'Das Marillenmädchen' - Seiten 166 - Ende

  • Zimööönchen : Ja, das mit der Marmelade habe ich auch so verstanden. Immerhin hat Franz sie ja gebeten, ihn dort rauszuholen.


    Ich hatte jetzt genug Zeit, um das alles sacken zu lassen, und ich bin zum Schluss gekommen, dass mir einiges zu überladen ist. Die Schildkröte, die plötzlich wieder auftaucht, der rechtsradikale Bruder und dann auch noch Eine kaputte Familie, dass gleich Tochter und Enkelin umkommen - das ist mir zuviel. Die Geschichte hätte auch ohne diese Häufung als Versöhnungsgeschichte funktioniert, einfach durch den Konflikt, der dadurch entsteht, dass die Enkelin ein deutsches Mädchen liebt. So war es mir hier zu plakativ, gleichzeitig fehlt es mir an einer wirklichen Auseinandersetzen mit dem Thema Schuld/Versöhnung. Insgesamt also ein zwar sprachlich gelungener, inhaltlich aber nicht ganz überzeugender Roman, der mehr hätte sein können. Ich habe es gern gelesen, glaube aber nicht, dass er mir lange im Gedächtnis bleibt.

  • Die Schildkröte fand ich auch too much. Die war doch quasi Jahrzehnte verschwunden! Da wäre die ja in den Baum eingewachsen, wenn sie da sitzen geblieben wäre. Okay, sie könnte natürlich im Garten rumgewandert sein, aber das finde ich genauso unrealistisch, die wäre doch abgehauen... eine Freundin von mir hatte mal eine, die ist ausgebüxt und recht schnell verschwunden und auch nicht wieder aufgetaucht - aber wer weiß, vielleicht in 30 Jahren oder so :lache

    "Show me a girl with her feet planted firmly on the ground and I'll show you a girl who can't put her pants on." (Annik Marchand)

  • Zitat

    Original von Rosenstolz
    Zeitangaben hätte ich wirklich auch nicht schlecht gefunden............
    Und mit der Kette hast du auch irgendwie recht, vielleicht war es einfach auch nur symbolisch gemeint? Also eine Art Stilmittel.........



    Die Kette war so etwas für mich am Ende das sich der Kreis schließt ein Symbol, wie du es so schön ausdrückst.

  • Die Schildkröte war mir eindeutig zu viel, aber gut jeder hat da andere Ansichten.
    Jedenfalls hat man nun die ganze Geschichte erfahren und dann noch die Sache mit der Kette alles hat sich gefunden.


    Mir war einiges einfach zu viel und ich werde nun ganz in Ruhe das Buch sacken lassen und dann werde ich mich an die Rezension setzen und mal schauen wie ich es finde wenn etwas Zeit vergangen ist und ich darüber nachdenken kann.

  • Zitat

    Original von Tilia Salix
    Ich hatte jetzt genug Zeit, um das alles sacken zu lassen, und ich bin zum Schluss gekommen, dass mir einiges zu überladen ist.


    Mir hat das Buch gut gefallen, aber im Prinzip denke ich auch, dass es am Ende too much war. Jedenfalls der Prolog!
    Andererseits hatte die Autorin kaum eine andere Wahl, sie musste das jetzt durchziehen, um die Geschichte rund werden zu lassen. Alles andere wäre inkonsequent und das hätte nicht zum Buch gepasst!