Beiträge von Dirk67

    Zitat

    Original von Bouquineur
    Zu Leserunden melden sich Leute freiwillig an. Bislang ist noch keiner auf die Idee gekommen, Leute, die gar keine Lust auf ein Buch haben, rekrutieren zu wollen.


    Da hast du mich falsch verstanden ?(
    Es ging mir darum, dass ein Buch, welches in das Lieblingsgenre eines Lesers fällt, es leichter hat, auch gut abzuschneiden.
    Ein Buch aus einem Genre, dass für den Leser neu ist, oder seinem Beuteschema nur am Rande entspricht, hat da schon ganz andere Chancen, auch mal andere Töne abzubekommen ;-)
    Mit Lust hatte ich da eher weniger was im Sinn ;-)


    Gut, mein Schlagwort von den Fanclubs mag übertrieben klingen, aber wenn es keine (oder weniger) Freiexemplare für Leserunden gibt, so macht dieses Schlagwort doch wieder Sinn. Kein Leser wird sich nur für eine Leserunde ein Buch kaufen, dessen Autor er nicht mag, dessen Thema ihn absolut nicht reizt und / oder dessen Genre ihn kalt lässt, oder?
    Somit haben schon wieder eine Form der "Zusammenrottung von Interessierten" ;-)


    Ich gestehe, ich bin auch kein großer Leserundenkenner, da ich lieber in meinem eigenen Tempo lese. Deswegen ist mir wohl auch durchgegangen, dass die Freiexemplare immer weniger werden.


    Helene
    Ich kann deine Worte nachvollziehen.
    Eine Weile habe ich mal in einer Hobbyband gespielt. Bei jedem der wenigen Auftritte, bei denen ich dabei war, haben wir alle auf die Reaktionen der Leute geachtet, wenn eigene Stücke, statt Coverversionen gespielt wurden.
    hinterher haben wir dann überlegt, wo wir was ändern müssen.
    Die Jungs haben es später auch zu einer gewissen Lokalgröße geschafft, bevor Y-Tours, Studium etc. die Bandauflösung bewirkten.
    Aber aus der Zeit habe ich mitgenommen, das ein Kreativer ohne Blick auf sein Publikum nur eine einsame Stimme im Nichts ist.
    Als Musiker siehst du die Reaktionen bei den Auftritten.
    Als Autor hast du eben nur Rezis, Leserunden etc.
    Ich denke schon, dass genaues hinhören / mitlesen viel erreichen kann.

    Dann oute ich mich jetzt mal, als jemand der "Limit" von Frank Schätzing abgebrochen hat.


    Ich war wegen dem Hype schon kritisch, da viele seiner "sensationellen und neuen" Ideen, schon laaange Bärte haben. Okay, das ist kein K.O.-Kriterium, er will schließlich das Rad nicht neu erfinden. Auch seine Aktion mit dem Foto im Kölner Express hat mich nur lachen lassen, aber auch nicht in Sachen "Limit" beeinflusst.
    Aber der Wackerstein selber, der hat mir schon zu schaffen gemacht.
    Limit heißt ja nicht nur das Buch selber, Frank Schätzing geht auch wirklich ans Limit aller Dinge.


    Warum habe ich abgebrochen?
    Mich störte, dass seine Personalie so üppig ausgefallen ist.
    Mein erster Eindruck nach vierhundert Seiten war, dass er hier ein Telefonbuch geplündert haben musste.
    Die tausend Stränge, die irgendwie auch nach vierhundert Seiten noch keinen Zusammenhang erkenne ließen (für mich jedenfalls nicht)
    Hier fragte ich mich: "Wann kommt der wendlich mal zum Punkt?"
    Die teilweise arg platte Auslegung / Darstellung der Figuren.
    Sorry, aber auf mich machten die Figuren eher den Eindruck, einen sehr schlecht geschriebenen Heftroman zu lesen :-(
    Übertriebene Beschreibung der recherierten Techniken.
    Clnacy kann das auch. Deswegen lese ich den auch eher zu Recherchezwecken, denn aus Spaß ;-)


    Insgesamt war ich nach vierhundert Seiten derartig genervt, dass ich "Limit", welches ich zum Glück nur geliehen bekommen habe, wieder zurückgab.
    Hätte ich es tatsächlich gekauft, ich wäre so sauer gewesen (es ist ja immerhin preislich gesehen ein High-Class-Buch), dass ich tatsächlich versucht hätte, es umzutauschen.


    Sicherlich, Frank Schätzing kann solide schreiben.
    Aber das können zig andere Autoren auch.
    Und um die macht keiner einen Hype, selbst wenn diue nackelisch über die belebteste Fußgängerzone Kölns wandern würden :grin


    Schade war es trotzdem, denn gereizt hat mich das Thema schon

    Hi Leseratte87 :wave


    danke dir :wave


    Und auch ein Danke an dich Bouquineur, für deine schnelle Antwort auf Doowops Frage. Ich kann es ja nicht sein lassen, und schlüpfe ab und an vom Büro aus ins Forum, und bin dann manchmal ganz schnell weg, oder überlese / übersehe schonmal was.


    Doowop, war keine Absicht, dass ich ich mich auf deine Frage in stygisches Schweigen gehüllt habe ;-)


    LG


    Dirk67 :wave

    So, endlich (nach einigen unfreiwlilligen Umwegen) auch daheim.


    hef
    Als zahlender Leser empfinde ich es als absolut arrogant und grenzwertig, wenn meine Meinung plötzlich nichts mehr wert ist, meine Kohle aber schon!
    Sorry, da ist bei mir der Ofen aus :fetch
    Sogar aus reinem Selbstschutz abgelassen, wird aus so einer Bemerkung schnell mal eine Selbstschussanlage.


    Nach meiner Meinung hast du dir da ein dickes Ei gelegt ?(


    Bist du auch so jemand, wie so mancher Fußballspieler, der nur noch Kritik von Jugi Löw annimmt, aber die Pfiffe der Fans geflissentlich überhört? (Und selbst die Worte des Bundestrainers werden nicht einfach so hingenommen, man ist ja schließlich wer, oder? :grin )
    Oder steckst du so voller Selbstzweifel, dass du dir über deine Fähigkeiten nicht mehr sicher bist? (Wobei ein ständiges Klagen wie unfähig man doch trotz Veröffentlichung ist, für manch Unveröffentlichten mit umpfzig Romanen und doppelt sovielen Absagen in der Schublade wie blanker Hohn klingen muss)


    Bell
    Sorry, dass meine Antwort erst so spät kommt (siehe oben)
    Ja, bei Leserunden kommen oft erst die "Fanclubs" an die Reihe. Meist, weil sie als erste "HIER" rufen, wenns um kostenlose (und manchmal auch signierte) Ausgaben des neuesten Werks ihres Lieblings geht.
    In so eine Masse reinzukommen ist schwierig ;-)
    Dagegen anstänkern ... *schluck*


    Du sagtest:"edit: Dass diejenigen, die das Buch dann nicht so toll fanden, ihre Meinung oft nicht schreiben, wurde ja in diesen Thread an mehreren Stellen mal offen gesagt, das finde ich gut. Besser wäre natürlich, wenn sich das ändern würde, damit der potentielle Leser, der den Rezithread liest, sich ein ausgewogeneres Bild machen kann."
    Sorry, habe das mit dem Ztieren ohne vorherige Zitatfunktion noch nicht raus


    Ja, das stimmt leider.
    Wie man das ändern kann ... keine Ahnung.
    Hier kommt vielleicht der Faktor "Lieblingsgenre" schwerer zum Tragen, als er bei den Leserunden zu spüren ist (da wird er eben von den Fanclubs erdrückt)
    Da ich hier noch an keiner Leserunde teilgenommen habe, kann ich das "Herdenverhalten" auch schlecht beurteilen.
    Vielleicht hilft hier von Anfang an, also schon bei der Suche nach Mitlesern, explizit nach "Genrefremden" zu schauen und ebenso auch auf harte / ehrliche Kritik zu pochen?

    Zitat

    Original von Bell


    Nur, weil einem das Genre zusagt und das Buch verlockend klingt, sodass man an der Leserunde teilnimmt, ist das ja wohl keine Garantie dafür, dass man das Buch dann tatsächlich gut findet. ?


    Hi Bell :wave


    Nein, so war es auch nicht gemeint, da habe ich mich unklar ausgedrückt.
    Was ich damit sagen will ist einfach folgendes:


    Eine Leserunde ist ein gewisse Verpflichtung, also melde ich mich nur dort an, wo auch mein Lieblingsgenre serviert wird.
    Dadurch konzentriere ich mich z.B. bei einem Thriller auf die Schockeffekte, statt auf die Romanze, die für mich dann nur schmückendes Beiwerk ist.
    Ist mein eigentliches Lieblingsgenre aber der Liro, und der Thriller ist nur ein "Nebengenre" meiner Lesevorlieben, dann wird die zarte Romanze zwischen Killer und Kommissarin mir vielleicht nicht gefallen, weswegen ich dem Buch dann Abzüge verpasse.


    In dem Sinne denke ich, dass sehr viele Streicheleinheiten schon dadurch entstehen. Ich hätte michzum Beispiel nie einer Runde für "Axolotl Roadkill" oder "Feuchtgebiete" angeschlossen, weil diese Genres nicht mein Ding sind.
    Da hätte ich, wenn ich inzwischen die Rezis so sehe, mit dem Hammer reingehauen :schlaeger


    Eine Runde aber, zum Beispiel über Frank Herberts Wüstenplaneten, wäre für mich schon interessanter, da ich (unter anderem) Sci-Fi liebe.


    Das alleine ist kein Grund für liebevolle Streicheleinheiten, aber es fördert eben nach meiner Meinung die Samthandschuhfraktion ;-)



    Sodele, Feierabend :grin


    Mehr gerne später, aber dann von daheim aus :wave


    LG


    Dirk67 :-)


    Nachtrag:


    Sehe gerade, dass Beowulf mein Geschwalle viel eloquenter auf den Punkt gebracht hat :wave


    So, jetzt aber Tasche gepackt ... und tschüss Firma :wave

    Zitat

    Original von fictionmaster


    Jepp, du bist gut, Dirk. ;-) Ich hatte mir die ersten vier Seiten durchgelesen und danach die Posting bloß noch überflogen...


    dankö ... :bluemchen


    Und wenn ich schonmal hier bin ...


    An einer Leserunde nehme ich nur dann teil, wenn mir das Thema oder das Genre des entsprechenden Buches auch zusagen.
    Alles andere wäre Unfug, denn was soll ich mit einem Buch anfangen, dass mich nicht reizt???
    Da kommen also ganz schnell die vielgeschimpften Streicheleinheiten bei den Leserunden zusammen.


    Und was Rezis betrifft, bin ich da genau so.
    Ein Buch muss irgend etwas haben, dass es mich dazu verleitet, sauer verdiente Kohle dafür hinzulegen und Zeit zum Lesen darin zu investieren. Wenn es gut war und ich in Rezilaune bin, sieht man das eben. Wenn es (für mich ganz persönlich!) enttäuschend war, dann merkt man das auch.
    That´s life.


    Damit muss der Autor leben (schließlich habe ich seine Frühtücksbrötchen bezahlt) und ich ebenfalls (weil ich Trottel vielleicht auf den Titel, das Cover oder den Waschzettel reingefallen bin)
    So oder so, ist eine negative Rezi für beide Seiten nicht das gelbe vom Ei.
    Allerdings ist die Hemmschwelle bei positiven Erlebnissen geringer, weil die schlechten Bücher mich oftmals derart geärgert haben, da muss ich nicht auch noch drüber sinnieren, warum ich Depp auf das Markending* des Verlags reingefallen bin ;-)




    [SIZE=7]*habe ich schon erwähnt, das ich denglische Begriffe gerne verballhorne :grin[/SIZE]

    *mal schnell um die Ecke schiel, ob DA BOSS grad anderweitig beschäftigt ist ... ;-)*


    Hi Doowop68 :wave


    Dann auch von mir ein Willkommen zurück :wave :-] und einen Gruß an deinen Männe (der mich ja vom Womanizer-Thron geworfen hat :chen )


    Kleiner Tipp zum Einlesen hier:
    Schnapp dir erst die Rezis von den Büchern, die bei dir auf dem SUB liegen oder dem Wunschzettel stehen.
    Habe ich auch gemacht.
    Leider sind SUB und Wunschzettel nun derart angewachsen, dass ich schon ´nen sechser im Lotto bräuchte, alleine schon um genug Zeit zum Lesen zu haben ... *soifz :help*


    Nachtrag:
    Tante Edith sagt mir gerade, dass ich dich schon begrüßt habe ;-)
    tststs ... da sieht man mal wieder, was Büroschlaf so alles anrichten kann :lache

    Guten Morgen zusammen :wave


    Ich habe es jetzt endlich geschafft, den Thread komplett (!) durchzulesen
    (Memo an mich selber: Mann, bist du gut :grin)


    Ich sehe diese Problematik von beiden Seiten des Schreibtisches aus, auch wenn ich noch ein Unveröffentlicher bin. Sogar Betaleser können hart sein ;-)


    Als Leser rezensiere ich auch ab und an Bücher.
    Das kann ein schlechtes sein (letztes Buch Frank Schätzings "Limit") oder auch ein verdammt gutes (zuletzt Stephen King, "Die Arena")
    Aber dabei sage ich immer, dass es mein total subjektiv gefärbtes Lesegefühl war und versuche die Stellen / die Punkte auch aufzuzeigen, damit eben jeder seine eigene Meinung dazu bilden kann.
    Sogar meine Leib- und Magenautoren kommen nicht ohne negative Zeilen weg, wenn sie mich (nach meinem Lesegefühl) enttäuscht haben. Schließlich lege ich eine handvoll hart verdiente Kohle auf die Theke und erwarte mir etwas von dem gekauften Produkt.
    Dass ein Autor nicht jedem, zu jeder Zeit gleich gut gefallen kann, ist klar.
    Also kann ich bei einer Rezi / Leserunde immer nur darauf hinweisen, dass das Buch / eine bestimmte Passage nichts für mich und meinen Geschmack war, und versuchen das dann auch zu begründen.


    Kritik ist ein zweischneidiges Schwert, erst recht dann, wenn sie anonym rüberkommt. Als Rezensent freue ich mich über Rückmeldungen des Autors, egal ob ich sein Werk positiv oder negativ betrachtet habe. Vielleicht habe ich ja tatsächlich was übersehen? Ich bin ein Mensch, auch wenn ich mich auf das hohe Ross des "Kritikers" setze, und somit bin ich fehlbar (oder wirklich die falsche Adresse für den Roman)
    Das muss ich dann aber auch sagen können, anstatt mich in eine Ecke zu verkriechen und einen auf Angelina Jolie zu machen oder neue Botoxspritzen für meine Lippen zu ordern.


    Als Schriftsteller auf dem Weg zum Gipfel des Mount Veröffentlicht, brauche ich eine Menge Gurkhas und Wasserträger, die mich von Lager zu Lager auf dem Weg zum Gipfel begleiten. Das bei so einer anstrengenden Expedition nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen herrscht, ist klar.
    Wie wird das aber, wenn dieser erste Gipfel erklommen ist, und die Spitzen der Bestsellerberge vor mir liegen, vor denen ich noch durch die Höhen und Tiefen der Stammplatzebenen in Verlagistan muss?
    Ich weiß es nicht ?(
    Ich weiß nur, dass ich die Rohfassung jeder Geschichte für mich selber schreibe, egal ob Kurzgeschichte, längere Erzählung oder Roman.
    Beim Überarbeiten muss ich dann überlegen, wen ich wie erreichen möchte, um alles an Handwerk, Eloquenz und Können in die Waagschaale zu legen, was ich habe. Wenn ich dann daneben liege und es Proteste hagelt (wie gesagt, auch Betaleser können hart sein) dann kann ich aber erkennen, woran es gelegen hat und noch eingreifen.
    Habe ich meine angepeilte Zielgruppe verprellt?
    Bin ich in dem Versuch, mir eine eigene Zielgruppe heranzuziehen übers Ziel hinausgeschossen / unter meinen Möglichkeiten geblieben?
    Gut, bei einem fertigen Werk zwischen zwei Buchdeckeln nicht möglich.
    Aber für Nachfolgewerke.
    Und es muss mir, egal ob als Mail oder Vordruck mit der Bitte um Hilfe, oder als fertiges Buch einfach vergönnt sein, auch antworten zu dürfen.


    Schreiben bedeutet Emotionen auf beiden Seiten des Schreibtisches.
    Der eine tütet sie für den Verstand ein, der andere will sie nachvollziehen können.
    Aber wenn eine Seite nur noch wie ein Wackeldackel alles abnicken darf, was die jeweils andere ihr an den Kopf knallt ... das führt die enge Partnerschaft (hier geht es um Emotionen) zwischen den beiden Parteien in eine derartig schmale Sackgasse, dass das ganze System ab adsurdum geführt wird.


    In dem Sinne halte ich nix von in Watte packen, bin aber auch kein Freund von verbalen Unterleibstritten.
    Egal, wer da gerade seine Stahlkappenstiefel auspackt.


    Soweit meine Sicht der Dinge (die jetzt verdammt ausführlich war :-) )


    LG


    Dirk67 :wave


    Edit: Tante Edith hat mir Wortdreher angekreidet

    Zitat

    Original von Berta


    Genau. Nur noch drei Monate.


    Ich weiß *seufz*.
    Dabei bin ich doch so neugierig (dank deiner vielen Bemerkungen ;-) )


    Ne, Spaß beiseite.
    Ich habe es in meiner Leib-und Magenbuchhandlung schon vormerken lassen, da ich hier absolut bibliophil werde, und die allererste Auflage haben will :grin


    Berta goes to bloddy Monday ... das muss ich haben :lache


    Liebe (und ungeduldig hibbelnde Grüße)


    Dirk :wave

    Hallo Berta :wave


    :-) Waren das die Fahnen für den Killer mit der optischen Ader?? Dem Buch, dass ich doch unbedingt haben will??


    Ja dann ... Gratulation zur bestandenen Pflicht (die Kür hast du ja schon ;-) )


    LG


    Dirk (der langsam auf deinen "Erstling" brennt, soviel wie ich schon darüber gehört habe ;-) )

    Hallo Lesebiene :wave


    Oh ja, mein SUB ist schon während des reinen Mitlesens derartig angewachsen ... ?( ... aber jetzt kann ich viel besser auswählen :grin


    Hallo Berta :wave
    Jaaaa ... meine Serienvorlieben ... die kanntest du aber schon :grin
    Wie gehts dir? :wave
    Schön dich hier wiederzusehen :knuddel1
    Bei den GW ist irgendwie Sendepause?? :-(
    Weißt du mehr ?(

    Hallo Herr Palomar :wave


    Hier gefällt es mir als Mitglied noch besser,wie als schweigender Leser :-)


    Endlich kann ich auch mal was sagen ;-)


    LG


    Dirk :-)

    Hallo zusammen :wave


    Ich habe den Thread jetzt nicht komplett gelesen, denke aber, dass hier ein Punkt noch gar nicht genannt wurde?


    Es gibt von so vielen Filmen und Serien Spin-Offs und Neuauflagen, da liegt es doch nahe, dass die Leser ähnliche Gedanken auch bei einem Roman / Autoren haben, oder?
    Wie oft hört man das Film X, aus dem Jahre neunzehnhundertumpfzig (und damals schon ein Kassenschlager) eine Neuauflage erlebt, weil der Regisseur / Produzent / Schauspieler schon als Kind so begeistert davon war und die heutige Technik ja alles viel besser darstellen kann ...


    Ich glaube, hier spielt ein wenig die Neugier mit, woher Autoren ihre Ideen nehmen. Vielleicht spielt hier auch noch die Frage nach der Umsetzung mit rein und evtl. sogar die zuletzt aufgekommene Frage nach dem "Copy&Paste"-Verfahren, nach der ja sogar schon Schiller & Co. gearbeitet haben sollen ;-)
    Ist es die Angst der Leser, recycelte Kost vorgesetzt zu bekommen, oder die Lust an dem bereits Bekannten, dass neu aufgegossen wurde?


    Ich glaube ja, es ist von beidem etwas. Dazu die bereits erwähnte "Lückenfüller"-Funktion, wenn im Publikum tiefes Schweigen herrscht und die Stille der Situation langsam ins Peinliche abdriftet.


    Wie sehe ich das als unveröffentlicher Schriftsteller?


    Puh, schwer zu sagen.
    Wenn ich habe fertig, dann ist die die Story wie Flasche leer ;-)


    Oder anders gesagt:
    Das spezielle Thema mag mich ja noch reizen, aber die Umsetzung, so wie sie da steht, erfüllt mich mit Stolz, weil sie zeigt, wo ich zu jenem Zeitpunkt mit meinen Fähigkeiten war. Wenn sie streng riecht ... nun, meine neueren Sachen riechen alle nach Hugo Boss Nr. 15 :grin
    Statt alte Teebeutel neu aufzugießen, setze ich also lieber das Thema erneut mit neuen Figuren, anderem Setting und anderem Plot um.
    Meistens kommt was total anderes heraus, als ich zunächst geplant hatte, aber das ist ja der Spaß am Schreiben.
    Wenn eine Figur, die total depressiv daherkommen sollte, plötzlich zum Zyniker wird, der alle zwei Seiten herbe Sprüche in die Umwelt schraubt, wenn der Hans-guck-in-die Luft plötzlich auf der Brücke steht und sich erschiessen will ... da hat sich dann was getan, in der Umsetzung eines alten Themas. Das überrascht in erster Linie mich, als direkter Berichterstatter am Ort des Geschehens, und es hält mich bei der Stange (nein, ich bin kein Tabledancer! Ich, im zarten Einteiler, an glatter Stange mit eingeöltem Body?? :yikes )


    Alles andere überlasse ich gerne nachfolgenden Generationen, die dann zu meinen Geschichten (die bis dahin Kultstatus haben :anbet ) die Neuschreibungen, Spin-Offs, Rip-Offs und was es sonst noch an Offs bis dahin geben mag verfassen werden :grin

    Hi Clare, hi Asmos :wave


    thx for the flowers :knuddel1


    Zitat

    Original von Bouquineur
    Hallo Dirk,


    mein HQ, das ich mir mit zwei Katzen teile, liegt in Dellbrück. So ziemlich an der Grenze zu Schäbbisch Gläbbisch :lache


    Cool, da ist von mir aus bequem mit der Bahn zu erreichen :grin


    Da müssen wir bei schönem Wetter mal ein Mini-Eulentreffen arrangieren, so komplett mit obergärigen Gerstenkaltschalen aus Reagenzgläsern, nachgemachten halben Hähnchen aus Weizen und Milchprodukten ... :lache

    Hallo zusammen :wave


    Ein sehr interessantes Thema.


    Nach meinem Gefühl wird es mit jeglicher politischen Korrekheit sowieso arg übertrieben.
    Ein wenig erinnert mich dieses Thema / diese Problematik (sofern sie denn eine ist) an ein beliebtes Schlagwort der Gutmenschenunternehmensberater:


    Es gibt keine Probleme, nur Lösungen.


    Für einige Situationen mag dieser Sinnspruch zutreffend sein, weil man durch eine entsprechende Sichtweise ein Problem anders sieht und vielleicht leichter lösen kann. Ihn dann aber, weil es eben "pc" und modern ist, auf alles und jeden zu münzen ... ?(


    Nun stelle man sich einen Korridor in einem Unternehmen vor.
    Es ist sieben Uhr früh.
    Ein Angestellter hastet den Korridor zum Büro seines Chefs, reißt die Tür auf und keucht ein atemloses "Herr Schmitz! Wir haben eine Lösung!"
    Herr Schmitz schaut überrascht von seiner Morgenzeitung auf.
    "Müller, wenn wir doch eine Lösung haben, warum platzen sie dann hier am frühen Morgen rein?"


    So sehe ich persönlich das Problem mit der Selbstzufriedenheit auch ein wenig.


    Selbstzufriedenheit (oder auch als Erbsünde betrachtet der Stolz) sind in homöopathischen Dosen gesund :-)
    Man bekommt kein one-way-Ticket to hell, wenn man ein breites Grinsen über seine eigene Leistung zur Schau stellt. Gleiches gilt für Selbstzwifel, die einem helfen können, sich weiter zu entwickeln.


    Wenn man jedoch eine dieser beiden Empfindungen bis ins Extreme treibt ...
    Tja, Hochmut (Stolz) kommt vor dem Fall und Selbstzweifel vor der Depression und dem Gang zum Therapeuten :grin


    Deswegen plädiere ich für ein gesundes Mittelmaß.
    Egal ob es "nur" ums Schreiben geht, oder um das Leben allgemein.
    Wer ständig wie ein kapitaler Zwölfender herumstolziert, den kann ich ebensowenig für voll nehmen wie denjenigen, der ständig über das Haar in seiner Suppe jammert.


    Und nur weil ein ständiges sich selber klein machen zur Zeit irgendwie pc ist, damit die anderen, die es wirklich nicht besser können sich besser fühlen ... nun, ich springe ja auch nicht von der nächsten Rheinbrücke, weil es eben modern geworden ist :-]


    Meine persönliche Meinung, nichts in Stein gemeißeltes :-)

    Hi Bouquineur :wave


    Danke für das Willkommen und liebe Grüße zurück von einem, der linke und rechte Rheinseite ständig durcheinanderbringt ?(


    Ich habe mein Domizil in Bickendorf aufgeschlagen.
    Wo liegt dein HQ? ;-)


    Nachtrag:


    Ein liebes "Hai" auch an dich Mary26_87 :wave
    (ich tippe erschreckend langsam ;-( *gääääähn*)

    Hallo liebe Büchereulen :wave


    Wie man schon im Titel des Threads erkennt, heiße ich Dirk und bin hier soeben eingetroffen :-) Schon seit einiger Zeit lese ich hier eifrig mit, und möchte mich euch nun dazugesellen.


    Ein kurzes Bild von mir:


    Ich bin Bj. ´67 (also noch nicht ganz ein Oldtimer ;-) ), kaufmännischer Angesteller und ein Tiernarr.


    Am liebsten lese ich Science Fiction und Fantasy in allen Schattierungen, bin aber auch Thrillern, historischen Romanen und anderen Genres nicht abgeneigt, sofern mir die entsprechenden Romane Spaß und interessante Themen versprechen.


    Wenn ich nicht gerade lese (oder selber schreibe *hüstel*), sehe ich sehr gerne TV-Serien, diese meist jedoch auf DVD und ohne Werbung.
    Zu meinen Lieblingsserien gehören Sex and the City, Desperate Housewifes, Greys Anatomy (ich weiß, jetzt werde ich prompt als Womanizer angesehen :grin ), Die Sopranos (und schon ist Schluß mit lustig :lache ), Dr. House etc.


    Meine Lieblingsautoren sind Andreas Eschbach, Stephen King, Tom Clancy, Umberto Eco.


    Okidoki, soweit so gut.
    Ich freue mich hier zu sein und hoffe auf eine gute Zeit und tolle Diskussionen.


    LG an alle (unbekannterweise überwiegend ;-) )


    Dirk :-)