Hier kann zu den Seiten 478 – 582 (2. Teil, Helmsby, July 1147) geschrieben werden.
'Hiobs Brüder' - Seiten 478 – 582
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Simon und die Zwillinge versuchen ihr Glück also bei Henry in Frankreich.
Wenn man bedenkt, wie der Krieg letzten Endes ausgehen wird, ganz sicher nicht die schlechteste Wahl.Witzig fand ich den Ausspruch von Thomas Beckett auf der Schiffüberfahrt, dass es nicht zum Heiligen tauge.
Haimon und Susanna tun sich also zusammen, Das kann ja nur böse enden... Wobei mir Susanna ja fast schon leid getan hat. Natürlich ist sie nicht gerade ein Sympathieträger, aber sie kam mir schon ein wenig arg verteufelt vor. Was hat sie denn getan außer nicht intelligent und hochmütig zu sein (was bestimmt an ihrer Erziehung lag)? Ich fand das ein wenig hart wie mir ihr umgegangen wurde.
Toll finde ich die Entwicklungen der Figuren. Vor allem Oswald hat sich ziemlich verändert, da er beispielsweise verstanden hat, dass Alans gemeine Wortr nur ein Trick waren.
Auch Simons gewachsenes Selbstbewusstsein oder die Verschmelzung von Alans alter und seiner neuen Persönlichkeit fand ich sehr gelungen. -
Zitat
Original von LadyTudor
Haimon und Susanna tun sich also zusammen, Das kann ja nur böse enden... Wobei mir Susanna ja fast schon leid getan hat. Natürlich ist sie nicht gerade ein Sympathieträger, aber sie kam mir schon ein wenig arg verteufelt vor. Was hat sie denn getan außer nicht intelligent und hochmütig zu sein (was bestimmt an ihrer Erziehung lag)? Ich fand das ein wenig hart wie mir ihr umgegangen wurde.
Ja, es ist ihr nicht zu verdenken, dass sie sauer ist. Und Alan, in früheren Tage, wollte sie ja unbedingt haben. Hat sie Haimon quasi weggeschnappt. Dass das böses Blut gibt, keine Frage.
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Ich bin erst am Anfang dieses Abschnittes. Was mir hier allerdings wieder als wenig realistisch, wenn auch handlungstechnisch sinnvoll erscheint, ist, wie schnell sich die Personen des Romans gegenseitig etwas anvertrauen, in diesem Fall Simon und die Zwillinge einerseits und Thomas Beckett andererseits. Ich nehme an, gerade auch im Mittelalter war man gegenüber Fremden mindestens so misstrauisch wie heute.Denn damals ging es ja viel schneller um Leben und Tod.
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Wir lesen ja auch einen Roman und kein Sachbuch.
Ich kann nicht beurteilen, ob man damals mehr oder weniger gesprächig war als heute. -
Das ist natürlich nicht unbedingt so ganz glaubwürdig, dass man Fremden alles erzählt, aber ich kann da nur für mich sprechen. Es gibt bestimmt auch Leute, die ihr Herz auf der Zunge tragen und froh sind, wenn sie ihre Geschichte jemandem mitteilen können.
Selbst wenn wir annehmen, dass es nur der Geschichte dient, um sie voranzutreiben und nicht sonderlich authentisch wirkt, finde ich es trotzdem nicht so störend. Ich meine, das sind ja nur winzige Kleinigkeiten, die zumindest mir beim Lesen nur am Rande auffallen.
So lange die historischen Fakten im Großen und Ganzen stimmen und die Figuren nicht nur schwarz oder weiß dargestellt werden, bin ich glücklich. Und das ist hier ja definitiv der Fall. Man sollte vielleicht nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. -
Oh es gibt heute auch Leute, die dir alles erzählen. Man muss nur zuhören. Ich bin zwar nicht so gestrickt aber vielleicht animiert das gerade.
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Da habt ihr sicherlich Recht, dass viele vieles erzählen. Aber wenn man in mehr oder weniger geheimer Mission unterwegs ist und nicht weiß, welcher politischen Gruppierung der Gesprächspartner angehört, ist es schon etwas leichtsinnig.
Das war ja auch keine sonderliche Kritik am Roman, wie ich auch im gleichen Post und vorher äußerte.
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Mich stört es auch nicht, wenn hier nicht alles so korrekt zugeht wie es vielleicht früher war. Ich bin jemand, der sehr selten historische Romane liest, vielleicht liegt es auch daran. Aber wer sagt, dass man heutzutage alles genauso wieder geben kann wie es vor hunderten von Jahren war? Egal ob es nun um die Offenherzigkeit von privatem oder politischen geht oder um den Zusammenhalt einer Gemeinschaft. Früher war der Zusammenhalt vielleicht sogar besser als heutzutage, wo viele nur noch an sich selbst denken.
Als Alan und Oswald im Wald überfällen worden sind, dachte ich, das wars jetzt. Vor allem für Oswald. Aber zum Glück konnte Alan sie dank des Moores retten.
Ich bin mir ja sicher, dass wir Haimon noch nicht ganz los sind. Was er den armen Menschen in dem Dorf angetan hat, war einfach schrecklich. Zum Glück ist sein Plan, Alan umbringen zu lassen, nicht aufgegangen.
King Edmund gefällt mir. Er scheint richtig in seiner Rolle als Kirchenmann aufzugehen. Aber was wohl noch aus dem armen Luke wird?
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Zitat
Original von LadyTudor
Haimon und Susanna tun sich also zusammen, Das kann ja nur böse enden... Wobei mir Susanna ja fast schon leid getan hat. Natürlich ist sie nicht gerade ein Sympathieträger, aber sie kam mir schon ein wenig arg verteufelt vor. Was hat sie denn getan außer nicht intelligent und hochmütig zu sein (was bestimmt an ihrer Erziehung lag)? Ich fand das ein wenig hart wie mir ihr umgegangen wurde.
Da haben sich wirklich die zwei richtigen gefunden.
Wobei ich Haimon noch ein bisschen schlimmer finde, als Susanna, die steht ja wirklich vor dem Nichts, als einziger Ausweg das Kloster, auch wenn das natürlich keine Entschuldigung für einen hinterhältigen Mordanschlag ist.ZitatOriginal von finsbury
Da habt ihr sicherlich Recht, dass viele vieles erzählen. Aber wenn man in mehr oder weniger geheimer Mission unterwegs ist und nicht weiß, welcher politischen Gruppierung der Gesprächspartner angehört, ist es schon etwas leichtsinnig.Immerhin wissen sie, dass Becket eine Nachricht für Harrys Vater hat, also wohl in etwa auf der selben Seite steht.
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Ob das nöig war, Alans Verhalten gegenüber Susanna? Vielleicht hätte er ja das, was er vorhat, tun und weniger darüber reden sollen.
Seine Ehrlichkeit zu den drei Brüdern, die er „durchfüttert“ hat mich schon zum Schmunzeln gebracht.
Und dann treffen die Zwillinge auf dem Schiff auf Thomas Becket. Dieser Zufall ist ja nicht weiter verwunderlich, müssen die drei doch irgendwie herausfinden, wo sie nach Henry suchen sollen. Aber daß Beckett in seiner Position eine solche Plaudertasche sein soll, erscheint etwas weniger glaubwürdig.
Auf dem Rückweg von Alan und Oswald kommt es in einem kleinen Weiler dann noch zu einer ziemlich grausigen Begegnung.
Was mag Alan wohl noch über seine Vergangenheit herausfinden. Dieses einfach -Kopf ab und fertig- paßt eigentlich nicht zu dem sich neu gefundenen Alan. -
Zitat
Original von gealein
Auf dem Rückweg von Alan und Oswald kommt es in einem kleinen Weiler dann noch zu einer ziemlich grausigen Begegnung.
Was mag Alan wohl noch über seine Vergangenheit herausfinden. Dieses einfach -Kopf ab und fertig- paßt eigentlich nicht zu dem sich neu gefundenen Alan.Das steckt einfach in ihm drin. Kämpfen und gewinnen, das konnte er ja schon als er noch nicht wusste wer er war.