Zimööönchen : Ja, das mit der Marmelade habe ich auch so verstanden. Immerhin hat Franz sie ja gebeten, ihn dort rauszuholen.
Ich hatte jetzt genug Zeit, um das alles sacken zu lassen, und ich bin zum Schluss gekommen, dass mir einiges zu überladen ist. Die Schildkröte, die plötzlich wieder auftaucht, der rechtsradikale Bruder und dann auch noch Eine kaputte Familie, dass gleich Tochter und Enkelin umkommen - das ist mir zuviel. Die Geschichte hätte auch ohne diese Häufung als Versöhnungsgeschichte funktioniert, einfach durch den Konflikt, der dadurch entsteht, dass die Enkelin ein deutsches Mädchen liebt. So war es mir hier zu plakativ, gleichzeitig fehlt es mir an einer wirklichen Auseinandersetzen mit dem Thema Schuld/Versöhnung. Insgesamt also ein zwar sprachlich gelungener, inhaltlich aber nicht ganz überzeugender Roman, der mehr hätte sein können. Ich habe es gern gelesen, glaube aber nicht, dass er mir lange im Gedächtnis bleibt.