Die Schuld der Grete Minde von Barbara Bartos- Höppner

  • Klappentext:


    Im März des Jahres 1619 starb sie, nach grausamen Folterungen, auf dem Scheiterhaufen. Die Bürger von Tangermünde hatten Grete Minde zu diesem entsetzlichen Tod verurteilt, weil sie für schuldig befunden worden war, in der Stadt Feuer gelegt zu haben.
    Barbara Bartos-Höppner greift in ihrem Roman einen Stoff aus einer altmärkischen Chronik auf, der schon Theodor Fontane als Vorlage für eine Erzählung diente. Jedoch entwirft die Autorin ein ganz anderes, überraschendes Bild der Grete Minde jener Frau, die ihre Suche nach Gerechtigkeit mit dem Leben bezahlen mußte, deren Schicksal besiegelt war durch die Schuld, die andere Generationen der Familie Minde auf sich geladen hatten.


    "Ein Spiel menschlicher Leidenschaften und ein fesselndes Sittengemälde aus vergangenen Zeiten" Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt



    Inhaltsbeschreibung:


    Tangermünde im Jahr 1619: Eine Frau und zwei Männer sind durch Folter und falsche Zeugenaussagen der Schuld überführt und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
    Der mit der Familie Minde freundschaftlich verbundene Apother und Medicus Ambros Ambrosius erinnert sich am Abend vor der Urteils- vollstreckung, wie alles begann: Grete Mindes Grosseltern, die sehr vermögend sind, heiraten. Ihre beiden Söhne entwickeln sich unterschiedlich, Gretes Vater muß fliehen. Er bekommt nur einen kleinen Anteil seines Erbes mit auf den Weg. Nach langer Zeit fordert Grete vergeblich Gerechtigkeit in Tangermünde...




    Autorenportrait (Amazon)
    Barbara Bartos-Höppner wurde in Eckersdorf/Schlesien geboren. Seit 1956 schrieb sie mehr als 100 Bücher, die eine Gesamtauflage von 3,5 Millionen Exemplaren erreichten und in 20 Sprachen übersetzt wurden. Sie ist PEN-Mitglied und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. das Bundesverdienstkreuz, den Österreichischen Staatspreis und den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.


    Meine Meinung:
    Sprachlich gewandt und unterhaltsam entwickelt die Geschichte die Umstände, die zur Verurteilung Unschuldiger führen können... Historisch authentische Details und die genaue, liebevolle Schilderung der einzelnen Figuren haben mir sehr gefallen. Obwohl der Stoff nicht unbedingt erheitert, das Buch finde ich lesenswert!