Titel: Schwarzblende
Autorin: Zoe Beck
Verlag: Heyne
Erschienen: März 2015
Seitenzahl: 411
ISBN-10: 3453410432
ISBN-13: 978-3453410435
Preis: 9.99 EUR
Das sagt der Klappentext:
London. Der Kameramann Niall Stuart wird unfreiwillig Zeuge, als zwei junge Männer einen Soldaten in zivil grundlos angreifen und töten. Niall nimmt die Szene mit seinem Handy auf. Einer der Täter kommt zu ihm, das blutige Messer noch in der Hand, und bekennt, dass er den Mord im Namen Allahs begangen hat. Sein Komplize schwenkt die Flagge des Islamischen Staats. Als Niall wenig später den Auftrag erhält, eine Dokumentation über den Fall zu drehen, ahnt er nicht, dass er mit grausamer Absicht für diese besondere Aufgabe ausgewählt wurde.
Die Autorin:
Zoe Beck, geboren 1975, wuchs zweisprachig auf und pendelt zwischen Großbritannien und Deutschland. Ihre große Liebe neben der Literatur ist die Musik. Heute arbeitet sie als freie Autorin, Redakteurin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis.
Meine Meinung:
Dieser Roman ist mehr als ein Krimi. Es ist ein hochpolitisches Buch – ein Buch das sich einem der grössten Probleme unserer Zeit annimmt: dem Terrorismus. Zoe Beck schafft es dieses sensible Thema in eine spannende Story zu packen. Dabei macht sie auch deutlich, dass Dinge sehr oft nicht so sind wie sie auf den ersten Blick scheinen.
Die erzählte Geschichte wirkt sehr realistisch und die handelnden Personen sind ihrem Verhalten durchaus authentisch. Als Leser hat man oftmals den Eindruck, dass man eher einen Tatsachenroman lesen würde - als das die Handlung fiktiv ist.
Zoe Beck erzählt mit einer gewissen Kühle und Distanz. Sie fährt die erzählerischen Emotionen etwas zurück und schafft es durch diesen stilistischen Handgriff alles sehr real erscheinen zu lassen. Auch der Schluss ist der Autorin sehr gut gelungen. Nicht unbedingt vorhersehbar. Aber stimmig und in sich logisch. Ein sehr lesenswerter Roman, dem man mit der Titulierung „Krimi“ so ganz und gar nicht gerecht wird. 7 Eulenpunkte.