Ja, was soll ich sagen? - Ich glaube, ich bin für's erste gescheitert.
Respekt an alle, die durchgehalten haben.
Ich habe mir vorgenommen, den "Odysseus" zu lesen und es dann noch einmal zu versuchen.
Aber aufgeben werde ich nicht.
Ja, was soll ich sagen? - Ich glaube, ich bin für's erste gescheitert.
Respekt an alle, die durchgehalten haben.
Ich habe mir vorgenommen, den "Odysseus" zu lesen und es dann noch einmal zu versuchen.
Aber aufgeben werde ich nicht.
Diesmal interessieren mich alle vorgestellten Bücher, mit Ausnahme dieses Abendkleid-Buches aus den 30er Jahren.
War eine schöne Sendung.
ZitatOriginal von Tom
Die Thematik ist in diesem Thread sehr viel stilvoller, spannender und themengerechter verarbeitet worden:
Hm, ich bin der Meinung, dass sich die Themen des verlinkten und diesen Threads mehr als punktuell unterscheiden.
Im einen geht es um die Kongruenz zwischen inhaltlicher und formaler Aussage, im anderen werden spontane Gefühlsbekundungen mittels Symptominterjektionen - wenn hier auch nur rudimentär erkennbar - postuliert.
ZitatOriginal von Darcy
Mein Favorit:
Wer gab dir, Liebe, die Gewalt von Viola Alvarez.
Ich finde den Titel einfach schön und das Buch war es ebenfalls.
Einer der amüsantesten Titel ist für mich auch "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist." Allerdings konnte es mich inhaltlich nicht überzeugen.
Ich hole meine "Wolfsfährte" gleich aus dem Buchladen ab und möchte gern mitlesen.
Wahrscheinlich werde ich aber etwas später einsteigen, weil ich erst noch die "Assassinen" von Berling zuende lesen möchte.
Danke für's Eintragen, liebe Wolke.
ZitatOriginal von Paule
Ich fand das Ergebniss dieser Episode recht lustig, wenn man den Effekt von Kiras Einsatz betrachtet der gleich null war.
Stimmt. War ja auch ein blöder Plan, Scheitern vorprogrammiert.
Aber wahrscheinlich war es für den Fortgang der Handlung vonnöten, dass Kira Bekanntschaft mit Sibylle und Balduin macht und sich von den anderen Frauen im Harem ein wenig abheben kann.
S. 153ff.
Die Szene, wo Melou von ihrer Misson mit Jaluddin erzählt und An-Nasir lauscht
Was ist mit Melou los?
Steht sie unter Drogen??? Sie wirkt abgehoben, auch Berlings Beschreibungen über sie: "Traumwandlerin", "rätselhaft", "bescheiden", "wie von einem anderen Stern" (der letzte Ausdruck passt m. E. auch nicht in die geschilderte Zeit, oder hatte man damals schon Vorstellungen von Außerirdischen?)
Oder hat Jaluddin sie hypnotisiert? Das Getränk "Shai man nana" ist nicht erklärt, das könnte aber auch etwas bewußtseinerweiterndes sein.
Wo ist die etwas vorlaute und lebhafte Melou, die wir aus den Schilderungen von Montmor kennen?
Kann es sein, dass Berling nicht nur keine Ahnung von altersgemäßer Entwicklung von Kindern hat, sondern auch keine Ahnung von Frauen?
Ich habe jetzt insbesondere die Szene mit dem Dolch und dem Brötchen im Hinterkopf. Das finde ich ein wenig unglaubhaft.
Wenn ich mich nicht täusche, war Melou doch noch Jungfrau.
S. 162 u. 163
Sayf und El Mansur erfahren, dass Husain ein Geheimnis hat. Ich glaube nicht, dass sie aus dem Belauschten den gesamten Plan verstehen konnten, aber immerhin sollte ihr Misstrauen geweckt sein.
Husain erhält keine Mißbilligung für das von ihm initiierte Attentat auf Robert de Bethune vom Magister Venerabilis, das hätte ich erwartet...
Im übrigen fehlt der Magister im Personenverzeichnis, es sei denn, er verbirgt sich hinter einem der dort genannten Personen.
edit: Der Magister venerabilis taucht doch auf, es handelt sich um Titus de la Porta, einen päpstlichen Visitator. Als solcher ist er bisher in der Handlung aber noch nicht in Erscheinung getreten...
Das fiel mir gerade auf, als ich nach dem "Malik", also dem König von Aleppo suchte. Wer ist das? Wieso wird der Wesir von Aleppo gerichtet, und nicht gleich der König?
Ich war um halb sieben einkaufen und hatte einen ganzen Supermarkt für mich alleine.
Schlimmer als den Sturm finde ich diesen peitschenden Regen.
Ich mußte etwas aus dem Auto holen, das sind ca. 10 Meter und ich war naß, als ob jemand einen Eimer Wasser über mir ausgeschüttet hat.
Die Straße steht auch schon vollständig unter Wasser.
Gerade war die Feuerwehr da, obwohl ich sie nicht angerufen habe.
Es gab aber einen Anruf, dass bei mir hier ein Baum auf die Straße zu stürzen droht.
Die beiden jungen Männer sind dann an die große Tanne hier auf dem Grundstück, haben ein wenig daneben rumgehopst und festgestellt, dass keine Gefahr besteht und wieder von dannen gezogen.
ZitatOriginal von Grisel
Irgendwie ist der oft verschwunden und keiner weiß, wo.
Bei Sinan habe ich irgendwie den Eindruck, daß der durchaus über alles Bescheid weiß und im Hintergrund die Fäden knüpft.
Zu der Vergewaltigung kann ich noch nichts sagen, soweit bin ich noch nicht.
Aber das mit dem Informationsstand des Scheiches stimmt.
Selbst An-Nasir war erstaunt, dass der Sheik wußte, dass Aziza im Harem und Kira unterwegs nach Jerusalem war.
ZitatOriginal von Paule
Eben ein machtgeiles, intrigantes und herrisches Miststück. Neben Kira ist sie für mich bisher die einzige weibliche Figur die etwas Profil hat.
Und sie kommt dem historischen Original in jedem Fall näher als diese Sibylle aus "Königreich der Himmel".
Oh, danke für den Hinweis. Ich kenne den Film zwar, aber mir war nicht klar, dass wir uns in diesem Buch zur selben Zeit wie im Film bewegen.
ZitatOriginal von Paule
Florenz ist eine Binnenstadt, die erst im 14. Jahrhundert seine wirtschaftliche Stärke erreichte. Und da nicht im Seehandel sondern im Bankwessen (Strozzi's, Medici's u.a.). Erst mit der Eroberung der Republik Siena 1552 erhielt Florenz Zugang zum Meer.
Ok, das leuchtet mir ein, dass eine "Seerepublik" auch einen Zugang zur "See" haben sollte.
Meine "Fünf-Seerepubliken-Auffassung" stammt vermutlich aus einem Roman über die Fugger.
Ist natürlich nur ein Roman und kein Sachbuch.
Danke für die Erläuterungen, Paule und Grisel, danke für den Link in den "Historischen Informationen".
ZitatOriginal von churchill
Habe das Buch gestern bekommen und bin dabei...werde aber erst morgen nachmittag Zeit haben, anzufangen ...
Und? Schon aufgegeben?
ZitatOriginal von Shirat
Also ich habe mir jetzt für mich vorgenommen, nicht mehr danach zu forschen, wer wie alt sein könnte oder ist. Ich nehme es jetzt einfach mal so hin, vielleicht mache ich mich später noch einmal dran. Falls es noch verwirrender wird, muß ich meinen Vorsatz wieder aufgeben.
*seufz* Ja, so geht er mir auch.
Ich bin gerade auf Seite 152 und es sind überhaupt keine Zeitangaben enthalten. Nur diejenigen, die die tatsächliche Geschichte im Hintergrund kennen und diese dann den fiktiven Ereignissen zuordnen können, haben die Möglichkeit zu folgen.
Das ist wirklich unglücklich gelöst.
ZitatOriginal von Shirat
Mit den meisten Charakteren bin ich bis jetzt auch noch nicht so richtig warm...
Ja, das geht mir auch so. Sheik Sinan kommt mir immernoch zu gütig daher. Zu Victor und Sayf habe ich auch keine richtige Beziehung aufbauen können. Ganz schlimm finde ich die Frauenfiguren, die alle nur ziemlich eindimensional sind. Melusine ist nur schön und hat im Moment überhaupt kein Profil. Ich war ja überrascht zu lesen, dass sie ein Albino sein soll. Das steht erst auf Seite 147.
ZitatOriginal von Shirat
Was mich noch etwas verwirrt hat, war die Dolchübergabe an die fida'i Karim und Abdal.
Auf Seite 136, 2. Abs. heißt es da .... Sie ergriffen die Dolche mit Ehrfurcht - längst hatten sie vergessen, dass sie eigentlich aus Alamut gekommen waren, um den abtrünnigen Sheik Sinan zum Tode zu befördern -,....
Ich dachte, das hätten die beiden vorgehabt, die Husain hingerichtet hat (s. 83) ?
Grisel hat Recht, es sind zwei neue. Auf Seite 130 (Bericht des An-Nasir) steht, dass "zwei weitere" Attentäter aus Alamut eingeschleust wurden.
Das diese nach mißglücktem Versuch sofort die Seiten wechseln (und im Sinne des Auftrags versagt haben), dann aber von Sheik Sinan gleich zur Beseitigung von Saladin eingesetzt werden sollen, hat mich schon erstaunt.
Mittlerweile habe ich vestanden, dass sie ob des gescheiterten Attentates nicht mehr nach Alamut zurückkehren können, da sie dort auch der Tod erwarten würde.
Aber gleich so ein wichtiges Projekt für zwei abtrünnige Versager?
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Kira wird allein losgeschickt, um Victor zu befreien.
Ich ärgere mich darüber, denn wer schickt denn eine junge Frau (ich gehe mal davon aus, das sie das bereits ist) so einfach los, dann noch ohne konkreten Plan.
Entschieden hat das eine Gruppe von Frauen (Aziza, Thamar, Kira, Shirin). Berling gibt seinen weiblichen Nebenfiguren also kaum Intelligenz an die Hand.
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Königshof Jerusalem
Sibylle ist anstrengend.
Balduin finde ich nett, aber dem wird ja wahrscheinlich kein langes Leben beschienen sein. Ist Lepra nicht ansteckend? Mich wunderte, dass Victor trotz Lepra nicht auf Abstand ging. (Es wurden ja nur Waffenübungen etc. mit Balduin verboten.)
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Husain hat veranlasst, Robert de Bethune im Gefängnis von Thyros umzubringen, wo er nach dem Anschlag auf die Assassinen-Delegation einsaß.
Das war wieder so ein Alleingang von Husain, der von Sheik Sinan zwar gerügt wird (S. 140) aber sonst ohne weitere Konsequenzen bleibt.
Im Hinblick auf die Mitgliedschaft von Bethune und Husain in diesem Geheimorden droht vielleicht auch noch von da Unheil, wenn herauskommt, dass Hussain einen Ordensbruder hat töten lassen.
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Stichwort: Seerepubliken S. 137
Berling listet in seinem Anhang nur vier auf: Amalfi, Pisa, Genua und Venedig.
Mir ist so, als wären es fünf gewesen. Wir sind nun aber auch erst im 13. Jahrhundert. Kam später noch einmal eine dazu? Ich vermisse auf jeden Fall Florenz.
ZitatOriginal von Eny
Wie, die kannst du nicht?
Nein. *zugeb* (Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich auf eine rhetorische Frage geantwortet habe.)
Aber ist doch schon merkwürdig, dass gerade Deutsch nicht im Angebot war, dafür aber eine wirklich abenteuerliche Vielzahl an Sprachen, die deutlich weniger Menschen sprechen.
ZitatOriginal von licht
Ich wüßte nicht, warum sich Leute, die sich mit Sach- und Fachtexten beschäftigen und solche verfassen nicht hier im Forum bewegen und schreiben sollten und ihre Sicht der Dinge mit einbringen sollten. Wenn ich da im Irrtum bin, bitte ich um Nachricht und ich werde mich hier sang- und klanglos verziehen. Einen Hinweis darauf habe ich allerdings nicht gefunden.
Lieber licht,
ich denke, da hast Du etwas gründlich missverstanden.
Magalis Hinweis bezog sich m. E. auf das, was hier im Forum gepostet wird.
Dass einige Eulen durchaus wissenschaftlich Arbeiten und veröffentlichen, steht außer Frage. Aber das tun sie nicht hier im Forum.
Sicherlich läßt man das eine oder andere aus seinem beruflichen Umfeld hier mit einfließen, aber davon werden Postings nicht wissenschaftlich.
Toms hilfreiche Hinweise richten sich an die unwissenden Hobbyschreiber, die das Geschäft der Druckkostenzuschussverlage nicht durchschauen. Solche, die mit einer gewissen Euphorie hier regelmäßig landen und die tief betrübt und/oder beleidigt sind, wenn kritische Stimmen laut werden.
Bei wissenschaftlich Publizierenden gehe ich von einer gewissen skeptischen Grundhaltung aus, die es erlaubt, Kosten und Nutzen abzuwägen. Bei erstmaligen Publikationen, gerade bei Doktorarbeiten, sind Ansprechpartner im wissenschaftlichen Umfeld vorhanden, die Entscheidungshilfen geben.
Bei privaten Autoren fehlt es an Hilfestellungen in dieser Richtung, deshalb sind Toms Worte so sinnvoll.
Viele Grüße,
Fride.
ZitatOriginal von Grisel
Klingelt es bei Gavin Montbard de Bethune?
Na klar. *grins*
Das war der Jugendfreund von Laurence de Belgrave und später ist er mit Sarrazenin Madulain angebandelt.
Daaaanke.
ZitatOriginal von Grisel
Das hatte schon durchaus monetäre Motive. Bethune (!!!) mag den Besuch genutzt haben, um Husain zu benachrichtigen, aber das Geld wollen die Templer auf jeden Fall. Wie bitterernst es ihnen damit ist, zeigt sich später.
Man, jetzt stand ich aber auf dem Schlauch.
Ich habe jetzt ein paar Minuten überlegen müssen, warum die drei Ausrufezeichen hinter Bethune stehen. Ich dachte, ich hab den Namen irgendwo in meinem Text falsch geschrieben oder er heißt nicht Robert. *verwirrt*
Du willst mir aber wahrscheinlich sagen, dass Bethune in zwei Eigenschaften vor Ort war, einmal als Abgeordneter der Templer und zum zweiten als Privatperson Bethune, als Überbringer der Botschaft des geheimen Ordens.
Grisel, der Name Robert Bethune sagt mir etwas. Ist der bei Berling schon einmal aufgetaucht?
ZitatOriginal von Grisel
Wenn ich mich recht erinnere, kommt der Auftrag aus Alamut, weil Sinan die da'wa nicht umgesetzt hat. Also wäre Husain hier nicht mal illegal unterwegs, wenn er die Befehle des obersten Imam umsetzen will.
Er hat aber vielleicht auch persönliche Motive.
Ja, dass sie aus Alamut kamen, steht auf S. 83.
Aber diese Behauptung stellt Husain auf, der als einziger mit den beiden sprach, bevor er sie richtete.
Ich bin erst auf Seite 90.
Ersteinmal zurück zu Seite 45:
Zwei ältere Johanniter verlangen von der Familie Ferbac Spitzeldienste gegen die Assassinen auf der Masyaf-Festung.
Valerian, der geistig hellere der beiden Zwillige, wendet ein, dass es dafür eines ungehinderten Zugangs zur Festung bedarf.
Einer der Johanniter fordert dazu auf, sich diesen Zugang zu verschaffen.
Gegenleistung ist zum einen der Verbleib auf Montfor und Bezahlung für brauchbare Informationen.
Mit dieser Szene im Hinterkopf habe ich die Bestrebungen des jungen Victor verstanden, ein fida'i werden zu wollen. Ich habe mich gewundert, dass sein Vater dies so duldet, als gläubiger Christ (Spitzname "der Mönch") und ehemaliger Johanniter. Vielleicht ist Victor aber auch nur ein Werkzeug der Familie Ferbac, die ihn für ihre Spitzeldienst nutzen will.
Von all diesen Überlegungen findet sich aber nichts im Text, erst als Victor ein fida'i geworden ist, gelingt es den Zwillingen mit Hinterlist ihn von den Assassinen zu trennen.
Warum denn nun auf einmal, warum zu diesem Zeitpunkt?
Ich verstehe die Motivation für den Sinneswandel von Roger du Ferbac nicht. Jedenfalls ist Victor bzw. El Mansur jetzt erst einmal unfreiwillig auf dem Weg zum Königshof in Jerusalem, wo er Page werden soll.
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S. 70
Robert von Bethune ist als Abgeordneter der Templer auf der Festung Masyaf und trifft dort - weil der Sheik sich verleugnen läßt - auf die Nummer zwei der Assassinen, Husain, den Geschickten.
Die Templer wollen den Assassinen Steuern abverlangen, was Husain zurückweist und die Entscheidung über diesen Sachverhalt dem Sheik überläßt. Unverrichterdinge ziehen die Templer ab.
Jedenfalls ist das die erste Begegnung zwischen Robert de Bethune und Husain. Sie treffen sich aber schon auf S. 76 wieder, in einer geheimnisvollen Szene um den Orden "Prioritat der heiligen Magdalena" (Was wäre ein Berling ohne Geheimorden. :grin). Das ganze findet am toten Meer in einer Festung Karteman statt, die nicht in den Karten verzeichnet ist und anscheinend auch eine gute Tarnung besitzt.
Ziele des Ordens (opus magnum):
Schaffung eines unabhängigen Ordensstaates, der Islam und Christentum und allen anderen Religionen unter dem Patronat seiner Schutzherrin (Magdalena?) ein freies Ausleben jeglichen individuellen Glaubens ermöglicht. Religionsfreiheit quasi.
Führer des Ordens: Magister Venerabilis, der Robert und Husain in den Orden aufnimmt, womit sie "electi", also Auserwählte, werden.
Was mich wirklich verwundert, denn weder Robert und erst recht Husain stehen nicht hinter den Zielen des Ordens. Mehr noch: Sie scheinen sich sogar gegenseitig richtig zu hassen. Das die beiden an einem Strang in der Sache des Ordens ziehen sollen, sehe ich noch nicht.
Außerdem frage ich mich, ob die Szene in Masyaf, wo Robert im Auftrage der Templer von den Assassinen Steuern verlangte, lediglich dem Zweck der Kontaktaufnahme galt. Husain spricht von einem Beauséant, der das geheime Siegel, das der "Schwarzen Madonna" zeigte und von Robert auf Masyaf gebracht wurde.
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S. 82
Die Szene mit dem Attentatsversuch der beiden fida'i Anwärter auf den Sheik.
Sehe ich das richtig, dass Husain dort seine Hände im Spiel hatte? Die Szene outet jedenfalls Husain als Auftraggeber des Mordes in Qadrum. Aber auch andere Anspielungen wie: "Husain war überraschend schnell zur Stelle" oder die Hinrichtung der beiden Attentäter durch Husain, bevor sie von irgend jemanden anderen befragt werden können, lassen ihn doch sehr verdächtig erscheinen. Trachtet Hussain dem "Alten vom Berge" nach dem Leben?
Interessant finde ich, dass ich Hussain als sehr grausam empfinde, den "Alten vom Berge" also den Sheik als alt, weise und relativ gütig. Vielleicht ändert sich das ja noch.
ZitatOriginal von Shirat
Etwas verwirrend fand auch ich die Altersangaben und die nicht erwähnten Zeitsprünge. Da mußte ich nochmal zurückblättern, ob ich da irgend etwas verpaßt hätte. Aber anscheinend nicht, wenn es Euch genauso damit geht.
Ich habe jetzt noch einmal angefangen und besonders auf die Zeit geachtet.
Das zweite Kapitel des ersten Abschnitts ("Schlüsselloch") ist definitiv später als das erste ("Die Tiefen des Sees").
Begründung: S. 37 ("Die Tiefen des Sees"): Paradies im Bau und noch unbesetzt,
S. 48 ("Schlüsselloch") Paradies fertig errichtet und mit huriat ausgestattet.
Leider gibt es keine Angaben darüber, wie lange die Bauarbeiten nun wirklich gedauert haben.
Für die Beurteilung des Alters des Kinder zum Zeitpunkt ihrer ersten sexuellen Exkurse gilt m. E. aber das Personenverzeichnis, das unzweifelhaft auf die Verkündung der da'wa abstellt. Diese ist erst im dritten Abschnitt "Reinen Herzens sittenlos", ab S. 57 unten.
Obwohl dann Beschreibungen auf S. 61 über die siebenjährige Melou und die zehnjährige Kira wie " ...es Melou gleichzutun, die immer noch mit nackten Brüsten zu schwimmen pflegte, wie sie es als kleines Mädchen tat..." oder auf S. 62 "Hinter dem Perlenvorhang standen eng umschlingend die sehnige Kira und die zartleibige Melusine - ihrer beider verzauberte Kindfrau und Zauberin zugleich." mehr als seltsam anmuten.
Auf S. 62 unten wird dann wieder über die Verkündung der da'wa gesprochen, also werden sich diese Szenen auch in dem im Personenregister angegebenen Altersrahmen abgespielt haben.
Die Verkündung der da'wa selbst dürfte ja sich m. E. nicht über einen sehr langen Zeitraum hingezogen haben, was vielleicht noch eine Erklärung wäre.
Aber dann wäre die zeitliche Verortung im Personenverzeichnis ohnehin nicht zu gebrauchen...
Gespannt bin ich, wer da in Qadmus dem Befehl von Husain auf S. 55 zum Opfer fiel. (Wo Viktor unfreiwillig Zeuge wurde.) Die einzige Beschreibung des Gerichteten ist die "schnarrende Stimme". Nicht wirklich viel.
Da aber Husain Victor wohl gesehen hat, wurde hier vielleicht die Grundlage für eine spätere Auseinandersetzung zwischen den beiden geschaffen. Womöglich sollte auch bloß die Grausamkeit von Husain angedeutet werden...