Beiträge von SusanneG

    Irgendein Autor - ich glaube, es war Kai Meyer - hat gesagt (sinngemäß): "Schriftsteller schreiben nicht gerne. Sie haben gerne geschrieben."


    Ist was dran. Obwohl - wenn es so richtig flutscht ... aber wann tut es das schon? :write


    Susanne

    Ich hab es gestern in der Tagesschau gesehen und hab mich ertappt, dass ich hab heulen müssen.
    Als Niederrheinerin bin ich beinahe mit ihm aufgewachsen, hab ihn immer wieder "vor Ort" sehen dürfen (und seine Auftritte in den Aulen und Mini-Bühnen am Niederrhein waren regelmäßig seine besten - einfach, weil da Künstler, Publikum und Gegend so wunderbar zusammenpassten).


    Gut, dass ich wenigstens noch ein paar Platten von ihm habe.


    Susanne (immer noch traurig)

    Ach, ich trag's im Moment mit Fassung. Ich hab den Ausdruck, schlimmstenfalls muss ich ein paar hundert Seiten einscannen - oder abtippen *gg*, das MS ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei - also wäre neu schreiben im Grunde sowieso die beste Lösung - und die Festplatte hab ich verwahrt, es gibt Datenrettungsdienste, die die garantiert noch ausgelesen kriegen (wenn auch teuer ...). Also alles mehr nur ärgerlich als wirklich katastrophal.
    Hat mich aber gelehrt, das Thema "Backup" künftig etwas weniger leichtfertig anzugehen.


    Also - meine Platte steht zu deiner Verfügung :grin. Und ich komme bei Bedarf auch gerne auf dich zurück (für mein aktuelles Projekt "backupt" ja meine Lektorin ...)


    LG und schönen Tag noch


    Susanne (dein Buch steht auch bei mir auf'm Wunschzettel. Klingt spannend!)

    Wenn die Bezeichnung "Gott" stört (wobei es, entschuldigung, m.E. eher eine Gattungsbezeichnung ist als ein Eigenname ... ich denke da an all die Götter, die in unserer Geschichte schon mal hier in der Gegend gelebt haben, hallo Odin **gg**) - also, wenn diese Bezeichung an empfindliche Stellen rührt, läge doch der "Titan" nahe ... (am liebsten in der Diktion Ditsches: "Ein waaahrer Titooon")


    Titanin käme auch gut ...


    LG


    Susanne

    Zitat

    Original von keinkomma
    ich hab das immer so gemacht, während der kompletten 450 Seiten: immer nach Arebitsende habe ich das unfertige frisch getippte einfach so an drei liebe Menschen geschickt, die das dann auf ihrem PC für mich archiviert haben (wenn die wollen, können die nun mit der schrottigen Urversion des Buches hausieren gehen :lache) - so war ich immer sicher, dass nichts mehr verschütt geht, dass es nicht alles weg ist, wenns mal brennt oder jemand den PC klaut.


    Silke, das ist perfekt! Und falls eine deiner Backup-Personen mal ausfällt, steht dir mein Computer zur Verfügung ...
    Ich habe per Festplattencrash ein komplettes MS verloren. (Mein zweites, keine Genieleistung, aber möglicherweise per Überarbeitung irgendwann noch mal ganz brauchbar - und außerdem hänge ich dran.) Ich dachte noch: prima, was soll sein, ich hab ja die Diskette ... Vor ein paar Tagen hab ich dann festgestellt, dass die auch nicht mehr will.
    Jetzt hab ich nur noch einen bekritzelten Ausdruck ... *fluchsymbole*


    LG


    Susanne

    Jein. Ich mach es noch für ein paar alte Kunden, weil ich denen schlecht sagen kann (oder möchte), dass sie sich jemand anderes suchen sollen. Aber ich kann mir die Lektoriererei schlicht nicht mehr leisten *gg*
    Die Honorare sind im letzten Jahr derart in den Keller gesaust, dass es sich für mich nicht mehr lohnt, das zu machen.


    Wenn du die ersten Meldungen hast, sehe ich sie mir mal an und sag dir was dazu.


    LG


    Susanne

    Zitat

    Original von ruthven
    Habe mir aber jetzt "Frau/Deutsch- Deutsch/Frau" zugelegt, um meine nächsten Frauencharaktere besser beschreiben zu können. :lache


    *gg* Das ist doch der Comedian, der so tut, als wäre er politisch total unkorrekt, und das dann einfach nicht hinbekommt, oder? Ich hab mir in kleinen Dosierungen sein Programm angesehen - kam neulich im TV - und hab streckenweise Tränen gelacht. Gerade auch über das, was er seinen Geschlechtsgenossen vor die Karre ballert.


    Ich denke aber auch, es ist die Frage, ob man als Autor in der Lage ist, Charaktere zu erschaffen, die überzeugen. Die Frage, ob das dann Männlein oder Weiblein sind (oder keins von beiden oder Zwerge, Katzen, Drachen, Aliens ...), ist m.E. sowas von sekundär, dass man es beinahe quartär nennen könnte.


    Susanne

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    Original von Callabluete
    Ansonsten muß ich da mal anrufen, hab die Anfrage jetzt erst gemailt.
    Was zahlt man den so für 250Seiten in schriftgröße 12?
    Weißt du das Susanne?


    Das kommt drauf an, wie der/die betreffende LektorIn rechnet. Meistens wahrscheinlich per Manuskript-Seite (ich weiß nicht, wie dein MS formatiert ist, aber du kommst auf einen recht guten NÄherungswert, wenn du die Gesamtzeichenzahl deines Textes - also mit Leerzeichen - durch 1500 teilst.)


    Dann ist die Frage, wie umfangreich das Lektorat vom Arbeitsaufwand her ist. Wenn du nicht viel mehr brauchst als ein Korrektorat, dann gibt es durchaus Lektoren, die das für 1,50 pro Seite machen (oder sogar drunter - fürchte ich *gg*). Bei einem inhaltlichen Lektorat dürfte das entsprechend teurer werden.
    Ich habe es immer so gehandhabt, dass ich mir eine Textprobe (am liebsten den ganzen Text) habe schicken lassen, dann hab ich abgeschätzt, wie lange ich dran sitzen werde, hab meinen Stundensatz zugrunde gelegt und konnte dann den Seitenpreis nennen. (Und bei Leuten, von denen ich wusste, dass sie eher knapp bei Kasse sind, hab ich dann meist einen Gesamtpreis gemacht, der noch mal ein Stück drunter lag. Ich doofe Nuss ...)


    Sieh dir einfach ein paar Angebote an. Aber wie schon gesagt: wenn dir jemand ein Lektorat mit allem Pipapo für hundertfünfzig Euro anbietet, wäre ich vorsichtig ... das kann dann nicht allzu gründlich sein.


    (Vielleicht schickst du mir mal eine Textprobe/dein MS und die Angebote, die du von den Lektoren bekommst - dann kann ich dir eventuell sogar sagen, was davon okay geht und wovon du besser die Finger lässt ... wenn du magst.)


    LG


    Susanne

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    Original von mike
    die honorare bei lektoren klaffen weit auseinander und es ist problematisch auf ganz billige zu setzen, die übersehen zuviele fehler und letzthin hatte ich noch einen, der noch zusätzliche fehler hineinkorrigierte und ganz beleidigt war, als ich ihn darauf hingewiesen habe.
    allerdings auch die teureren sind nicht alle besser. es hängt auch für den zweck ab, wenn druckreife erwartet wird, wird es teuer.


    Naja - ist doch logisch. Wenn ich ein MS wirklich gut und gründlich lektorieren will, gehe ich mindestens zweimal durch den Text. Mindestens. Und ich schaffe zwischen vier und sechs Seiten pro Stunde (ich bin schnell!). Jetzt rechne mal aus, wieviele Seiten ein Lektor schaffen muss, der 1,50 für die Seite nimmt, damit er auf einen Stundensatz kommt, bei dem er die Sache nicht als Hobby macht ...


    Lektorat, gutes Lektorat ist teure Hand- bzw. Kopfarbeit. Will bloß keiner der Autoren bezahlen ...


    Susanne

    Danke!!! :hop


    (Ich hoppe bis morgen durch, glaube ich. Obwohl ich heute nachmittag eher das Gefühl hatte, mit dem Kopf Volldampf gegen eine Mauer gerannt zu sein ... 652 Seiten. 42 mehr als gefordert. Hoffentlich muss ich nicht kürzen *gg*)

    Zitat

    Original von Iris
    Bei "umsonst" kräuseln sich mir inzwischen die Ohren, wenn man sich anschaut, wer sich auf diesem Gebiet so alles tummelt. Außerdem ... abgesehen von ein paar uns beiden wohlbekannten Leuten war es nicht weit her mit dem JL und die waren überlastet.


    Richtig - was das "kräuseln" angeht. Die Lektoratshonorare sind inzwischen in einer Gegend angelangt, dass man sich genauso gut in Erdnüssen bezahlen lassen könnte. Oder das Ganze als "Ein-Euro-Job" durch die Arbeitsagentur vermitteln lassen ... Ich mach's nur noch für gute alte Kunden, die meine alten Preise zahlen wollen.
    Und das JL - naja, warum hab ich da wohl aufgehört ... (war aber eine gute Idee, trotzdem.)


    LG


    Susanne (ich bin fertig!!!! :hop )

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    Original von Annalisa
    Ich war nahe daran, ihn anzusprechen, da hielt die S-Bahn, er stand auf, und sagte, bevor er zur Tür ging: "Das Buch hat meine Frau geschrieben". Dabei strahlte er wie ein Honigkuchenpferd.


    Das ist ja wohl die allerschönste Geschichte, die ich je gehört habe! Ich hab das Strahlen im Gesicht ...


    Mir ist auch nicht viel mehr passiert, als dass ich (zu Zeiten, als ich noch zwischen Rheinhausen und Düsseldorf gependelt bin), meinen Ausstieg verpasst habe. Wer den Bummelzug Duisburg-Rheinhausen kennt, weiß, wie lange ich am nächsten Bahnhof gestanden habe. Abends. Nach der Arbeit. Dunkel. Winter. Fluchend!!!!


    Und das ist mir mit dem wahnsinnig spannenden Thriller "Die Odyssee" passiert. :grin Muss man erstmal hinkriegen ...

    Es gab mal das "Junge Lektorat", wo so was umsonst geleistet wurde - ich bin aber nicht ganz sicher, ob dasnoch existiert.
    Dann ist da noch TeXtkraft . (Keine Ahnung, wie die das handeln ... Iris, weißt du was drüber?)


    Beim VfLL kostet das natürlich richtig Geld, weil die Leute alle vom Lektorat leben - die Honorare liegen aber recht unterschiedlich. Wenn du da eine Anfrage startest, landet die in der Mailingliste dort und es werden sich mit Sicherheit einige der Kollegen bei dir melden - da kannst du dann schauen, wer deinen Preisvorstellungen am ehesten entspricht.


    Mehr fällt mir jetzt auf Anhieb auch nicht ein ...


    LG


    Susanne

    *schwitz* ich habe diesen Thread angelesen und _sofort_ alle aktuellen Manuskript-Dateien auf CD gesichert. Und sie noch mal zusätzlich auf meinen Webspace hochgeladen ...
    Was die Diskette angeht: ich benutze die auch noch. Mein alter Schreibschleppi, an dem ich hin und wieder noch arbeite, kann nämlich nix anderes. (Ganz zu schweigen von meinem _ganz_ alten Schreibschleppi, der noch Windows 3.1 drauf hat ...)
    Aber Disketten sind wirklich der letzte Schrott!


    In meinen Computer-Anfangstagen habe ich mal ein komplettes Kapitel gelöscht und musste es neu schreiben. Um danach festzustellen, dass ich es bloß an einer Stelle gespeichert hatte, die ich nicht gleich wiedergefunden habe :grin
    Aber die zweite Fassung war eh besser ...


    Kopf hoch an alle Crash-Geschädigten!


    Susanne

    Manchmal lege ich ein Buch ganz schnell weg - das bekommt aber dann möglicherweise eine zweite Chance. (Außer, es war so daneben, dass ich es gleich entsorge.)
    Im Schnitt bin ich immer bereit, zu glauben, dass noch was kommt. Das Buch, bei dem ich am längsten dazu bereit war, habe ich buchstäblich ;-) fünfzig Seiten vor Schluss gefeuert.
    Und eine Trilogie habe ich sogar komplett durchgelesen, obwohl ich ab der Mitte des ersten Bandes schon überzeugt davon war, dass das in die Hose geht. Aber es fing so gut an, dass ich die ganze Zeit gehofft habe.


    Früher habe ich immer alles eisern zuende gelesen, aber inzwischen wird mir die Zeit knapp. Ich bin keine zwanzig mehr, und es gibt so viele gute Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, dass es schade ist, die Zeit an schlechte zu vergeuden. Deshalb ärgere ich mich auch, wenn ich wie in dem Fall der genannten Trilogie, so blöd war, durchzuhalten.


    Ach ja. Inkonsequent, aber lieb, das bin ich ... :grin