Ich - Dylan - Ich - Peter Wawerzinek

  • Seitenzahl: 160 Seiten
    Verlag: Wortreich


    Kurzbeschreibung:
    „Ich schaltete einmal den Sender um und hörte dich an diesem Tag, vernahm nur deine Stimme im Radio. Und das will ich dir sagen: Du kannst verdammt gut lesen. Du bist ein Genie, Dylan. Du bist eine Ikone der Vortragskunst. Das habe ich in meiner Jugend am Radiogerät gleich herausgehört.“ Wawerzinek ist mehrmals nach Wales gereist, hat die Landschaften und Orte von Dylan Thomas aufgesucht und beschrieben. Wer über einen anderen redet, redet ja immer auch über sich selbst. Und so wird die Reise zu Dylan Thomas vor allem auch eine Reise zu sich selbst. Dylan Thomas, sein Leben, seine Landschaft, sind für den Autor vor allem Spiegel, die Rede nicht Zwiegespräch, sondern Monolog.


    Über den Autor:
    Peter Wawerzinek wurde unter dem Namen Peter Runkel 1954 in Rostock geboren. Er wuchs in verschiedenen Heimen und bei verschiedenen Pflegefamilien auf. Seit 1988 betätigt er sich neben vielem anderen als freier Schriftsteller, Regisseur, Hörspielautor und Sänger. Er ist Autor der Bücher Moppel Schappiks Tätowierungen (1991), Das Kind, das ich war (1994) und Das Desinteresse (Hasenverlag 2010). Für Rabenliebe erhielt er 2010 den Ingeborg-Bachmann-Preis und den gleichnamigen Publikumspreis.


    Mein Eindruck:
    Ich - Dylan -Ich ist ein Buch des Ingeborg-Bachmann-Preisträger Peter Wawerzinek, dass im neuen Verlag Wortreich erschienen ist.
    Wie schon in Peter Wawerzineks großen Romanerfolg Rabenliebe gibt es auch diesmal wieder einen autobiografischen Ansatz.


    Dylan Thomas war ein walisischer Dichter, der früh an seinem Alkoholismus starb.


    In einem hohen Ton erzählt Peter Wawerzinek von seiner Bewunderung für Dylan Thomas und von seinen Reisen nach Wales, wo er sich auf die Spuren seines Vorbilds macht.


    Bald merkt man, dass er zwar permanent Dylan Thomas anspricht, aber auch viel von sich selbst spricht. In den Vergleichen grenzt er sich schließlich ab, weil er sein Alkoholproblem in den Griff bekam.


    Ich Dylan Ich ist ein lebendiges, ironisches Buch! Sprachlich war das Buch so gestaltet, als wäre es für mich persönlich für mich geschrieben. Ich war also sehr angetan!
    Aber man muss kein Fan von Dylan Thomas sein, um das Buch genießen zu können. Es ist aber von Vorteil, Dylan Thomas literarisch einordnen zu können und Peter Wawerzineks Lebenslauf in etwa zu kennen.