Fabelhafte Eigenschaften - Adam Soboczynski

  • Klett-Cotta, 2015
    206 Seiten


    Kurzbeschreibung:
    Der berühmte Künstler Hans Weinling malt ausschließlich Tiere am Strand. Bei einer Vernissage trifft er auf die erste große Liebe seines Lebens: Julia, die seinetwegen ihre morsche Beziehung mit dem Architekten Sebastian beendet. Eine klassische Dreiecksgeschichte steht im Zentrum von Adam Soboczynskis erstem Roman. Hans, Julia, Sebastian und all die anderen Personen, die mit ihnen verbunden sind, versuchen sich selbst zu verwirklichen und tragen die Last ihrer Freiheit. Mit sprachlicher Eleganz und subtilem Humor wird vermessen, wo die Grenzen zwischen Liebe und Verachtung, Kunst und Leben, Pose und Authentizität verlaufen. Eine hochaktuelle Comédie humaine, die gnadenlos auf eine raffinierte Pointe zusteuert.


    Über den Autor:
    Adam Soboczynski, geboren 1975 im polnischen Torun, lebt in Berlin und Hamburg und leitet das Feuilleton der ZEIT. Er schrieb mehrere erzählerische Sachbücher, darunter »Die schonende Abwehr verliebter Frauen«. Seine Werke wurden ins Spanische, Französische, Polnische, Italienische und Niederländische übersetzt. »Fabelhafte Eigenschaften« ist sein erster Roman.


    Mein Eindruck:
    Wenn ein Redakteur einer großen Zeitung einen Roman schreibt, erwartet man eigentlich das schlimmste, doch ich muss ´sagen, es hat mir einigermaßen Spaß gemacht den Roman zu lesen.
    Okay, es ist kein literarisches Meisterwerk und wohl nicht DAS Debüt des Jahres, aber ein ordentliches Martin Suter-Niveau erreicht der Autor doch, und das ist ja nicht zu verachten.


    Die Handlung zeigt einen Reigen. Die Kapitel wechseln um eine handvoll Figuren, von denen der Maler Hans, der Architekt Sebastian und Julia, die mit Sebastian was hatte und mit Hans lebt, die wichtigsten sind.


    Alle nicht sonderlich sympathisch. Vertreter einer Klasse mittel bis höherer Gesellschaft, die jedes Klischee bedienen.


    Am liebsten war mir noch der spröde Literaturwissenschaftler Kerst, vielleicht auch sein wütender Sohn Mark.


    Doch gegen Ende hin beginnen die Figuren doch massiv zu nerven und ich war froh, dass der Roman relativ kurz war.


    Fazit: Wie gesagt, ich fand es nicht so schlecht, aber neutral betrachtet doch ein überflüssiges Buch!