Details:
Format: e-Book
Seitenzahl: 179 Seiten
Verlag: bittersweet
Erschienen: 13. Januar 2016
Inhalt:
Es ist nur wenige Tage her, seitdem Melek der Armee der Talente beigetreten ist, und doch ist ihr Leben bereits ein vollkommen anderes geworden. Ihr Dasein unterliegt nun einer Palette strenger Regeln: Sie darf niemandem ihre wahre Identität zeigen, sie darf niemanden küssen, sie darf niemanden verraten, wo sie ihre Nächte verbringt. Dass deren Einhaltung ausgerechnet von Jakob eingefordert wird, dem charismatischsten Jungen, der Melek je begegnet ist, macht es für sie nicht gerade einfacher. Schon gar weil Erik, der mehr als nur einen guten Freund darstellt, ihrem Geheimnis dicht auf der Spur ist…
Autor:
Mira Valentin arbeitet hauptberuflich als Journalistin für Jugend- Frauen- und Pferdezeitschriften. Hoch zu Ross, mit Laufschuhen oder Fahrrad streift sie regelmäßig durch die ausgedehnten Wälder des Hessischen Hinterlands. Hier, zwischen mystischen Quellen und imposanten Steinbrüchen, kam ihr die Idee für "Das Geheimnis der Talente". Seither sieht sie ständig Dschinns in den Baumkronen sitzen und kann kein Dorffest mehr feiern ohne sich zu fragen, welches arme Opfer heute wohl ausgesaugt wird.
Meine Meinung:
Das Cover ist wie auch schon beim ersten Band ziemlich unspektakulär und nur aufgrund der äußeren Hülle hätte ich es wohl nicht aufgeschlagen. Sehr schade, dass das Cover nicht zu der tollen Geschichte im Inneren passt. Ich hoffe weiterhin, dass es bei der Printausgabe, die im März erscheint (und die ersten drei e-Books enthält), ein anderes Titelbild geben wird.
Der Schreibstil von Mira Valentin ist nach wie vor toll und fesselnd. Sie schafft es, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, weil man so in die Geschichte eintaucht und in ihren Bann gezogen wird. Die Sprache wirkt flüssig und nicht aufgesetzt und war sehr angenehm zu lesen.
Im ersten Band hatte ich bemängelt, dass ich die Protagonistin Melek unsympathisch finde und leider hat sich das auch nicht wirklich verbessert. Sie ist so unfreundlich, teilweise egoistisch und schroff, obwohl sie gar keinen Grund dazu hat. Stellenweise wurde es in diesem Buch besser, allerdings immer nur für kurze Augenblicke.
Ihre Verliebtheit zu Jakob hingegen kam im zweiten Teil viel besser heraus als noch im ersten. Das war eine klare Steigerung. Auch ihre widersprüchlichen Gefühle für ihren besten Freund Erik fand ich gut dargesellt.
Hier muss ich allerdings sagen, dass ich Meleks Verhalten gegenüber dem Dschinn/Faun Levian überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Es wurde überhaupt nicht deutlich, weshalb sie sich denn nun auf diese Weise verhält, wie sie es tut (ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, um nicht zu spoilern). Das fand ich recht unglaubwürdig und hat mich auch beim Lesen gestört, genauso wie es bei Melek und Jakob im ersten Teil der Fall war. Es kommt mir vor, als würde der Gefühlsaspekt bei Melek einfach immer wieder weggelassen.
Generell sind die Ideen in diesem Buch sehr gut und haben mich im Großen und Ganzen begeistert. Melek, die gezwungen ist, in ihren beiden Leben zu lügen und irgendwie nirgends mehr so recht dazugehört, und die Informationen, die man endlich über die Dschinn/Faune und die Talente erhält waren ebenfalls gut. Gern würde ich noch weiter in die Welt der Talente eintauchen, mehr über ihre Struktur, ihre Hintergründe usw erfahren. Das gleiche gilt für die Dschinn. Sind sie gar nicht so böse, wie alle denken? Oder verstehen sie es nur, sich ausgezeichnet zu verstellen? Wie kam es eigentlich zum Kampf zwischen den beiden Seiten?
Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen und ich habe es wirklich gern gelesen. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht, konnte nicht aufhören zu lesen und bin von der Geschichte um die Talente begeistert. Da ich aber im Grunde fast dieselben Dinge wie im ersten Band auszusetzen habe, gibt es zwei Punkte Abzug und ich verteile auch für den zweiten Band 8 Punkte.