2. Band der Dangerous Davies-Reihe
OT: Dangerous in Love
Kurzbeschreibung:
Der alte Lofty, den jeder aus dem Viertel kennt, ist tot, ertrunken im Kanal. Er war zuletzt Stammgast im Obdachlosenasyl und ist immer mit einem Kinderwagen durch die Gegend gezogen, in Selbstgespräche vertieft und hat kleine Papierfetzen von der Straße aufgesammelt. Dangerous Davies, der immer nur die überflüssigsten Recherchen und die unspektakulärsten Fälle aufgetragen bekommt, wird misstrauisch und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren, denn seine Intuition sagt ihm, dass an Loftys Tod irgendetwas nicht stimmt. Im Laufe seiner Nachforschungen trifft er auf die bildschöne Sozialarbeiterin Jemma, die ebenfalls an den Umständen von Loftys Tod interessiert ist und sich Dangerous anschließt. Bald schon ist der letzte Detektiv nicht nur über beide Ohren verliebt, sondern steckt auch mitten drin in einem Fall, der wieder weit in die Vergangenheit führt.
Über den Autor:
Leslie Thomas wurde 1931 in Newport, Großbritannien, geboren. Neben zahlreichen Romanen veröffentlichte er mehrere Kriminalromane, in denen Dangerous Davies, ein Detective der Londoner Polizei, Verbrechen aufklärt. Mit seinem skurrilen Helden Dangerous Davies stellt sich der Autor nicht nur in die beste Tradition des britischen Humors, er liefert darüber hinaus auch eine exzellente Studie des Lebens in einem der ärmeren Londoner Stadtviertel Ende der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts. Heute lebt Leslie Thomas mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Salisbury.
Meine Meinung:
Dass sich niemand über den Tod des alten Lofty wundert, empört Dangerous, denn seiner Meinung nach gibt es doch genügend seltsame Momente bei diesem Todesfall. So war überhaupt kein Anzeichen für eine Selbstmordabsicht bei Lofty zu erkennen und ein Unfall scheidet für Dangerous auch aus, schließlich fällt niemand einfach so in den Kanal, schon gar nicht jemand wie Lofty, der niemals auch nur einen Tropfen Alkohol angerührt hat. Also macht er sich auf den Weg und beginnt mit seinen Nachforschungen. Sein bester Freund und Pensionsmitbewohner Mod ist zwar etwas skeptisch, aber steht ihm natürlich zur Seite und entwickelt sich zu einer Art Watson, der Dangerous einige Recherchen abnimmt und ihn überallhin begleitet. Unterstützung bekommen beide von Jemma, der dunkelhäutigen Schönheit aus Martinique, die Lofty von ihrer Arbeit als Sozialarbeiterin her kannte und in die sich Dangerous prompt verliebt.
Auch dieser Band lebt von den skurrilen Gestalten, die man teilweise schon aus Band 1 kennt und den Umständen, in denen Dangerous nach der Wahrheit sucht. Er, der fast nie aus dem Nordwesten Londons herausgekommen ist, fährt nun heimlich durch England, um die Wahrheit über Loftys Tod herauszufinden. Jedes kleine Indiz und jede Information behält er sorgfältig für sich und versucht mit seinen beiden Freunden Stück für Stück das Puzzle zusammenzusetzen, das dem Leser präsentiert wird. Dangerous ist einfach eine schnoddrig-sympathische Figur, ein bisschen schäbig und unbedeutend, wie seine beruflichen Aufgaben, aber gutmütig und hartnäckig, so dass man ihn einfach gern haben muss.