-ky ist tot

  • :gruebel Schön, wenn ein so schwer kranker Mann ohne Angst sterben kann (wie er in dem Interview gesagt hatte) und sich sogar noch auf posthume Veröffentlichungen freuen kann. Allerdings frage ich mich, wie das praktisch vor sich geht, wenn seine gespeicherten Romane nur auf seinem Computer existieren. Hat der Verlag automatisch die Rechte an diesen Texten? :gruebel

    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Jean M. Auel: (Ayla-Serie)

  • :gruebel Schön, wenn ein so schwer kranker Mann ohne Angst sterben kann (wie er in dem Interview gesagt hatte) und sich sogar noch auf posthume Veröffentlichungen freuen kann. Allerdings frage ich mich, wie das praktisch vor sich geht, wenn seine gespeicherten Romane nur auf seinem Computer existieren. Hat der Verlag automatisch die Rechte an diesen Texten? :gruebel

    Ich nehme an, dass er angesichts seiner Erkrankung vorher alles relevante vertraglich hat regeln lassen.

    SUB 220 (Start-SUB 2020: 215)


    :lesend Susanne Michl u. a. - Zwangsversetzt. Vom Elsass an die Berliner Charité. Die Aufzeichnungen des Chirurgen Adolphe Jung (1940 - 1945)

    :lesend Antonio Iturbe - Die Bibliothekarin von Auschwitz

    :lesend Anthony Doerr - Alles Licht das wir nicht sehen (Hörbuch)

  • Selbstverständlich hat er alles vorher regeln lassen. Und natürlich wird der Verlag das auch veröffentlichen, denn der Name "ky" ist für den kleinen, tapferen Verlag eine sichere Bank.

    Es war wohl die Leidenschaft fürs Schreiben, die ihn antrieb. Erinnere mich an Aussprüche von ihm: Man verdiene als Autor nur die Hälfte des Stundenlohnes eines Hilfsarbeiters, beklagte er sich sich mal, wiewohl er ein gut bestallter Soziologieprofessor war, der es nicht nötig hatte, oder einmal auf die Frage, warum er Krimis schreibe: dass er den großen europäischen Roman dann doch nicht schaffe ... Wohl wahr! (dass Krimis auch große Literatur sein können, wurde, glaube ich, erst mit der Chandler-Welle in den 80ern dem Publikum und dem oft schwer vernagelten Feuilleton klar)

    In seinen Krimis übermäßig viel Sozio und Personal ... Spät noch schaffte er es ins Feuilleton (nehme mal an, das war ihm sehr wichtig) mit Erinnerungen ans Berlin der 50er Jahre.

    Er gehörte zu ersten deutschen Krimiautoren, die ihren Krimi auch in Deutschland ansiedelten. Vorher dachte man offenbar, Kriminalfälle gebe es nur in UK. ;)

    Mit seinem markanten Pferdeschwanz auch im Alter, als bekennender S-Bahnfan :) und als Autoren-Urgestein war er auch ein Berliner Original.

    RIP, ky.

  • Im Radio kam eine ganz interessante Sendung, die man auch jetzt noch nachhören kann und in der Peter Henning über Ky und seine Bedeutung spricht.



    Zum Tod von Krimiautor -ky - Mit der Bahn zum Mord

    18.09.2018 | 8 Min. | Quelle: Deutschlandfunk

    Seine ersten Kriminalgeschichten schrieb der deutsche Schriftsteller Horst Bosetzky mit 25, um sich damit sein Studium zu finanzieren. Nun ist der unter dem Kürzel "-ky" bekannt gewordene Verfasser von über 60 Krimis und einer elfbändigen Familiensaga, in Berlin gestorben. Von Peter Henning http://www.deutschlandfunk.de, Büchermarkt Hören bis: 27.03.2019 15:10 Direkter Link zur Audiodatei http://podcast-mp3.dradio.de/p…0180918_1610_5f603046.mp3