Titel: Ein bisschen Sonne im kalten Wasser
OT: Un peu de soleil dans l'eau froide
Autorin: Francoise Sagan
Übersetzt aus dem Französischen von: Sophia Sonntag
Verlag: Ebersbach und Simon
Erschienen: September 2014
Seitenzahl: 269
ISBN-10: 3869150920
ISBN-13: 978-3869150925
Preis: 24.00 EUR
Das sagt der Klappentext:
Gilles, 35 Jahre alt, Redakteur bei einer linksliberalen Pariser Tageszeitung, erfolgreich und gutaussehend, der in Paris ein ausschweifendes Junggesellenleben führt, leidet an Lebensüberdruss und Depressionen. Verzweifelt flieht er in die Provinz zu seiner Schwester. Dort lernt er auf einer Abendgesellschaft die attraktive, gutsituierte Nathalie Sylvener kennen, die sich augenblicklich in ihn verliebt und Gilles mit ihrer Unbefangenheit und Offenheit entwaffnet. Wie die Heldinnen Flauberts, Stendhals und Balzacs wirft in Sagans Roman Nathalie ihre bürgerlichen Fesseln ab, um dem geliebten Mann zu folgen. In Paris bewegt sich die kluge und ernsthafte Frau jedoch wie ein Fremdkörper zwischen den leichtfertigen, oberflächlichen Pariser Freunden, und der wankelmütige Gilles fühlt sich ihrer bedingungslosen Liebe nicht gewachsen
Die Autorin:
Fran‡oise Sagan, 1935 geboren, schrieb bereits als Teenager ihren ersten Roman. Sagan schrieb neben zahlreichen weiteren Romanen auch Erzählungen, Theaterstücke und Filmdrehbücher. 2004 verstarb Francoise Sagan.
Meine Meinung:
Ein sehr routiniert geschriebener Roman der französischen Autorin. Vielleicht an einigen Stellen zu routiniert. Es wirkt alles sehr distanziert und auch stellenweise kühl. Gerade auf den Schluss dieses Buches trifft das zu. Trotzdem ist dieser Roman sehr lesenswert. Denn die Autorin ist ja nicht Irgendwer. Gehört sie doch zu den großen zeitgenössischen Autorinnen der europäischen Literatur. Die handelnden Personen wirken eher etwas blaß, mit Ausnahme der Hauptprotagonistin Nathalie. Sie wirkt lebendig und nicht so „blutarm“ wie die anderen Protagonisten dieses Romans. Die Geschichte wird ohne große Höhen oder Tiefen erzählt. Der Erzählstrom zieht gleichmässig fließend am Leser vorbei.
Aber auch mit diesem Roman wird Francoise Sagan ihrem Ruf als „Entfant terrible“ der Literatur gerecht. Man sieht sie vielerorts auf den Spuren von Oscar Wilde.
Denn eines dürfte von niemand ernsthaft bestritten werden: Francoise Sagan war ihrer Zeit immer voraus. Und das bestätigt sie auch mit diesem Roman.
Ein sehr lesenswertes Buch. 7 Eulenpunkte.