Weltraumstürmer: Wernher von Braun und der Wettlauf zum Mond – Ulli Kulke

  • Weltraumstürmer: Wernher von Braun und der Wettlauf zum Mond – Ulli Kulke


    Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
    Verlag: Bastei Lübbe (Quadriga)
    Auflage: Aufl. 2012 (16. März 2012)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3869950269
    ISBN-13: 978-3869950266


    Beschreibung:
    Das Wettrennen zum Mond zwischen den USA und der Sowjetunion ist das spannendste Abenteuer, das die Geschichte der Technik zu bieten hat. Es lief fast die gesamten 60er-Jahre hindurch. Abwechselnd lagen die Kontrahenten vorn, und bis kurz vor der ersten Mondlandung war noch nicht endgültig geklärt, wer als Erster ankommen würde. Der Mann, der den Amerikanern die Raketen für ihren letztendlichen Sieg baute, hieß Wernher von Braun. Er war der mit Abstand bekannteste - aber auch umstrittenste - Kopf jener vielen Dutzend deutscher Ingenieure, die auf beiden Seiten hinter dem Mondprogramm standen. Im Krieg hatten sie Hitlers »Wunderwaffe« V2 entwickelt. Ulli Kulke schildert auf packende Weise die Rolle von Brauns und seiner russischen Gegenspieler. Für die Sowjetunion war das Ganze geheime Kommandosache, viele ihrer Manöver, Bluffs und Tricks kommen erst seit den letzten Jahren ans Licht.


    Autor:
    Ulli Kulke, Jahrgang 1952, ist Reporter und Autor bei der Tageszeitung »Die Welt« und bei »Welt am Sonntag«. Er studierte Volkswirtschaft, war Mitbegründer der »taz«, arbeitete als Assistent der Grünen im Bundestag, als Redakteur bei »Natur«, leitete die Wissenschaftsredaktion der »Wochenpost« und baute die Meereskulturzeitschrift »Mare« mit auf. Er ist Autor mehrerer historischer Bücher, insbesondere zum Thema Entdeckungsgeschichte.


    Meine Meinung:
    Eigentlich hätte ich nicht wirklich noch eine Biographie von Wernher von Braun gebraucht. Aber dieser unglaublich überspitzt 50er Jahre-gestaltete Schutzumschlag sprang mich förmlich an – und ich bekam das Buch als preisreduziertes Mängelexemplar :grin.
    Das Positive zuerst: es liest sich ganz nett. Herr Kulke streut zahlreiche Anekdötchen ein und das macht das Buch unterhaltsam. Der Haken: es gibt keinerlei Quellenangaben. Zwar befindet sich am Ende des Buches eine „Ausgewählte Literatur“-Liste, aber es gibt keinen Hinweis darauf, ob Herr Kulke seine Informationen daraus bezog oder ob es einfach Bücher sind, die er für empfehlenswert hält. Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich die Darstellung der Rolle Wernher von Brauns während des Dritten Reiches. Herr Kulke findet zahlreiche Rechtfertigungen für Braun – nun ja, es steht im frei, seine eigene Meinung dazu zu haben, ich teile sie jedoch nicht. Herrn Kulkes eher kritikfreie Sicht auf Braun zieht sich durch das gesamte Buch.
    Die Geschichte Wernher von Brauns ist nahezu zwangsläufig immer auch die Geschichte des „Space Race“. Herr Kulke hält sich ebenfalls an diese bewährte Formel.
    Wenn sich jemand zum ersten Mal und auf unterhaltsame, wenn auch oberflächliche Weise mit dieser Geschichte beschäftigen möchte, eignet sich das Buch ganz gut dafür. Meiner Meinung nach gibt es dazu jedoch wesentlich bessere und informativere Bücher und Filme auf dem Markt. Fünf wohlwollende Punkte.



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