Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Rowohlt
Originaltitel:Il Nero e l'argento.
Übersetzt von Barbara Kleiner
Kurzbeschreibung:
Nach seinem Weltbestseller «Die Einsamkeit der Primzahlen» schreibt Paolo Giordano nun in einem kurzen, aber dichten Roman über die Einsamkeit im Leben als Paar.
Nora und ihr Mann leben mit ihrem kleinen Sohn in Turin. Sie ist Architektin, er ist Physiker. Im Alltag werden sie unterstützt von der wunderbaren Babette – sie ist die Frau für alles, sie betreut das Kind, sie kocht, sie schmeißt den Haushalt. Und sie bildet den ruhenden Pol für das junge Paar. Eigentlich heißt sie Anna, aber sie wird Babette genannt, in Hommage an das Hausmädchen Babette in Tania Blixens berühmter Novelle «Babettes Fest».
Babette gehört zur Familie. Doch eines Tages kann sie nicht mehr kommen, sie ist an Krebs erkrankt.
Was passiert, wenn plötzlich jemand fehlt, der immer da war? Ohne Babettes schützenden Blick verliert das Ehepaar seinen Halt, jeder zieht sich in sich selbst zurück, Gefühle, deren man sich sicher war, verschwinden.
Über den Autor:
Paolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren, wo er Physik studierte und mit einer Promotion in Theoretischer Physik abschloss. Sein erster Roman «Die Einsamkeit der Primzahlen» war ein internationaler Bestseller. Er wurde in über vierzig Sprachen übersetzt und verfilmt. Giordano erhielt dafür mehrere Auszeichnungen, darunter den angesehensten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega. Paolo Giordano lebt in Turin.
Über die Übersetzerin:
Barbara Kleiner, promovierte Germanistin und Romanistin aus München, Jahrgang 1952. 2007 erhielt sie den Übersetzerpreis der Kulturstiftung NRW, der zu den höchstdotierten Auszeichnungen für literarische Übersetzer im deutschsprachigen Raum gehört, für ihre Übertragung von Ippolito Nievos Werk "Bekenntnisse eines Italieners" (Manesse Verlag, 2005) aus dem Italienischen. Gleichzeitig wurde das Gesamtwerk der Übersetzerin ausgezeichnet. 2011 erhielt sie den deutsch-italienischen Übersetzerpreis des Auswärtigen Amtes für ihre Übertragung von Ippolitos Nievos "Ein Engel an Güte" (Manesse Verlag, 2010).
Mein Eindruck:
Paolo Giordanos Erfolgsroman Die Einsamkeit der Primzahl wirkte wie ein Jugendroman, aber Schwarz und Silber ist ganz und gar ein erwachsener Roman. Es startet mit dem Tod einer Frau, die mit einer Familie verbunden war, von der der Mann rückblickend die Geschichte schildert.
Signora A ,liebevoll Babette genannt (in Anlehnung an Babettes Fest von Karen Blixen ) arbeitete als Haushälterin und Kindermädchen bei dem Erzähler und seiner Frau Nora sowie dem kleinen Sohn Emanuele. Schnell wird sie mehr als das, sie ist Vertraute und für den Sohn wie eine Großmutter. Dennoch ist Signora A. um ihre Eigenständigkeit bemüht, selbst als sie eines Tages an Krebs erkrankte.
Eine Krise für die kleine Familie.
Mehr ist eigentlich nicht zu sagen, außer dass mir die gefühlvolle Darstellung der Figuren gefällt und auch, wie ihnen klar wird, was ihnen ihre Babette bedeutet hat und was sie ihnen im Laufe der Jahre gegeben hat. Ein wirklich gutes Buch!