnen als Kabarettist auf.


    Meine Meinung:
    Ich habe Nils Heinrich auf der Leipziger Buchmesse aus diesem Buch lesen hören. Und ich war hin und weg. Das Buch musste ich haben! Man muss sagen, dass der Autor für seine Lesung die richtigen Stellen ausgewählt hat (die witzigsten), und dass ihm seine Bühnenerfahrung bei der Lesung sehr zugute kam. Er kann einfach lesen und sein Publikum mitnehmen. Leider erfüllt das Buch die daraus bei mir entstandenen Erwartungen nicht. Es ist eine Aneinanderreihung verschiedener Episoden, die Nils Heinrich versucht, witzig zu erzählen. Dieser Witz gerät ihm dabei manchmal arg gewollt. Irgendwann musste ich nur noch gähnen. Es zog und zog sich und ich fragte mich mehr als einmal, warum ich das jetzt eigentlich lesen soll. Wenn etwas eigentlich Witziges überdreht wird, geht für mein Empfinden (das Gefühl für Humor ist natürlich sehr vom Individuum abhängig) der Witz manchmal nach hinten los.


    Trotzdem möchte ich das Buch nicht pauschal ablehnen, es gibt sicherlich viele, die damit einige kurzweilige Stunden verbringen werden und die Lachmuskeln werden schon auch ab und an strapaziert.


    Von mir gibt es dafür aber nur 5 Punkte.


    LG Cornelia

    Tja, nachdem ich also vor ein paar Tagen Emmi und Leo akustisch kennenlernen durfte, musste ich natürlich gleich wissen, wie es weitergeht. In einem Nachmittag hatte ich das Buch verschlungen und hätte gern noch mehr von den beiden gelesen. Ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen und bin unendlich froh, dass es ein gutes Ende für die beiden gab.


    Selten hat mich eine Geschichte so berührt wie die von Leo und Emmi.


    LG Cornelia