Anka Brüggemann: Papier-Objekte aus alten Büchern
Haupt Verlag 2015. 168 Seiten
ISBN-13: 978-3258601236. 24,90€
Verlagstext
Das neue Haupt-Buch zum Trendthema "Kunst aus Büchern": 55 Projekte von einfach bis raffiniert Klare Schritt-für-Schritt-Anleitungen und viele Kopiervorlagen Collagen, Himmeli, Papierporzellan, Faltobjekte in vielen Variationen Was tun mit ausrangierten Büchern? "Papier-Objekte aus alten Büchern" gibt mit 55 Projekten Ideen, wie den alten Buchseiten neues Leben eingehaucht wird. Es wird geschnitten, geklebt, gerollt und gefaltet. Aus den alten Buchseiten entstehen schmucke Collagen zum Aufkleben, raffinierte Himmeli-Ornamente zum Aufhängen, hübsches Papier-Porzellan und -Besteck und kunstvoll gefaltete Bücher zum Ausstellen. Jedes Kapitel beginnt mit einfachen Objekten, doch der Schwierigkeitsgrad steigt von Projekt zu Projekt. Neben illustrierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen enthalten die einzelnen Kapitel auch weiterführende Inspirationen und Projektideen. Zahlreiche Kopiervorlagen für die Projekte ergänzen das Buch.
Die Autorin
Anka Brüggemann führt eine bekannte Buchhandlung in der Altstadt von Quedlinburg, ist Gründerin der Marke „Bookogami“ für Papierarbeiten aus alten Buchseiten und leitet Workshops zu diesem Thema. Sie rettet alte Bücher vor dem Reißwolf und verwaltet ein Lager mit über 10 000 gedruckten Werken.
Inhalt
Anka Brüggemanns verschwenderisch illustriertes und methodisch vorbildliches Buch bietet vier Gruppen von Werkarbeiten mit alten Büchern. Aus ganzen Hardcoverbänden werden durch Herausschneiden von Öffnungen und Hervorklappen von Scherenschnitten Buchskulpturen gefertigt. Himmelis sind geometrische Objekte aus Papierröllchen, die man früher aus Stroh- oder Trinkhalmen fertigte. Papierporzellan nennt die Autorin dünnwandige Objekte, die mit bedruckten Buchseiten und Kleister überzogen werden. Optisch besonders ins Auge fallendes Thema sind Rotunden aus den aus fadengehefteten Hardcover-Bänden herausgetrennten Buchblöcken (siehe Titelbild) und Skulpturen aus gefalteten Buchseiten ganzer Bücher. Die aus dem Buchschnitt herausgearbeitete Origami-Faltung nennt Dominik Meissner, ein weiterer Experte dieser Kunst, Orimoto.
Alle vier Kapitel öffnen einerseits den Blick dafür, wie upgecyceltes bedrucktes Papier wirken kann und helfen bei der Entscheidung, ob die einzelne Technik sich überhaupt für den interessierten Leser eignet. Bei den Buchschnitt-Skulpturen wird die Hürde vergleichsweise am höchsten sein. Hier empfiehlt die Autorin Anfängern zuerst ein Parabel-Muster, um die Technik des Vorzeichnens auf Millimeterpapier, des Übertragens der Faltpunkte in eine Tabelle und Anzeichnens auf jeder einzelnen Buchseite zu erlernen. Man muss sich hier klar sein, dass gerade für Skulpuren aus einem oder mehreren Wörtern Bücher mit mehreren hundert Seiten verarbeitet werden und pro Buchstabe bis zu 6 Faltpunkte pro Seite abzuarbeiten sein können. Über die einzelnen Objekte kann man sich auf der Verlagswebseite ein sehr gutes Bild machen. Kopiervorlagen und eine kleine Buchkunde sind im Anhang zu finden.
Mit ganzseitigen Fotos und Schritt-für-Schritt-Abbildungen ein sehr gut strukturiertes Werkbuch, das den Blick auf Schrift und Papier schult.
10 von 10 Punkten