Beiträge von Friderike

    Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen:


    Mir geht es wie mina, ich denke auch, daß wir ein ganz besonderes Buch vor uns haben...


    Die Sprache ist sehr gewöhnungsbedürftig.


    Auch ist mir das ganze Szenario fremd, da ich mich noch nie mit Indien und dem Kastensystem dort beschäftigt habe.


    Heute habe ich dann auch ein wenig gegoogelt:


    "Bramahnen sind sind im indischen Kastensystem die oberste Kaste (Varna).


    Die Brahmanen sind vorrangig Priester, aber auch Lehrer des Veda (heilige Schriften des Hinduismus) und Gelehrte. Daher ist Brahmane auch ein religiöser Titel.


    Kaste heißt auf Sanskrit varna; dies bedeutet in der wörtlichen Übersetzung Farbe. Die brahmanische Farbe war weiß. Im 10. Buch des Rigveda, dem sog. Purushasukta ist beschrieben, wie die verschiedenen Kasten entstanden sind.


    Sie entstanden während eines Opfers aus dem Urriesen Purusha. Aus seinem Mund wurden dabei die Brahmanen, aus den Armen die Kshatriya, aus den Schenkeln wurden die Vaishya und aus den Füßen die Shudra.


    Die historische Stellung der Brahmanen wird vor allem dokumentiert durch die Gesetzestexte wie die Manusmriti. Diese beinhalten drakonische Bußen (aus denen sich die Wohlhabenden freikaufen konnten) und zahllose kostenpflichtige und auch maßlose Opferungen - alles sichtlich zum Wohle und Unterhalt der Brahmanen.


    Zudem beanspruchte die Brahmanen für ihre Nachkommen das Geburtsrecht - ganz egal wie ungeeignet jemand für sein Amt sein mochte. Der Hochmut der Brahmanen gegen ihre "minderen" Mitmenschen, vor allem gegenüber Shudra (Arbeiter oder Diener) und Dalits (Unberührbare) wurde von nicht wenigen ausländischen Beobachtern mit fassungslosem Entsetzen dokumentiert."


    Quelle


    Daher erscheint es mir nachvollziehbar, daß Siddharthas Vater sich so schwer tut, seinen Sohn aus dem priviligierten Dasein eines Brahmanen zu entlassen.


    Leider konnte ich zu den Samanas, denen sich Siddhartha anschließt, nicht allzu viel finden.


    Es handelt sich jedoch um Bettelmönche, die sich der Askese (Verzicht auf Genuß) verschrieben haben.


    Sie konzentrierten sich auf bestimmte geistliche Übungen, die höherweitigen religiösen Zieles dienen.


    Siddhartha ist auf der Suche nach dem "Weg der Wege", nach dem "Nirwana". Er strebt nach Erkenntnis und ist vielleicht daher mit dem Faust zu vergleichen, der sich aber vorranging auf der weltlichen Ebene/Naturwissenschaften um Erkenntnis bemühte.


    Bei Siddhartha sehe ich es eher als Suche nach geistiger Erlösung.


    In dem Zusammenhang fiel mir auf, daß ich "Nirwana" bisher immer als geistiges Niemandsland mit negativen Touch gesehen habe, was sich jedoch nicht mehr halten läßt.


    "Nirwana" ist ein sehr komplexer und vielfältiger Begriff, kein Gegenstand sondern eine spirituelle Erfahrung. Die Erfahrung von der Abwesenheit von Wünschen und Denken, eine Art "geistiger Ruhe".


    Mit diesem Begriff werde ich mich wohl noch einmal in Ruhe auseinandersetzen....


    Vorab eine Quelle


    Bin gespannt, wie es weitergeht...


    Lieben Gruß,


    die Fride. :wave

    Ich möchte mich bei allen Beteiligten für diesen amüsanten Thread bedanken. :-)


    Ich habe schon immer gerne gelesen, manche Bücher in der Schule mochte ich andere nicht. Es wird in der Schule als Lesestoff ein breites Spektrum geboten (so war es bei mir jedenfalls), so daß es ganz normal ist, daß auch mal "Ausreißer" nach unten dabei sind. Was mir nicht gefällt, war für andere vielleicht die Erleuchtung.


    Einige meiner DeutschlehrerInnen waren wirklich engagiert, andere konnten ihre Liebe zur Literatur nur schwer vermitteln.


    Ich erinnere mich an eine Episode, wo wir in einem Text Fachbegriffe finden sollten. Ich glaube, daß war bei "Katz und Maus"von Grass. Es schien mir wirklich absurd, was die Lehrerin damals als "Fachbegriff" akzeptiert hat. Die Krönung des Ganzen war, daß "Wolken" als "Fachbegriff der Meterologie" akzeptiert wurde.


    Ich denke, Lesen ist Hobby wie viele andere auch. Man kann niemanden dazu zwingen.


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    Die Diskussion hier empfinde ich auch nicht als "unter der Gürtellinie". Es herrscht Waffengleichheit. Die Beteiligten wissen, was sie voneinander zu halten haben und sind daher nicht wirklich durch die gefallenen Äußerungen angreifbar.


    Trugbild erinnert mich irgendwie an das Duracell-Häschen, daß immernoch trommelt, wenn alle anderen schon aufgehört haben. ;-)


    Lieben Gruß,


    die Fride. :wave

    @ magali


    Danke für die deutlichen Worte.


    Ich finde, dem ist nur wenig hinzuzufügen.


    Auch ich habe einige Beiträge hier in dem Thread als bewußtes "Nachtreten" auf am Boden liegenden Personen empfunden.


    Den Rückzug eines neu registrierten Mitgliedes mit einem genauso einfachen wie zynischem "Danke" abzutun halte ich - gelinde gesagt - für unhöflich.


    Den Hinweis auf "geschützte Einrichtungen" finde ich persönlich auch nicht gerade witzig.


    Fride,
    die sich dunkel entsinnt, daß zur Forumsnettiquette im allgemeinen auch respektvoller Umgang miteinander gehört, auch für sogenannte "Alt-Eulen".

    Hallo Grizzly,


    Ich stimme der Testsiegerin zu, die ersten beiden Strophen sind sehr gelungen. Sie transportieren Gefühl. Die Personifizierung des Todes gefällt mir.


    In der dritten Strophe habe ich für meine Begriffe zu viele "Fragezeichen", verstehe die Bilder nicht.


    "Spitzen aus Glas", was soll das bedeuten?


    Hallo testsiegerin,


    ich verstehe nicht, was ein "Scherbengericht" mit dem Tode zu tun hat. Dort ging es doch primär um Verbannung von zu mächtig gewordenen Personen.


    "Rote Schlieren am Himmel" sehe ich auch nicht als Todessymbolik. Da erscheint in mir eher das Bild von romatischer Dramatik.


    :gruebel


    Lieben Gruß,


    die Fride. :wave

    Ich hatte auch Mühe, meine Punkte zu verteilen. Auch ich hätte gern noch mehreren Geschichten Punkte gegeben.


    Kinderstimmen


    Eine klassische Kurzgeschichte mit all den typischen Merkmalen.
    Das Thema „Stimmen“ wurde gut umgesetzt.
    „Jon“ ist schlüssig konstruiert und die Geschichte in sich stimmig.


    Stimmen der Vergangenheit


    Ich vermisse die Intention für diese feigen Morde.
    Es liest sich für mich eher wie der Beginn eines Romans, zu viele Fragen bleiben offen, die dann sich üblicherweise im Rahmen einer Handlung aufklären lassen
    Es fehlt mir die Pointe.


    Schicksalsstimmen


    Die Sache mit dem Einbruch am Ende halte ich für überflüssig. Sie trägt zur Geschichte wenig bei.
    Ansonsten sind für mich keine richtige Aussage und keine überraschende Wendung erkennbar.
    Mittelmäßig.


    Glaubst Du?


    Die meines Ermessens beste Umsetzung des „Stimmen“-Themas.
    Die Geschichte einer einseitig gescheiterten Liebe, die sich um Trost für den verlassenen Partner bemüht.
    Sehr melancholisch, sehr anrührend. Klasse!


    Wiener Akzent


    Der Bezug Titel/Geschichte erschließt sich mir nicht. *grübel*
    Die Beschreibung von Folland mit den Hunde-Attributen halte ich für gelungen.
    Hier stören mich die teilweise zu langen Sätze.


    Neue Perspektive


    Die Geschichte gefällt mir beim zweiten Lesen deutlich besser als beim ersten.
    Ich hatte bei dem „Stimmen“-Thema auch zunächst die „Stimme im Kopf“ vor Augen, hier personifiziert durch das Grüne Männchen.
    Die Geschichte hat eine Moral, die Aussage, daß viele unbeendete Anfänge zu einem Wirrwarr führen.
    Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut.


    Grau


    „Das elektronisch erzeugte Tuten erscheint mir wie ein Nebelhorn, das eine Warnung ins Dunkel hinausbläst, obwohl das Schiff längst Schlagseite hat.“
    Gelungenes Bild für die Gemütsverfassung des Telefonterroristen.
    Überhaupt sind viele schöne Bilder in dem Text zu finden.
    Die Geschichte ist rund und das Ende offen.
    Aber zum Schluß leuchtet doch ein kleiner Funken Hoffnung auf. Das gefällt mir.


    Volksaufstand


    Überzeugt durch die Aussage.


    Sakie


    Hier bin ich nicht ganz sicher….
    Geht es um die unverstandenen Künstler?
    Um dumme Journalisten?
    Auch der Anfang passt mir der Story passt irgendwie nicht zum zweiten Teil oder der Sinnzusammenhang erschließt sich mir nicht…


    Dornröschen


    Erst wollte ich wieder schreiben, daß sich Titel und Geschichte in meiner Überzeugung nicht in Einklang bringen lassen.
    Aber Dornröschen schlief ja auch einhundert Jahre, bis sie von einem Prinzen erweckt wurde. Außerdem hinterlassen Dornen Narben.
    Gefällt mir beim mehrmaligen Lesen immer besser.
    Schöne Sprache.


    Wenn ein Haus spricht


    Hat alles, was eine Kurzgeschichte haben muß.
    Trotzdem fehlt mir etwas, da sie mich nicht erreicht. Ich kann aber leider nicht genau sagen, was es ist….


    Kaltentzug


    „„Ich schaff das!“ erklärte er überzeugt und fest entschlossen und zeigte der Pseudoleiche im Spiegel den Stinkefinger.“
    Da mußte ich grinsen...
    Obwohl ich nicht weiß, ob die Pseudoleiche nur ein Abbild seines abgewrackten Selbst des Momentes ist oder aber ein Trugbild. *neugier*
    Runde Geschichte, gute Sprache.


    Seemannsgarn


    Ich musste spontan an Pippi Langstrumpf denken: „Ich mach die Welt, wie sie mir gefällt.“
    Der Autor hat sich gut in die Denke des Kindes hineinversetzt.
    Eine rundum überzeugende Geschichte, anrührend und sprachlich gut umgesetzt.


    Backstage


    Meine persönliche Wertung:
    Ich mag die Sprache nicht, obwohl sie sicher der aktuellen Jugendsprache entspricht.
    Vermag darin kein Stilmittel zu sehen….
    Inhaltlich wohl die Gedanken eines pubertierenden Jugendlichen, mit allen seinen Unsicherheiten, seiner Coolness, seiner Liebessehnsucht.
    Erreicht mich nicht.


    Der verzauberte Garten


    Kreativ.
    Allein die Vorstellung, mit nur zwei Personen/Bäumen auf unbestimmte Ewigkeit verbunden zu sein, den Platz nicht verlassen zu dürfen. Zudem mit keinen anderen Personen ein Wort wechseln zu dürfen….
    Interessante Personifizierung.
    Überzeugend.


    Lieben Gruß,
    die Fride. :wave

    WOW!


    Ein sehr gelungenes Gedicht. DAS ist Lyrik, die mich anspricht.


    Schon der Beginn ist überraschend, unter "Neige" hätte ich mir zunächst etwas vorgestellt, daß "zur Neige geht", mithin nicht mehr vorhanden ist.


    Aber es kommt anders....


    Die Konnektierung von lebenswichtigem "Trinken" und dem "Laben" an einer geliebten Person halte ich für originell.


    "Es" ist zugleich eine gefühlte Momentaufnahme vom "Prickeln des Augenblicks".


    Ich habe eine ganz klare Vorstellung von dem, was "es" aussagen soll. "Es" erzeugt Bilder in meinem Kopf.


    Danke, liebe Testsiegerin.


    Lieben Gruß,


    die Fride (die die erste Version auch besser findet ;-) ) :wave

    Sind Kritik am Text und Kritik an der Person trennbar?


    Ich mag Fäkalsprache in sachlichen Debatten nicht, daher danke ich doc zunächst für die Änderung des Thread-Titels. ;-)


    Kritik an einem Text korrespondiert für mich nicht mit der Kritik an der Person.


    Ich löse die Debatte für mich von den hier eingestellten Kurzgeschichten und betrachte das aus Sicht eines Lesers.


    Oft ist es mir schon passiert, daß ich in bestimmten Lebensphasen bestimmten Büchern rein gar nichts abgewinnen konnte. Wenn ich diesen Werken später eine zweite Chance gab, konnte ich sie neu entdecken und daraus einen Nutzen für mich ziehen.


    Als Leser entwickle ich mich weiter, so daß meine vormalige Kritik am Werk nicht mit der Kritik an der Person des Autors verknüpft sein kann.


    Ich las auch schon oft, daß Autoren auf ihre literarischen Erstlinge nicht gerade stolz sind, sie mitunter auch selbst kritisieren. Deswegen stellen sie sich aber nicht als Person in Frage.


    Ein Text muß Leser m.E. auch ohne genaue Kenntnis der Person des Autors, dessen Einstellungen und Geschichte überzeugen können. Ich bin nicht vorrangig am Autor, sondern an dessen Werk interessiert.


    Erst wenn mich ein Werk wirklich anspricht, mich erreicht und großartige Gedanken bewegt oder aber eine besondere sprachliche Finessen beinhaltet, fange ich an, mich für den Autor und dessen Leben zu interessieren.


    Denn dann möchte ich wissen, aus welchem Kontext dieses lesenswerte Werk entstanden ist.


    Die Person des Autors für mich zweitklassiger Texte interessiert mich nicht.


    Lieben Gruß,


    die Fride. :wave

    Hallo Depardieu,


    ein herzliches Willkommen auch von mir!


    Schön, noch einen Potsdam-Mittelmärker hier zu haben. :-)


    Lehnin kenne ich sogar, meine liebe Omi lag dort lange im Krankenhaus und ein guter Freund von mir war dort zum Grundwehrdienst.


    Liebe Grüße,


    die Fride. :wave

    Hallo Seestern,


    ich hab dann mal nachträglich gespoilert (grrr: ein Anglizismus)...jetzt weiß ich auch, wie das geht. *freu*


    Lieben Gruß,


    die Fride. :wave

    Hallo Seestern,


    ich habe bis zum Ende durchgehalten! :-)


    Die Geschichte ist in meinen Augen nicht ganz stimmig....



    Einerseits macht er sich Gedanken um das Seelenheil des Zugfahrers nach einem angedachten Selbstmord seinerseits.


    Andererseits freut er sich darauf, am Montag seine Sekretärin und seine Mitarbeiter zu quälen.


    Was mir formal noch störend erscheint, sind die teilweise zu langen Sätze. Ich steig immer nach dem zweiten Nebensatz aus, das stört den Lesefluß gewaltig.


    Lieben Gruß,


    die Fride. :wave

    Ich habe die "Herrin der Burg" gleich nach der "Waldgräfin" von Dagmar Trodler gelesen.


    Irgendwie ähneln sich die Beschreibungen aus dem Burgleben, ich hatte von der Burg die jeweils gleichen Bilder im Kopf.


    Ist ja auch nicht weiter verwunderlich ist, weil es ja in der gleichen Zeit spielt. :-)


    Bei der "Herrin der Burg" hatte ich wie meine Vor-Schreiber hier in dem Thread auch anflugsweise Phasen der Verwirrung, was die einzelnen Personen betraf, das waren irgendwie zu viele. Da konnte mir auch das Personenverzeichnis im Anhang nicht viel weiterhelfen.


    Teilweise konnte ich die Söhne des Zollerngrafen nicht auseinanderhalten, zumal sie beide "Friedrich" heißen. Erschwerend hinzu kam, daß dann auch noch andere Namen wie der "Merkenberger" die gleiche Person bezeichnet haben.


    Die "Gewaltszenen" fand ich auch vergleichsweise harmlos.


    Ansonsten ist es ein "rundes" Buch, gefällig, ohne Ecken und Kanten. Läßt sich gut in einem Rutsch durchlesen.


    Das Ende fand ich etwas zu abrupt, ich war noch in der Handlung gefangen und dann doch überrascht war, daß es schon zu Ende ist.


    Interessant fand ich, daß Tilia dann auf einmal die Burg ihres Vaters erben darf, ist das historisch fundiert?


    Lieben Gruß,
    die Fride.

    Hm, das mit der "Wasserprobe" habe ich nicht so richtig verstanden....


    Wenn Alienor von selbst wieder aufgetaucht wäre, hätte das ihre "Schuld" bewiesen?


    Wie kam man auf solche abenteuerlichen Beweise? Gibt es dafür eine Grundlage in der Bibel?

    Zitat

    Original von Dagmar
    In einer derart nicht-schriftlichen Zeit wie dem Mittelalter, wo Normalomenschen keine Bücher oä lasen, hat man mit Sicherheit leichter durch Zuhören gelernt. Ich versuch oft, mir vorzustellen, wie ich wohl eine Sprache lernen würde ohne Schriftlichkeit. Ob das leichter wäre? Keine Ahnung. Aber auch im Mittelalter hat es viele Reisende gegeben, die sich verständigen mussten.
    Dagmar


    Hallo Dagmar,


    vielen Dank für Deine Ausführungen.


    Ich persönlich kann mir nur schwer vorstellen, eine Sprache ohne die Schrift zu lernen...


    Aber ich denke auch, daß es im Mittelalter noch leichter war, Sprachen zu lernen, da der Wortschatz einfach noch restringierter war.


    Lieben Gruß,
    die Fride.