Ins Wasser geschrieben - Peter Trawny

  • Reihe: Fröhliche Wissenschaft

    155 Seiten, Softcover Klappenbroschur

    Erschienen: 2013

    ISBN: 978-3-88221-045-3


    Kurzbeschreibung:

    Dieser Versuch über Intimität und die Differenz von Innen und Außen ist Echo und Antwort auf die Frage nach dem Ort einer kommenden Revolution, die Trawny in seinem vorangegangenen Essay ›Medium und Revolution‹ aufwarf. Die radikale Besinnung auf das Innen, die mono- oder bipolare Intimität leuchtet als einzige Möglichkeit auf, heute wahrhaftig zu leben.


    Über den Autor:

    Peter Trawny, geb. 1964 in Gelsenkirchen, ist Philosoph und lehrte an den Universitäten Wuppertal, Wien und Shanghai. Er ist Mitherausgeber der Martin Heidegger-Gesamtausgabe und veröffentlichte zuletzt eine Einführung in das Werk Martin Heideggers.


    Mein Eindruck:

    Ein Buch über das Thema Intimität, das ist schon selten.


    Es ist teilweise brillant formuliert und es gibt gut gewählte Zitate, z.B. von Nietzsche, Novalis, Hölderlin, Ludwig Wittgenstein, Thomas Mann, Camus, Peter Handke und Wagner.

    Immer wieder wird auf das Äußere und das Innere eingegangen, die Innen/Außen-Differenz.

    "So klar ein Text auch zu sein scheint, er wird ein Inneres enthalten, das sich dem letzten Begreifen entzieht."


    Erstaunlich, aus was für einem breiten Fundus an Philosophen Peter Trawny für sein Thema schöpft.

    Von Platon, Sokrates und Augustinus bis Hegel zu Heidegger, Descartes, Georges Battaille, Alain Badiou und Derrida.


    Immer wieder geht Peter Trawny von sich selbst aus und bringt einem das Komplexe am Thema dadurch eindringlicher näher.

    "Ich nähere mich der dunklen Materie."


    In manchen Kapiteln, z.B. in "Kryptisches Einschreiben" ist Trawny nahe an Aphorismen, was ich persönlich wertschätze.

    Manchmal geht es in Richtung biographisches Schreiben, z.B. über Wagner, wenn es dem Thema dient.

    Oder analytisch-interpretierend bei Rilkes Gedicht "An die Musik".

    Auch Bezüge zu Filmen sind vorhanden: 21 Gramm von Alejandro Gonzales Inarritu, Woody Allens Manhattan, Lars von Triers Melancholia.


    Insgesamt ein reichhaltiges Werk!