Song Quest – Katherine Roberts (ab ca. 13 J.)

  • Erstmals erschienen 1999


    Das Echorium ist der Ort der Singenden, auf der Insel der Echos fern im Meer. Die Sängerinnen und Sänger leben in einer Gemeinschaft von Kind auf und halten mit ihren Liedern die Welt im Gleichgewicht. Ihre Lieder sind mächtig, gefürchtet und begehrt zugleich, sie beeinflussen diejenigen, die sie hören, heilen, trösten, können aber auch töten.


    Es ist nicht leicht, eine echte Sängerin/ein echter Sänger zu werden, das entscheidet sich in der Pubertät. Vor allem Jungen leiden darunter, daß sie mit dem Stimmbruch oft die Fähigkeit zu einer wirklich großen Stimme verlieren. Einer von ihnen ist Kherron. Er ist überzeugt, ein großer Sänger zu sein, aber die Lehrerinnen und Lehrer hindern ihn daran, das zu zeigen, findet er. Er reagiert trotzig und aufsässig, vor allem Rialle hat unter ihm zu leiden. Eines Tages findet Kherron einen fremden Mann auf der Insel, einen Schiffbrüchigen. Kherron beschließt ihm zu helfen, im Gegenzug soll der Mann ihm die Flucht von der Insel ermöglichen. Das gelingt tatsächlich.
    Beunruhigende Nachrichten vom Festland veranlassen die Singenden, eine Delegation übers Meer zu schicken. Zu ihrer Überraschung ist Rialle dabei, obwohl sie ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen hat. Vom Festland aus geht es in die Berge, ins Fürstentum der Karch. Ausgerechnet dort aber lauert jemand, der die Lieder der Singenden besitzen möchte.


    Damit beginnt eine ebenso aufregende wie farbig ausgemalte Abenteuergeschichte voller Musik, seltsamer Wesen, Intrigen, höchsten Gefahren, einer Menge Blut, haarsträubenden Verfolgungsjagden übers Meer und zu Land, und Rettungen in letzter Minute. Die Welt der Singenden ist wunderschön ausgedacht und ausgemalt. Beeindruckend ist nicht nur die Insel mit dem Echorium, die Gemeinschaft der Singenden, alle in grauen Seidengewändern und mit blaugefärbten Haaren, damit nichts von den Liedern ablenkt, sondern auch die Meereswesen und die Karchfestung in den Bergen. Roberts gelingt das alles mit wenigen Worten, ihre Geschichte hat keine dreihundert Seiten. Die Erlebnisse auf den Schiffen, eine Seeschlacht, die Meermenschen und ihre Welt sind ein besonderer Entwurf, den man nicht leicht vergißt. Abweisend, hart und winterlich ist die Welt der Karch, wo sich die jungen Heldinnen und Helden dann wieder treffen.


    Spannung entsteht vor allem aus der Figurenzeichnung, Kherron ist ein ambivalenter Held und selbst, als es der Leserin klar ist, auf welcher Seite er steht, wissen es seine Altersgenossinnen noch lange nicht. Rialle wirkt ein wenig defensiv, trotzdem hängt vieles im Verlauf der Handlung allein von ihr ab. Sie muß lernen, aktiver zu werden, so, wie Kherron lernt, sich zurückzunehmen.
    Es gibt viel Magie und Gegenmagie, ihr Einsatz steigert sich, Roberts wartet bis fast zum Schluß, bis sie ihr magisches Feuerwerk endgültig zündet. Auf das jugendliche Publikum wird gerade bei blutigen Szenen nicht allzu viel Rücksicht genommen. Die Menschen sind grausam, wenn sie ihre Gier befriedigen wollen, das gehört zu den Lehren, die unaufdringlich dahinter stehen.


    Das Ende kommt ein wenig abrupt, es gibt ein wenig Romanze mit einer Prise Unerwartetem. Die Entscheidung über Kherrons Zukunft ist eine Spur zu schön und glatt, aber das wird vor allem erwachsene Leserinnen stören. Abgesehen davon bietet der Roman auch für sie originelle, eigenständige Fantasy von beträchtlicher Qualität.
    Zum Entdecken und Wiederlesen immer noch empfehlenswert.

    Ich und meine Öffentlichkeit verstehen uns sehr gut: sie hört nicht, was ich sage und ich sage nicht, was sie hören will.
    K. Kraus

  • Es scheint eine dreiteilige Serie zu sein.


    In Crystal Mask, the thrilling, chilling sequel to the award-winning Song Quest, a wild girl, a confused Singer boy from the Isle of Echoes, and a horselord prince join forces to fight the evil force of the fabled masked Khiz priest and his minions. Weeks of travel, fraught with mistrust, avalanche and drowning danger, and a devastating growing understanding of the full diabolical power of Khiz, bring each of these children to the Sunless Valley, where a battle in the black crystal palace will determine the fate of all. Packed with blue gemstones, magical "half creatures," humans who wield power through songs, merlee (mermaids), and breathtaking adventure, this complex fantasy will be tremendously appealing to fans of Katherine Roberts's Echorium sequence. For some readers, the many convoluted subplots and unusual names will be difficult to follow, but the taut narrative will hold the attention of those who are willing to hang on for the ride. (Ages 11 and older) --Emilie Coulter

  • Teil 3


    FINAL BOOK OF THE AWARD-WINNING ECHORIUM SEQUENCE.
    Kyarra is one of the most promising young Singers ever trained by the Echorium. But as the daughter of the Singers' arch-enemy, she has a dark inheritance. When her mother is kidnapped from the Isle of Echoes, and corrupted half creatures begin to attack humans, the Singers suspect Frazhin is stirring once again.
    Kyarra follows her mother into the depths of the Quetzal Forest, where she meets her crippled father, who is worshipped by the half creatures as a god. Only the dark quetzal boy Night Plume, resistant to enchantment, can help her stop Frazhin from changing history and destroying the Singers forever. But when khiz-crystal surrounds them, will Kyarra's blood prove stronger than the Echorium's Songs?

  • Es ist keine klassische Serie mit immer wieder auftretenden Figuren.
    Gemeinsam haben die Bände nur den Handlungsort, das Echorium und die Gemeinschaft der Singenden.
    Schon das zweite Abenteur spielt zwanzig Jahre nach dem ersten.
    Man kann die Bände problemlos als Einzelgeschichten lesen, auch wenn man etwa den 'zweiten' zuerst liest, bekomt man einen vollen Eindruck von der Welt des Echoriums.


    Ich glaube, sie hat die beiden nachgeschoben, weil ihre Welt so verlockend ist. ;-)



    :wave


    magali



    edit: Verwechslung wieder aufgehoben, im Buch nachgeguckt, 'zwanzig Jahre' war doch richtig.
    :lache

    Ich und meine Öffentlichkeit verstehen uns sehr gut: sie hört nicht, was ich sage und ich sage nicht, was sie hören will.
    K. Kraus

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