Es ist zwar schon ein Weilchen her, dass ich das Buch gelesen habe, dennoch möchte ich kurz meinen Eindruck wieder geben.
Bis heute weiß ich nicht wirklich wie ich das Buch einordnen, ob ich es gut oder schlecht finden soll. Was dafür spricht, die Geschicht bei Gelgenheit noch mal in Ruhe zu lesen - was ich sicherlich auch tun werde.
Die Idee an sich ist ja gut, aber es gab einige Punkt die mich gestört haben.
Das ärgste Problem, was ich hatte, waren die russischen Namen sowie der Umstand, das die einzelnen Charaktere z.T. scheinbar mit bis zu drei verschiedenen Namen angesprochen wurden. Das führte dazu, dass ich öfters erst überlegen musste, welche Person gerade gemeint ist. Das fördert nicht gerade den Lesespaß.
Ich habe nichts gegen ausführlichere Beschreibungen oder auch Nebenhandlungen, aber teilweise wurden mir manche Episoden zu sehr ausgebreitet, wodurch ich das Gefühl hatte, die eigentliche Geschichte würde unnötig in die Länge gezogen.
Das Ende fand ich auch nicht wirklich gut. Wie es schon in einem anderen Post hier geschrieben wurde, es kam einfach zu "plötzlich".
In meiner Ausgabe gibt es einen Anhang, wo etwas zur Entstehungsgeschichte von "Schuld und Sühne" erzählt wird, was wirklich spannend ist. Dort wird u.a. geschildert, dass Dostojewski beim Abschluss der Geschichte unter erheblichen Zeitdruck stand und sehr lange selbst wohl nicht wusste wie er das Ende gestalten sollte.
Und in meinen Augen ist das Ende auch dementsprechend...
Bis zuletzt wehrt sich Raskolnikow gegen den Gedanken sich zu stellen und plötzlich nimmt er die Strafe auf sich, fügt sich der Haft und wird scheinbar auf den letzten Seiten auch noch religiös. Wobei er sich doch auch gerade gegenüber einer religiösen Haltung zuvor eher abwertend geäußert hat, wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe.
Kurz, irgendwie hat das für mich einfach nicht gepasst.
edit: hab mal besser nachträglich einen Spoiler reingesetzt. 