Beiträge von Karla

    So, die letzten Kapitel habe ich geschafft und irgendwie ist es schade, dass es zu Ende ist. Das Miträtseln hat mir richtig Spaß gemacht, aber auch wuschig, weil ich, wenn ich dachte, jetzt hab ich es, doch auf dem Holzweg war. Jetzt, wo ich die Lösung kenne, sehe ich alle Einzelheiten, wie sie sich fügen.


    Ich kann nur sagen, es war eine spannende und unterhaltsame Geschichte.


    *hüstel* Ich bekenne mich zur Sandelholzfraktion.


    LG von Karla

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    Original von Corinna


    Ich kann Bittere Saat empfehlen! :-]


    Schon gelesen?


    "Bittere Saat" klingt so, als ob jemand etwas "gesät" hat und als die Saat aufgeht, gibt es ein böses Erwachen.


    Muss mal schauen, ob ich den Klapptext im Netz finde. Man, ihr haltet mich von den letzten Seiten Odinshöh ab.

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    Original von Corinna
    Ich hab's schon mal erlebt, dass ich in der ursprünglichen Fassung z. B. ein anderes Ende hätte als in der letzten Fassung. Natürlich hatte ich durchaus meine Gründe, die Geschichte dann so ausgehen zu lassen und nicht anders. Aber ich HÄTTE es mir auch anders vorstellen können.


    Hier muss ich noch mal genauer nachfragen. Vielleicht interessiert es auch die anderen Mitstreiter. Ich hoffe, liebe Gefion, es ist für dich in Ordnung, wenn ich mich hier mal festbeiße. :grin
    Du hattest also schon einmal eine Geschichte, für die mehrere Enden in Frage kamen. Warum? Wann hast du es bemerkt? Beim Plotten oder während des Schreibens? Wann hast du dich dann für das entgültige Ende entschieden? Welche Kriterien waren dafür ausschlaggebend? Bauchgefühl? Testleser? Autorenkollegen? Freunde? Leser? Vielleicht sogar der Partner? Möglicherweise die Figuren selbst? Oder der Verlauf der Geschichte?

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    Original von Corinna
    Ich habe nur genauso oft dann auch die Befürchtung, dass es den Lesern so geht wie Karla - und sie zu langen reinen Erzähltext dann auch mal überblättern - obwohl ja durchaus Wichtiges drin vorkommen kann, selbst bei Landschaftsbeschreibungen.


    Aus dem Grund versuche ich trotzdem im Überfliegen den Inhalt zu erfassen. Ist eine schwierige Kiste. Möglicherweise wird trotzdem etwas Wichtiges untergehen. :-(

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    Original von gefion
    Karla : - bei Leinöl muss ich aber an Ölmalerei denken.


    Habe ich mir fast gedacht, dass solch eine Anwort kommt. Allerdings bringen die meisten Leinöl mit Holz in Verbindung. ;-)



    Ja und du hast recht, das ist das Tolle an LR, endlich den Autor zu fragen, was man schon immer mal fragen wollte und deshalb auch ein Dankeschön an dich, dass du uns begleitest und dir die Zeit nimmst, uns zu antworten, obwohl wir wirklich nur eine Minirunde sind, die ich aber ausgesprochen nett finde.
    Ich denke, ohne deine Antworten wäre die LR nur halb so schön. :wave


    LG von Karla

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    Original von Corinna


    Vor sich hin schimpfen - ja, das hab ich auch schon mal gemacht. Musste ich aber in meiner bisherigen Leselaufbahn nur selten glücklicherweise. Ein anderes Ende kreieren, würde mir aber, wohl eher nicht einfallen, es sei denn, das ließe sich mit einem Satz erledigen. Ich denke immer, auch wenn mir das Ende nicht zusagen sollte, dass sich der Autor schon was dabei gedacht haben wird, es so und nicht anders zu schreiben, wozu soll ich mir die Mühe machen, das zu ändern? :grin


    Das reizvolle ist ja das Gedankenspiel für sein eigenes Ende. Manchmal ist es in fünf Minuten erledigt und manchmal dauert es etwas länger. Zurück bleibt Zufriedenheit.
    Klar, ist für den Autor das Ende so und nicht anders, sonst hätte er es ja anders enden lassen. Leider bekommt man die Beweggründe beim Lesen nicht mit und somit bleibt für gewöhnlich die Frage nach dem Warum? offen.


    Eigentlich würde sich das doch wohl jeder Autor wünschen, dass der Leser länger bei der Geschichte bleibt, als nur die Zeit, die er liest.
    Das zeichnet für mich auch noch eine gute Geschichte aus, die nachhallt und mich länger, als das Lesen selbst, beschäftigt.


    LG von Karla

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    Original von gefion


    Karla , mit Dialogen geht es mir wie dir. Allerdings staune ich immer, wenn andere Autoren es schaffen, seitenweise ohne Dialog auszukommen. Ich nehme mir immer vor, mal eine solche Passage, die ich gelungen finde, zu analysieren - bisher ist es beim Vorsatz geblieben.


    LG
    Gefion


    Hi hi, vielleicht hörten die Autoren während des Schreibens ihre Figuren gerade nicht oder die Figuren sind bockig und hielten mit dem Autor keine Zwiesprache, weil sie von ihm in was hineingepresst worden sind, was sie nicht wollten. In diesem Fall griffen die Autoren auf die Kunst des dialoglosen Schreibens zurück, ohne daran zu denken, dass es Leser gibt, wie mich, die Dialoge lieben. :-]

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    Original von Corinna


    Quark mit Leinöl? Wie muss ich mir das vorstellen?


    Darüber berichte ich doch gern, :-] auch wenn es OT ist.


    Also, man nehme Quark seiner Wahl, schneidet Zwiebeln klein und gibt sie dazu. Wenn man mag, dann auch noch Knoblauch. Die Hauptzutat ist kaltgepresstes Lausitzer Leinöl und nicht zu sparsam bei der Dosierung sein. Alles zusammen rühren und mit Salz abschmecken. Dazu reicht man Pellkartoffeln und etwas Butter (nicht ausgelassen, sondern frisch aus dem Kühlschrank vom Stück).


    Sollte etwas vom eingerührten Quark übrig sein, schmeckt der auch noch zum Abendbrot auf Schnitte.


    Mittler Weile bekommt man fast überall kaltgepresstes Lausitzer Leinöl. Das war nicht immer so.


    LG von Karla

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    Original von Corinna
    So was in der Art hab ich schon mal gehört. ;-)
    Und was machst Du dann in so einem Fall?


    Oh, dagegen kann man einiges tun. Man kann schimpfen wie ein Rohrpatz oder sich in Gedanken sein eigenes Ende kreieren oder oder oder


    Ganz selten hat man die Möglichkeit den Autor selbst zu fragen und über das Ende zu debattieren, weil man dann erfährt, warum das Ende so und nicht anders ist. Das wäre der Idealfall und ein Grund von vielen, warum ich an LR teilnehme. ;-) :grin :-]

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    Original von Corinna


    @ Karla
    Gefions Bemerkung bezog sich da auf was ... Internes... :grin
    Aber wenn ich dann mal Werbung machen darf ;-) - es wird im März eine Anthologie rauskommen, zu der ich auch eine KG geschrieben habe.


    Aha und ich dachte, dass Gefion irgendwo ein KG von dir im Netz gefunden hatte und darauf anspielte. ;-)


    LG von Karla

    Zitat

    Original von Corinna


    @ Karla
    Gefions Bemerkung bezog sich da auf was ... Internes... :grin
    Aber wenn ich dann mal Werbung machen darf ;-) - es wird im März eine Anthologie rauskommen, zu der ich auch eine KG geschrieben habe.


    Aha und ich dachte, dass Gefion irgendwo ein KG von dir im Netz gefunden hatte und darauf anspielte. ;-)

    Ja, Jandrik ist eine Figur, die beschäftigt mich. Gerade diese Nichtvorhersehbarkeit und dann umgibt ihn ein Hauch von geheimnivollen unergründlichem Charme, selbst wenn er unbeherrscht ist. :gruebel


    Hm und du bist von solchen Menschen umgeben? Stell ich mir anstrengend vor. Das Buch kann ich beiseite legen, aber was macht man mit realen Personen? :gruebel


    Ja klar, steht er enorm unter Druck. Das spürt man, nur kann ich es noch nicht richtig zuordnen.


    LG von Karla

    Wenn ein Autor Flair erzeugen kann, das ist was ganz Starkes. Ich denke, da kann sogar ein schwächelder Plot ausgeglichen werden, weil das Lesevergnügen schon allein durch das Erzeugen von Flair gerettet ist.


    Stimmt, das kann nicht jeder und jeder Leser ist für andere Dinge empfänglich. Ich z.B. liebe Dialoge. Sie sind für mich die Grundseele einer Geschichte. Oft genug habe ich mich erwischt, wenn zu lange erzählt und beschrieben wird, ohne dass es auch nur einen Hauch eines Diologes gab, habe ich überblättert. Vielleicht sind mir dadurch schöne Beschreibungen entgangen, aber das ist nun mal meine Vorliebe.


    Oh, eine nette KG zwischen durch, das hat was. ;-)


    LG von Karla

    und es ist völlig ungefährlich, weil man als Leser in seiner Kuschelecke sitzt und liest und wenn es zu brenzlig wird, kann man auch mal für eine Weile das Buch beiseite legen.


    Als Autor ist es auch ungefährlich sich gefährliche Sachen auszudenken und fremde Welten zu bereisen, es sei denn, man hämmert zu doll auf der Tastertur und verknackst sich den kleinen Finger. :grin

    OT: Grünkohl gibt es bei mir nur als Eintopf und das auch nur im Winter.


    Jandrik ist ein Charakter, der ausgesprochen viel Potential hat. Vor allem wegen der Unvorhersehbarkeit seiner Reaktionen. Das ist es wahrscheinlich, was ihn im Roman so anziehend macht.

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    Original von Sayuri311
    Hallo Karla!


    Oh das glaube ich dir, dass das bei den Kleinen besser hängen bleibt als alle Verbote und Ermahnungen.
    Und das ist dann auch schön spielerisch, find ich toll.
    Werd ich dann, wenn es soweit ist, sicher auch versuchen :)


    Ja, versuch es und verzweifel nicht, wenn du mal nicht den Nerv dafür hast. Auch diese Zeit wird es geben.