Beiträge von TiGi86

    So, den ersten Abschnitt habe ich nun auch durch. Ich musste mich erstmal in den Schreibstil einlesen, Wobei der Stil ja grundsätzlich sehr locker und flüssig ist.


    "Der Gang vor die Hunde" ist mein erster Kästner, wobei in meinem Bücherregal noch "Emil und die Detektive" darauf wartet, gelesen zu werden.


    Fabian und sein Freund Labude scheinen ja zwei gegensätzliche Persönlichkeiten zu sein, Labude erscheint mir sehr ergeizig und Fabian hat so gar keine Ambitionen für etwas, wechselt regelmäßig den Job und die damit verbundenen Tätigkeiten, momentan ist er "Propagandist" sprich Werbetexter für die Zigarettenindustrie ist. Seine Ziellosigkeit äußert sich ja auch darin, dass er durch die Stadt streift, von einem Etablissement ins nächste marschiert und mehr beobachtet als selber aktiv zu werden.


    Überhaupt scheint sich die Stadt ein einem Dauerrausch zu befinden.

    Was ihn nicht davon abhält, seinen Spaß mit Fabian auf Kosten der Fahrgästen im Stadtbus durch Berlin zu treiben. Sie spielen Tourist und Fremdenführer, der die Sehenswürdigkeiten falsch benennt

    Das fand ich auch amüsant, die zuhörenden Fahrgäste waren am Ende auch ziemlich schnell genervt. Ich konnte mir anfangs nicht so recht vorstellen, dass sie den beiden das Schauspiel abgekauft hatten. :)


    Aber ich glaube, dass seine Art, allesund jeden durch den Kakao zu ziehen und nichts ernst nehmen zukönnen, nur Fassade ist, mir scheint, dass dahinter ein einsamer, ruheloser,zweifelnder Mensch steckt.

    Ich vermute auch, dass diese Art mit seiner Umwelt zu kommunizieren, ein großer Teil Fassade darstellt, oder seine Zweifel äußeren sich auf diese Art.

    Einerseits finde ich ihn großspurig und überheblich, und auf mich macht er den Eindruck, als wäre er sehrvon sich selbst eingenommen, als fände er sich ungemein witzigund allen anderen weitüberlegen. Andererseits ist er dann wieder sehr nachdenklich undernsthaft, sogar empfindsam.

    So kommt er mir bisher auch rüber. Möglich, dass es daran liegt, dass nicht mit sich im Reinen ist. Vielleicht bräuchte er ein Ziel, auf dass er hinarbeiten könnte, anstatt planlos durch Berlin zu streifen.

    ich frage mich, wieso er dann überhaupt studiert und diesen Wegeingeschlagen hat, wenn er eigentlich gar nichts erreichen will.

    Möglich, weil es so von ihm erwartet wird, von seinen Eltern und der Gesellschaft. In dem Sinne, du musst einen guten Schulabschluss machen, eine Ausbildung oder ein Studium um dann irgendwo zu arbeiten. Vielleicht war das Studium für Fabian mehr eine Pflicht als dass er es aus freien Stücken getan hat.

    Das Vorwort Kästners, das in meinem Buch vorhanden ist, erklärt das. Hat das keiner von Euch?

    In meiner Ausgabe ist leider kein Vorwort abgedruckt.



    Autor: Thomas Finn

    Titel: Lost Souls

    Verlag: Droemer-Knaur

    ISBN: 978-3-426-52176-2



    Zum Inhalt:


    Jessika Raapke, eine Archäologien, die es beruflich nach Hameln bzw. Coppenbrügge gezogen hat, hatte auch das Glück, dass ihre Adoptivtochter Leonie ein Haus geerbt hat, welches sie auch umgehend beziehen. Doch war es eine gute Idee, gerade dieses alte Gebäude zu wählen? Denn es geschehen merkwürdige Dinge im Haus und in der Stadt.

    Ein Bauarbarbeiter wird von einem Rattenschwarm in einem alten Gewölbe unter der Kirche regelrecht zerfleischt, ein Sarkophat ist leer und im Haus geschehen unheimliche Dinge, für die es anfangs keine Erklärung gibt. Liegt ein Fluch auf dem Haus und welche Geheimnisse offenbaren die Räume den Protagonistinnen? Aber es scheint vieles mit einer alten Sage zusammenzuhängen.


    Meine Meinung:


    Mit "Lost Souls" bietet Thomas Finn wieder einen spannenden Horrorthriller. Nach meinem unheimlichen Ausflug in den "Dark Woods" und meinem Urlaub am "Mordstrand" ging es diemals nach Hameln, um nach den "Lost Souls" zu suchen. Ich wurde nicht enttäuscht.


    Jessika Raapke und Leonie sind zwei interesssante Figuren, die man sofort ins Herz schließt, auch vor allem, nachdem man von der Vorgeschichte erfährt, die die beiden Damen zusammenführte. Auch der Kammerjäger Peter Rating ist eine sympathische Figur, die Thomas Finn glaubwürdig geschrieben hat.


    Die Spannungselemente kamen natürlich auch nicht zu kurz, die Angriffe der Ratten sind vielleicht nicht ungedingt etwas für schwache Gemüter, aber ansonsten kommt der Autor ohne viel Blutvergießen aus und es liegt die ganze Zeit etwas unheimliches in der Luft. Langweilig wird es meines Erachtens nicht und ich konnte es kaum erwarten endlich weiterzublättern zu können.


    Der Autor versteht gekonnt, historische Fakten und die Rattenfängersage in die Gegenwart zu transportieren und um das ganze in einen Horror-Thriller einzubetten. Somit wird man nicht nicht nur unterhalten, sondern bekommt noch eine Geschichtslektion erteilt und die Rattenfängersage wird einem wieder ins Gedächtnis zurückgerufen und der Leser bekommt noch den einen oder anderen Deutungsversuch dieser Sage geliefert.


    Alles in allem ein spannender und unterhaltender Roman, der die Bestnote verdient hat.


    Sehr aufschlussreich war auch das Nachwort, in denen Thomas Finn nochmals die Zusammenhänge erklärt.

    Hast du sicher nicht. Kennst du denn die beiden ersten Bücher der Reihe?

    Ja, die beiden Vorgänger kenne ich, aber mir ist stellenweise ein wenig die Spannung zu kurz gekommen, deshalb hatte ich auch kurz gezögert, aber letztendlich mich doch entschiede, auch den dritten Teil wieder zu lesen, da beiden Vorgängern der Rest ja gepasst hat, also die Figuren, die gut getroffen worden und die Beschreibung der Umstände während und nach des Krieges.

    Soweit ich gehört habe, sollen die Anastasia-Bücher nationalistischer, verschwörungstheoretischer und rechtsesoterischer Humbug sein, mit antisemitischen und sexistischen Aussagen. Mein Interesse ist dadurch nicht gerade gesteigert.

    Meine Ausgabe des Buches (ISBN: 3038820016 Amazon) beinhaltet einen recht langen Anhang. Ich würde vorschlagen, dafür einen eigenen Abschnitt einzurichten.

    Diese Ausgabe steht auch in meinem Regal, und bis dato war ich mir über den Umfang des Anhangs gar nicht bewusst, hatte damals nur in das Buch reingelesen und freue mich umso mehr über die Leserunde.


    Vor einigen Jahren war im Dresdner Staatsschauspiel zu einer Aufführung, die aber noch den alten Titel "Fabian" trug. Die Inszenierung war zwar nicht ganz so gut, aber zumindest hat es gereicht, die Motivation nicht zu senken.

    Zum Inhalt:


    Jessie und ihr Mann Gerald möchten mehr Pep in ihr Liebesleben bringen, deshalb ziehen sie sich in ihr Sommerhaus zurück. Jessi lässt sich von Gerald ans Bett fesseln, in der Hoffnung diese SM-Spiele bringen den erwünschten Schwung zurück. Doch etwas läuft schief, Jessie mag diese Praktiken nicht, doch Gerald lässt sich von ihren Einwänden nicht beirren, was einen Tritt in dessen bestes Stück zur Folge hat und worauf dieser tot zusammenbricht und stirbt und Jessie bleibt ans Bett gefesselt zurück, was einen stundenlangen Leidensweg zur Folge hat.



    Meine Meinung:


    Nach "Misery" ist dies der zweite 2-Personen-Roman in Folge und auch in diesem Roman schafft es Stephen King mir erschreckende Bilder ins Gehirn zu brennen. Da wir es mit zwei Personen zu tun haben, wobei Jessies Eheman Gerald bereits im ersten Teil des Buches stirbt, entwickelt es sich mehr zu einem Ein-Personen-Roman, was den Blick auf Jessie und ihr Innenleben fokussiert, wie auch auf ihre Umstände, in denen sie sich befindet.



    Zwar ist "Das Spiel" ein spannender Roman, der es über weite Strecken schafft, die Spannung zu halten, gibt es andererseits auch die eine oder andere Durststrecke und manche Szenarien wurden meines Erachtens etwas zu breit ausgetreten, obwohl andererseits die Vorstellung daran Abscheu hervorruft.

    Mir hat, wie auch bei "Misery", gefallen, dass der Roman ohne übernatürliche Elemente auskommt. Es gibt zwar eine Szene, die Spielraum für Spekulatonen gibt: War es nur ein Schatten, der Jessies Sinnen ein Streich gespielt hat, ein Geist oder doch eine reale Person?


    Zwar empfand die eine oder andere Szene gegen Ende hin als etwas überzogen, unter anderem die Erklärung, was Jessie in ihrem Zimmer gesehen haben will, aber das kann ich verschmerzen.


    Alles in allem ist "Das Spiel" ein gelungenes und spannendes Kammerspiel, dem aber auch ein paar Kapitel weniger sicher gut getan hätte, ohne von seiner Kraft einzubüßen.

    Zum Inhalt:


    Paul Sheldon, gefeierter Autor der Misery-Romane, erleidet einen schweren Autounfall und wird von der Krankenschwester Annie Wilkes aufgefunden und zu deren Haus gebracht, in dem sich herausstellt, dass sie sein größter Fan ist. Jedoch wandelt sich die positive Einstellung als Annie Wilkes das neueste Buch um ihre Heldin Misery Chestain beendet. Sie zwingt Paul Sheldon dazu, Misery wiederaufstehen zu lassen und ein Buch nur für sie zu schreiben und das setzt sie mit aller Gewalt durch.

    Paul Sheldon beginnt um sein Leben zu schreiben und kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur, das ihn noch mehr um sein Leben fürchten lässt.


    Meine Meinung:


    "Misery" war mein erster King seit langem und ich habe es nicht bereut. Je mehr man in der Handlung drinsteckt, umso mehr ist man von Annie Wilkes Wahnsinn überzeugt. Auch, als sie Paul Sheldon ihre Gemütsschwankungen körperlich wie seelisch spüren lässt.


    Es ist eines der Bücher ohne übernatlürlichen Elemente, sondern das Böse manifestiert sich allein in Annie Wilkes, der irren Krankenschwester.


    Beklemmender wird es auch dadurch, dass Paul nicht nur in ihrem Haus eingesperrt ist, er ist auch zum Großteil auch bewegungsunfähig, ist ihr also doppelt ausgeliefert und wenn er sich während der Abwesenheit Annies im Haus umherbewegt, ist er trotzdem in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt.


    Trotz allem steigert er sich auch in Mordfantasien und Fluchtfantasien hinein.


    Zwar mag das Ende etwas übertrieben anmuten, aber alles in allem ein spannender und unterhaltsamer Zwei-Personen-Roman.

    Mit "Die Geschichte des Wassers" hat Maja Lunde nach "Die Geschichte der Bienen" den zweiten Teil des Klima-Quartetts geliefert.


    In zwei Handlungssträngen und Zeitebenen begegnen wir einerseits Signe, eine siebzigjährige Umweltaktivistin, die sich mit ihrem Boot "Blau" auf den Weg nach Frankreich macht und sich gegen den Verkauf von Gletscherwasser an reiche arabische Länder egagiert. Andererseits erleben wir im Jahre 2041 mit David und Lou, die als Klimaflüchtlinge auf dem Weg nach Norden in die Wasserländer in einem Flüchtlingslager ankommen, aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels und der Wasserknappheit in vielen Ländern, die ja bereits heutzutage vielerorts sichtbar und spürbar ist.


    Der Stil ist zwar flüssig und sprachlich nicht zu überfrachtet, aber einen richtigen Bezug konnte ich nicht zu allen Figuren aufbauen, auch wenn mir der Signe-Abschnitt von beiden Ebenen am besten gefallen hat, so bleiben die Personen doch nicht gänzlich greifbar.


    Es gab spannende Passagen, die den Leser durch das Buch tragen, aber mir hätte etwas mehr Bezug zu Umweltthemen gefehlt, denn die Schicksale der Protagonisten waren dafür etwas zu sehr im Vordergrund als dass viel Platz für den Klimawandel und deren Folgen, wie die Wasserknappheit gewesen wäre.


    Zwar werden die Auswirkungen in den David-Abschnitten angesprochen, aber in dem Maße, dass man es fast schon getrost außer Acht lassen konnte, leider. Vielleicht wird der Leser auch den deutschen Titel "Die Geschichte des Wassers" in die Irre geführt, denn dadurch erhofft man sich möglicherweise mehr und ist am Ende enttäuscht, anders wäre es gewesen, wenn der Verlag den Originaltitel genutzt hätte bzw. ihn übersetzt hätte.


    Alles in allem ein interessantes und spannedes Buch, aber in Betracht des Problems, welches angesprochen wurde, kamen Ausführungen viel zu kurz und das Potenzial wurde nicht ausreichend ausgeschöpft.

    Herr Jakob träumt.


    Herr Jakob, Angestellter einer Bibliothek, fühlt sich gestresst und beruflich wie auch privat immer mehr unter Druck gesetzt. Nachdem einem Gespräch mit einem Huhn fühlt er sich inspiriert, in den Winterschlaf zu gehen, was ihm scheinbar neue Kraft und Ruhe gibt.


    Mir persönlich gefällt die Idee des Winterschlafs und um sich nicht mehr so leicht in den Strudel der allgemeinen Hektik zu verfangen. Ich glaube, dahinter steckt sicher auch die Intention der Autor, einen Ganng zurückzuschalten, wieder etwas von der Leichtigkeit zurückzugewinne.

    Auch das muss Herr Jakob erst wieder lernen, auch wenn die Autorin bei ihrer Personenauswahl nicht tief in die Charakterisierung geht, so ist der Wandel des Herrn Jakob doch nachvollziehbar.



    Sicher wirkt die eine oder andere Szene etwas übertrieben, aber das wirkt am Ende im Kontext nicht allzu negativ.


    Die Gespräche mit den Huhn wirken doch schon recht philosphisch und ist doch auch dieses Huhn sein Einstrieg in die Traumwelt und der Beginn seiner Entschleunigung.



    Die Sprache ist locker und leicht, und man wird nicht durch das Buch gehetzt sondern kann ganz entspannt bis zum Ende vordringen.



    Alles in allem ein gelungenes Buch, was uns eine Anregung sein sollte, wieder etwas mehr Ruhe in unser Leben einkehren zu lassen.

    Ach so, alles klar. Ich orientiere mich an den Kapiteln der Printausgabe und bin am Ende des zweiten Abschnitts angekommen, würde bei der nächsten Sitzung also mit dem dritten Abschnitt beginnen und bin gerade bei etwa 4 Stunden und 30 Minuten.

    Richie, ich bin gerade bei Kapitel 39 bei audible und das ist noch Ende vom 2. Abschnitt

    Dann müsste ich ungefähr auch so weit sein. Kann man das bei Audible irgendwie ersichtlich machen? Also das "Audible-Kapitel"? Ich habe mich mit den Funktionen bisher noch nicht wirklich auseinandergesetzt.

    So, den zweiten Abschnitt habe ich gerade zuende gehört, ich denke mal, durch diesen Abschnitt hätte ich mich wohl auch durchkämpfen müssen, aber ihn vorgelesen zu bekommen ist dann doch noch etwas angenehmer.


    Hier scheint er das Gegenteil zu tun, was er noch im ersten Abschnitt gesagt oder gefühlt hat, hatte er anfangs arge Probleme damit, das Mädchen aus dem Dorf geküsst zu haben, nimmt er hier sozusagen alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, liegt am Ende sogar mit zwei Frauen im Bett, am Ende zwar nur, damit diese Julie nicht gleich zum Vater rennt und dieser ihn an den nächsten Baum hängt, aber letztendlich verrät ihn die andere, Lydia. Tja, das hat er nun von seinem doppelten Spiel; ich dachte nicht, dass ihn der Ritter so glimpflich davonkommen lässt.


    Also das finde ich gerade so was von unrealistisch und seltsam.

    Genauso komisch fand ich, dass er nach diesem Kuss sofort für sie alles stehen und liegen lassen will um am Ende doch nur von ihr sitzen gelassen zu werden, weil sie zu ihrem Mann zurückkehren möchte.


    Ein junges Mädchen würde doch nicht einfach irgendeinen Jungen, den sie noch nie gesehen hat und den sie zufällig sieht einfach so küssen.

    Vor allem, der schlafend vor ihr auf dem Feld liegt. ;)