Details:
Seitenzahl: 464 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 13. Juni 2016
Inhalt:
Vor genau dreihundertneunundfünzig Tagen hat Eden ihn zuletzt gesehen – ihren Stiefbruder Tyler. Den Jungen, den sie heimlich liebt. Den sie aber eigentlich nicht lieben darf, weil ihre Familie strikt dagegen ist. Doch nun endlich werden sie einen herrlichen Sommer gemeinsam verbringen: in New York, der Stadt, die nie schläft. Mit tausend Schmetterlingen im Bauch kommt Eden am Flughafen an, und als sie in Tylers smaragdgrüne Augen blickt, ist es auch schon um sie geschehen. Gemeinsam streifen sie durch den Big Apple, und es wird immer klarer, dass die beiden nicht voneinander losgekommen sind. Werden sie ihren verbotenen Gefühlen widerstehen können?
Autorin:
Estelle Maskame ist 18 Jahre alt und lebt in Peterhead, Schottland, wo sie auch zur Schule ging. Bereits mit 13 Jahren begann sie die DARK LOVE-Trilogie zu schreiben, die auf Wattpad vier Millionen Reads erreichte und ein sensationeller Erfolg wurde.
Meine Meinung:
Sprache:
Wie auch schon in Band 1 ist der Erzählstil das Herausragendste am ganzen Buch. Man will irgendwie doch immer weiterlesen, weil der Schreibstil im Großen und Ganzen richtig gut ist.
Allerdings gibt es auch hier kleinere Schwächen. Als Beispiel nenne ich mal eine Szene, in der eine halbe (!) Seite lang beschrieben wird, wie Tyler eine Kerze anzündet. Eine halbe Seite mit jedem einzelnen Detail vom Herausholen des Feuerzeugs, über das genaue Bedienen und das Anzünden selbst. Diese lächerlich langen Beschreibungen sind nach einer Weile einfach nervig und dazu noch unnötig.
Figuren:
Schon bei meiner Rezension zu Band 1 habe ich angemerkt, dass ich Eden einfach unsympathisch finde. Leider hat sich dieser Eindruck noch um ein Vielfaches verstärkt. Sie ist so selbstsüchtig und teilweise dämlich, dass ich inzwischen richtig Abneigung ihr gegenüber empfinde. Sie hat die ganze Zeit über einen Freund in L.A., will doch aber eigentlich im Grunde immer nur Tyler?! Sie verbringt ihren letzten Sommer statt mit ihrem Freund lieber 6 Wochen lang mit ihrem Stiefbruder, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Im weiteren Verlauf der Handlung wird ihr Verhalten noch schlimmer und man gewinnt den Eindruck, sie denkt nie an andere. Furchtbar!
Dazu kann sie nach wie vor einfach nicht Nein sagen und betrinkt sich, geht auf Partys usw. Das hat mich schon im ersten Teil der Reihe so wahnsinnig gestört, weil sie es eigentlich gar nicht mag und trotzdem immer mitmacht.
Tyler ist fast genauso anstrengend. Zwar hat er durchaus seine guten Momente, in denen er wirklich süß sein kann – aber meistens entspricht er einfach dem typischen Klischee. Seine Handlungen ergeben darüber hinaus manchmal einfach absolut keinen Sinn und lassen mich kopfschüttelnd zurück.
Handlung:
Abgesehen davon, dass ich die Problematik der Reihe immer noch nicht verstehe (warum in aller Welt ist es denn nun so schlimm, dass sich Stief(!)geschwister lieben, die nicht einmal zusammen aufgewachsen sind?!) fand ich die Handlung in diesem Band noch dürftiger als im vorherigen. Im Grunde passiert zunächst einfach so gut wie gar nichts. Anfangs liest sich das Buch wie eine bessere Reisebeschreibung nach New York und ich habe mich teilweise einfach nur gelangweilt. Später passiert dann zwar etwas mehr, aber so wirklich gepackt hat es mich leider nicht mehr.
Ich werde nicht spoilern, aber eines muss ich an dieser Stelle einfach anmerken: das Ende ist der größte Witz. Es passt nicht zu der Handlung wenige Seiten vorher, es ergibt in meinen Augen auch keinen Sinn. Es dient wahrscheinlich einfach nur der Tatsache, dass die Autorin auf Teufel komm raus noch einen dritten Band hinterher schicken will.
Fazit:
Auch wenn Estelle Maskame an sich wirklich gut schreiben kann, hat mich „Dark Love. Dich darf ich nicht finden“ gelangweilt und genervt. Die furchtbaren Charaktere und die teilweise sinnlose und öde Handlung konnten mich absolut nicht überzeugen. Tut mir leid, aber ich denke nicht, dass ich Band 3 noch lesen werde. Mehr als 4 Punkte sind leider nicht drin.